Computerwoche: Milliardengrab VDSL

tscoreninja

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boorth schrieb:
Auf der einen Seite soll ein möglichst schnelles Internet bereit stehen, auf der anderen Seite sind die wenigsten bereit dafür einen angemessenen Preis zu zahlen.
Wie bitte definierst Du angemessen? In der Marktwirtschaft definiert sich der angemessene Preis eben durch die Akzeptanz beim Kunden.

Ansonsten noch ein Link zu einem interessanten Artikel zur Thematik: http://www.pbs.org/cringely/pulpit/2006/pulpit_20060629_000351.html
 

vöxchen

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@docfred

Siemens & Alcatel haben xxx verschlafen.

Das stimmt leider nicht. Schuld ist der UMTS Boom, die drückenden UMTS Schulden und die abflauende Investitionslaune bei den Betreibern ab 2000 / 2001.
Beispiel PON:

http://www.siemens.com/index.jsp?sdc_rh=null&sdc_flags=null&sdc_sectionid=0&sdc_secnavid=0&sdc_3dnvlstid=&sdc_countryid=141&sdc_mpid=0&sdc_unitid=999&sdc_conttype=2&sdc_contentid=1272363&sdc_langid=1&sdc_pnid=&

Auf den Philippinen 2005 schon eingesetzt. Und nun frag' mal wo nicht...natürlich bei T-Com und Co. wo es FTTH gibt. Wer lange schläft und sich seines Monopols sicher meint, braucht über Kundenabwanderung nicht zu klagen.

Gruss vöxchen
 

docfred

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Du Vergleichst gerade Äpfel mit Birnen. Du kannst HYTAS nicht mal eben kurz zu einem PON umrüsten. Du müsstest das gesamte Netz austauschen.

Und wenn du schon mit FTTH kommst: Schau dir mal ganz genau an, wer die FTTH-Infrastruktur in den anderen Ländern bezahlt bzw. zumindest subventioniert. Die Landesregierungen. "Und nun frag' mal wo nicht... natürlich in Deutschland".

Mittlerweile werden ja sogar schon Sprüche wie "sogar in Österreich und in der Schweiz werden FTTH-Netzwerke aufgebaut". Das ist nur die halbe Wahrheit. Die ganze ist, dass die SwissCom in der Schweiz ebenfalls auf VDSL2 setzt - nur in Zürich wird FTTH aufgebaut. Und dies von der Stadt selbst, auf eigene Kosten! Selbiges gilt für Wien - ebenfalls ein Projekt der Stadt Wien.

Informiere dich bitte erst etwas.
 

vöxchen

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Dass die Landesregierungen FTTH subventionieren ist quatsch - sorry. Zumindest für Deutschland.
Der FTTH - Ausbau (damals OPAL genannt) wurde von der Deutschen Bundespost Telekom im Zuge des Aufbau Ost 1990-1994 beauftragt und finanziell geschultert (Gesamtnetzkostenkosten Ost: 1990-94 60 Mrd. DM). Dass die Telekom bis heute nichts draus gemacht hat, ist ein Telekom-Problem, offensichtliches Desinteresse.

Bitte Quellenangaben für Subventionen der Landesregierungen - wäre EU subventionsmissbrauchsverdächtig.
Deshalb läuft das Projekt in Wien als Public Private Partnership und das in Zürich bei den Elektrizitätswerken Zürich. Was hier offenbar falsch lief, sind die Regulierungsbedingungen, die hätten halt bestimmte Netzausbautopologien vorschrieben müssen. Somit hätten "öffentliche" Nachinvestitionen vermieden werden können.

Und dass man das gesamte Netz austauschen muss, um aus HYTAS ein FTTH-Netz zu machen, ist ebenfalls unzutreffend. (http://www.dslteam.de/breitband/glasfaser_technik1) Betroffen wäre ausschließlich der letzte Kupferabschnitt, da HYTAS hybrid ins Haus hineingeht (Glas plus Cu). Hast Du auch selbst in Beitrag #12 dieses Thhreads geschrieben. (Zitat: "Glas wurde jetzt bis auf wenige Hundert Meter vorgetrieben. Die letzten Kupermeter kann man dann bei Bedarf relativ einfach austauschen und die Hardware in den Kästen einfach durch "Switches" ersetzen.") Falls Wellenlängenanpassung notwendig geworden wäre: entsprechendes gibt es am Markt. Und glaub' mir eins: meine T-COm Freunde haben mir glaubhaft versichert, dass ein PON billiger gekommen (Investition und Total Cost of Ownership) wäre als VDSL, aber die Telekom-interne Lobby war leider zu stark. Und insbesondere die Sorge vor dem "unfähigen" Endnutzer, der die PON-Endgeräte ja vielleicht falsch anschaltet, falsch programmmiert etc. Also weil die Telekom bis heute ihre Hoheitsrechte bis die letzte Ecke einer Wohnung haben will und es nur mit unfähigen Endusern zu tun hat. Was meinst Du, welches Theater es bei der Einführung der DSL und ISDN Selbstinstallation gegeben hat - nicht beim Kunden, nein, im Selbstverständnis der Telekom...
Fakt ist weiterhin, dass die Telekom im Zuge der Platzierung der VDSL Kästen 1000sende km optische Kabel neu verlegen musste, die Kompatibiliat hätte also problemlos hergestellt werden können. Da aber praktisch überall schon die Standard-Monomode-Faser liegt, ist das eher unkritisch.

Aber eine Frage muss ich schon stellen: wofür braucht man >10 MBit Bandbreite? Stell Dir vor , es gibt Bandbreite und keiner geht hin... Nur weil die Telekom ihr Ego im Triple Play befriedigen möchte und es ihren Kabelkonkurrenten nicht gönnt bzw. durch die NE1/2/3/4 Regulierung schwere Brocken in den Weg gelegt hat. Brauchen tut das niemand. Echtzeitstreaming? Man kann auch 5 min warten, bis der Wunschfilm runtergeladen ist. Home-Patientenfernbetreuung/-überwachung? Komprimierte Videostreams tun es. Mir scheint, alle wollen Bandbreite, möglichst für 9,99¤ inkl. Flatrate, aber die Killerapplikation wird wie bei UMTS im Jahr 2000 noch gesucht und so ganz genau weiß man nicht, wofür man's privat braucht. Fraglicher Nutzen killt die Preise. Regulierung VDSL deshalb auch nicht nötig, die Preise fallen von selbst, weil niemand einen Nutzen darin sieht. Genau deshalb halte ich VDSL für einen Flop und zudem für überholt, wo die Installation noch nicht mal abgeschlossen ist. Wer als Berufstätiger Highspeed-Anbindungen brauchte, kriegts auch ohne VDSL. Technikverliebte Deutsche im DSL-Wahn, so klingt mir das. Eine einfache Technik (PON), die ohne alle deutsch-perfekte Technik-Komplexitätsbeherrschung auskommt, chancenlos. Das sage ich als Deutscher und studierter HF-/Quantenelektroniker. Welche Innovation wird durch ein nicht vorhandenes VDSL Netz aufgehalten, dass man bundesweit ein solches Netz baut?

Auch das vollvernetzte E-Home hat - was die Datentransferraten anbelangt - einen geradezu lächerlich geringen Bandbreitenbedarf. Wenn man natürlich meint, der PC Thin Client sei da und die Application Service Provider würde die Software alle auf Großrechnern zentral laufen lassen, der hat den Kundenwunsch (Daten privat zu halten) schon wieder nicht verstanden. Auch in Korea, wo ich mir die Breitbanddinge angesehen habe, haben mir hinter vorgehaltener Hand alle gesagt: Brauchen tun wir die Bandbreite nicht. Aber wir legen die beste Infrastruktur (optisch) bis in die Häuser. Dann sind wir gerüstet. Und wir haben das wartungsärmste Netz, das wir uns vorstellen können. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Gruss vöxchen
 
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docfred

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vöxchen schrieb:
Dass die Landesregierungen FTTH subventionieren ist quatsch - sorry. Zumindest für Deutschland.
Spätestens hier muss man nicht mehr weiter lesen, denn es beweist, dass du kein Wort verstanden oder gelesen hast :)

Hint! Hint!
Schau dir mal ganz genau an, wer die FTTH-Infrastruktur in den anderen Ländern bezahlt bzw. zumindest subventioniert. Die Landesregierungen. "Und nun frag' mal wo nicht... natürlich in Deutschland".

Und beachte vor allem den letzten, von dir im Originalen, abgewandelten Satz. Ansonsten auch den gesamten Zusammenhang betrachten und berücksichtigen.

DSLteam als Quelle anzugeben ist übrigens auch sehr abenteuerlich. Das sind die selben, die ihre Leser glauben lassen, dass für Interleaving "extra Software in den Vermittlungsstellen" installiert wird *G*
 

vöxchen

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docfred schrieb:
Spätestens hier muss man nicht mehr weiter lesen, denn es beweist, dass du kein Wort verstanden oder gelesen hast :)
...

Und beachte vor allem den letzten, von dir im Originalen, abgewandelten Satz. Ansonsten auch den gesamten Zusammenhang betrachten und berücksichtigen.

DSLteam als Quelle anzugeben ist übrigens auch sehr abenteuerlich. Das sind die selben, die ihre Leser glauben lassen, dass für Interleaving "extra Software in den Vermittlungsstellen" installiert wird *G*
Außer Allgemeinfloskeln finde ich in Deinem Beitrag keinen Mehrwert. Nicht mal Zitate oder Quellenangaben, über deren Qualität Du Dich bei mir genüßlich ausläßt. Je konkreter es offenbar wird, umso emotionaler fühlt sich hier der Schreiber getroffen.
Ich habe 15 Jahre meines Berufslebens in diversen Ländern außerhalb von Deutschland TK-Netze inkl. Access geplant und deren Aufbau geleitet, habe an Regulierungsbedingungen für internationale TK-Netzbetreiber (incumbents und alternative) mitgewirkt und etliche Business Pläne für Netzbetreiber gerechnet anhand konkreter Netzausbaumodelle und -dienste. Mit großen Herstellern wie Alcatel, Cisco, Siecor, ÖKW etc. Als solcher bin ich vertraut mit emotionalen Phantasten genauso wie mit den ewig gestrigen. Und ich hätte hier statt eines Links, der mehr für mitlesende Interessierte gedacht war, sicher auch Hersteller-Intranet-Links (von denen keiner etwas gehabt hätte) auswerten können.

Gruss vöxchen
 

docfred

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vöxchen schrieb:
Außer Allgemeinfloskeln finde ich in Deinem Beitrag keinen Mehrwert. Nicht mal Zitate oder Quellenangaben, über deren Qualität Du Dich bei mir genüßlich ausläßt. Je konkreter es offenbar wird, umso emotionaler fühlt sich hier der Schreiber getroffen.
Gut, du scheinst deinen Fehler also entdeckt zu haben.

Wofür willst du eigentlich Quellenangaben haben?

Zürich?
http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/meldung/82880&words=Z%FCrich

Wien?
http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/meldung/68889&words=Wien Glasfaser

...
 

vöxchen

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Außer Rhetorik erneut keine neuen Erkenntnisse - und die Heise Meldungen sind nicht gerade sehr spezifisch. Nicht mal die Tatsache wird erwähnt, dass es sich hier nicht um öffentliche, sondern PPP Modelle handelt. Interessant ist auch hier (Beitrag Wien), dass Dienste offenbar sowenige zur Verfügung stehen, dass etablierte Betreiber und Diensteinhaber die Abwanderung fürchten. Auch das stand in meinem Beitrag weiter oben.

Ein PON, von mir aus öffentlich errichtet, würde nämlich die Aufmekrsamkeit darauf richten, dass nur mit Diensten und Inhalten Geld zu verdienen ist, nicht aber mit der Infrastruktur selbst. Was überall abläuft ist, dass Dienste die Infrastruktur finanzieren.

Um Quellen und Links habe ich deshalb gebeten, um substanzierte Aussagen zu erhalten und nicht nur irgendwelche Meinungen. Heise fügt dem nichts, aber auch gar nichts hinzu. Wenn bislang außer emotionalen Äußerungen Deinerseits irgendetwas verwertbares oder neue Erkenntnisse dagewesen wären, hätte ich das gern zur Kenntnis genommen, so abwertend Du Dich auch über mich geäußert hast. Damit kann ich umgehen.

Gruss vöxchen
 
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docfred

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Achso. Diese Beiträge belegen also nicht, dass FTTH-Netze woanders durch die Öffentliche Hand forciert und zum Teil auch finanziert werden? Na dann ist's ja gut.
 

vöxchen

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Wenn man sich den Thread von weiter oben bis hierher durchliest, ist man geneigt zu folgendem Schluß:

Erst wird kräftig auf die angeblichen Schläfer bei Alcatel, Siemens & Co draufgehauen. Oh, es gibt Widerspruch. Gut, neuer Versuch. Jetzt auf FTTH subventionierte Netze drauf, werden ja überall nur öffentlich subventioniert gebaut. Oh, bei Telekom schon 1990-1994 gebaut ohne öffentliche Subventionen? Wieder daneben. PPP ist was ganz anderes als öffentliche Investionen? Mist. Nebenbei noch die technische Kompetenz ins Lächerliche ziehen. Technische/inhaltliche Gegenargumente keine. Zu guter Letzt wird aus "öffentliche Hand investiert" nur noch "öffentliche Hand forciert und finanziert teilweise". Interessanter Rückzieher.

Total Cost of Ownership für ein PON ist niedriger als ein VDSL-Netz- dies sollte als Entscheidungsgrundlage reichen, die richtige Investition zu tätigen. Aber damit würden ja mittelfristig die Wartungsleute für die VDSL-Kästen übrig sein. France Telekom (nicht gerade ein europäischer Frontrunner) wird belächelt, nur bis 2012 1 Mio Anschlüsse FTTH ausbauen zu wollen. Warum wohl? Weil die Killerapplikation, also die Nachfrage wahrscheinlich fehlt. Ansonsten müssen auch die Franzosen (noch viel mehr als wir) aus sozialen Gründen die Wartungsleute weiter beschäftigen. Wenn irgendein Dienst sichtbar wäre außer dem 2.000sden TV-Kanal (den keiner haben will oder nix dafür bezahlen will), der nach dieser Bandbreite auch im privaten verlangt, wäre der Ausbau um einiges schneller. Es ist auch nicht damit zu rechnen, dass man einen höheren Status nach außen erlangt, wenn man an seine Haustür "VDSL inside" nagelt.
Mich erinnert das an die die Aussagen im TK-Jahrbuch der Telekom 1984, man wolle bis 2000 die letzte Fernvermittlungsstelle digitalisieren und bis 2030 die letzte Ortsvermittlung. Doch dann kam die Wiedervereinigung 1990 als Infrastrukturausbauprogramm und Spiegel der niedrigeren Betriebskosten eines digitalen Netzes und das Internet als Dienst. Seit 1997 ist das Netz nun volldigital.

@ Admin
Thread kann mangels neuer Sachinhalte geschlossen werden.

Gruss vöxchen

PS. Wenn nicht nicht allzusehr irre, hattest Du in Deiner Signatur bis heute früh etwas von "T-DSL16000 volle Sync","VDSL25 und T-Home im Anmarsch" zu stehen. Das fehlt jetzt... ?
 
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