[Frage] Telekom - Umstellung auf IP Telefonie - Fragen zur Einrichtung

An sich ist dort im Ort 6000 das Maximum.
Was ja wie schon gesagt dennoch keine Rückschlüsse auf ADSL2+/Annex-J (Nicht)-Verfügbarkeit zulässt.

Die Auftragsbestätigung ist von heute. Umgestellt wird auf Magenta Zuhause S. In den entsprechenden Details heißt es eben DSL 6000 Ram ohne Splitter (3).
Hmm, dann hätte dort eigentlich "DSL 6000 RAM IP" oder "DSL 6000 RAM IP (3)" stehen müssen... :confused:
Vielleicht wird aber auf den ABs noch die alte Formulierung verwendet.

Ich bin davon ausgegangen, dass Annex-J zu ADSL2+ gehört und damit eigentlich nicht geschaltet wird, weil der ganze Ort eben nicht mehr als 6000er Anschlüsse bekommt.
Warum sollte bei 6.000er DSL nicht ADSL2+ geschaltet werden? Die Telekom schaltet per GbE- und MSAN-Plattform immer ADSL2+, selbst wenn es sich um DSL Superlight (384kbit/s Rückfallprofil) handeln sollte, ADSL1 wird lediglich auf der ATM-Plattform bis DSL 6.000 eingesetzt.

Ich bin somit davon ausgegegangen, dass der ganze Ort technisch noch auf ADSL1 vor sich hin krebst...
Kann durchaus sein das im zuständigen HVt. ausschließlich ATM- und MSAN-Technik vorhanden ist (und keine GbE-Technik für AnnexB, das betrifft in Deutschland durchaus einige HVt. ohne Kollokation, i.d.R. eben die etwas "ländlich" gelegenen) was bedeuten würde das ADSL2+ ausschließlich mit IP- und somit AnnexJ-Anschluss geschaltet wird. Wer noch DSL mit PSTN/AnnexB hat kann somit nur ADSL1 bekommen.

Gegenstelle: Infineon 7.23.4.
Also wie schon vermutet Telekom ATM-Plattform (DSLAM-Hersteller ECI), der DSLAM ist vermutlich Indoor also in einem HVt. untergebracht und darüber ist mittlerweile MSAN-Technik (ADSL2+ und VDSL2, ausschließlich sog. IP-Anschlüsse da "splitterlos") bundesweit/flächendeckend verfügbar.
Von daher wäre es schon sehr erstaunlich wenn ausschließlich ADSL1 verfügbar wäre. ADSL1 only Gebiete gibt es eigentlich nur noch bei extremen Leitungslängen/Dämpfungswerten (also evtl. bei verfügbaren Bandbreiten unter 2MBit/s nach Kontes-Datenbank in den sog. Fällen der "GbE-Dämpfungsopfer") was prinzipiell unwahrscheinlich ist bei DSL 6.000 Verfügbarkeit sowie in älteren Outdoorgebieten z.B. mit EDA-Technik wie sie u.a. in ehm. überbauten OPAL-/HYTAS-Gebieten zu finden ist. Beides trifft aber auf diesen Ort scheinbar nicht zu da höchstwahrscheinlich, wie schon gesagt, Indoor/HVt. versorgt und somit sollte prinzipiell auch ADSL2+ per AnnexJ verfügbar sein.

Bei dem Haus welches 20m weiter entfernt liegt, wie hast du dort geprüft? Mit dem bekannten "BasketDSLMatNr.-Test"? Wenn nicht gerade ein Datenbankproblem vorliegt, eine ungewöhnliche Leitungsführung (so etwas kann durchaus vorkommen) oder ein bekannter Störer sollte auch dort Annex-J mit ADSL2+ verfügbar sein, u.U. aber auch nur das 5MBit/s-Profil 6j.
 
Das Haus 20m weiter hat seinen DSL Anschluss vor rund 2 Jahren bekommen. Ich hab die Auftragsbestätigung damals gesehen und den Router eingerichtet, Dämpfung wenn ich mich nicht vertue weit über 50db, komischerweise und ein konstant fester Sync (immer die gleichen krummen Werte) von 17xx kbit/s, so dass netto genau 1,5 Mbit/s übrig blieben. Ich kann natürlich zu den ganzen technischen Annahmen und Ausdrücken nichts sagen. Da versteh ich relativ viel Bahnhof. Der besagte Ort ist rund 30Km von Koblenz entfernt, extrem ländlich. Auf dem Weg dahin gehts rauf und runter. Da möchte man im Winter nicht her fahren. Bis zum nächsten Ort sinds dann wieder 4 - 6 Km. Es handelt sich um kein richtiges Dorf, aber Stadt würd ichs auch nicth nennen... Ich schätze man muss jetzt halt einfach abwarten. Was ich nciht verstehe, wenn ADSL2+ geschaltet würde, warum dann NUR bis 6000 Kbit/s, wenn doch ADSL1 schon gut auf Anschlag mit TOP-Werten läuft... Gibts da keine Zwischenprofile bei der Telekom bis 16000?...
 
Bei der Telekom gibt es 2000, 6000 und 16000, welche wiederum in einzelne Profile unterteilt sind (zw. 6 und 16 z.B. noch 11 und 14).

Ob ländlicher Raum oder nicht macht keinen Unterschied. Für ADSL kommt es im Wesentlichen auf die Entfernung zur VSt an. Das ist der zentrale Anlaufpunkt für die Vorwahl in der man sich befindet. Also auch in der tiefsten Provinz kann es tolle 16000 geben, wenn man nah genug am VSt ist. Außerdem kann es noch viel langsamer als die 8192/2800 gehen.

Dein Anschluss ist Annex J wie schon festgestellt. Auch das hat nichts mit der Lage zu tun sondern mit dem Ausbau in der Vermittlungsstelle. Inzwischen sind die meisten VSt eben mit Annex-J-fähigen Linecards ausgerüstet. Eine Umstellung erfolgt i.d.R. bei Vertragsänderung, auf Wunsch (kostenfrei) oder bei Neuschaltung. Annex B und J existieren nebenher.

Die Aussage, dass IP bundesweit/flächendeckend verfügbar ist, ist für die Telekom unzutreffend. Dort wo nur DSL 2000 Annex B verfügbar ist (und davon gibt es noch einige Stellen!) wird kein IP Anschluss von der Telekom geschalten. Resale ist das möglich, da die Drittanbieter nur IP realisieren wollen, sinnvoll aber nicht (zumeist wird ein solcher Auftrag auch storniert).
 
Das Haus 20m weiter hat seinen DSL Anschluss vor rund 2 Jahren bekommen.
IP oder PSTN basiert?
Was sagt die Verfügbarkeitsprüfung (ohne Rufnummer) derzeit?

Dämpfung wenn ich mich nicht vertue weit über 50db,
Kontes, Flexprod @1MHz oder Modemangabe?
Prinzipiell ist die Nennung der Dämpfung in dB ohne die Angabe bei welcher Frequenz diese ermittelt wurde wertlos.

edit
Kontes kann es nicht sein, das wäre zu viel...


Der besagte Ort ist rund 30Km von Koblenz entfernt, extrem ländlich.
Hat der Ort einen HVt. bzw. wie weit entfernt liegt der oder die nächsten?
http://meinkontes.de/hvt
Alternativ: http://www.vexnet.de/files/hvt-schnittstellen.pdf

Was ich nciht verstehe, wenn ADSL2+ geschaltet würde, warum dann NUR bis 6000 Kbit/s, wenn doch ADSL1 schon gut auf Anschlag mit TOP-Werten läuft...
Geschaltet wird nach berechneter Dämpfung, dabei ist es egal was die Leitung in der Realität wirklich schaffen würde (bei diesem Anschluss aber nicht nur bis 6.000kbit/s sondern bis 7.000kbit/s netto bzw. 8.192kbits brutto). Übrigens kann die derzeit verwendete Linecard (Infineon 7.23.4), an der der Anschluss derzeit läuft, auch ADSL2+. Es ist reine Produktpolitik seitens der Telekom, dass auf der ATM-Plattform bis DSL 6.000 (wenn also die berechnete Dämpfung nach Kontes zu hoch ist für DSL 16.000) nur ADSL1 geschaltet wird obwohl die Linecard im DSLAM u.U. auch ADSL2+ kann.

Gibts da keine Zwischenprofile bei der Telekom bis 16000?...

Ja gibt es (die berechnete Dämpfung ist in diesem Fall jedoch leider zu hoch für höhere Profile):
http://www.onlinekosten.de/forum/showthread.php?t=143584 schrieb:
  • MagentaZuhause S-DSL-Ergebniszeile: "DSL 16000 RAM IP"
    Quelltext: name="BasketDSLMatNr" value="89752963"
    16000er-Profil 8j3 (brutto 17.696 down / 2.800 up)

  • MagentaZuhause S-DSL-Ergebniszeile: "DSL 16000 RAM IP (2)"
    Quelltext: name="BasketDSLMatNr" value="89752978"
    12000er-Profil 8j2a (brutto 13.984 down / 2.800 up)

  • MagentaZuhause S-DSL-Ergebniszeile: "DSL 16000 RAM IP (1)"
    Quelltext: name="BasketDSLMatNr" value="89752964"
    10000er-Profil 8j2 (brutto 11.600 down / 2.800 up)

  • MagentaZuhause S-DSL-Ergebniszeile: "DSL 6000 RAM IP"
    Quelltext: name="BasketDSLMatNr" value="89752982"
    7000er-Profil 8j1 (brutto 8.192 down / 2.800 up)

  • MagentaZuhause S-DSL-Ergebniszeile: "DSL 6000 RAM IP (2)"
    Quelltext: name="BasketDSLMatNr" value="89760442"
    5000er-Profil 6j (brutto 5.632 down / 2.800 up)

  • MagentaZuhause S-DSL-Ergebniszeile: "DSL 6000 RAM IP (1)"
    Quelltext: name="BasketDSLMatNr" value="89752962"
    3000er-Profil 4j (brutto 3.456 down / 2.800 up)

  • MagentaZuhause S-DSL-Ergebniszeile: "DSL 2000 RAM IP"
    Quelltext: name="BasketDSLMatNr" value="89760443"
    2000er-Profil 2j (brutto 2.304 down / 544 up)

  • MagentaZuhause S-DSL-Ergebniszeile: "DSL 384 IP"
    Quelltext: name="BasketDSLMatNr" value="89752980"
    Fixed-384-Rückfall-Profil 2jr (brutto 448 down / 288 up)
Diese AnnexJ-Profile werden alle per ADSL2+ geschaltet (auch 2jr)!
Diese feine Abstufung oberhalb von DSL 6.000 gibt es aber nur bei AnnexJ und nicht bei ADSL-AnnexB per ATM oder GbE.


Die Aussage, dass IP bundesweit/flächendeckend verfügbar ist, ist für die Telekom unzutreffend.
Nun, diese Aussage bezog sich auf HVt.-versorgte Gebiete ohne "GbE-Dämpfungsopfer" (s.h. dazu auch die erläuterten Einschränkungen in #21). Und so ist die Aussage auch korrekt da mittlerweile alle HVt. mit MSAN-Technik ausgestattet sind.

edit
Der Begriff "flächendeckend" ist da vielleicht auch falsch gewählt, bundesweit (alle HVt.) ist korrekt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo noch mal,

also vielen Dank für die ausfürlichen Antworten. Kurz mal zur Erklärung..Es handelt sich beim Haus der Bekannten um ein sehr altes Haus, in dem 2 Familien leben. Eine dritte Partei könnte noch ein Stockwerk höher wohnen, das ist aber im Moment nicht der Fall. Die Bekannten wohnen im ersten OG. Im Wohnzimmer kommt keine normale TAE-Dose mit 3 Buchsen aus der Wand, sondern nur eine Dose mit einer Buchse. Der Stecker, der vom Splitter ausgehend dort eingesteckt wurde passt nicht mal, wenn man die Abdeckung der Dose an der Wand lässt. Natürlich könnte man ne normale TAE-Dose anbringen, wenn die Verkabelung klar und schlüssig wäre. Das ist sie aber nicht, weil das Signal früher noch n Stockwerk hoch durch geschleift wurde. Sprich ein Stockwerk höher gibts eben auch ne Telefondose, die früher mal von unten ihr Signal bekan. Wie dem auch sei in der entsprechenden Dose die jetzt verwendet wird befinden sich etliche Drähte, eben nicht nur 1, 2, 3 oder 4, sondern teilweise sind auf Position 1 2 Drähte gleichzeitig "eingeführt". Ich weiß nicht, wie ich das anders erklären soll; sorry wenns dämlich klingt. Auf jeden Fall ist die Qualität der analogen Telefonie unbrauchbar und deshalb gibts eben den Wechsel zur IP Telefonie da die DSL-Leitung absolut zuverlässig läuft...

Da hast den Leuten einen Bärendienst erwiesen. Viel Spass bei der Fehlersuche, wenn nach der Umstellung nichts funktioniert.

Lass die Telefondose durch ne Monopol TAE ersetzen, und klemm die obere
Wohneinheit ab. Nach deiner Beschreibung handelt es sich um ältere Telefondosen. Das wird auch der Grund für die schlechte Analog-Telefonie
gewesen sein. Sonst kommt es mit Sicherheit zu Störungen, da die Gleichspannung fehlt.

Also am Besten vor der Umstellung austauschen, sonst haben deine Bekannten/Verwandten womöglich tagelangen Ausfall.
 
Hallo noch mal,

Also der Ort hat keinen HVT und das Haus nebenan hat nen normalen Analoganschluss, also nicht IP basirt...

Zur Dose: Ich hätte sie längst getauscht, aber die ganzen Kabel muss man erst mal verstehen. Ich hab natürlich Youtube Videos geguckt udn das ist ja alles theoretisch banal, sprich in ner neuen Dose die ersten beiden Stellen belegen, wie rum ist egal usw. Nur mir ist es ein totales Rätsel, warum an der Stelle wo die jetzige Dose hängt derart viele Drähte aus der Wand kommen. Das sind mit Sicherheit 8 Stück und mir ist es bei dem alten Haus echt nicht begreiflich, warum das so ist. Ich mein die Telefonie unten läuft immerhin schon mal separat. Unten heißt im Erdgeschoss, dort wo noch eine andere Partei wohnt. Die Leute haben nen eigenen Anschluss... Warum bei der jetzigen alten Dose z. B. auf der ersten Position zwei Drähtchen gleichzeitig eingeführrt wurden erschliesst sich mir gar nicht usw.
 
Also der Ort hat keinen HVT
Wie weit entfernt liegt der nächste?

und das Haus nebenan hat nen normalen Analoganschluss, also nicht IP basirt...
Dann überprüfe doch einfach mal was mit IP möglich wäre.

Das sind mit Sicherheit 8 Stück und mir ist es bei dem alten Haus echt nicht begreiflich, warum das so ist.
Was soll daran ungewöhnlich sein? Solche Kabel sind durchaus üblich bzw. Standard, auch bei älteren Gebäuden.
 
Hallo noch mal,

also ich werd dann nach der Umstellung wohl doch vorbei fahren. Wenn ich das mit der alten Telefondose richtig im Kopf habe, dann sind auf Position 1 ein grüner Draht + ein grüner Draht mit roten Streifen angeschlossen udn auf Position 2 befinden sich jeweils ein blauer Draht + ein blauer Draht mit roten Streifen. Position 3 u. 4 lass ich mal ganz außen vor. 2 Adern bräuchte man für ne TAE-Dose, woran erkannt man also welche das wären? Ich meine klar man kann alle Kombinationen am Ende durch probieren... Das ist echt alles ätzend... Ich werd den Tipp mit der Verfügbarkeitsprüfung im Bezug auf ne IP-Umstellung mal ans Nachbarhaus weiter geben.

Der nächste Ort mit HVT ist rund 4 Km entfernt. Das ist dann auch ne kleine Stadt und die 4 Km beziehen sich schon auf die Ortsmitte, wo eben auch eingekauft werden kann (Lidl, Penny u. Co.)...
 
4km ist schon ordentlich, da ist es natürlich selbstverständlich, dass es auch mit ADSL2+ kein 16.000er-Profil gibt. Wobei in diesem Fall das 7MBit/s Profil auch schon fast erstaunlich ist, wahrscheinlich noch 0.8er Kabel.
 
Nur mal so als Info...
 

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Anhand des Screenshots würde ich so auf 3 bis max. annähernd 4 km tippen. Mit 2+ wird die Rate dann noch etwas höher ausfallen, so dass das 7000er Profil dann schon passt. Du hast in der Tat ein gutes Kabel.
 
Ich selbst hab nen 50.000er Anschluss, der ist TOP, aber ernsthaft, für die dörfliche Struktur der Bekannten ist das schon sehr gut. Angefangen hat man mit DSL 2000. Dann wurd der Anschluss auf ein RAM-Profil geschaltet und inzwischen sind die Leute halt bei 6000... Ärgerlich ist halt die Geschichte mit der Telefondose. Der graue AVM-Adapter ist nämlich heute im Laufe des Tage gefunden worden :-)
 
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