VoIP-FLAT Lohnenswert?

@blaah,

wenn nicht mehr als T-DSL 1000 drin ist, kannst du es praktisch vergessen. Ein Gespräch braucht unkomprimiert ca. 80 KB an Up- wie Downstream.

Ganz davon abgesehen würde ich mir auch in einer WG mit 6 Personen nicht wirklich den Stress machen, komplett auf VoIP zu wechseln. Die Ausfallszeiten von VoIP liegen immer noch klar über denen von ISDN/Analog (gestern war z. B. wieder mal zur besten Tageszeit Sipgate für mehrere Stunden nicht oder nur eingeschränkt nutzbar). Ich möchte nicht die arme Sau sein, die deswegen einen auf den Deckel kriegt, wenn der VoIP-Provider down ist und jemand aus der WG ganz dringen telefonieren muss. Dann geht das Gespräch doch über die T-Com und dann heißt es am Ende: "Wie, wir haben doch Flatrate, wieso soll ich das jetzt noch zahlen?"

VoIP ist sicher für einen 2PH und evtl. auch für Familien interessant, aber in einer WG sehe ich beim jetzigen Stand der Technik Ärger vorprogrammiert. Das würde ich mir nicht antun, denn wenn du überschlägst, spart der einzelne vielleicht zwischen 5 und 10 Euro im Monat.

Flups
 
Da hast Du recht! :-)
Allerdings läuft's bei uns so, dass ich nur die Infos besorg', den anderen alles schnell und vollständig erklär und dann abgestimmt wird. Wenn's dann Ausfälle gibt da die Technik noch nicht ausgereift ist, müssen das die Mitbewohner akzeptieren - dafür haben sie dann auf der anderen Seite Geld gespart und können beliebig lange am Telefon babbeln. :wink:

Na ja, ich denke, dass es am sinnvollsten ist noch zu warten, bis die Technik ausgereifter ist. Dann hat sich eventuell auch der Markt und die Tarife stabilisiert und es gibt einige Anbieter mehr. Das Problem mit der Mindestlaufzeit der Flat ist dann ebenfalls gelöst und vielleicht ist der "normale" Telefonanschluß bis dahin keine Pflicht mehr.

Von daher werde ich den Mitbewohnern wohl suggerieren sich das Ganze zu einem späteren Zeitpunkt nochmal näher anzusehen.

Trozdem möchte ich allen, die sich hier beteiligt haben erstmal ein dickes DANKE aussprechen, denn die Infos haben mir echt einiges an Arbeit erspart und den Wort- und Tarif- und Anbieterdschungel etwas gelichtet. :wink:

Gruß,
Jens
 
VOIP geht schon in einer WG,nur dürftet Ihr dann nicht nur auf ein "Pferd" setzen,also mehrere VOIP-Provider müßten zur Verfügung stehen,damit Ausweichmöglichkeiten gegeben sind!
Es geht alles,man muß es nur vernünpftig miteinander verknüpfen,dann kann man auch Geld sparen.
Das größere Problem ist die zu geringe Bandbreite bei Euch,zu sechst könnte dann immer nur einer,mit Hilfe schmalbandiger Codecs maximal 3 Leute gleichzeitig telefonieren.
Gruß von Tom
 
Tom, ich sehe bei VoIP in einer WG weniger ein technisches, sondern eher ein soziales Problem, insbesondere bei der favorisierten Lösung, eine Flatrate für alle zu verwenden.

Natürlich kann man beim Ausfall des Flatrate-Anbieters auf einen anderen Provider switchen, aber eben nicht "kostenlos". Und da sehe ich halt den Ärger vorprogrammiert, wenn am Ende des Monats die Abrechnung kommt und es heißt: "Wie, wofür soll ich jetzt noch zahlen, ich hab doch schon die Flatrate (mit)bezahlt."

Ich weiß doch, wie das läuft: Man erklärt es den Leuten drei- oder viermal und am Ende will es dann trotzdem keiner gewusst haben. Ich will ja Jens' Mitbewohnern keine bösen Absichten unterstellen, aber Menschen neigen dazu, sowas zu verdrängen bzw. zu vergessen.

Flups
 
Ja,einig sollte man sich schon sein,deshalb würde ich in der WG keine Flatrat empfehlen,sondern für jeden ein VOIP-Konto mit Minutenpaketen und einem Ausweichkonto,evtl voipbuster!
Da bekommt jeder seine eigene Abrechnung und es kommt zu keinen Streitigkeiten.
Gruß von Tom
 
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