[Frage] Verständnisfrage zu Portschaltung, Leitungskapazität, mögliche Bandbreite, ...

cosmos321

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Hallo zusammen,

da hier ja sehr viele User unterwegs sind, die tiefergehende Kentnisse haben, hätte ich mal prinzipiell ein paar Fragen zu meinem besseren Verständnis.

Momentan habe ich DSL 6000 Fix von der Telekom. Folgende Daten spuckt mir die FritzBox aus:

Übersicht.jpgDSL.jpgSpektrum.jpg

Ich bin also, logischerweise, an einem ADSL1 Port geschalten.

Da meine Leitungskapazität mit 9900/1476 kbit/s angegeben ist, denke ich mir, ist technisch auch deutlich mehr möglich, eben allein der Fix-Schaltung geschuldet dass nur 6000 durchkommen.

Sehe ich es richtig, dass meine Leitungsdämpfung (1db und 0db) ja eigentlich perfekt ist (warum eigentlich so gut? Kurze Leitung? Anderer Grund?)? Aus diesem Grund dann auch die Leitungsreduzierung um 12db veranschlagt?

Die Störabstandsmarge ist mit 18db und 31db ja eigentlich auch gut oder?

Nun zu meinem eigentlichen Anliegen. Leider ist momentan bei mir kein 16000er DSL möglich. Liegt ja also sicher daran, dass keine ADSL2+ Ports zur Verfügung stehen. Muss denn Grundlegend etwas an der Leitungsstruktur verändert werden um von ADSL1 auf ADSL2+ aufzurüsten? Also ist die Umrüstung für die Telekom derart teuer, dass sich das nicht lohnt? Oder geschweige denn gleich auf VDSL umrüsten? Versuche nur zu verstehen, warum die Situation bei mir so aussieht wie sie aussieht :)

Gehe ich richtig in der Annahme, dass (falls mal irgendwann ADSL2+ Ports zur Verfügung stehen würden) bei mir mit diesen Leitungswerten relativ schnelles DSL möglich wäre?

Wie genau muss man sich den Unterschied zwischen ADSL1 und ADSL2+ Ports vorstellen?

Ich weiß eine Menge Fragen, hoffe man kann mich etwas erläuchten! Danke schonmal vorab!
 
Hallo.

Sehe ich es richtig, dass meine Leitungsdämpfung (1db und 0db) ja eigentlich perfekt ist (warum eigentlich so gut? Kurze Leitung? Anderer Grund?)? Aus diesem Grund dann auch die Leitungsreduzierung um 12db veranschlagt?

Theoretisch ja, praktisch scheint es sich bei der Dämpfung von 1/0 dB eher um einen Anzeigefehler zu handeln. Dafür müsstest du schon im Hauptverteiler wohnen. Auch die Anzeigen im ersten Screenshot scheinen mir fehlerhaft zu sein da die Softwareversion des DSLAMs fehlt.

Die Störabstandsmarge ist mit 18db und 31db ja eigentlich auch gut oder?

Jo, grundsätzlich schon, könnte aber aus dem etwaigen Anzeigefehler resultieren.

Muss denn Grundlegend etwas an der Leitungsstruktur verändert werden um von ADSL1 auf ADSL2+ aufzurüsten? Also ist die Umrüstung für die Telekom derart teuer, dass sich das nicht lohnt? Oder geschweige denn gleich auf VDSL umrüsten? Versuche nur zu verstehen, warum die Situation bei mir so aussieht wie sie aussieht :)

An der Leitungsstruktur (wenn auch nicht klar ist, was du damit meinst) muss dafür nichts verändert werden. Entweder sind keine Ports frei bzw. vorhanden oder deine Leitung gibt nicht mehr her (-> Anzeigefehler). Bzgl. Ausbau schau mal hier: http://telekom.de/schneller

Gehe ich richtig in der Annahme, dass (falls mal irgendwann ADSL2+ Ports zur Verfügung stehen würden) bei mir mit diesen Leitungswerten relativ schnelles DSL möglich wäre?

Theoretisch ja. Aber anstatt diesbezüglich im Trüben zu fischen könntest du auch einfach bei der Telekom anrufen und deine Leitungsdaten (Länge, Abschnitte, Querschnitte) erfragen. Wobei diese bei einem etwaigen ADSL2+ Ausbau jedoch vermutlich irrelevant wären da meistens Outdoor-DSLAMs aufgestellt werden.

Wie genau muss man sich den Unterschied zwischen ADSL1 und ADSL2+ Ports vorstellen?

Stark vereinfacht: An Telekom ADSL-Anschlüssen gibts bei der Telekom maximal 6000 kBit/s, bei ADSL2+ bis zu 16000 kBit/s.

http://de.wikipedia.org/wiki/Asymmetric_Digital_Subscriber_Line
http://de.wikipedia.org/wiki/Asymmetric_Digital_Subscriber_Line_2

Lesen bildet ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
OK, erstmal vielen Dank für die Antworten!

Theoretisch ja, praktisch scheint es sich bei der Dämpfung von 1/0 dB eher um einen Anzeigefehler zu handeln. Dafür müsstest du schon im Hauptverteiler wohnen. Auch die Anzeigen im ersten Screenshot scheinen mir fehlerhaft zu sein da die Softwareversion des DSLAMs fehlt.

Ah ja sowas hatte ich auch schon fast in Verdacht.

An der Leitungsstruktur (wenn auch nicht klar ist, was du damit meinst) muss dafür nichts verändert werden. Entweder sind keine Ports frei bzw. vorhanden oder deine Leitung gibt nicht mehr her (-> Anzeigefehler).

Naja, der Verfügbarkeitscheck bei der Telekom sagt eben auch nur 6000! Von daher gehe ich davon aus, dass schlicht keine ADSL2+ Ports zur Verfügung stehen, ergo in meinem Stadtteil noch nicht weiter aufgerüstet wurde, schade, wohne mitten in eienr Großstadt! :o


Ist meine Stadt leider nicht aufgeführt!

Stark vereinfacht: An Telekom ADSL-Anschlüssen gibts bei der Telekom maximal 6000 kBit/s, bei ADSL2+ bis zu 16000 kBit/s.

Das war mir klar, meine Frage habe ich wahrscheinlich etwas komisch formuliert. Dachte eher so hinsichtlich technischer Gegebenheiten, die Wiki-Artikel habe ich schon gelesen!
 
Die technische Gegebenheit bei ADSL ist ein älterer DSLAM in der Vermittlungsstelle, z.B. von Analog Devices oder von Texas Instruments.
Um ADSL2+ anbieten zu können, muss dieser DSLAM vom Provider gegen einen neueren ausgetauscht werden.
 
@Cosmos: Wohnst Du vielleicht in einem Gebiet, wo früher kein DSL ging, aber durch Ausbau dann plötzlich DSL möglich war?
Ich vermute mal, dass Du in einem Glasfasergebiet wohnst, wo nur via Outdoor DSLAM (und hier im speziellen BB-Opal) DSL ermöglicht wird. Darüber ist nur maximal DSL 6000 möglich. Die komplette Technik müsste da für mehr Speed ausgetauscht werden.
 
Das ist eine gute Frage! Also ich bin erst Anfang Januar hierher gezogen (Dresden - 01159). Sogesehen keine Ahnung wie die Situation die Jahre zuvor war. An meinem Wohnort scheint es aber sowieso eine "spezielle" Situation zu sein. Denn hier kann KEINER außer der Telekom DSL zur Verfügung stellen. Weder 1&1, O2, noch Vodafone, etc... Meine Vormieter hatten ebenfalls (so wie ich ab Mitte Dezember) eine mehrmonatige Odyssee hinter sich, wonach dann jeder Anbieter nach einiger Zeit mitteilen musste, dass eine Schaltung wegen technischer Gegebenheiten nicht möglich ist (WIE diese Gegebenheiten aussehen, hat mir leider keiner mitgeteilt).

Könnte also vlt. durchaus sein, dass bereits Glasfaser hier rumliegt. Warum aber können dann keine anderen Anbieter schalten?

Wenn nun wirklich Glasfaser liegt, dann würde das dann doch aber bedeuten, dass für eine Umrüstung auf VDSL (über Glasfaser) bzw. FTTH mit Sicherheit weniger Kosten auflaufen würden als anderswo, da ja ein Teil bereits vorhanden ist. Macht ja vlt. Hoffnung dass es in der Zukunft mal irgendwann einen positivien Effekt hat.

Naja wie auch immer, bin mit meinem Fullsync 6000er DSL aber auch zufrieden. Schneller ist zwar immer schöner, aber wirklich dringend brauche ich es auch nicht. Vor meinem Umzug hierher hatte ich Kabel mit 32MBit/s, und wirklich schmerzlich vermisse ich nichts :) !

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EDIT: Jetzt muss ich nochmals eine Frage hinterherschieben: Worin genau besteht denn nun eigentlich der "Nachteil" von OPAL (bezogen auf DSL-Technik) gegenüber herkömmlicher Kupferleitung als TAL? Ich verstehe noch nicht ganz den Unterschied von:

1) Glasfaser von der VSt zum Outdoor-DSLAM --> dann Kupfer bis zum APL | ergo alles möglich bis VDSL50

und

2) OPAL - Kombination aus Glasfaser und Kupferkabel, wobei auch hier das letzte Stück zum Teilnehmer ja Kupferkabel ist.

Wenn ich nun an einem Outdoor-DSLAM (BB-OPAL) hänge, wie genau sieht dann der Weg von dort zu mir aus? Reine Kupferleitung? Warum ist es dann so kompliziert "normales" DSL/VDSL zu schalten? Oder wäre VDSL eigentlich problemlos möglich (also Voraussetzungen (bzgl. Kabel) gegeben), nur eben mit den üblichen Umrüstkosten verbunden und man ist auf die Gnade der Telekom angewiesen, wann eben das Gebiet ausgebaut wird?

Versuche gerade das alles ein bißchen zu verstehen, fällt mir aber noch etwas schwer :) !
 
Zuletzt bearbeitet:
So habe mich nun bissel schlau gemacht und war auch in einem Dresdner DSL-Forum unterwegs. Also hier in meinem Wohngebiet ist tatsächlich alles (ursprünglich) mit OPAL angeschlossen worden und jetzt sukzessive nach und nach mit Kupfer "überbaut".

Bleibt jedoch meine zwischendurch gestellte Frage noch offen: VDSL wäre demnach doch dann immer noch technisch realisierbar, da es ja über Glasfaser läuft. Ich kann also demnach nur hoffen, dass sich die Telekom eventuell mal irgendwann dazu entschließt es auch in OPAL-Gebieten anzubieten!

Ist denn die Umrüstung "herkömmlicher" Gebiete (nenne jetzt einfach mal die nicht OPAL-Gebiete so, in denen bisher ADSL/ADSL2+ verfügbar war) günstiger, als auf bestehende Glasfaser-Infrastruktur VDSL zu schalten, also eben in OPAL-Gebieten? Kann mir das gar nicht so richtig vorstellen? Woran liegt das?
 
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