7690, eine sehr starke Störquelle wurde erkannt

Oldie62

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Hallo,

ich habe aktuell ein Phänomen, dass ich gerne mit Eurer Hilfe richtig einordnen möchte.

Seit ca. 3 Wochen habe ich o.g. Meldung hin und wieder in den Ereignissen. Bei der 7690 habe ich im 2,4 GHz den Kanal 1 fest vergeben. Nach der Meldung wurde jedes mal in den Kanal 6 gewechselt. Soweit so gut. Die Störung ist in der Übersicht (Belegung der WLAN Funkkanäle) als grau hinterlegter Kanal 1 sichtbar. Starte ich die Box neu ist die Störquelle (Anzeige) auch weg und ich kann/könnte den Kanal 1 wieder nutzen. Um ca. 20.00 Uhr (laut Meldung) wurde gestern aus vg. wieder in den Kanal 6 gewechselt.

Gestern habe ich meine 7530AX (liegt als Backup nur in der Schublade) mal angeschlossen und parallel in Betrieb genommen. Tatsächlich wurde hier die Störung/Störquelle um 20:00 Uhr nicht registriert?!

An der 7690 habe ich einige ZigBee Geräte laufen, an der 7530AX nicht. Ist das eine Sache die ich nachverfolgen sollte (Stichwort Garantie) oder kann ich das erstmal ignorieren, da ja alles funktioniert?
 
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Möglicherweise reicht die Sensorik der 7530AX einfach nicht aus, die Störquelle als solche zu identifizieren. Die regulatorischen Vorgaben für die Erkennung sind auch verschärft worden, neue Geräte müssen mehr erkennen, als alte. Bei der 7530 hast du dann einfach nur Paketverluste in der Zeit, wo der Störer aktiv ist.

Das kann halt alles sein, was auf 2.4 GHz so rumfunkt, vom Garagentür-Öffner über Babyphones, Überwachungskameras, Fernsteuerungen, Alarmanlagen, Heimautomatisierungsgeräte bis hin zu Industrieanlagen. Kannst du ein Muster in der Erkennung ausmachen? Dann kannst du vielleicht die Ursache identifizieren.
 
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Könnte doch auch vom Zigbee herrühren, oder?
Ändere deren Kanal einmal auf 25 (hat nichts mit der Kanalbezeichnung im WLAN 1-13 zu tun).
 
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Danke für die schnelle und kreative Rückmeldung.

Das einzige Muster wäre, dass es immer der Kanal 1 ist.

Zigbee habe ich bereits auf Kanal 25 eingestellt (deshalb bevorzuge ich auch Kanal 1 bei meinen WLAN Einstellungen).

Eure beiden Rückmeldungen (vielen Dank dafür) erleichtern mir die Einordnung dieses Phänomens.
 
Interessant, verbunden mit einer Frage:

Bei "automatisch" lande ich meistens (über 90%) bei Kanal 11,12. Als ich mit Zigbee angefangen habe und bis ich ein stabiles Netz etablieren konnte, musste ich mich viel einlesen und ausprobieren. Ich meine oft gelesen zu haben, dass man am besten den Zigbeekanal auf 25 und das WLAN auf Kanal 1 (alternativ Kanal 6) stellen soll (Stichwort: Überschneidungen). Deshalb hat mich die Autokanalwahl der Fritzbox anfangs irritiert und ich habe Kanal 1 fest eingestellt.

Birgt diese "automatische" Kanalwahl nicht die Gefahr, dass ein Zigbeegerät (meist Batterie betrieben) auch kurz die Verbindung zum Kanal 25 verlieren kann (bestimmt laienhaft ausgedrückt)? Die batteriebetriebenen Geräte sind meist recht schlecht beim neuen verbinden und bei mir eingebaut. Reicht schon die Arbeit beim Batteriewechsel. Ansonsten können alle meine Geräte mit den oberen Kanälen im 2,4 GHz bestens umgehen.
 
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Ich meine oft gelesen zu haben ... Deshalb hat mich die Autokanalwahl der Fritzbox anfangs irritiert und ich habe Kanal 1 fest eingestellt.
In der Praxis gibt es leider mittlerweile viel zu viele mobile Störquellen. Das sind zum einen Smartphones mit aktivierter HotSpot Funktion oder mittlerweile auch schon fast jeder halbwegs neue PKW. Auch auf solche Signale muss ein WLAN reagieren können und die Kanalwahl dann anpassen können. Fest eingestellte Kanäle sind dann leider kontraproduktiv.
 
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Fest eingestellte Kanäle sind dann leider kontraproduktiv.
Das stimmt so nicht. Ein fester Kanal ist nur der Startpunkt im laufenden Betrieb, bis zuviel Interferenz stört, dann sucht FritzOS einen Ausweichkanal. Wird später dort gestört wandert der Kanal wieder. WICHTIG: FritzOS wird niemals zielgerichtet zum initialen festen Kanal zurückkehren. De facto läuft FritzOS nach dem ersten Wechsel auf Autokanal.

@Oldie62 7690, eine sehr starke Störquelle wurde erkannt steht so in den Ereignissen? Wie sieht denn deine WLAN-Umgebung aus? "Allein, allein" bist du niemals im WLAN. Jeder Nachbar funkt dazwischen. Wie weit sind die Nachbarn weg? Mit welcher Sendeleistung arbeiten deine WiFi-Stationen? Hast du schon mal in der Fritz!WLAN App auf die Umgebung geschaut? Ggfs. das Bild posten. Die Auslastung CCI sieht man leider nicht, aber man bekommt eine Vorstellung von ACI. Was ist besser / schlechter?

Meine besten Erfahrungen bei 2,4 GHz habe ich immer mit manueller Kanalwahl aus dem Kanalschema [1]-5-{9}-13/EU und geringstnötiger Sendeleistung (6-12% = "zimmerlaut") gemacht. D.h.
  • 5 und 13 werden als Primärkanäle manuell verteilt, für Management-Frames und Beacons.
    Ja, seit 11n gilt OFDM anstatt DSSS, deshalb 1-5-9-13/EU. Wir sind nicht in Amerika.
    Die FritzWLAN-App zeigt es dir an, Trapez oder Ellipse, siehe (_i_) rechts oben.
  • [1]= diesen Kanal meiden wie die Pest, das ist die Ausweichspur für die Nachbarn.
  • {9}= frei, als upper/lower channel für Kanalbündelung (Channel Bonding 5+9 oder 9-13)
    für 40 MHz-Bandbreite |__| WLAN-Koexistenz deaktivieren
  • Wenn du sehr freundlich sein möchtest, nimmst du nur 13 als Primärkanal,
    dann bleiben deinen Nachbarn 1 und ca. 3/4 von 6. OFDM kann Teile ausblenden (Subcarrier).
    Die KI meint das sei sehr lieb.
Letztendlich ein einfaches "high density design". Warum "zimmerlaut"? Weil damit CCI reduziert wird und die channel reuse distance verkürzt. [1] meiden wir, weil wir diesen Kanal den (un-)freundlichen Nachbarn überlassn (die uns mit 100% Sendeleistung anschreien) und verwenden diesen Frequqnzbereich selbst für ZigBeeCh.11,12,13,14 und meiden das obere Philips/Hue-Raster 11,15,20,25.

Das Thema wird im 2,4 GHz-Band niemals verschwinden, trotz WiFi5 und höher auf 5 oder 6 GHz.
 
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Vielen Dank für die ausführlichen und interessanten Informationen. Tatsächlich finde ich einige Ansätze von (laienhaften) Fragen die ich mir gedacht (aber wieder verworfen habe) und/aber beim recherchieren nicht aufgetaucht sind.

Wir wohnen hier in Reihenhäuser, dementsprechend ist das WLAN. Einzige Besonderheit (das ist einer meiner Gedanken) wir haben (auch Kabelanschlüsse ) in den Häusern seit der kompletten Neuinstallation (jeder Haushalt einen eigenen Direktanschluss, vorher 3in1) hier "Hotspots" und "Homespots" im WLAN. Diese haben als einzige "Ellipsen" in der Fritz App, alle anderen sind Trapezförmig (falls wichtig). Wenn ich schaue, versucht der "Hotspot" im Kanal 1 immer über meine Sendeleistung zu kommen (bewegt sich in der App). Gefühlt alle 10 Minuten wechselt dieser dann kurz auf Kanal 6 und kommt dann aber recht schnell wieder auf Kanal 1 zurück. Ist das eventuell relevant? Die "Homespots" bewegen sich nicht hin und her und sind auf Kanal 6.

Mir ist das stabile ZigBee Netz wichtig. Die Wassersensoren waren schwer zu integrieren (unter der Waschmaschine und Geschirrspülmaschine) und daher habe ich (laienhaft) die Sendeleistung auf 100% stehen. "Laienhaft" weil ich nirgends nachlesen konnte ob sich diese 100% auch auf das Zigbee Netz auswirken. ABER nach dieser Einstellung 100% konnte ich eine Zigbeesteckdose entfernen (hatte ich nur zur Signalverstärkung und Test eingesteckt) und die Wassersensoren sind nicht mehr sporadisch ausgestiegen. Kann Zufall sein, aber ich wollte es nicht nochmal ausprobieren. Falls sich die (Reduzierung der) Sendeleistung nicht auf das ZigBee Netzwerk auswirkt könnte ich bestimmt locker mit der Sendeleistung zurückfahren, da ich ansonsten ein gutes WLAN auf allen Geräten habe.
 
  • {9}= frei, als upper/lower channel für Kanalbündelung (Channel Bonding 5+9 oder 9-13)
    für 40 MHz-Bandbreite |__| WLAN-Koexistenz deaktivieren
Wie soll das gehen mit 40MHz wenn 5 zusätzlich 9 verwendet und 13 zwanglsäufig ebenfalls 9 belegen möchte?
Also wenn schon Koexistenz aktiviert lassen.
Fritz verwendet IMMER den höheren Kanal für 40MHz außer den obersten, wo das nicht mehr geht.
Also mit 40MHz bleiben somit konfliktfrei nur 1 und 13 als Primärkanal.
 
Wie soll das gehen mit 40MHz wenn 5 zusätzlich 9 verwendet und 13 zwanglsäufig ebenfalls 9 belegen möchte?
Mit upper/lower hast du Recht, aber es funktioniert einfach. Probiere es aus. Die Problematik war/ist mir bewusst, aber niemals/seltenst wird der Sekundärkanal von zwei benachbarten Accesspoints gleichzeitig benötigt. Eine umfangreiche Erklärung zu channel bonding und ZigBee-Kanäle fand ich _hier_.
Also mit 40MHz bleiben somit konfliktfrei nur 1 und 13 als Primärkanal.
Soweit die Theorie. In der Theorie gibt es auch keine unbeeinflussbaren, oder gar aggressive, Nachbarn !!! Mein Kanalschema [1]-5-{9}-13/EU ist ein durchdachter Kompromiss aus der Praxis. Die perfekte Begründung erfolgt/e durch Oldie62.

hier "Hotspots" und "Homespots" im WLAN. Diese haben als einzige "Ellipsen" in der Fritz App, alle anderen sind Trapezförmig (falls wichtig).
Wie die FritzWLANapp im (_i_) rechts oben erläutert sind Ellipsen=DSSS und Trapeze=OFDM/11n die _802.11b (uralt 22 MHz) 11n mit 20 MHz Funkstandards_ und der Hauptunterschied ist die Kanalbandbreite [MHz].
Wenn ich schaue, versucht der "Hotspot" im Kanal 1 immer über meine Sendeleistung zu kommen (bewegt sich in der App). Gefühlt alle 10 Minuten wechselt dieser dann kurz auf Kanal 6 und kommt dann aber recht schnell wieder auf Kanal 1 zurück. Ist das eventuell relevant? Die "Homespots" bewegen sich nicht hin und her und sind auf Kanal 6.
Du hast keinen "homespot/Ch6" als Zugang?

Mit deiner Umgebungsbeschreibung lieferst du dir eine gute Begründung bzw. mir eine tolle Bestätigung für meinen Vorschlag im WLAN:
Wenn du sehr freundlich sein möchtest, nimmst du nur 13 als Primärkanal,
dann bleiben deinen Nachbarn 1 und ca. 3/4 von 6. OFDM kann Teile ausblenden (Subcarrier).
Die KI meint das sei sehr lieb.
Wenn du am WLAN-Router (und den Accesspoints) auch noch eine vornehme Zurückhaltung bei der Sendeleistung übst (geringstnötig, im Sinne von "zimmerlaut"), dann wirst du vermutlich nicht einmal die "Homespots/Ch6" nennenswert stören. Denn 13/OFDM ist dein Primärkanal (völlig außerhalb der Hotspots/Ch1 und Homespots/Ch6). Der lower channel 9/OFDM wird nur bei hohen Lasten zugeschaltet und würde die "Homespots/Ch6/DSSS" etwas beeinträchtigen.
Das darf dir dann egal sein, du weichst freundlich aus und schreist nicht rum.

Zu _ZigBee an der FritzBox_ kann ich nichts mit _praktischer Erfahrung_ beitragen, nur zu _WiFi_.
Wird ein ZigBee-Kanal überhaupt an der FritzBox eingestellt?
Über _ZigBee mit den kurzen Datagrammen (Pakete) an der FritzBox_ würde ich mir derzeit keine Gedanken machen. Zu WiFi-Ch.13 passt theoretisch der ZigBee-Kanal 26 (am oberen Rand von Kanal 13). Oder du brauchst einen separaten Stick für ZigBee.

Falls sich die (Reduzierung der) Sendeleistung nicht auf das ZigBee Netzwerk auswirkt könnte ich bestimmt locker mit der Sendeleistung zurückfahren, da ich ansonsten ein gutes WLAN auf allen Geräten habe.
Die Sendeleistung am WLAN-Router bestimmt die max. Größe der Funkkugel und damit die Anzahl der Geräte, die auf dem gleichen Kanal gegenseitig aufeinander warten müssen / CCI. Ist dein Nachbar mit seinem WLAN-Router in dieser Kugel, nutzt den gleichen Kanal, warten alle in der verschmolzenen Funkwolke aufeinander. Benutzt du Kanal 13 und die direkten Nachbarn Kanal 5, geht ihr euch mit unterschiedlicher Frequenz aus dem Weg. Schreien sich die fünfer gegenseitig an, warten sie alle beide. Weniger ist hier mehr.

Tatsächlich finde ich einige Ansätze von (laienhaften) Fragen die ich mir gedacht (aber wieder verworfen habe) und/aber beim recherchieren nicht aufgetaucht sind.
Du hast schon verstanden worum es geht. Dass du nichts gefunden hast, wundert mich nicht. Oft wird, und die KI tut es immer, nur nachgeplappert und amerikanische Weisheiten verbreitet, ohne selbst über die technischen und regulatorischen Hintergründe nachzudenken und eine Lösung in/für Europa zu suchen.
 
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