Voip & Spit

Wohl die meisten Mails werden von Botnetzen, also gekaperten Windows-Büchsen, versendet.

Das wird aber mit Spit deutlich schwieriger, wenn auch nicht unmöglich.

Meinem Asterisk sage ich im Zweifelsfall, dass ich keine IP-Anrufe aus China sehen will. Dann stellt er sich taub.

Eine Ausweitung von spit könnte kommen, wenn die deutsche Regulierungsbehörde die Übertragung der Rufnummer für Callcenter zur Pflicht macht.
 
hoffentlich nicht. sonst müssen wir mit whitelist filtern, das wird aufwendig.
 
Hi,

ich sehe da kein direktes Problem, denn die Werbeanrufe kommen doch eh immer ohne Rufnummernübertragung an.
Dieser Calls werden bei mir in einem Ansagetext geleitet welcher sagt das unbekannte Anrufer aufgrund von Werbeanrufen nicht erwünscht sind und doch bitte die Rufnummernübertragung aktiviert werden sollte, alternativ kann auf den AB gesprochen werden und man ruft dann zurück.

Grüße
Timm
 
so ähnlich bei mir, aber AB erst nach minutenlanger warteschleife, cold-callcenter können nicht solange warten wegen dann unwirtschaftlicher auslastung oder eigener queueing-aufwand. leute auf der schwarzen liste landen nach folter mit 10-stufigen sinnlosmenuehierarchien und falschen versprechungen für AB-zugang selbst bei irgendwelchen 0800er callcentern ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
denn die Werbeanrufe kommen doch eh immer ohne Rufnummernübertragung an.

Noch, aber es wird gerade an einer neuen Vorschrift gebastetelt, die besagt, wenn Callcenter dann Rufnummernübertragung.
Die Telekom ruft teilweise schon mit Rufnummernübertragung an (0800...).

Alles was ohne Rufnummer ankommt, kann ich nicht auf die Mailbox schicken. Es gibt noch genügend Länder, bei denen es im Festnetz keine Rufnummernübertragung gibt.
 
Menschliche Anrufer kosten den Auftraggeber sowieso ein Vielfaches der Telefongebühren. Nur weil das Anrufen per VoIP fast nichts mehr kostet, wird diese Art der Belästigung nicht sprunghaft ansteigen.

Ein mögliches Problem sehe ich eher in vollautomatischen Anrufwellen à la: "Sie haben 10.000 Euro gewonnen. Bitte rufen Sie die 0900 XYZ an, um Ihren Gewinn zu bekommen." Wo die Verbindungskosten drastisch sinken – z.B. durch direkte Erreichbarkeit per VoIP –, könnten sich solche Aktionen deutlich verbilligen.

Als Gegenmaßnahme kann man Filter einsetzen, z.B. Black-/Whitelists, Sprachmenüs, Anrufbeantworter. Oder man muss eben auf die Veröffentlichung seiner Adresse (Rufnummer, SIP-URI usw.) verzichten.
 
Oder man muss eben auf die Veröffentlichung seiner Adresse (Rufnummer, SIP-URI usw.) verzichten.
Sehe ich auch so. Derzeit ist meine SIP-URI (läuft auf meinem Asterisk auf und hat eine eigene Subdomain) in diversen ENUMs und auf meiner Website(*) veröffentlicht. Auf letzterer stehen auch diverse Rufnummern. Werbeanrufe (egal ob Spit oder klassisch) sind derzeit kein Problem bei mir.

Sollte sich das ändern, kann ich jederzeit die Subdomain meines Asterisk ändern und nicht mehr veröffentlichen. Und statt der normalen Rufnummern kann ich Sonderrufnummern veröffentlichen. Die werden üblicherweise von Werbeanrufen verschont. Und wer mich wirklich kontaktieren will/muss, der wird auch auf eine Sondernummer anrufen. Die Freunde und Bekannten hätten natürlich weiterhin meine dann geheimen Normalnummern.

Ich glaube das ist ein wesentlicher Unterschied zu e-mail: Da gibt es keine kostenpflichtigen Sonderadressen.


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(*) wäre eigentlich nicht uninteressant diese SIP-URI probehalber auch als e-mail Adresse freizuschalten und zu schauen ob da Spam kommt - die SIP-URI ist ja sicher schon x-mal von Crawlern als vermeintliche e-mail Adresse geerntet worden ;-)
 
Hi,
ich sehe da kein direktes Problem, denn die Werbeanrufe kommen doch eh immer ohne Rufnummernübertragung an.

Es geht ja auch nicht in erster Linie um Werbeanrufe sondern um klassischen Spam ähnlich der Massenmails die einem z.B. die Vergrößerung des besten Stücks nahelegen.

Eben solche "Massenanrufe" sollten ähnlich wie bei E-Mail möglich sein, da auch VoIP, ähnlich E-Mail, scheinbar mehr oder weniger ohne Schutz dasteht. Bei E-Mail kann ich einen guten Filter nachschalten, bei VoIP fließen die filterbaren Daten aber erst wenn der Anruf angenommen wird. Zudem gibt es (noch) keinen Filter der Sprachdaten klassifiziert.

Ein mögliches Problem sehe ich eher in vollautomatischen Anrufwellen à la: "Sie haben 10.000 Euro gewonnen. Bitte rufen Sie die 0900 XYZ an, um Ihren Gewinn zu bekommen." Wo die Verbindungskosten drastisch sinken – z.B. durch direkte Erreichbarkeit per VoIP –, könnten sich solche Aktionen deutlich verbilligen.

Ich glaube kaum das von Spammern eine Nummer angegeben wird, denn die kann man rückverfolgen. Eher wahrscheinlich sind Webadressen.

Als Gegenmaßnahme kann man Filter einsetzen, z.B. Black-/Whitelists, Sprachmenüs, Anrufbeantworter. Oder man muss eben auf die Veröffentlichung seiner Adresse (Rufnummer, SIP-URI usw.) verzichten.

Eben die Rufnummer ist das weniger kritische, denn dort kostet der Anruf. Eine SIP-URI dagegen gebe ich an niemanden weiter. Eben da wird auch das Konzept von ENUM problematisch. Was für den einen praktisch ist kann für den anderen schnell zum Problem werden.

Wäre eigentlich SIP mit Verschlüsselung ähnlich SSH denkbar? Nur wer meinen öffentlichen Schlüssel hat, kann mich anrufen? Der einzige Fall, in dem eine P2P-Verbindung (bei vorhandener Festnetz-Flat) unter Umständen praktisch sein kann, ist das Telefonat ins Ausland, und den Bekannten im Ausland kann man den Schlüssel ggf. zukommen lassen.
 
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