Wobei die 6490 eben nur USB 2.0-Anschlüsse hat und diese geben max. 500 mA nach Spezifikation ab (USB PD kennen die m.W. nicht, damit ist auch ein Typ-C-Kabel keine Möglichkeit, da "mehr Power" zu kriegen), das macht bei 5 V nach der (vereinfachten, aber grob gültigen - Verluste bleiben bewußt außen vor) Formel: "Leistung = Spannung * Stromstärke" eine max. elektrische Gesamtleistung von 2,5 W, die die Kombination aus Wandler-Chip (vom "nativen" Interface der verbauten Festplatte auf das USB-Interface) und Festplatte nun verbrauchen darf. Zwar liefern viele Ports auch noch aufgrund einer Streuung bei der Fertigung von Bauteilen eine etwas höhere Stromstärke (geringer eher selten), aber darauf sollte man sich nicht verlassen ... sonst spricht ggf. auch eine elektronische Sicherung an, die Überlasten vermeiden soll und damit gehört an jede Festplatte an einer 6490 eigentlich eine externe Stromversorgung.
Die Canvio-Gehäuse von Toshiba sind m.W. alle für USB3-Anschlüsse ausgelegt, die zugesicherte USB2-Kompatibilität bezieht sich aber eher auf die Datenübertragung als daß sie eine Zusicherung sein soll, wonach Gehäuse und HDD zu keinem Zeitpunkt mehr als 500 mA aus dem Port saugen wollen. Allerdings weiß ich natürlich nicht, ob hier eine zusätzliche Stromversorgung erfolgt (ggf. mit einem aktiven USB3-Hub), die Gehäuse haben m.W. alle "nur" einen USB3-Anschluß und es werden keine "Adapter" o.ä. mitgeliefert, die jetzt eine Einspeisung aus einer anderen Quelle direkt ermöglichen würden.
Nun kann man sicherlich auch sehr unterschiedlicher Ansicht sein, was ein "Minutentakt" wie im Thread-Titel eigentlich ist - es gibt aber neben dem hier wohl auftretenden 15- bis 17-Minutentakt durch Stromsparfunktionen durchaus auch noch die Möglichkeit (gerade bei etwas älteren HDD mit älteren Motoren und höherem Anlaufstrom führt das auch schon mal zum Totalversagen am USB2-Port), daß eine HDD den Port von Beginn an überfordert oder das irgendwann später noch einmal tut.
Der Strombedarf ist zwar in aller Regel beim Einschalten und dem (ggf. auch wiederholten) Start des Motors am höchsten (ob bei kleinen 2,5"-HDD auch ein "Sammeln" der notwendigen Energie zum "Anlaufen" in Kondensatoren erfolgt, weiß ich nicht, aber solche Kapazitäten brauchen auch einiges an kostbarem Platz und das macht es eher unwahrscheinlich), aber moderne Festplatten machen sich auch gerne mal "in Ruhephasen" an einen eigenen Test der Datenintegrität oder an eine Reorganisation von Daten.
Eine fehlende Datenübertragung vom Host muß also (solange die Platte nicht "schlafen geschickt" wurde) nicht gleichbedeutend mit geringem Strombedarf zu einem beliebigen Zeitpunkt sein und auch die wiederholten Bemühungen einer HDD, einen nicht auf Anhieb lesbaren Sektor doch noch zu retten (dabei wird der Kopf ggf. immer wieder aufs Neue auf diese Stelle positioniert, viele werden dieses permanente "Klickern" einer HDD schon einmal gehört haben und auch der Stellmotor für den oder die Köpfe braucht einiges an Strom bei "richtig langen Wegen", was dann auch bei eher trägem Ansprechverhalten einer USB-Schutzschaltung gegen Überlast noch zum "Abschalten" führen kann, wenn der (kurzfristige) kritische Punkt beim Hochfahren noch gerade so gemeistert werden konnte.
TL;DR:
Eine USB3-HDD wie eine Toshiba Canvio (es gibt ja meherere Modelle mit 2,5"-HDD) gehört ohne eine zusätzliche Stromversorgung eigentlich nicht an den USB2-Port einer 6490. Ansonsten ist gegen die Verwendung einer HDD zur Datenspeicherung an einer FRITZ!Box genauso wenig zu sagen, wie gegen einen USB-Stick. Ich kenne sogar Leute, die bei dauerhaften Schreibvorgängen eher zu einer HDD greifen würden als zu einem Stick, der auch mit allen möglichen Verfahren wie "wear leveling" eine geringere zu erwartende Lebensdauer hat, wenn permanent neue Daten geschrieben werden. Eine Speicherung einer Protokolldatei, wo immer nur (im 5-Sekundentakt) eine einzelne Zeile angefügt, aber trotzdem der gesamte vorherige Inhalt (bis zum "Rotieren" zu einer neuen Datei für den nächsten Tag) einer alten Datei in die neue übernommen wird (auch solche "Generationssicherungen" gibt es, selbst wenn die eben bei einem USB-Speicher und ggf. sogar bei einer SSD "tödlich" sein können), wäre ein Beispiel, wo eine HDD ganz klar besser geeignet ist unter dem Aspekt der "Haltbarkeit" des Gerätes.