Umstellung auf VoIP für mittelgroßes Büro

Naja alles nicht wirklich so toll, wie ich mir das vorgestellt habe. Anscheinend ist VoIP wohl noch mehr als unattraktiv für mittlere Unternehmen.

Hab jetzt einfach mal das Gesprächsrouting in der Anlage überarbeitet und komme nun auch für druchschnittlich 1,49 Eurocent / min ins Festnetz. Sehr viel günstiger würde ich wohl anscheinend mit einem Umstieg auch nicht kommen.

Dennoch herzlichen Dank an alle für eure Mühe einem Anfänger weiterzuhelfen.

Aber Privat wird nachdem, was ich hier im Forum gelesen habe, auf jeden Fall kommen.

@BenE
klingt verlockend, allerdings wollten wir vorerst bei T-Online / T-Com bleiben, da wir bei unserer Flatrate noch eine Vertragsbindung bis Mitte Oktober haben und diese auch nicht gerade günstigste ist (ca. 35¤ / mon);


mfg

gdnexus
 
Mir ist da gerade doch noch was gekommen. Zwar hat es jetzt weniger mit dem Umstieg auf VoIP zu tun, sondern viel mehr mit der Vorbereitung dafür.

Deshalb meine Frage: Kennt jemand von euch FEC SIP-Serv?
http://www.funkwerk-ec.com/prod_voip_sip-serv_main_de,38214,194.html

Soweit ich das dort richtig verstanden habe, könnte ich über diesen Server meine Agfeoanlage nachahmen und sobald der Umstieg auf VoIP kommt, einfach die Zugangsdaten ändern.

Mit freundlichen Grüßen

gdnexus
 
Nur mal noch so eine Theorie ;-)

Ich würde die Rufnummer zu einem (möglichst zuverlässigen) VoIP-Anbieter portieren. (z. B. DUS.Net)
Und dann einen der beiden ISDN-Anschlüsse kündigen. Den anderen auf einen normalen Mehrgeräteanschluss umstellen (oder ist er das schon?)
Die beiden Amtsanschlüsse der Telefonanlage würde ich mit je einer Fritz!Box (z. B. 7050 oder 5012) verbinden. Diese werden untereinander wieder per LAN verbunden. - Alle eingehenden Gespräche kommen somit per VoIP rein. (Einzigstes Problem, dass sich mir hier noch in den Weg stellt: Wie läuft die Verteilung auf die beiden Fritz!Boxen bei eingehenden anrufen. - Aber das sollte sich m. M. nach, mit den richtigen Einstellungen, lösen lassen!) Ausgehende Gespräche teilt die Telefonanlage ja automatisch auf die zwei Amtsanschlüsse und somit auf die 2 Fritz!Boxen auf. - Somit sind immer gleichzeitige Gespräche möglich.

Der Vorteil bei DUS.NET wäre, dass bei einem Leitungsausfall (z. B. DSL, Registrierungsproblemen, usw.) immer noch zwei Gespräche gleichzeitig möglich wären, da hier eine Rufumleitung bei Nichterreichen auf deinen noch bestehenden ISDN-Anschluss eingerichtet werden kann.

Die Faxe können durch die Fritz!Boxen immernoch aufs Festnetz zugreifen.

DUS.NET ist auch für Business-Kunden aufgeschlossen. - Ich befürchte jedoch, dass es mit einer Flatrate etwas schwierig wird.
Zur Not geht ja auch noch GMX mit 1 ct/M.

Mit der Übermittlung der Rufnummer gäbe es in diesen Fällen keinerlei Probleme.

Keine Ahnung, in wieweit sich das realisieren lässt. Hängt natürlich auch davon ab, wie hoch ihr die Ausfallsicherheit von VoIP einschätzt.
 
Darf ich mal fragen, wie hoch denn die monatlichen Kosten insgesammt sind?

Es gibt da z.B. eine Business-Lösung mit:
  • SDSL 2Mbit/s incl. Internet-Flat,
  • 8 Telefonkanäle (VoIP) für Telefon und Fax
  • Festnetz: 1,3ct/min, Ausland 3,5 ct/min, Mobilfunk 16,9 ct/min
  • für 249¤/Monat Grundgebühr.
Das vorhandene IT-Netz kann komplett bestehen bleiben, was eine problemlose Migration erlaubt!
Ebenso werden vorhandene Rufnummern portiert und gehen also nicht verloren.

Ist nur leider Standortabhängig und gibt es noch nicht flächendeckend. :(

Bei Interesse brauche ich die Standortangaben und möglichst eine T-Com-Rechnung! ;)
 
Also ich würde mich jedenfalls im Business-Bereich noch nicht völlig auf VoIP verlassen... Je nachdem welche Konstellation momentan gegeben ist, gibt es sehr gute, zuverlässige und günstige Festnetz-Lösungen.

Man muss sich dazu nur von der T-Com lösen :rolleyes:
 
RudatNet schrieb:
... bei dieser Lösung auf jeden Fall! ;)

Er hat was von vier Leitungen geschrieben die er heute hat.

Ein Buisness DSL von der Teuercomm kostet ca. 35,-- EUR für 6000/512.
Das reicht vollkommen aus.

SDSL gibt es von QSC 2000/2000 mit Flatrate für ca. 180 EUR. Da braucht man nicht 249 EUR pro Monat zu bezahlen um teuren Kram dazugebundelt zu bekommen.
 
Jo, zu den 180¤ rechnest du dann bitte noch die Grundgebühren der T-Com dazu!
Was ich hier "Beispielhaft" angegeben habe, ist eine professionelle Lösung incl. entsprechendem professionellem Support, Verfügbarkeitsgarantien etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
RudatNet schrieb:
Jo, zu den 180¤ rechnest du dann bitte noch die Grundgebühren der T-Com dazu!.

Nein warum sollte ich das tun, ein Telefonanschluss ist dazu nicht notwendig.

PS: Ohne Flatrate und im 1 GByte Transfervolumen kostet es nur EUR 100,- Monat.


RudatNet schrieb:
Was ich hier "Beispielhaft" angegeben habe, ist eine professionelle Lösung incl. 24h Support, Verfügbarkeitsgarantien etc.

Wieviel: Verfügbarkeitsgarantien? 99 % d.h. drei Tage im Jahr darf die Leitung stehen? Oder sind es nur 95% da kann die Leitungen dann zwei Wochen im Jahr ausfallen.

Richtige Hochverfügbarkeitslösungen sind extrem teuer und rechnen sich überhaupt nicht für VoIP.
 
Zu den 178 EUR netto kommt nichts mehr von der Telekom, wenn man einen reinen SDSL-Anschluss als Flatrate wünscht ;-). Ab einem gewissen Gesprächsaufkommen (auch beim Einbinden von Heimarbeitsplätzen,...) brauch man auf jeden Fall eine 2/4/6/...-MBit Leitung :-).

Zum Thema selber, wir implementieren bei unseren Kunden (egal ob Parallelbetrieb von bestehender TK-Anlage oder kompletter Neuaufbau) die Software-PBX aus meiner Sig.
Ein aktuell laufende Projekt ist ein Mittelständler mit ~60 Endgeräten, wo wir die bestehende Siemens HiPath 1500 per entsprechender Interner S0 einbinden (hat noch einen sehr netten Mietvertrag für das Gerät, er bezahlt das Gerät über die Laufzeit insgesamt 4,2 mal ... ich liebe Siemens, Avaya,...). Die Vorteile ziehen unsere Kunden nicht aus Flatrates,... sondern aus der Möglichkeit z.B. Heimarbeitsplätze sehr einfach einzubauen, über entsprechende SIP-Accounts in weiteren Ländern Hotlines,... anbieten zu können, die Anlage sehr einfach erweitern zu können (Lizenzupdate, es limitiert die eingesetzte Hardware des Servers), nur noch ein Netz zu haben, Voicemail,... für alle Endnutzer ohne Aufpreis verfügbar, etc. pp. ... als SIP-Trunks nutzen wir Businessprovider wie Toplink oder QSC. Die monatlichen Grundgebühren für 20 Sprachkanäle liegen bei 79 EUR netto (Toplink).

-Matthias
 
SDSL hatte ich auch schon im Sinn, aber leider ist das bei uns nicht verfügbar.

@Kosten:
Die monatlichen Kosten belaufen sich im Durschnitt auf ca. 350¤.

@Umstellung:
Nein, wir wollen auf jeden Fall bei der Telekom bleiben. Auch wenn das vielleicht einige nicht verstehen wollen, aber wir haben das Büro in einer sehr ländlichen Gegend und der einzige wirklich schnelle Vorortsupport wird hier von der Telekom gestellt.

@Eigentnliche VoIP-Umstellung:
Dazu werde ich in den nächsten Tagen im Büro eine Testumgebung einrichten in der ich einmal die FRITZ!Box Fon 5012er Lösung mit unserer AGFEO AS3x, einmal den SIP Serv von Funkwerk und den Swyx-VoIP-Server testen werde.

mfg
gdnexus
 
mfehleisen schrieb:
brauch man auf jeden Fall eine 2/4/6/...-MBit Leitung :-).

Das kann man ja relativ leicht ausrechnen. Wenn man z.B. für die Heimarbeitsplätze einmalig USD 10 für einen G.729 Codec ausgibt kann man über eine 2 MBit Leitung mehr als 50 Gespräche bei akzeptabler Sprachqualität führen.

Und das schöne darin ist, dass ich einen Anruf auf allen 50 Nebenstellen gleichzeitig signalisieren kann oder im 5 Sekunden Abstand, usw.
 
Du vergisst dabei nur, dass auch das Internet noch genutzt wird, oder?
Dann müssen die 50 Sprachkanäle auch noch verwaltet und komprimiert werden.

Logisch: Technisch ist das theoretisch möglich!

Aber: Theorie und Praxis ... zwei Welten treffen aufeinander! ;)

Und: Ja, ich meinte eine 99,9% Verfügbarkeit mit einer 4h Wiederherstellungzeit!
(Und: Ja, ich weiß was 99,9% in Tagen sind!)
 
RudatNet schrieb:
Du vergisst dabei nur, dass auch das Internet noch genutzt wird, oder?

Die Nutzung des Internets ist i.d.R asymetrisch, dafür nimmt man dann z.B. 6000/512 für EUR 35,- und keine teure SDSL Leitung.

RudatNet schrieb:
Dann müssen die 50 Sprachkanäle auch noch verwaltet und komprimiert werden.

na und, die SDSL Leitung stört es nicht. Ich habe das nur als Beispiel angeführt um deutlich zu machen das jemand mit 4 Telefonleitungen keine teure SDSL Leitung für VoIP braucht.


RudatNet schrieb:
Und: Ja, ich meinte eine 99,9% Verfügbarkeit mit einer 4h Wiederherstellungzeit!
(Und: Ja, ich weiß was 99,9% in Tagen sind!)

soso: 99,9 % Verfügbarkeit für EUR 249,-- /Monat
Im nächsten Absatz steht wahrscheinlich das die Haftung auf EUR 10,-- begrenzt ist.
Dann kann man so eine Marketingblase natürlich auch verbreiten.
 
Wir bestehen bei der Implementierung unserer Lösung immer auf eine entsprechende Leitungsqualität, die wir bisher mit keiner ADSL-Leitung (egal welcher Provider) erreicht haben ;-) ... wenn man mal rechnet, dass bei 512kbit Upstream und 4 gleichzeigen Gesprächen mit dem 711er Codec ~400kbit belegt sind ... macht das Arbeiten & Surfen mit einer solch ausgelasteten Leitung auch keinen Spaß. Heimarbeitsplätze mit ADSL einbinden ist ok, allerdings sind Features wie Fastpath,... sehr wichtig.

-Matthias
 
mfehleisen schrieb:
wenn man mal rechnet, dass bei 512kbit Upstream und 4 gleichzeigen Gesprächen mit dem 711er Codec ~400kbit belegt sind

So schauts aus... Allerdings (auch wenn für den kleineren Mittelstand noch nicht von VoIP überzeugt bin) ist die Frage, ob im eingangs erwähnten Fall mehr als 4 Leitungen benötigt werden. Bisher standen ja auch nur 2 S0 - sprich 4 Leitungen - für die Telefonie zur Verfügung...
 
Schade nur, dass jemand die Vorzüge von SDSL in Verbindung mit Internet und gleichzeig VoIP im Vergleich zu ADSL nicht versteht und dazu noch keine Ahnung von vertraglichen SLA's hat!

Sorry Thomas07, aber deine Argumentation zeugt nicht gerade von dem von dem Fachwissen, welches du vorzugeben versuchst!

Matthias scheint sich dagegen schon wesentlich besser auszukennen und verfügt da wohl auch über mehr Erfahrung!

BTW:
Wie bereits erwähnt: Es war nur ein Beispiel!
Es gibt auch günstigere Lösungen mit 4 Amtsleitungen!
 
mfehleisen schrieb:
Wir bestehen bei der Implementierung unserer Lösung immer auf eine entsprechende Leitungsqualität, die wir bisher mit keiner ADSL-Leitung (egal welcher Provider) erreicht haben ;-)

Ein Anschluss bei QSC ist nicht überall verfügbar. Ein Anschluss bei der Telekom SDSL 2000 kostet EUR 300,-- pro Monat.
Ein ADSL Anschluss kostet 35,-- EUR / Monat.

Erkläre die signifikante Quailitätsverbesserung durch SDSL wenn ich das Gespräch zu einem ADSL Anschluss oder zu einer Gegenstelle im Ausland führe, welches im Falle des Threadschreibers die Mehrausgabe von EUR 265,-- im Monat (im Jahr EUR 3.180,--) rechtfertigt.

Man muss auch nicht zwangsweise G.711 Codecs verwenden.

Selbst bei 512-400 kBit reichen die restlichen 112 kBit Upload zum surfen aus. Ist schließlich der Standard Upload bei DSL 1000/112.
Bei nichtbenutzen des Uploads für VoIP steht die Bandbreite den anderen Anwendungen voll zur Verfügung.
Probleme gibt es deswegen nicht. Der Versand von emails kann sich nur entsprechend hinziehen wenn ständig 400 kBit ausgelastet sind.
Das ist aber alles berechenbar.

Mit Fastpath hast Du Recht und leistungsfähiges QoS braucht man natürlich auch.
 
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