[Frage] VPN und Web UI via "fritz.box" erreichen?

ibu

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Moin.

Ich habe schon zu mehreren entfernten Fritzboxen eine Verbindung per VPN erfolgreich hergestellt.

Manchmal kann ich per "fritz.box" das Web UI erreichen. Manchmal nicht: dann landet man mit "fritz.box" bei der lokalen FB.

Mag mich da jemand aufklären, was für eine erfolgreiche Verwendung von fritz.box zum Zugriff auf die entfernte FB einzustellen ist. Danke : )
 
Mit dem DNS-Namen "fritz.box" landet man immer auf dem Gerät mit der IP-Adresse 192.168.178.1, egal wo sich dieses Gerät befindet.
 
Ja. Aber was muss ich einrichten, damit ich per fritz.box auf die entfernte Box gelange? Falls das nebenwirkungsfrei geht.
 
Gar nichts weil ist nicht!
Anstelle von fritz.box sollte man heute auch fritzbox.local verwenden.
Entfernte Boxen erreicht man über deren IP.
 
Wie muss man das bitte tun? Hat es keinerlei negativen Nebenwirkungen? Warum gibt es ein solches Mapping nicht als Default? Es wäre doch total nützlich, wenn man per default innerhalb eines VPN die bekannte sprechende Adresse verwenden könnte? Oder ist das technisch unmöglich für Fritz?
 
Wie muss man das bitte tun?
Das steht alles genau in der Fritz-Anleitung, mit der du ja schon zu mehreren entfernten Fritzboxen eine Verbindung per VPN erfolgreich hergestellt hast:

IP-Netzwerk der FRITZ!Box anpassen​

Beide Enden einer VPN-Verbindung müssen IP-Adressen aus unterschiedlichen IP-Netzwerken verwenden. Sobald sich der Computer mit einem Router (z.B. einer anderen FRITZ!Box) verbunden hat, der dasselbe IP-Netzwerk wie Ihre FRITZ!Box verwendet, ist keine VPN-Kommunikation mehr möglich.

Hinweis:Alle FRITZ!Boxen verwenden in den Werkseinstellungen das IP-Netzwerk 192.168.178.0.

Richten Sie in Ihrer FRITZ!Box eine IP-Adresse ein, die sich von den IP-Adressen der Router unterscheidet, über die Sie sich mit der FRITZ!Box verbinden, z.B. 192.168.10.1 (Subnetzmaske 255.255.255.0):
 
Du kommst auf die entsprechende Box, indem du deren Adresse eingibst; also z.B.
http://192.168.168.1 oder http://192.168.161.1 oder ...
Du wirst ja wissen, welches Netz du wo hast. Also 192.168.x.0/24.
Falls es mit Namen gehen muss, musst du halt auf dem entsprechenden PC eine "hosts"--Datei pflegen: https://de.wikipedia.org/wiki/Hosts_(Datei)
Für das jeweilige Heimnetz jeder Fritzbox musst du natürlich private IP-Adressen verwenden: https://de.wikipedia.org/wiki/Private_IP-Adresse
Und vorher informieren, welche Netze die Fritzbox intern z.B. für Gastnetz nutzt.
 

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DNS-Namen "fritz.box" landet man immer auf dem Gerät mit der IP-Adresse 192.168.178.1
Das ist nicht richtig. Wenn du das Netz 10.10.10.0/24 in deinem Heimnetz nutzt, landest du mit fritz.box auf der 10.10.10.1. Das gilt natürlich nur, wenn die Fritzbox die DNS-Auflösung macht.
 

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Richten Sie in Ihrer FRITZ!Box eine IP-Adresse ein, die sich von den IP-Adressen der Router unterscheidet, über die Sie sich mit der FRITZ!Box verbinden, z.B. 192.168.10.1 (Subnetzmaske 255.255.255.0):
Das ist so kompliziert, sowas für mehrere FB (an verschiedenen Orten) einzurichten und zu dokumentieren.

Und dann hätte man noch nicht mal einen sprechenden Namen (weil das nur über Konfigurationsdatei "hosts" geht, was @genuede berichtet hat). Gut, ich muss es selbstverständlich so hinnehmen. Hatte gehofft, es gäbe für die Standardaufgabe VPN elegante Lösungen per Software, ganz ohne manuelle und mühsame Konfiguration mit Veränderung von IP-Adressen. Pech.

Bei Wireguard geht sowas auch nicht, oder?

Ich bin regelmäßig an 4 verschiedenen Orten (von Verwandten und einem Verein). Jeder Ort hat eine Fritzbox. Ich hätte am liebsten an jedem dieser Orte auf die anderen FB an den anderen Orten per fritz.box zugegriffen.
 
Einfach einmal an den vier Orten das Heimnetz umstellen, z.B. auf
192.168.10.0/24
192.168.20.0/24
192.168.30.0/24
192.168.40.0/24
und du weist direkt, die jeweilige Fritzbox erreichst du mit 192.168.10.1, 192.168.20.1 ...
Oder du verwendest für x die entsprechende Hausnummer, also 192.168.x.0/24.
Ich nutze bei meinen vier Boxen als x halt 177, 161, 165 und 168. Es ist ja nicht so schwer sich 192.168.x.1 und die vier Werte für x zu merken!
Es macht übrigens keinen Unterschied, ob du Wireguard oder ssl-vpn nutzt. Ich habe vor sehr vielen Jahren mit ssl-vpn angefangen und später auf wireguard umgestellt, als es im stabilen Fritz-OS vorhanden war.
Haben alle deine Boxen Public-IP-Adressen ins Internet?
Bei mir haben nur zwei FBs publik. Die haben untereinander Wireguard-vpn. Die beiden Boxen mit ptivaten Adressen bauen dann je einen Tunnel zu den beiden mit Public-IP auf.
Einfach ganz langsam anfangen und mit der Zeit ausbauen.
 
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Ich bin sehr zurückhaltend mit Änderungen an der IP-Konfiguration, weil ich nicht weiß, ob es negative Nebenwirkungen gibt.

Beispiel:
Hat es Einfluss auf bereits eingemeshte Geräte?
Hat es Einfluss auf eine existierende IP-Videokamera?
Hat es Einfluss auf die VPN-Verbindung? Muss ich sie auf jedem Gerät dann neu einrichten?

Ihr seht, ich bin unsicher in diesen Dingen. Und meine Erfahrung zeigt: wenn irgendwas bei einer IP-Konfiguration schief geht, bekomme ich es nicht gelöst.
 
Solange du den DHCP-Server der Fritzbox nutzt, hat das erstmal wenig Einfluss. Einfach mal an einer Fritzbox mit den wenigsten Clients das Heimnetz ändern.
Dann kannst du schon mal testen.
Am besten im Verein, wenn außer dir niemand vor Ort ist.
Und nach Änderung der Adressen deinen Rechner rebooten, damit er die neuen Adressen mitbekommt.
 
Testen möchte ich nichts.
Bevor ich etwas ändere muss ich wissen, ob das eine negative Auswirkung (auf andere Nutzer) haben kann.
Wenn diese Möglichkeit besteht, muss ich auf jede Änderung an der IP-Konfiguration verzichten.
 
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Reaktionen: KunterBunter
Welche Art von VPN Verbindung verwendet du?
Wireguard, IP-Sec,...?
LAN-LAN Kopplungen von einer Fritzbox zu allen anderen?
LAN-LAN Kopplung von jeder Fritzbox zu jeder anderen?
Oder wählst du mit deinem Endgerät eine dedizierte VPN Verbindung zu der jeweiligen Fritzbox, die du in dem Moment warten willst?
Bei den LAN-LAN Kopplungen müssten alle beteiligten Fritzboxen doch bereits unterschiedliche IP Netze haben. Oder sehe ich das falsch.
In dem Fall bräuchtest du die ja nicht ändern und kannst die Boxen dann mit ihrer jeweiligen IP Adresse erreichen.
Bei der Clienteinwahl habe ich ein ähnliches Phänomen wie du festgestellt. Eine entfernte 7530ax kann ich mit fritz.box aufrufen und mich fehlerfrei einloggen. Eine entfernte 7590 zeigt bei Aufruf von fritz.box zwar ihre Login Seite, zeigt dann aber nach Passworteingabe sofort "sie wurden ausgeloggt" und springt zum Login zurück.

Ich verwende immer die IP Adressen der Fritzboxen zum Aufruf. Das funktioniert immer.
 
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Reaktionen: lubi und genuede
Ich hätte am liebsten an jedem dieser Orte auf die anderen FB an den anderen Orten per fritz.box zugegriffen.
Wie soll das denn funktionieren? Eine Domain kann zwar auf mehrere IP Adressen auflösen, aber welche IP, wann zurückgemeldet wird, wäre wohl eher Zufall.
Wenn du mit Namen (Domains), statt mit IP Adressen arbeiten möchtest, bedarf es etwas mehr, als nur Fritz!Boxen.

Hat es Einfluss auf bereits eingemeshte Geräte?
Ja

Hat es Einfluss auf eine existierende IP-Videokamera?
Ja

Hat es Einfluss auf die VPN-Verbindung? Muss ich sie auf jedem Gerät dann neu einrichten?
Ja und (im Fall von WireGuard, IPSec weiß ich nicht) ja.

Solange du den DHCP-Server der Fritzbox nutzt, hat das erstmal wenig Einfluss.
Das lässt sich pauschal nicht sagen. Wenn IP Adressen fest zugewiesen worden sind, oder Portfreigaben existieren, hast du dir erstmal mehr Arbeit gemacht.

Wireguard oder ssl-vpn
Die Fritz!Box kann nur WireGuard oder IPSec.

Bevor ich etwas ändere muss ich wissen, ob das eine negative Auswirkung (auf andere Nutzer) haben kann.
Eine Änderung des IP Netzes hat immer Auswirkungen. In wie weit diese negativ sind, hängt von der Vor- und Nachbereitung ab.


Nimm dir einen Zettel. Da schreibst du links die einzelnen Orte der Fritz!Box auf, und rechts die IP Adressen dazu. Fertig. Alternativ lege dir entsprechend benannte Favoriten im Browser an.
 
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@chrsto

Danke für deine Hinweise. Ich hatte es geahnt, dass Änderungen an der IP-Konfiguration auf alles potentiell Auswirkung haben. Da ich dieses Thema nicht beherrsche, gebe ich mein Ziel "Ansprechbarkeit via Domain-Namen" auf. Ich lasse alles wie es ist und bin froh, wenn VPN/Wireguard funktioniert.

Danke auch an die anderen, die hier beigetragen haben : )
 
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Einmal eine Hosts erstellen und immer die gleiche auf den Geräten verteilen, von denen du auf alle zugreifen willst ist ja nicht so das Problem! Oder einfach mit Bookmarks der IP-Adressen arbeiten. Die Bookmarks lassen sich ja exportieren und so auf mehreren Rechnern verwenden. Oder Bookmarks in die Cloud.
 
Das Grundproblem von ibu ist aber, dass wohl alle Boxen die Auslieferungs-IP 192.168.178.1 haben und so das Routing über LANzuLAN-VPN von der heimischen Fritzbox aus gar nicht funktionieren dürfte, egal ob über Hostname oder IP.
 
Wobei das für LAN-LAN-Kopplungen tatsächlich (zumindest mit "erweiterter Konfiguration") eleganter zu lösen wäre im FRITZ!OS. Gäbe es beim Einrichten einer Verbindung zur Kopplung die Möglichkeit, den für das entfernte Netz autorisierenden Name-Server ebenfalls anzugeben (remote SOA) und für die entfernte Zone einen zusätzlichen lokalen Name-Präfix zu definieren (meinetwegen stuttgart.local für ein entferntes Netz) und dann verteilt der lokale DHCP-Server diese auch noch (optional, weil das zu langsameren negativen Antworten führen kann) als zusätzliche Suchdomains bei der Client-Konfiguration, dann könnte man auch ohne irgendwelche eigenen hosts-Dateien einfach einen einstufigen Namen für entfernte Geräte verwenden, solange der eindeutig ist (aber ein einfaches fritz.box wäre da auch nicht ausreichend (zumal das eigentlich eine komplette Subdomain war und nur als "Abkürzung" direkt zum Router führt(e)), wenn das auf beiden Seiten einer VPN-Verbindung existiert - aber man kann ja jeder FRITZ!Box auch schon heute ihren eigenen Namen geben). Es wäre halt richtig nett, wenn man in einer local-Domain jetzt auch noch mind. die zweite Stufe des Domainnamens frei vergeben könnte für das lokale Netz, zumindest dann, wenn man mehrere lokale Netze per VPN koppelt.

Auf der Gegenseite dann noch eine Option, daß der DNS-Server vom Peer auch den dortigen DNS-Server befragen darf (also eine ACL-Ausnahme eingerichtet wird - es muß ja nicht gleich ein Transfer der kompletten (DNS-)Domain erlaubt sein, der ist auch nicht zwingend sinnvoll) und wenn dann die TTL einer positiven Antwort beim "forwarding" zum lokalen Cachen der Daten verwendet wird, die beim Erkennen einer Unterbrechung der VPN-Verbindung auch wieder gelöscht werden, kommt es auch nicht zu unangenehmen Delays bei der DNS-Abfrage (abseits von weiteren Suchdomains), weil ein entfernter SOA nicht antwortet oder der anfragende Client aus dem lokalen Cache eine entfernte, aber nicht mehr erreichbare Adresse erhält und erst mal in ein Timeout laufen muß, um das zu erkennen.

Jedenfalls wären die dabei aufttetenden potentiellen Probleme auch nicht größer, als wenn man das über per Hand erstellte lokale Zuordungen von Namen und Adressen macht … aber mal ehrlich: Wieviele FRITZ!OS-Benutzer stehen überhaupt vor so einem Problem? Die Masse der Leute nutzt nicht mal VPN-Kopplungen (einzelne Clients werden Bestandteil des Netzes, wo sie sich einwählen und können selbst den DNS-Server einer Box abfragen) und von denen, die das dennoch tun und etwas "mehr Komfort" wollten, kann man vermutlich nicht leben - die Masse hätte jedenfalls wenig bis nichts davon und die macht es nun mal.
 
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