Verkabelung Arztpraxis (2xISDN = 4 Leitungen)??

dslneuling

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bei meiner Frau besteht folgende Situation in der Praxis:
aktuell besteht ein ISDN-Anschluss, an diesem hängt eine TK-Anlage (T-Concept 720) und an dieser eine FBF mit 1&1-DSL (effektiv ~3.000).
Telefoniert wird hauptsächlich via ISDN, allerdings auch VOIP.
Problem: durch viele eingehende Anrufe kommen die kaum noch raus und VOIP ist auch schon ausgereizt. :-(
1&1 ist bereits auf Jahresende gekündigt, d.h. es besteht dann nur noch die aktuelle ISDN-Leitung, deren Rufnummern behalten werden sollen.

Lösungsmöglichkeit 1: Kabel-BW wäre möglich (Kabel liegt bereits im Haus), schnell genug, um ein paar VOIP-Nummern drauf zu legen. Problem könnte aber sein, dass die das VOIPen in diesem Umfang wahrscheinlich nicht sehr schätzen und es wäre eine Katastrophe, wenn irgendwann mal der Anschluss aus irgendeinem Grund nicht mehr ginge. :blonk:

Lösungsmöglichkeit 2 (präferiert):
eine zweite ISDN-Leitung, macht dann 4 Amtsleitungen. Zusätzlich wären noch 1-2 VOIP-Leitungen möglich, wenn die jeweils im Paket mit DSL laufen (alles via Telekom, muss funktionieren).
Problem: wie schließe ich an diese zwei ISDN-Leitungen dann möglichst geschickt TK-Anlage bzw. Fritzbox an?? Kann die Telekom die beiden Leitungen vor der Hardware irgendwie bündeln (also zur Doppel-ISDN oder so?). Und falls ja: zuerst die TK-Anlage und dann FBF dran oder andersrum? Ich weiß, die Diskussion ist nicht neu, ich würde halt gerne die FBF später mit dem LCR (telefonbuch.de) ausstatten zumindest wegen ausgehender Handygespräche. :phone:
Außerdem (!): es müsste konfigurierbar bleiben, welches Telefon/Fax auf welche Nummer reagiert bzw. über welche Nummer welches Telefon raustelefoniert.
Wie dürfte die Konfiguration am geschicktesten sein???
Vielen Dank für alle Hinweise!;)
 
Kann die Telekom die beiden Leitungen vor der Hardware irgendwie bündeln (also zur Doppel-ISDN oder so?).

Für die Lösung brauchst du eine Anlage die zwei externe S0 hat.

Ich glaube nicht, dass du den Kabelnetzbetreiber verärgerst, denn Telefonie mit ISDN-Qualität bedeutet pro Gespräch ca. 90K upload und Download. Das hält sich doch ziemlich im Rahmen.


Aus meiner Sicht 1x ISDN mit Kabel und dsl für den Internetzugang wenn der erforderlich ist.

Was ich jetzt nicht weiss, was aber ein Problem werden könnte: Wieviele gleichzeitige Gespräche kann deine Fritz.
Bei dem Aufkommen solltest du dir echt überlegen eine grössere Telefonanlage zu verwenden.
 
Hmmm, zwei externe S0 - extern sind die von der Telekom gelegten ISDN-Leitungen, oder? Muss mal schauen, welche TK-Anlagen das unterstützen. Heißt natürlich auch, die FBF hängt nur dran, d.h. ich würde die Telefone, mit denen primär raustelefoniert wird, an die FBF hängen zwecks Wahlregeln/cbc/Voip. Die anderen (Eingänge, Fax) direkt an die TK, oder? Falls Telefone sowohl an der TK als auch an der FBF hängen, kann ich dann noch zwischen ihnen weiterleiten/intern telefonieren??:confused:
Es ist eine FBF 7170, wie bei mir daheim. Mit grei gleichzeitigen Telefonaten hatte ich noch keine Probleme (1xanalog, 2xVoip), aber dort könnten es durchaus auch mal sechs gleichzeitige werden. Das könnte natürlich schon ein bisserl knapp werden :(
Im Grunde könnte alles über Voip gehen, problematisch ist nur das Fax (läuft bereits über Voip und das nicht wirklich gut), außerdem würden natürlich auch alle Handytelefonate über VOIP abgerechnet, das ist natürlich schon deutlich teurer als cbc.
Kabel: Kabel-BW stellt wohl ein eigenes Kabelmodem und lt. Foren behaupten die, Voip würde von diesem Modem geblockt. Tatsächlich funxt es allerdings bei allen, die es ausprobiert und dazu geschrieben haben. Ich muss mir mal die AGB anschauen, es darf halt einfach keine Ausfälle aus welchen Gründen auch immer geben... Ich denke, ich erkläre denen mal unser Problem, vielleicht haben die eine Lösung.
Dennoch: falls ich die FBF 7170 ans Kabel kriege (30.000kb!), wieviele gleichzeitige Voip-Telefonate könnte die FBF denn überhaupt aufbauen?? Die Alte TK-Anlage bringt mir dabei wohl nichts, oder?
Vielen Dank!
 
Boahh - megageil!

Danke für den Tipp, das hört sich ja richtig gut an!!:)
Wenn ich es richtig verstehe, würden wir die FBF aufs Altenteil schicken und die AVM Voip Gateway einfach zwischen den beiden ISDN-S0-Anschlüssen und der bestehenden TK-Anlage hängen. Alternativ könnten wir noch bis zu drei ISDN-Telefone dann dranhängen.

Folgende Fragen wären dann aber noch:
  1. ich könnte für ausgehende Gespräche zwar Wahlregeln (Blocken, Festnetz, Voip) definieren, aber sicher keine dynamischen cbc-Regeln, wie es der LCR für die FBF erlaubt, oder? (schade...)
  2. Könnte ich zwischen den am Gateway hängenden ISDN-Telefonen und den an der TK-Anlage hängenden vermitteln/verbinden? Ich könnte mir vorstellen, dass es von der Perfomance nicht schlecht wäre, zentrale ISDN-Apparate direkt ans Gateway zu hängen.
    und
  3. (weil wir gerade dabei sind) Ist die bestehende TK-Anlage dann ggf. das Nadelöhr? Sie ist ja nur für einen S0-Anschluss geschaffen, jetzt wird die Bandbreite durchs Gateway plötzlich verdoppelt, das hieße ja noch nicht, dass sie plötzlich 6-8 Telefonate parallel führen kann, oder? Sprich: es müssen dann auch 2-3 Apparate an die verbleibenden drei S0-Ports des Gateways, oder?
So, vielen Dank auf jeden Fall schonmal für diesen Tipp, das sieht bereits sehr nach einer guten Lösung aus. Alternativ würde die sich sicher auch gut an einem Kabelanschluss (s.o.) machen, aber das lassen wir jetzt mal, die Kollegen bleiben wahrscheinlich lieber bei der konventionellen ISDN-Lösung.
 
Danke für den Tipp, das hört sich ja richtig gut an!!:)
Wenn ich es richtig verstehe, würden wir die FBF aufs Altenteil schicken und die AVM Voip Gateway einfach zwischen den beiden ISDN-S0-Anschlüssen und der bestehenden TK-Anlage hängen. Alternativ könnten wir noch bis zu drei ISDN-Telefone dann dranhängen.

Das Gateway lohnt wahrscheinlich nur wenn VoIP genutzt werden soll. Ist ja auch ein VoIP-Gateway. Kommt aber auf den Preis an, ob man es sich leisten kann nur maximal 50% des Leistungsumfangs zu nutzen.

(weil wir gerade dabei sind) Ist die bestehende TK-Anlage dann ggf. das Nadelöhr? Sie ist ja nur für einen S0-Anschluss geschaffen, jetzt wird die Bandbreite durchs Gateway plötzlich verdoppelt, das hieße ja noch nicht, dass sie plötzlich 6-8 Telefonate parallel führen kann, oder? Sprich: es müssen dann auch 2-3 Apparate an die verbleibenden drei S0-Ports des Gateways, oder?

Nehmen wir an ihr würdet das mit dem Gateway von AVM machen. Dann wären bis zum Gateway 4 Gespräche möglich. Genau soweit bis die alte Anlage angebunden wird. Auf der alten Anlage gehen denn nach wie vor 2 Gespräche ausgehend, denn ein S0-Anschluss kann nur zwei gleichzeitige Gespräche und die alte Anlage ist ja nur mit einem einzigen S0 angebunden.

Wenn es unbedingt ISDN sein muss, dann vielleicht statt des Gateways lieber die ganze Anlage gegen etwas aktuelles tauschen. Eine Anlage die Modular ausgebaut werden kann wäre da wohl nicht schlecht. Schau dich mal bei Auerswald um. Dort gibt es ggf. auch VoIP-Anlagen die man von Preis und Leistung mit dem AVM-Gateway vergleichen könnte.
 
Hallo,

als Alternative kannst du auch eine Auerswald 5020 VoIP mit zusätzlichem 2 S0-Modul (maximal 6 Amtsgespräche) nehmen bzw. eine COMmander Basic 2.
Damit sind sowohl ISDN als auch VoIP in Kombination möglich. Diverse Routing und sonstige Regeln für den Amtszugang sind intergriert.

Gruß

Uwe
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn er VoIP wirklich nutzen will, dann kann er sich die S0-Karte sogar schenken. Sein Problem mit VoIP wird die Fritz!Box und die Einschränkung der möglichen Gespräche sein (Fritz!Box kann maximal 3 Gespräche, wenn ich mich recht erinnere). Wenn er mit einer "richtigen" VoIP-Anlage, die auch mit dem Telefonaufkommen klarkommt, da rangeht, dann klappt's auch mit dem VoIP.

Nachtrag: Wenn ich mir bei Auerswald die maximal möglichen Gespräche über VoIP (nur 4) so anschaue, dann tendiere ich aber doch wieder eher zum AVM-Gateway, welches wohl doppelt so viele Gespräche schafft
 
Hallo MReiner,

mit zusätzlichem Modul schafft die 5020 VoIP 6 VoIP Verbindungen und die
COMmander Basic 2 bis zu 16 VoIP Verbindungen.

Gruß

Uwe
 
Hi,

dslneuling schrieb:
ich könnte für ausgehende Gespräche zwar Wahlregeln (Blocken, Festnetz, Voip) definieren, aber sicher keine dynamischen cbc-Regeln, wie es der LCR für die FBF erlaubt, oder? (schade...)

Doch, das geht. Der LCR läuft auch auf dem AVM VoIP-Gateway 5188.
 
Vielen Dank erstmal für die vielen Tipps, ich habe nochmal nachschauen lassen, welche TK-Anlage wirklich dran hängt (720 kam mir komisch vor): eine XI721. Lt. Handbuch verträgt die bis zu 4 externe S0-Ports, d.h. wir könnten sie doch an zwei vollwertige ISDN-Anschlüssen dranhängen.
Kurzer Kabel-BW-Ausflug: ich habe mal mit einem Techniker von Kabel-BW telefoniert, demnach können die nicht mehr als 2 Amtsleitungen stellen, ansonsten nur zwei weitere über ein zweites Kabel plus Modem. Offenbar lassen sich die dadurch entstehenden ISDN-Ports aber nicht wieder in einer TK-Anlage zusammenfassen, warum auch immer (zwei Anschlüsse würden auch preislich keinen Sinn mehr machen). Interessant übrigens: VOIP wird weder vom Modem geblockt (wie ich schon las) noch irgendwie von Kabel-BW unterbunden. VOIP wäre also ohne Ende möglich, aber bspw. mit dem Fax wäre bereits eine ISDN-Leitung belegt und das reicht dann nicht.

ALSO: zwei unabhängige ISDN-Leitungen müssen her und zum zusammenschalten würde die bereits bestehende TK-Anlage (s.o.) bereits reichen. Könnte folgende Konfig funktionieren?
  • Die TK-Anlage (KI721) verbindet die beiden externen S0-Ports
  • An der TK-Anlage hängen (1) Fax, (2) und (3) werden für die eingehenden Patiententelefonate an der Anmeldung genutzt und an (4) hängt die Fritz!box
  • An der Fritz!box wiederum hängt ein Anrufbeantworter (Rezepttelefon) und die 3 analogen Arzttelefone.
Falls die FBF nur drei Gespäche gleichzeitig führen kann, reicht das in diesem Fall völlig aus. Die FBF würde man so einrichten, dass der Anrufbeantworter über VOIP-Verbindung erreichbar ist, während die Arzttelefone ins Festnetz über die vierte ISDN-Leitung gehen (ggf. CBC bei Mobiltelefon) mit Fallback auf eine VOIP-Verbindung.

Als ISDN-Tarife würden sich eignen:
  1. Telekom Call Universal für knapp 38EUR (reine ISDN-Flat) und
  2. Telekom Call & Surf Universal für knapp 44EUR (plus 6000-DSL-Flat)
Voila, geht das nun alles? Folgende Fragen beschäftigen mich damit noch:
  1. wie schließe ich die FBF an? (Splitter zwischen ISDN-Dose und TK-Anlage und der S0-Port hinter die TK-Anlage??)
  2. kann ich Gespräche zwischen TK-Anlage (ISDN 2+3) und FBF (analoge Telefone) weiterleiten bzw. zwischen diesen Verbindungen aufbauen?
Vor allem der zweite Punkt ist natürlich sehr wichtig, sonst macht die Kombination aus TK-Anlage und FBF überhaupt keinen Sinn. Dass sich allen Telefonen bestimmte Rufnummern zuweisen lassen, davon gehe ich sowieso mal aus. Ansonsten müsste natürlich eine größere TK-Anlage inkl. Voip-Funktion her und alles neu programmiert. Also bspw. die Auerswald COMpact 5020 VoIP plus 2ISDN-Modul.
 
UUps, da kam gerade noch der Hinweis, dass der Gateway doch das LCR-Programm unterstützt. Könnte also so funktionieren:
  1. ans Gateway LAN1 bis LAN4 anschließen
  2. ans Gateway 2 ISDN-Geräte (1xFax, 1 x ISDN-Telefon für die Anmeldung)
  3. ans Gateway via ISDN-Port 3+4 die TK-Anlage (XI721) anschließen mit Fax, analogen Telefonen und dem Anrufbeantworter (wie bereits verschaltet)
Festnetz-Telefonate würden über die Flat nach draußen finden, bei Mobiltelefonaten (LCR) via cbc und dann ließen sich noch 2-3 Voip-Nummern registrieren. Von der TK-Anlage könnten dann wie bisher zwei "echte" Amtleitungen die beiden ISDN-Ports aufgebaut werden. Vorteil wäre jetzt allerdings, dass Fax und ein Haupttelefon bereits mit den ersten beiden ISDN-Schnittstellen des Gateways bedient sind.
Grundfrage bleibt: Kann ich dann zwischen den ISDN-Geräten am Gateway und den Telefonen an der TK-Anlage weiterleiten bzw. intern verbinden??
Ach ja: ich hätte für diesen Fall eine FBF zu vergeben ;)
 
Ich hätte da noch eine Anregung, bevor Du Dich auf 4 oder mehr VoIP-'Kanäle ' einstellst: Du hast ~3000kbit/s down und somit wahrscheinlich ~400kbit/s up zur Verfügung - das wird eng, falls die Internetverbindung auch noch anderweitig genutzt werden soll. Andererseits müssen für 4 gleichzeitige Tel-Verbindungen auch 4 Personen zur Verfügung stehen, was nicht immer erwünscht ist - Stichwort Telefonterror. Also (und weil Gespräche vermittelt und herangeholt werden) sollten ALLE Telefone an einer Anlage mit brauchbarem Besetztmanagement hängen, am besten mit Warteschleife. Die vorhandene Anlage ist zwar baugleich mit einer Elmeg C46xe, hat aber eine kastrierte T-Firmware - k. A. was da noch geht.
Probiere erstmal, die Anlage auf 2 ext. So zu konfigurieren: einer direkt am NTBA ausschliesslich für einkommende Verbindungen, einer am int. So der Fritzbox für abgehende (und ein paar über 1und1 ankommende) Verbindungen. Die Fritzbox wg. LCR auch an den NTBA.

Wenn die Anlage damit nicht klarkommt, es sich um eine grosse Praxis handelt oder wenn der ISDN-Anschluss ein Anlagenanschluss ist, würde ich eine Auerswald Commander Basic.2 empfehlen. Die kann man vielleicht gerade noch selbst programmieren, 2 VoIP-Kanäle sind möglich...

Denn ich weiss aus Erfahrung: bes. Ärzte sind empfindlich, wenn's mit dem Telefon nicht 100% klappt.

Gruß
 
Hallo,

nur mal so als Tipp. Für eine Arztpraxis würde ich EIN System einbauen und kein Mix aus unterschiedlichen Telefonanlagen.

Eine Hauptanlage mit Nebenstellen die auch einfach und nicht unterschiedlich zu bedienen sind.

Entweder eine Auerswald VoIP/ISDN Anlage als Komplettmodul mit Systemtelefonen

oder eine Siemens: HiPath BizIP Anlage.

Die Geräte werden einmal eingerichtet und verfügen über Fernwartungsmöglichkeiten sowie über einfache Bedienungen mit programmierbaren Tasten.

Nichts ist schlimmer als verschiedene Telefone in einer Praxis, die auch noch unterschiedlich bedient werden müssen. >> Wie geht das mit dem Vermitteln.

Zu alledem verfügen die Anlagen auch über Wartefelder.

Lass das "flicken" und baue was gescheites ein, sonst hast Du viel Support der Dir nicht bezahlt wird und der Kunde wird nicht lange zufrieden sein.
 
Hallo Conecty,

du sprichst mir aus der Seele. Die Bastellösungen die hier manchmal für ein produktives Umfeld diskutiert werden sind schon haarstreubend. Die Ideen sind schon ok aber bitte nicht wenn dadurch Geld, Arbeitszeit und im Extremfall die Gesundheit anderer Menschen gefährdet wird.

Gruß

Uwe
 
danke für die Tipps!

das mit der Bastelei ist völlig richtig. Ich habe mich mal in die Konfig der TK-Anlage eingeloggt, da hängen einige Analoggeräte dran...
Kurz: es wäre natürlich am einfachsten (für mich und auch die Praxis), die TK-Anlage genau so zu belassen, wie sie ist. Es funktioniert ja gut, lediglich die Bandbreite verursacht Probleme (und dass das Fax aus eben diesem Grund über VOIP laufen muss).

Wie wäre es, das AVM-Gateway an die beiden ISDN-Anschlüsse dran zu hängen (inkl. LCR-Modul bzw. Wahlregeln) und dann mit zwei parallellen ISDN-Verbindungskabeln (falls das geht) die TK-Anlage dran.

Die verbleibenden beiden S0-Ports des Gateways wären für den Anrufbeantworter und das Fax, die sind sowieso völlig eigenständig.
Die TK-Anlage würde also übers Gateway mit einem vollwertigen ISDN-Anschluss versorgt, hätte aber nicht mehr so viele Geräte zu versorgen. Ergo: müsste bandbreitenmäßig ausreichen. Wenn die beiden dann zur Verfügung stehenden Amtsleitungen für eingehenden Patiententelefonate reserviert wären, stehen noch ca. 2 VOIP-Verbindungen für ausgehende Arzttelefonate zur Verfügung (bzw. für eingehende Gespräche an die Arzttelefone). Das würde reichen, schließlich ist das momentan gar nicht möglich.

Frage also: könnte ich die TK-Anlage so belassen, Fax und AB abhängen und mit zwei parallelen ISDN-Kabeln ans Gateway anschließen? So bliebe das interne Telefonnetz fast unangetastet.
Ich frage mich nur, wie die VOIP-Gespräche an der TK-Anlage (zusätzlich zu den beiden Amtsleitungen) laufen sollen... ich glaube, irgendwie sitze ich da auf dem Schlauch :confused:
Wenn ich 1 (2) ISDN-Kabel am internen S0-Port des Gateways einstecke und dieses (diese) dann in den externen S0-Port der vorhandenen TK-Anlage wieder rein, wieviele ausgehende Gespräche kann denn dann die TK-Anlage führen? Zwei oder Vier?
Ach ja, ich bin halt doch net vom Fach...
 
Wie wäre es, das AVM-Gateway an die beiden ISDN-Anschlüsse dran zu hängen (inkl. LCR-Modul bzw. Wahlregeln) und dann mit zwei parallellen ISDN-Verbindungskabeln (falls das geht) die TK-Anlage dran.

Wenn die TK-Anlage tatsächlich 4 externe S0-Ports hat, dann geht das. Du kannst also zwei der internen S0-Ports des Gateways einfach zu den externen S0-Ports der TK-Anlage brücken.

Die verbleibenden beiden S0-Ports des Gateways wären für den Anrufbeantworter und das Fax, die sind sowieso völlig eigenständig.
Die TK-Anlage würde also übers Gateway mit einem vollwertigen ISDN-Anschluss versorgt, hätte aber nicht mehr so viele Geräte zu versorgen.

Noch besser scheint mir in dem Fall alle 4 internen S0 des Gateways an die TK-Anlage zu hängen. Alleine schon deshalb, dass man sein Telefon über die Anlage auf den AB weiterleiten kann. Man kann den vollen Funktionsumfang einer TK-Anlage meist nur nutzen wenn man nicht vorher schon Geräte "reinfummelt".

Ergo: müsste bandbreitenmäßig ausreichen. Wenn die beiden dann zur Verfügung stehenden Amtsleitungen für eingehenden Patiententelefonate reserviert wären, stehen noch ca. 2 VOIP-Verbindungen für ausgehende Arzttelefonate zur Verfügung (bzw. für eingehende Gespräche an die Arzttelefone). Das würde reichen, schließlich ist das momentan gar nicht möglich.

Du weißt aber schon, dass eine ISDN-Leitung zwei Telefonate ausgehend zulässt? Meine nur weil du von zwei Amtsleitungen schreibst. Für zwei ausgehende Kanäle reicht eine Amtsleitung.

Frage also: könnte ich die TK-Anlage so belassen, Fax und AB abhängen und mit zwei parallelen ISDN-Kabeln ans Gateway anschließen? So bliebe das interne Telefonnetz fast unangetastet.
Ich frage mich nur, wie die VOIP-Gespräche an der TK-Anlage (zusätzlich zu den beiden Amtsleitungen) laufen sollen... ich glaube, irgendwie sitze ich da auf dem Schlauch :confused:

Die VoIP-Verbindungen werden für die TK-Anlage als weitere MSNs simuliert. Das macht das Gateway und kann via Webinterface konfiguriert werden.

Wenn ich 1 (2) ISDN-Kabel am internen S0-Port des Gateways einstecke und dieses (diese) dann in den externen S0-Port der vorhandenen TK-Anlage wieder rein, wieviele ausgehende Gespräche kann denn dann die TK-Anlage führen? Zwei oder Vier?
Ach ja, ich bin halt doch net vom Fach...

Zwei Gespräche pro S0 macht bei zwei S0 dann 4 Gespräche. Wenn du alle an deiner TK-Anlage vorhandenen externen S0 an das Gateway hängst, dann sogar 8 Gespräche.
 
Vielen Dank für die vielen Infos, viele Fragen sind geklärt!

Ich denke, wir werden mal möglichst bald eine weitere ISDN-Flat dazubuchen und die vorhandene TK-Anlage erstmal um einen zweiten ext. S0-Anschluss erweitern (durch zusätzliches ISDN-Modul für ~70EUR). An einen int. S0-Port dann die FBF für Internet und den Anrufbeantworter (per VOIP), also fast alles erstmal lassen.
Dann werde ich mich mal in Ruhe umsehen, ob wir eine vernünftige TK-Anlage mit mind. 2 ext. S0, VOIP etc. finden, die alle Funktionen integriert. Praktisch wäre halt auch, wenn Gespräche gehalten werden können, Wartemusik einblenden etc. Das geht wahrscheinlich nur mit einer soliden TK-Anlage. Ich werde mir die Konfig der vorhandenen mal ansehen, aber die ist ziemlich ausgereizt, habe ich den Eindruck. Falls wir mal umrüsten, werde ich vorher einen genauen Anschlussplan von der vorhandenen Anlage machen und sie gut verstauen, damit im Falle eines Falles der alte Zustand wieder hergestellt werden kann.
Danke nochmals, wer natürlich freue ich mich immer über Vorschläge bzgl. einer solchen TK-Anlage (s.o.).
 
Hallo,

was ich fragen wollte: nehmen auch die ankommenden Gespräche an der Mischung der vorhandenen Kanäle teil? bei abgehenden Gesprächen scheint die FBF (nur partiell?) dafür zu sorgen.

Aber ist das auch bei ankommenden Gesprächen der Fall?

es gibt die Möglichkeit einen ISDN-Anschluss so zu konfigurieren, dass im Besetztfall beider Kanäle eine Rufumleitung in der Vermittlungsstelle z.B. zu einer Festnetznummer greift. Diese Nummer könnte z.b. zu jenem VoIP-Account gehören der in der FBF (für abgehende Gespräche) hinterlegt ist.

Es fielen zwar in relative seltenen Spitzenzeiten für die Umleitung Gebühren an, aber das hätte zugleich den Vorteil dass man ohne große Änderungen sofort sehen und abschätzen kann, ob man den dritten und vierten ISDN-Kanal überhaupt jemals nur annähernd auslasten könnte.

Werden die skizzierten Möglichkeiten schon genutzt? wichtig scheint auch, dass alle Telefone einschliesslich VoIP möglichst "gleichberechtigt" (keine Vorkonzentration des Sprechverkehrs) an die Anlage herangeführt werden und die Anlage alle vorhandenen Kanäle in die Mischung einbeziehen, in dem Fall also auch VoIP abgehend bedienen kann.
 
Danke für den Tipp. Da wir mit einer zusätzlichen ISDN-Leitung schlagartig doppelt so viele Anschlüsse besitzen, sollte das fürs allererste eigentlich ausreichen. Andernfalls könnte über Umleitung im Besetztfall natürlich mal nachgedacht werden, ich fürchte aber, das wird evtl. etwas unübersichtlich, schließlich muss das Gespräch dann ja wieder am richtigen Telefon ankommen. Ich denke, wir halten für einkommende Gespräche genug Leitungen frei (für den AB eine VOIP-Leitung, das reicht, für die anderen soweit nötig echte ISDN-Verbindungen), dann bleiben noch 1-2 ISDN plus VOIP für ausgehende Gespräche. Das stellt bereits eine erhelbliche Verbesserung zum aktuellen Zustand dar.
Hardwaremäßig erstmal die baldige Aufrüstung auf einen zweiten ext. S0-Port (also ISDN-Leitung und Erweiterungsmodul) und mittelfristig soll ein AVM-Gateway dazwischengeschaltet werden mit LCR. Zwei ISDN-Ports werden an die TK-Anlage durchgeschleift, dann verbleiben noch zwei interne S0-Ports des Gateways für Fax und Anrufbeantworter (beide laufen sowieso völlig eigenständig). So muss an Konfig der der TK-Anlage nicht viel geändert werden.
Theoretisch könnten wir natürlich auch eine Elmeg C88m dranhängen, die hat sogar 4 S0-Ports (intern oder extern). Aber vorher muss ich mal genauer entschlüsseln, welche aktuellen Geräte alles ISDN bzw. analog sind...
 
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