Einige grundlegende Fragen......

sytarp

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10 Nov 2012
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Hallo,
hoffentlich werde ich jetzt nicht virtuell gesteinigt - aber ich habe keinen Bereich gefunden, in dem ich meine Fragen stellen könnte - und auch keine Antworten bisher dazu gefunden.
Ich muss mich neu mit IP-Telefonie im privaten Bereich auseinandersetzen. Bisher habe ich ISDN mit einem analogen Telefonnetz dahinter (über eine Auerswald-Anlage) und DSL mit WLAN bwz. verlegten Kabeln. Durch einen Umzug in einen Neubau habe ich ein gewisses Problem: In den Zimmern befinden sich keine Telefonkabel und es nicht erwünscht welche zu verlegen (also fällt die bisherige Lösung weg) - aber in jedem Zimmer findet sich ein Computeranschluß (die sind eine einem Raum zusammengeführt, in dem der Router platziert werden kann). Ich benötige 3 Rufnummern (1 Familie, 1 Tochter und ein Fax). Soweit ich das kapiert habe, geht die Telefonie auch über das Computernetz. - Als Telefonanbieter wird die Telekom bevorzugt, aber in keinem der Telekom-Shops konnte mir bislang jemand meine Fragen kompetent beantworten. Als Router würde ich (nachdem was ich bisher gelesen habe) eine Fritzbox 7390 nehmen. da ich keine Geräte mieten will. Mir ist noch nicht klar, wie die Geräte (Telefone, Fax) in das Computernetz eingebunden werden. Können Telefone auch über das LAN/WLAN eingebunden werden (naürlich meine ich nicht die analogen Geräte, sondern kann ich an eine verlegte Kabelbuchse auch ein Lan-fähiges Telefon hängen - und braucht das dann eine feste IP)? Verträgt die Fritzbox, wenn man einen Anschluß mit einer Switch für mehrere Geräte "erweitert" (ich habe nur gefunden, dass die Fritzbox über 4 Anschlüsse verfügt wie mein jetztiger Netgear, aber der kann bis zu 50 IP-Adressen vergeben/Geräte können über Switch angeschlossen werden)? Wie erfolgt die Rufnummernzuweisung (wenn das geht) zu über Lan eingebundenen Geräten? Kann man vorhandene analoge Geräte (vor allem das Fax) über eine Schnittstelle in das Netz einbinden (- da bin ich nicht aus den verschiedenen gefunden Teilen schlau geworden) ?
Trotz der DAU-Fragen würde ich mich über Hinweise zu Infos (ich habe zwar gesucht, da ich kene entsprechenden Infos gefunden habe kann es sein, dass ich nicht den richtigen Suchbegriff gefunden habe) und Antworten sehr freuen.
Viele Grüße
Dieter
 
Das geht problemlos. Zum einen kannst du DECT-Telefone direkt an der FB anmelden, dann bleibt nur das Fax.
Je nach Lage der Leitungen kannst du diese auch analog fremdnutzen. Dann bleiben die Neuanschaffungen im Rahmen. Faxgerät über LAN ist aber auch möglich. Mittels externem Switch kannst du auch ausreichend weitere Geräte anschließen.
 
ergänzend zu Hans Juergen:
IP-Telefone würde ich im Zusammenhang mit einer Fritz!Box nicht verwenden bzw. dass wäre "doppel gem.", da die Box ja als Gateway dient.
als DECT-Geräte würde ich Gigasets verwenden bzw. Fritz!Fon*, kommt auf die individuelle Gegebenheit an. *entsprechen leider nicht der gewohnten (gewünschten) AVM Qualität

bei der Neuanschaffung darauf achten, dass diese evtl. Annex-J unterstützt, da T-Com dies zwischenzeitlich bevorzugt im ADSL-Bereich schaltet.
 
Durch einen Umzug in einen Neubau habe ich ein gewisses Problem: In den Zimmern befinden sich keine Telefonkabel und es nicht erwünscht welche zu verlegen (also fällt die bisherige Lösung weg) - aber in jedem Zimmer findet sich ein Computeranschluß (die sind eine einem Raum zusammengeführt, in dem der Router platziert werden kann).
Dabei handelt es sich um die so genannte "strukturierte Verkabelung", bei der alle Leitungen auf ein Patchpanel geführt werden. Diese Leitungen kannst du natürlich auch für analoge oder ISDN-Telefone in den Räumen verwenden. Sie müssen nur am Patchpanel entsprechend beschaltet werden, z.B. mit Patchkabeln zu den Telefonanschlüssen einer Fritzbox (oder auch zu deiner vorhandenen Auerswald-Anlage).
Du kannst also deine vorhandenen Gerätschaften durchaus weiterverwenden, wenn du sie passend entsprechend deinen Bedürfnissen am Patchpanel anschließt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich dich richtig verstanden habe, hast du dich bisher nicht für einen bestimmten Anschlusstyp entschieden. Wenn dir Fax sehr wichtg erscheint solltest du echtes (!) ISDN bevorzugen, die Funktion ist sicherer als bei VoIP. Bei VDSL ist die 7390 eine gute Wahl, bei "einfachem" DSL würde ich eher die 7270 nehmen, die Berichte zum Modem der 7390 sind dabei zu unterschiedlich...
 
Vielen, vielen Dank für Euere Antworten! - Damit komme ich ein großes Stück weiter und mindert meine Bedenken. Das mit der "Umwidmung" der Kabel habe ich mir am Anfang auch gedacht, hatte dann aber das Problem, dass in mein Büro nur eine Leitung geht, ich aber Fax und Computer dort brauche und nicht unbedingt ein großer WLAN-Fan bin. Das Fax brauche ich nicht allzu oft (scannen und Mail geht meist ja auch), ich bekomme zwischen 3 und 5 mal im Monat Dokumente geschickt, die mein Gegenüber nicht scannen und per Mail verschicken kann und von daher faxt. - Vielleicht findet sich ja da eine Lösung.
Viele Grüße
Dieter
 
zwischen 3 und 5 mal im Monat Dokumente geschickt
Dafür gibt es kostenfreie Faxemfänger, die das Fax in pdf wandeln und dann an eine Mailadresse weiterleiten.
"Umwidmung" der Kabel
Hier ist die Frage, was für Kabel liegen und welche LAN-Geschwindigkeit notwendig ist. Wenn GBit (8polig) liegt aber 100MBit (4polig) reichen, dann geht beides parallel.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es liegen 8-polige Kabel ..... auf die Idee mit den 4 Adern bin ich bisher nicht gekommen - danke für den Hinweis. Kannst Du mir einen Tipp geben, welche kostenfreie Fax-Empfänger Du meinst? - in dem Punkt bin ich mit ziemlich altmodischem Wissen ausgestattet.
 
Es liegen 8-polige Kabel ..... auf die Idee mit den 4 Adern bin ich bisher nicht gekommen.

Dann vergiss die Idee ganz schnell wieder - 4-adrige Kabel sind nicht Gigabit-LAN fähig !

Du kannst einfach IP-Telefone direkt an die Netzwerk-Leitung hängen - gibts neu ab ca. 40€, oder auf Ebay ab ca. 10€ ;)

Es gibt auch IP-Fax-Geräte - oder Du besorgst dir einen VoIP-Adapter für dein bestehendes Fax-Gerät :cool:

Dazu empfiehlt sich ein Router ohne integriertes VoIP-Modem - damit hast Du keine Beschränkung in Puncto Anzahl gleichzeitiger Gespräche - auch muß dann Nichts umständlich konfiguriert werden, einfach die IP-Telefone ans Inet anschließen, und die Daten vom VoIP-Provider im Telefon eintragen :phone:
 
Dazu empfiehlt sich ein Router ohne integriertes VoIP-Modem - damit hast Du keine Beschränkung in Puncto Anzahl gleichzeitiger Gespräche - auch muß dann Nichts umständlich konfiguriert werden, einfach die IP-Telefone ans Inet anschließen, und die Daten vom VoIP-Provider im Telefon eintragen :phone:
Hatten wir das nicht schon mal?
Das ist bei all den hier lauernden Fallstricken doch eher was für Nerds. Im Alltag für Otto-Normalo hingegen bedeutet es, dass bei jedem IP-Wechsel der Anschluss entsprechend lange nicht von außen erreichbar ist, also für das Beispiel 1&1 und deren vom Provider vorgegebenen Erneuerungsintervall von 8 Std, an die sich ein gescheites IP-Telefon hält(!), ist der Anschluss im statistischen Mittel 4 Std nicht erreichbar. Bei anderen IP-Providern mit einem Renew-Poll von 30 Min bedeutet das immer noch einen Ausfall von 15 Min im Mittel pro IP-Wechsel.
Und auch ist hier zu beachten, dass pro externer IP-Adresse nur eines der IP-Fons zuverlässig für eine Nummer funktioniert. So ist es hier im Forum zahlreich für verschiedenste VoIP-Provider dokumentiert und damit auch für einen stinknormalen Nur-Anwender nicht zu empfehlen.
Empfehlenswert hingegen ist eine echte IP-Telefonanlage mit internen IP-Geräten, die alle zentral verwaltet werden, wie es eingeschränkt eine Fritzbox zu leisten vermag oder auch im für mich empfehlenswerteren Bedienkomfort eine Auerswald-VoIP-Anlage.
 
@ informerex:
Danke, dass Du meiner Unwissenheit Abhilfe geleistet hast - manchmal ist man einfach zu blind um die richtigen Suchbegriffe zu finden - das sieht ja einfacher aus, als ich es mir vorgestellt habe!

@ Forum - danke für die weiteren Hinweise!
 
@ Novice : überlesen ?

Als Telefonanbieter wird die Telekom bevorzugt,

Bei den Telekom IP-Anschlüssen gibt es keine tägliche Zwangstrennung mehr - man kann bis zu 120 TAGE am Stück online bleiben :cool:

Standard-Intervall bei der Telekom sind übrigens 300 Sekunden (5 Minuten).

Edit :
Und auch ist hier zu beachten, dass pro externer IP-Adresse nur eines der IP-Fons zuverlässig für eine Nummer funktioniert.

Keine Ahnung wie das bei AVM-Routern ist (sind bei mir alle in der E-Schrott-Kiste gelandet) - mit Routern ohne integriertes VoIP-Modem kann man beliebig viele IP-Telefone mit beliebig vielen Accounts ZUVERLÄSSIG betreiben - diese Router machen keinen Unterschied ob es ein PC oder ein IP-Telefon ist, b.z.w. über welchen Port der Traffic läuft, und am PC landen die Anfragen ja auch immer beim richtigen Clienten ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
@Gottseth: Langsam wissen wir ja alle, dass du IP-Telefon-Freak bist. Aber bevor die hier postest solltest du richtig lesen!
Wenn GBit (8polig) liegt aber 100MBit (4polig) reichen, dann geht beides parallel.
So war meine Aussage in #7. Alles andere musst du dem TO überlassen. Nicht jeder braucht GBit-LAN. Dafür ist diese Lösung sowohl die preiswerteste, da praktisch alle bisherigen Geräte weiterbetrieben werden können, als auch die für den Normaluser am Besten zu handelnde. Und bisher ist auch nicht klar, ob nicht doch weiterhin echtes ISDN gewünscht ist (gewisse Vorteile sind ja weitgehend unbestritten), dann ist deine Lösung völlig daneben.
 
@ Novice : überlesen ?
Nein, aber ich habe mal weiter gedacht, als nur bis zu dem momentan angedachten Provider. Gerade VoIP bietet ja Möglichkeiten, alle möglichen anderen Provider mit ins Boot zu holen.
Also sollte man die Randbedingungen auch schon im Vorfeld beachten, bevor man sie später vergisst und sich über mangelnde Erreichbarkeit wundert.
Bei den Telekom IP-Anschlüssen gibt es keine tägliche Zwangstrennung mehr - man kann bis zu 120 TAGE am Stück online bleiben :cool:
"Können" heißt nicht, es wird für immer und jede Situation garantiert, also ist nicht der optimalste sondern der pessimistischste Fall zu betrachten.
Keine Ahnung wie das bei AVM-Routern ist (sind bei mir alle in der E-Schrott-Kiste gelandet) - mit Routern ohne integriertes VoIP-Modem kann man beliebig viele IP-Telefone mit beliebig vielen Accounts ZUVERLÄSSIG betreiben - diese Router machen keinen Unterschied ob es ein PC oder ein IP-Telefon ist, b.z.w. über welchen Port der Traffic läuft, und am PC landen die Anfragen ja auch immer beim richtigen Clienten ;)
Das ist keine Frage des SOHO-Routers sondern eine des aktuellen VoIP-Servers des Providers und deren aktuelle Handhabung der einzelnen VoIP-Clients. Wenn da nun mehrere VoIP-Fons alle unter der selben IP-Adresse die selbe MSN für sich registrieren, kannst Du wirklich dafür garantieren, dass es unter allen Umständen immer bei allen Clients klingelt, wenn diese MSN angerufen wird?
Ich könnte da meine Hand für keinen einzigen Provider ins Feuer legen. Die Erfahrungen hier im Forum zeigen, dass ich mit meiner skeptischen Einstellung richtig liege. ;)
 
Wenn da nun mehrere VoIP-Fons alle unter der selben IP-Adresse die selbe MSN für sich registrieren, kannst Du wirklich dafür garantieren, dass es unter allen Umständen immer bei allen Clients klingelt, wenn diese MSN angerufen wird?

Wenn Du mal sagen kannst, was das mit MSN zu tun haben soll - es geht doch um VoIP, und nicht um ISDN :confused:

Hier sind (wie Du evtl. schon weißt) 5 IP-Telefone, und 3 Smartphones im Einsatz, die bei insgesamt 5 Providern mit 13 Nummern registriert + mittlerweile 2 Freevoipdeal-Accounts für ausgehende Gespräche (pro Account kann man max. 5 ausgehende Nummern registrieren) - davon Manche mehrfach, so das ich auf 23 aktive Registrierungen komme (z.B. von Sipgate 4mal Free-Account) - alles läuft problemlos, und Jeder Account ist jederzeit zu erreichen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Du mal sagen kannst, was das mit MSN zu tun haben soll - es geht doch um VoIP, und nicht um ISDN :confused:
Du wirst es nicht glauben, aber analog, ISDN und auch VoIP hat eine gemeinsame Rufnummernstruktur:
Ländervorwahl & Ortsvorwahl & MSN == komplette Nummer.
Eine MSN ist nichts weiter, als die umgangssprachlich "normale" Telefonnummer ohne jegliche Vorwahl.
Zur zuverlässigen Erreichbarkeit bei mehreren IP-Fons an einem Anschluss mit der identischen MSN kannst Du hier im Forum gerne jede Menge gegenteiliges lesen. Und das ist es, worauf es bei dem normalen Kunden als schlichten Telefonnutzer ankommt.
 
Damit habe ich keine Probleme :confused:

Z.B. die US-Nummer (habe nur eine) ist an 4 Telefonen registriert - viele der anderen Nummern sind aber auch doppelt/dreifach registriert - die Telefone/Smartphones klingeln alle gleichzeitig - OK man bekommt "verpasster Anruf" angezeigt, wenn Jemand Anderes schneller war, aber das ist das einzige Problem :cool:

Welches Problem soll es denn damit geben ?
 
Hallo an alle die mir weitergeholfen haben,
nachdem die ganze Aktion jetzt vorüber ist und alles reibungslos geklappt hat: vielen Dank für Euere Geduld und das beantworten meiner Fragen. Ihr habt mir weitergeholfen und bei manchem meine Bedenken ausgeräumt.
Viele Grüße
Dieter
 
Eine MSN ist nichts weiter, als die umgangssprachlich "normale" Telefonnummer ohne jegliche Vorwahl.

ähm, nö. Eine MSN ist nur dann eine MSN wenn sie auf einem ISDN-Mehrgeräteanschluss liegt. Alles andere (außer bei Durchwahlanschlüssen) heißt schlicht Rufnummer oder auch Teilnehmerrufnummer. Nur weil einige es im falschen Kontext benutzen wird es dadurch noch lange nicht richtig...
 
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