[Frage] Wozu dient die Angabe eines Outbound Proxy?

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Deleted member 59029

Guest
Hallo zusammen,

wozu dient eigentlich die Angabe eines Outbound Proxy in einer TK-Anlage und/oder SIP Client?

Der Provider liefert mir ja im Regelfall nur die URL seines SIP Servers (kann sich natürlich auch eine Serverfarm
dahinter verbergen) als auch Benutzername, Passwort. Was bewirkt die zusätzliche Angabe des Feldes Outbound-
Proxy? Als Beispiel in neueren Auerswald Anlagen mit der Status "deaktiviert, automatisch, manuell".

Ein Outbound Proxy steht doch meines Wissens auf Providerseite und verteilt den SIP (RTP?) Traffic auf dahinter-
liegende SIP Server. Was passiert letztendlich wenn ich die Outbound Proxy Nutzung deaktiviere oder aktiviere.
Und was wird wie geprüft, wenn ich das Feld auf "automatisch" belasse?

Ich habe schon einiges versucht zu recherchieren, aber so richtige schlüssige Informationen sind nicht dabei heraus-
gekommen.

Viele Grüße
Michael
 
Moins


Manche Registrare sind nicht über "normales" DNS erreichbar.
Dann kennt der Proxy den und deshalb muss der dann auch angegeben werden.


Beispiel, 5 FRITZ!Boxen im LAN und keine ist über "fritz.box" erreichbar...
1. Registrar: fritz.box -> Proxy: 192.168.1.2:5060 <- IP der ersten Box
2. Registrar: fritz.box -> Proxy: 192.168.1.3:5060 <- IP der zweiten Box
3. Registrar: fritz.box -> Proxy: 192.168.1.4:5060 <- IP der dritten Box
4. Registrar: fritz.box -> Proxy: 192.168.1.5:5060 <- IP der vierten Box
5. Registrar: fritz.box -> Proxy: 192.168.1.6:5060 <- IP der fünften Box
Und Jede Box liefert bei MWI ( Anrufbeantworter Nachricht): **[email protected] <- Das ist tatsächlich so ;)
Ohne Proxy wärst du in dieser Situation reichlich aufgeschmissen :D
...und bei MWI hilft hier auch nicht die Angabe der IP als Registrarersatz.
 
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Hallo,

ah, jetzt ist es klarer. Aber wie kann man ermitteln, ob ein Outbound Proxy erforderlich ist oder nicht?
Gibts da ein Feature im SIP Protokoll?

Also ist es grundsätzlich sinnvoll, den Outbound Proxy Eintrag z.B. bei Auerswald Anlagen auf "automatisch" zu setzen?!

Gruß
Michael
 
Bei "Auerswald" muss ich passen, hatte ich noch nie in den Fingern.

Beispiel für eine Prüfung ob ein Proxy erforderlich ist...
Code:
nslookup sip.1und1.de
Server:         192.168.178.1
Address:        192.168.178.1#53

Non-authoritative answer:
Name:   sIP.1und1.De
Address: 212.227.124.129
Name:   sIP.1und1.De
Address: 212.227.124.130

#nslookup sip.1und1.de 1.1.1.1
Server:         1.1.1.1
Address:        1.1.1.1#53

Non-authoritative answer:
Name:   sip.1und1.de
Address: 212.227.124.130
Name:   sip.1und1.de
Address: 212.227.124.129
...kein Proxy nötig ;)
Interessant ist hier, dass der in der FRITZ!Box eingetragene DNS ( censurfri - Dänemark ) den Namen in Groß/Kleinbuchstaben zurückliefert.

Aber SIP-DNS ist nicht gleich normales DNS.
Und ich glaube ( weiß es nicht genau ) für SIP ( Outbound ) nimmt die FRITZ!Box immer Provider-DNS.
 
Hallo,

also ich bin bei dieser reinen DNS Abfrage doch eher skeptisch, ob diese wirklich als Garant ausreicht, ob ein Outbound Proxy erforderlich ist oder nicht.

Besagt sie doch im Prinzip nur, auf welche IP (können auch mehrere sein), die SIP URL aufgelöst werden kann. Nach Deiner (plausiblen) Outbound Proxy
Beschreibung #2 könnten doch durchaus mehrere SIP Server quasi intern sich hinter den zwei, drei IP Adressen verbergen. Wenn ich nun den Outbound
Proxy weglasse, spreche ich die IP Adresse direkt an und "lande" auf einem internen SIP Server. Und wie läuft dann die Kommunikation?

Da müsste doch noch mehr dahinter stecken ... auch vom Protokoll her. Oder?

Gruß
MIchael
 
Ohne outbound proxy auf dem NAT router geht der RTP stream direkt zum peer über den NAT router.
 
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