Welcher Grund besteht noch für ADSL2+-Port-Drosselung oder Herunterschalten auf ADSL?

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andilao

Guest
Welcher vernünftige Grund besteht noch für (a) ADSL2+-Port-Drosselung oder (b) Herunterschalten auf ADSL?

Die Vorteile der ADSL2+-Technik - sicherer, schneller oder/und weiter und die adaptive Aushandlung - werden dabei doch aufgegeben. Die Ermittlung der optimalen Geschwindigkeit sollten in der Regel doch DSLAM und Modem(-Firmware) überlassen bleiben, und wenn das nicht oder nicht gut gelingt, lässt sich das per Feintuning erledigen, zumindest bei den aktuellen FW der letzten AVM-Boxen.

Die Drosselung durch den Provider ist sicher ein möglicher doch nicht immer wirklich gut funktionierender letzter Ausweg, aber das Zurückschalten auf ADSL halte ich für eine reine Sparmaßnahme und technisch gesehen für kompletten Unsinn. Auch kann man mit diesen Maßnahmen wohl kaum auf kurzfristige Änderungen der Leitungsqualität, z.B. das Schalten von neuen DSL-Anschlüssen bei Nachbarn, reagieren.
 
Ich habe mal verschoben, denn mit der Fritzbox und deren DSL/Internet-Teil hat das ja nichts zu tun. ;)
 
Bzgl. ADSL2+ und Drosselung hatte ich schon woanders geschrieben: Bei normalen Leitungen mit stabilen Bedingungen gar keiner. Das Modem sucht sich die beste Geschwindigkeit (normalerweise @ 6dB SNR) und gut ist.

Bei kleinen Schwankungen der Leitung (z.B. weil abends alle in Nachbarschaft online sind) sollte das Modem das vertragen können. Mit den neuesten Firmwares schafft auch die FritzBox das gut: bei mir ist der SNR schon mal kurz bis auf 2dB runtergegangen, CRC-Fehler nehmen zu, aber kein Unterbrechung. Wenn man aber ein Modem hat, das sowas nicht mitmacht, und bei denen man die DSL-Parameter nicht selbst einstellen kann, dann ist eine Drosselung hilfreich.

Bei ganz bösen Schwankungen (durch zeitweise Einstrahlungen von Störungen oder einem Mittelwellensender in der Nähe) ist das Modem generell überfordert.

In vielen Fällen könnte man die Leitung stabiler machen, meist liegt es aber an der Hausverkabelung. Und da der Provider kaum genug Resourcen hat, das immer genau auszudiskutieren, wird gedrosselt.

Auf ADSL runtergehen macht eigentlich keinen wirklichen Sinn, da die Fehlerkorrektur bei ADSL2+ besser ist. Wenn die oberen Frequenzen nicht genutzt werden können (wie bei meiner Leitung), dann ist das eben so. Das Rücksetzen auf ADSL hängt wohl davon, von wem die Technik in der VSt ist. Manche (wie T-Com und damit auch Resale - und ich glaube Acor auch) schalten unter 6000 grundsätzlich ADSL, warum auch immer.

Also: Meiner Meinung nach kann eine Drosselung Sinn machen, eine Rückschaltung auf ADSL aber kaum.
 
@andilao

Du schließt einen Vertrag mit einem ISP ab der weniger als ADSL2+ beinhaltet - schon wird Deine Leitung auf das vertragsgemäße Maximum runtergebremst. Und das kann eben durchaus DSL1000 sein, obwohl die Leitung 16000 voll hergeben würde.

Deine TAL ist starken Störeinwirkungen unterworfen. Dies kann zur Folge haben daß die Leitung künstlich auf einen niedrigeren Wert ausgebremst wird um ständige Resyncs und/oder zu viele Übertragungsfehler zu vermeiden.

Kurz: kaufmännische und/oder tecvhnische Gründe können verhindern daß auch nur der Versuch gemacht wird das theoretische Maximum aus der leitung rauszuquetschen.
 
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