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VOIP TK-Anlage mit ISDN

Dieses Thema im Forum "Asterisk ISDN Allgemein" wurde erstellt von R12007, 21 Jan. 2007.

  1. R12007

    R12007 Neuer User

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    Hallo alle mit einander,

    bin neu hier und will mich kurz vorstellen: Ich bin 20 Jahre alt und studiere Elektro- und Informationstechnik an der UNI Stuttgart.

    Nebenher arbeite ich als Admin in der Kanzlei meines Vaters und betreue dort das Netzwerk und die TK-Anlage.

    Nun zum Problem: Bisher wurde in der Kanzlei eine Agfeo AS 40 mit 20 Systemtelefonen eingesetzt und einem Anlagenanschluss mit 3 NTBA`s.
    Die AS 40 hatte ich damals auch gleich bei uns zu Hause in ähnlicher Konstelation aufgesetzt.

    Mittlerweile kann ich aber nur sagen, die AS 40 war ein deutlicher Fehlkauf - Abstürze, Rauschen - sowohl zu Hause als auch im Büro.

    Da in der Kanzlei sehr sehr viel über Telefon läuft (Rechtberatungen, etc.), das Telefon so zusagen eine der Hauptsäulen ist, ist die jetzige Situation nicht
    akzeptabel, also muss eine neue TK her.
    Eigentlich war ich ja auf der Suche nach einer guten Siemensanlage, wobei ich auf VLINEs und darüber auf VOIP gestoßen bin. Nach nun 2 Tagen Forenlesen bin ich recht überzeugt davon.
    Und da die Kanzlei sehr sehr innovativ ist (Diktieren mit Spracherkennung und Netzwerk, WEBAkte (online einsehbare Akten für Mandanten), Online Schadensmanagement, Fernarbeitsplätze) dachte ich das ist eine gute alternative.

    Also hab ich mal rumgesucht und hab mir schnell mal ne Trixbox, IPTAM, ASTLINUX, VOIPONCD - (VM) aufgesetzt und rumgespielt (intern mit x-lite telefoniert).

    So nun stellt sich die Frage ob mit Asterisk (z.B. Trixbox) folgendes möglich ist:

    1.Die Anlage soll auch weiterhin über den ISDN-Anlagenanschluss (die 3 NTBA`s) ans PSTN gekoppelt sein. Und die Mitarbeiter sollen wie bisher über ihre Durchwahlen aus dem Festnetz also 0711/xxxxxxxx31 Mitarbeiter 1;
    0711/xxxxxxxx32 Mitarbeiter 2; etc, errechbar sein.

    2.Es gibt eine Zentrale die unter 0711/xxxxxxxx30 erreichbar ist und die meisten Anrufe entgegennimmt und dann an die entsprechende Nebenstelle weiterverbindet. Womit wir auch gleich bei Punkt 3. sind.

    3. Verbinden ein Anruf sollte intern weiterverbunden werden können. Bis jetzt lief das so z.B. ab:

    Anrufer ruft bei Zentrale an; Mitarbeiterin der Zentrale bergrüßt ".... was kann ich für sie tun?" ; Mitrarbeiterin entscheidet wohin das Gespräch verbunden wird "....einen Moment bitte, ich verbinde Sie!" und drückt entsprechenden Kurzwahlknopf des Anwalt1 z.B. womit der Anrufer in eine Warteschleife gelegt wird und die Mitarbeiterin bei der Nebenstelle des Anwalt1 anruft, dieser nimmt ab, Mitarbeiterin "..... Anrufer xy in der Sache xyz" Anwalt "...Ok stellen Sie ihn durch" worauf die Mitarbeiterin den Hörer auflegt und der Anrufer mit Anwalt1 im Gespräch ist.
    Dies sollte so oder ähnlich komfortabel ablaufen.

    4. Wenn innerhalb der Geschäftszeit nach 3 maligen Klingeln an der Zentrale niemand erreichbar oder die Zentrale belegt war wurde der Anruf an 3 weitere Arbeitsplätze umgeleitet. (Wenn nicht gerade belegt ist sollte es aber an der Zentrale trozdem weiterklingel). Auch dies sollte möglich sein.

    5. Bis jetzt war es so, wenn eine Nebenstelle belegt war hat ein Lämpchen, neben der Kurzwahltaste für die entsprechende Nebenstelle, das Belegt sein signaliesiert. (Bei den Endgeräten wo die entsprechnede Nebenstelle als Kurzwahl regisriert war).
    Dies sollte mit der neuen TK auch möglich sein.

    6. Morgens vor 8 Uhr in der Mittagszeit, nach 18 Uhr und Am Wochenende sollte bei einem Anruf an der Zentrale (0711/xxxxxx30) ein Anrufbeantworter das Gespräch entgegen nehmen ".... unsere Geschäftszeiten sind...., gerne jedoch können Sie uns nach dem Signalton eine Nachricht hinterlassen"
    Dies kann auf einem Anrufbeantworte geschehen wäre aber über eine Voicemail, die von mehreren Abgerufen werden komfortabler. Ist dies machbar?
    7. Es sollte ein Chefsekritärinnenfunktion geben, wenn ein Anwalt gerade nicht gestört werden will (Besprechung), sollte er auf seinem Telefon einen Knopf betätigen können, wodruch anrufen für seine Nebenstelle automatisch an die Chefsekritärin weitergleitet werden sollte und der Anwalt nur noch durch diese erreichbar sein sollte.

    8. Jeder sollte eine Voicemailbox haben die er selbst über ein kleines Sprachmenü steuern kann, Abhören, Ansagenaufnehmen etc.
    Und der Anrufer sollte wählen können ob er eine Nachricht hinterlassen will oder nicht. Sollte eine Nachricht vorliegen sollte dies in irgend einer Form am Endgerät signalisiert werden.

    9. Es sollte parallel zur Zentrale eine Nummer geben, hinter der ein Sprachmenü hinterlegt ist, "...wollen sie mir dem Sekretariat von Herrn RA 1 verbunden werden?" "Drücken sie die 1!" , "......".

    10. Es wäre gut, wenn jeder Endanwender, eine kleine Minihompage für die Administration seiner Nebenstelle hat. Weiterleitung, Voicemailbox etc.

    11. Es sollte so etwas wie ein FAX2EMAIL oder FAX2PRINTER intergiert sein.

    12. Außerdem sollte die Kanzlei dann auch per VOIP nach extern telefonieren können, aber dies ist ja eigenlich mit jeder Distribution machbar, nur wie wir entschieden, ob per ISDN oder per VOIP geroutet werden soll?

    13. Vielleicht sollen auch mal mehrer GSM Gateways für die unterschiedlichen Netze angebunden werden.

    Das wars für erste mal was es an Anforderungen gäbe.

    Nun noch ein paar Fragen:
    13. Welche fertige Distribution mit Asterisk würde ihr mir empfehlen? Ich hatte trixbox im Auge! Kann aber auch was kosten!

    14. Welche benutzerfreundliche Endgeräte würdet ihr mit empfehlen? Bei uns an der UNI stehen überall Alcatel IP TOUCH rum die gefallen mir recht gut, es sollte aber Kurzwahlnummerntasten, sowie Signallämpchen daneben geben.

    15. Welche Hardware würdet ihr mir Empfehelen, hab hier noch nen IBM Netfinity Server rumliegen (P3, 384 MB RAM, 4 mal 18 GB SCSI Festplatten an ServeRAID).
    Reicht der aus?

    16. Welche ISDN Karte für den Anlagenanschluss?

    17. Sollte ich für VOIP noch ein eigenes Netzwerk mit eigenem Switch aufziehen? (Installation wäre schon da, da in jedem Zimmer Netzwerkdosen mit zwei Ports sind) Damit das normale Netzt nicht überlastet wird? Dann wäre das mit TABI, also wählen aus Outlook raus nicht mehr so einfach oder?

    18. VOIP würde einen eigenen DSL-Anschluss mit DSL 16000, fester IP und einem IPCOP davor bekommen! Ist das Ok?

    19. Ich hatte ja die Trixbox schon aufgesetzt nur leider konnte ich da nichts finden wo ich was mit ISDN einstellen kann, ist dafür mISDN gedacht oder gibts da was anderes? Ist das über eien WEBGuI administrierbar?

    Oh je viele Fragen von einem NOB bitte seit mir nocht böde und schlagt mich nicht! :mad:!
    Ihr braucht nicht zu jedem Punkt was schreiben, nen kleine Stichwort mit ja geht und nen kleinem Link würde mir föllig ausreichen!

    Nen Gruß der Jo
     
  2. madiehl

    madiehl Mitglied

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    Hi Jo,
    meine Güte da hast Du ja einen Riesenpost verfasst zum Einstieg :)
    Ich versuche mich so kurz wie möglich zu halten.
    Grundsätzlich: Die Anlage wird nicht wirklich billig, denn die Systemapparate wirst du nicht weiternutzen können. Du benötigst auf jeden Fall eine 4-Port ISDN-Kaert von z.B. Junghanns oder Beronet oder Sirrix die ca. > 500,- Euro kosten wird und eine entsprechende Anzahl an SIP-Telefonen. Du wirst also von mindestens 3000,- Euro aufwärst ausgehen müssen, wobei da noch keine Ausfallsicherheit gegeben wäre.
    Nun zu den positiven Sachen:
    Punkt 1: geht
    Punkt 2: geht
    Punkt 3: geht sogar noch besser, wenn Du möchtest über ein Voicemenu
    Punkt 4: geht
    Punkt 5: geht, abhängig von den Endgeräten wie z.B. Snom
    Punkt 6: geht
    Punkt 7: geht, abhängig von den Endgeräten wie z.B. Snom
    Punkt 8: geht, abhängig von den Endgeräten wie z.B. Snom
    Punkt 9: geht, siehe Punkt 3
    Punkt 10: bin nicht sicher, evtl. einen Dienstleister suchen der das weiss
    Punkt 11: geht
    Punkt 12: geht, kann man im Dialplan einstellen (Vorvorwahl oder automatisch)
    Punkt 13: geht
    Punkt 13 doppelt: evtl. einen Dienstleister suchen der das durchführt
    Punkt 14: Snom, gerade wegen Besetztfeld und MWI etc.
    Punkt 15: reicht aus
    Punkt 16: siehe oben, Sirrix, Junghanns, Digium, Beronet
    Punkt 17: Kommt drauf an, hol Dir einen Dienstleister ins Haus
    Punkt 18: Reicht aus, obwohl ich IpCop nicht mag
    Punkt 19: z.B. mIsdn

    Fazit: Es gibt hier einige im Forum die Asteriskinstallationen anbieten. Lass Dir am besten Referenzen nennen und lass diese Deine Installation planen und durchführen. Ich befürchte das ist für den Einstieg eine Nummer zu groß.

    Viel Spaß im Forum
     
  3. blauerpeti

    blauerpeti Mitglied

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    als zufriedener as40-nutzer sowohl bei isdn und voip, ..was wird denn aus der as40..steht diese dann zum verkauf?
     
  4. R12007

    R12007 Neuer User

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    Danke

    Hallo,

    vielen Dank für die schnelle Antwort. Hab heute noch nen bissele weiter mit TRIXBOX rumprobiert.
    Die WEB GUI hat zwar da und dort ein paar kleine Fehler, aber ansonsten ists eigentlich recht stabil. Hab mich schon ein bisschen in den Dialplan eingearbeitet. Bin schon echt süchtig, obwohl ich eigentlich Mathe machen sollte, da ich am Freitag ne Klausur schreibe!

    Die Endgeräte sollten sowieso ausgetauscht werden, da diese zum Teil schon ganz schön in Mitleidenschaft gezogen wurden. Um sie weiter nutzen zu können hätte ich sowieso wieder ne Agfeo gebraucht, und so was kommt mir nimmer in Haus! Ist nur rausgeschmissenes Geld!

    Mein Ziel ist es eigentlich selber zu machen, da man dann im Falle eines Ausfalls oder eines nötigen Updates selbst Hand anlegen kann.
    Außerdem macht mir sowas sehr viel spaß! Eine fertige Lösung zu Kaufen wäre wie einen Windows Server zu kaufen. Da hat man auch eine fertige Lösung, bei der man sich durch ein paar Assistenten klicken muss und fertig.
    Bei Linux ist da mehr Arbeit von nöten.
    Sicher das Argument vom Preis zählt in beiden Fällen (VOIP-Anlage und Server) nicht, da man die benötigte Zeit gar nicht erst mit dem Preis für ein fertiges Produkt aufwiegen zu braucht. :)

    Aber ich denke genau das macht die Menschen die sich mit Linux beschäftigen aus, man kann nie sagen man kennt sich in Linux aus, da es so vielfältig ist, aber man kennt die klare Struktur von Linux und kann sich damit in andere Teile und Distris einarbeiten unteranderem auch mit Hilfe von Foren wie diesen :). Und genau so habe ich das nun auch vor.
    Oh je jezt bin ich ein wenig vom Thema abgedriftet. :-Ö

    Es ist ja auch nicht so das jetzt bis in 1 Monat ein fertiges Produkt dastehen soll. Ich will mich nun langsam einarbeiten. Dazu werde ich mir wohl mal zwei SNOM 360 Telefone und eine passende ISDN Karte kaufen.

    Nun meine Frage: welche ist die beste 4-Port (8-Kanal) ISDN-Karte? Sagen wir mal bis max 700¤. Gibt es deutliche Unterschiede?

    Ist Trixbox eine gute Grundplattform oder sollte man doch eher komplett selbst aufsetzten?

    Gruß der Jo
     
  5. R12007

    R12007 Neuer User

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    As 40

    @ blauerpeti:

    In welchem Umfang benutzt du die AS40? Wie viele Systemtelefone hängen dran? Eine AS40 oder AS40P?

    Also eine Bekannte hat auch eine AS-40, die hat auch die gleichen Macken und ich habe sie nicht installiert sondern eine Techniker, es liegt also nicht an meiner Installation, das sie Hengen.

    Weiß noch nicht was damit passiert, muß die Kanzlei entscheiden.

    MFG Jo
     
  6. foschi

    foschi Guest

    Hallo R12007,

    ich beantworte Deine Fragen mal in umgekehrter Reihenfolge. Vorab: ich habe beruflich seit ca. 3 Jahren sehr viel mit Asterisk zu tun, und leiste das auch nicht allein :)

    Dann wirst Du eine sehr steile Lernkurve zusätzlich zu Deinem Studium haben. :)

    Meiner Erfahung nach sollte man zwar wissen um was es geht (bzw. Motto im Studium "oder wo es steht..."), für die technische Umsetzung für den Produktivbereich (grad für den Einsatz bei Installationen >15 Nebenstellen) dann doch eher den Profi rufen. Vielleicht gehörst Du jedoch auch zu der Gruppe derjenigen, die ihr Steuergerät des Automotors mit eigener Firmware ausstatten, dann sollte Asterisk für Dich aber auch kein Problem mehr darstellen :)

    Hintergrund: mit Asterisk und den diversen Abhängigkeiten der Soft- und Hardware für ein Asterisk-System kann man sehr sehr viel Zeit verbringen, und man benötigt das Praxiswissen der verschiedensten Anforderungen, derer Umsetzungen sowie der möglichen Fehler/Inkompabilitäten. Sonst wird das nix. Ich werde oft genug zu Installationen gerufen, wo jemand "selbst" oder ein anderer Dienstleister was gemacht hat und auf die Nase gefallen ist.

    In manchen Settings ist das ein Vorteil. Für Asterisk gibt es eine solche Lösung die Dir mittels Oberfläche alle Funktionen/Features *vollständig* zur Verfügung stellt, nicht.

    Wie gesagt, steile Lernkurve. Bis Du eine Anlage komplett selbst installiert hast (also ohne fertiges Produkt als Vorlage), die fehlerfrei im Produktivbetrieb läuft und alle von Dir gewünschten oben genannten Features aufweist, wirst Du ca. 12 Monate benötigen; nur grobe Schätzung, je nach Qualität/Fähigkeit auch länger :)

    Wär ein Vorschlag :) Allerdings: Deine Anforderung wäre in ca. 2 Tagen vollständig umsetzbar, inkl. Einweisung der Mitarbeiter und Schulung auf das System Deinerseits...

    Der gravierenste Unterschied ist weniger die HW als das entsprechende ISDN-Subsystem (da mit verschiedenen Funktionalitäten ausgestattet). Ich würde in D eine BeroNet BN4S0 nehmen.

    Hm, zum Basteln ja, sonst nicht. Wenn Du nach Einarbeitung feststellst, an welchen Stellen Dir die TrixBox Steine in den Weg legt, bzw. daß manche Funktionalität so nicht funktioniert, dann baust Du Dir Dein eigenes Asterisk zusammen :)

    Zu Deinen restlichen Fragen (die madiehl ja schon angefangen hat zu beantworten):

    zu 1.: Anlagen-/Mehrgeräteanschluß in beliebiger Kombination möglich, je nach ISDN-Subsystem Auswirkungen auf Funktionalität ISDN allgemein bzw. der Endgeräte. Karten mit HFC-Chipsatz können sowohl Amt (NT-Mode) als auch Teilnehmer (TE-Mode) je Port sein. Da eine Kanzlei warscheinlich auch noch Datenübertragung per ISDN-Karte macht (DATEV oder so?) benötigst Du ne Karte mit NT-Mode.

    zu 2-4.: Durchwahlen, Anrufgruppen usw (beliebige Anrufverteilung, auch mit Einbindung von IVR/VoiceMail/Queues) möglich. Blind Transfer/Attended Transfer möglich.

    zu 5.: abhängig vom Endgerät (zur Zeit nur bei Snom vollständig möglich) und vom ISDN-Subsystem. Achtung: bei Snom-Endgeräten nur max. 1 Beistellung je Endgerät funktional am Asterisk möglich.

    zu 6.: möglich, in beliebiger Art+Weise. Müßtest Du in der TrixBox auch schon gesehen haben.

    zu 7.: möglich, muß jedoch von Hand nachgebildet werden.

    zu 8.: bereits lange im Asterisk integriert. Signalisierung sogar am analogen Endgerät möglich. VoiceMail-System auch mit Webfrontend ausstattbar, und funktional umfangreich (z.B. Weiterleitung von VoiceMails mit Kommentar an Kollegen, Zustellung VoiceMails per email u.v.a.)

    zu 9.: nennt sich IVR (Integrated/Interactive Voice Response), beliebig zusammenbaubar mit selbst aufgenommenen Ansagen, beliebig in Anrufverteilung/zeitgesteuert/wie auch immer gesteuert nutzbar.

    zu 10.: vorhanden, beliebig erstellbar, jedoch nicht als freie Software (sondern nur vom Dienstleister/aus kommerziellem SW-Paket). Man kann sogar angeben, welche Rufnummer per SIP/ISDN (bei vorh. LM clip-no-screening auf ISDN-Anschluß) übermittelt werden soll.

    zu 11.: diverse Faxlösungen vorhanden (als integrierter Faxserver mit Faxverteiler/Faxdurchwahlen je Nebenstelle, ankommende Faxe per email alös PDF-Attachment, abgehende Faxe z.B. per Faxdrucker aus Win/Mac OSX-Apps).

    zu 12.: 08/15-Möglichkeit, Routing je nach Tageszeit, Rufnummern/Wunsch möglich (Achtung! Fax stabil nur per Festnetz möglich, also immer brav einen ISDN-Anschluß behalten, wenn Du Dir die Rufnummern des Anlagenanschluß per IP zuführen läßt).

    zu 13.: teuer, aber möglich. GSM-GW z.B. von www.2n.cz oder Vierling. Alternativ rein kaufmännische Sache in Abstimmung mit GSM-Provider möglich (kostenlose Telefonie zwischen bestimmten Festnetz- und Mobilfunkrufnummern).

    Hier kommt Deine Nummerierung durcheinander, ich mach aber trotzdem mal weiter...

    zu 13.: Debian, Asterisk selbst bauen, alles andere geht zwar im ersten Moment, ist aber später komplexer umzufrickeln. Fertiges Asterisk diverser Anbieter leistet nur "Lösung von der Stange", und Du kannst/darfst nicht selbst was am Code ändern. Asterisk Business Edition ist Mumpitz, den Support den Digium damit verkauft ist 1st level support und unnütz.

    zu 14.: im Moment nur Snom (wg. Besetztlampenfeld). Ansonsten Polycom oder Cisco. Deine Alcatel-Endgeräte verwenden kein SIP (soweit ich das weiß).

    zu 15.: Asterisk benötigt nur bei Transcodierung zwischen Codecs CPU-Leistung; bei Deiner Anwendung ist jedoch nur G.711 im Einsatz. Für ein normales Asterisk-System reicht Deine HW auf jeden Fall aus. Bei neuen Servern auf IRQ-sharing-freie PCI-Slots in voller Bauhöhe (ISDN-Karte) achten, da Du warscheinlich noch ein Papierfax, eine Portomaschine o.ä. mit Modem anschalten mußt, solltest Du noch eine analoge Karte (z.B. Sangoma) mit berücksichtigen (die og. Geräte funktionieren nicht sauber am ATA).

    zu 16.: BeroNet BN4S0/Junghanns QuadBRI.

    zu 17.: wenn PoE, dann neuer Switch. Wenn Verkabelung eigene Strecke zwischen Switch+Endgerät ermöglicht sollte die "Last" der Telefonie kein Problem sein. Kann auch noch nachträglich optimiert werden.

    TAPI(!): es gibt einen TSP für Asterisk von Addix, google mal. AstTAPI funkioniert NICHT stabil.

    zu 18.: Je Gespräch benötigst Du ca. 90kbit/s im Upstream, der nicht interlaced mit dem Downstream sein sollte. Bei VoIP ist IMMER der Upstream das entscheidende Kriterium. Je nach Anzahl Gespräche sollte die vorhandenen Internet-Anbindung ausreichen.

    zu 19.: lies Dich erst einmal in Asterisk ein, dann werden solche Fragen beantwortet (das ist mir hier zu aufwendig Dir genau diese Frage zu beantworten). Schau mal unter voip-info.org, dann wird vieles klarer.

    Grüße

    foschi
     
  7. divB

    divB Mitglied

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    Ich persönlich würde bei so einem Vorhaben das Original Asterisk verwenden. Die Lernkurve ist am Anfang zwar viel schwieriger, jedoch bekommt man von Anfang an den Überblick wie Asterisk funktioniert und wo man was schrauben muss.

    Asterisk für SIP only ist ja schnell eingerichtet, damit kannst du dann mal etwas herumtesten und dann nach und nach ISDN Unterstützung & Co einbauen.

    Von billigen HFC-Karten würd ich für den professionellen Einsatz die Hände lassen.

    Und du solltest wirklich etliche Monate (4,5,6?) rechnen bis das ganze wirklich in den Produktivbetrieb gehen kann.
    Ich habe viel Erfahrung mit Linux & Co und habe trotzdem den ganzen Sommer gebraucht bis alles so lief wie ich mir das vorgestellt hab (sind aber auch viele Spezialitäten dabei). Und das ist nur eine private PBX und keine für den prof. Einsatz! :)

    Deine Fragen wurden ja eh bereits beantwortet, prinzipiell lässt sich sagen: Es gibt kaum was, was mit Asterisk nicht möglich wäre. Zumindest mit der passenden Hardware!

    Für den professionellen Einsatz würd ich auch noch über einen Asterisk-Backup/Redundanz nachdenken - also einen zweiten der bei irgendeinem Ausfall (incl. der teuren ISDN-Karte!) möglichst lückenlos den Dienst übernehmen kann. Wenigstens in einer Art Notbetrieb.
    Stabile Hardware, Softwareversionen, USV etc etc sind dabei sowieso Pflicht ;-)

    Viel Spass damit!

    lg,
    divB
     
  8. R12007

    R12007 Neuer User

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    Kosten?

    Wow, vielen Dank für die feedbacks.

    Was würde den eine fertige Lösung mit den obigen Punkten ca kosten?

    Für das ausgehende Fax und die Portomaschine ist noch eine extra Leitung vorhanden, die mit der eigentlichen Tk überhaupt nicht zusammenhängt,
    dies soll auch so bleiben.

    Wie ist das eigentlich mit der Abhörsicherheit? Weil eine Kanzlei dazu Sorge zu tragen hat, das dies nicht möglich ist!

    Sorry, dass ich so kurz gebunden bin, muss Mathe machen :(

    Vielen Dank der Jo
     
  9. foschi

    foschi Guest

    20 Systemtelefone Snom, vernünftige 19"-Server-HW, Asterisk so implementiert wie angegeben: ca. ¤ 5.000.-

    Von außen her: sicher. Von innen her: wie beim TK-System; wer auf die "Knoten"-Punkte (Switch im Monitor-Mode, LAN ansich/TK-System/Verteiler) Zugriff hat kann mit entsprechendem KnowHow abhören.
     
  10. divB

    divB Mitglied

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    noch @abhörsicherheit: Sichert ihr Email-Verkehr ab? Verschlüsselt ihr alles mit PGP? Wenn nein, ists sowieso sinnlos über Abhörsicherheit von Telephonleitungen zu sprechen, denn die sind sowieso nicht verschlüsselt und lassen sich an jedem Punkt "abhören". Wie eben bei einer normalen Telephonleitung auch.
    Wenn ISDN: Das kann am ersten/beliegibem Verteiler geschehen (natürlich braucht man phsyikalischen Zugriff aber das braucht man bald einmal. In einem Bürogebäude z.B. reicht der Zugriff auf die 19'' Verteilerkästen)
    Wenn VoIP: gleich wie bei Mail.

    Von innen: wie bereits gesagt aber da sollte ja sowieso keiner Zugriff haben oder?

    Conclusio: Wenn richtig eingerichtet gleich wie bei einem herkömmlichen Telephonzugang.