@B612:
Ich arbeite ja bekanntlich nicht dort und auch nicht FÜR AVM. Ich weiß es also auch nicht und müßte spekulieren. VERMUTLICH wird es tatsächlich nur in den DOCSIS-Boxen verwendet in den OEM-Versionen der Firmware - das ist ja auch keine Prüfung, die fest im Gerät verankert ist, sondern eben in der jeweiligen Firmware.
Aber das scheint es hier ja dann doch nicht zu sein ... wobei mir wieder die Phantasie fehlt, was es dann noch sein könnte. Wenn sich jemand selbst als "blutigen Anfänger" bezeichnet, schrecke ich auch davor zurück, Alternativen wie SIAB für die Suche nach dem Problem vorzuschlagen. Ansonsten wäre das für mich erst mal der Königsweg - SIAB ist auch unabhängig von einem funktionierende GUI. Nur bringt das eben fast nichts, wenn man sich mit einer Linux-Shell nicht auskennt - die "geführte Fehlersuche" dauert eher seeehr lange und von dabei gemachten Fehlern, die dem Ausführenden gar nicht auffallen, kriegt man auch nichts mit ... ob sich das für eine 7490 tatsächlich noch lohnt?
Wenn schon so simple Änderungen wie ein Umsetzen von
linux_fs_start nicht funktionieren, wird es ja "komisch" (immer unter der Annahme, daß alle Aktionen jeweils komplett ausgeführt, korrekt geprüft und "dokumentiert" wurden - was ich jetzt mal voraussetze). Allerdings ist ja auch bekannt, daß der MS-FTP-Client nun mal nicht das geeignete Werkzeug ist, um mit EVA zu kommunizieren, denn der läßt sich - gerade wenn ein GETENV dabei ist - ja auch gerne mal von der Protokollverletzung seitens EVA (bei mehrzeiligen FTP-Antworten, wie es beim GETENV nun mal der Fall ist) irritieren und zeigt dann im Terminal nur noch Mist an.
Ich würde - ohne exakte Kenntnis, was zwischendrin noch so alles unternommen wurde und welche "Geschichte" die Box ansonsten noch hat - auch nicht einfach
firmware_version wieder auf irgendetwas anderes setzen ... zumindest in dem aktiven Slot ist ja jetzt vermutlich eine "normale" AVM-Firmware installiert.
Das Recovery-Programm sollte auch alle Additive und vorher vorhandenen Einstellungen gelöscht haben - wenn man das nicht (was mancher in seiner Panik dann eben doch macht) viele Male nacheinander laufen läßt, sollte sich im FTP-Protokoll dieses Programms ja auch noch finden lassen, wie der Dialog bei der Installation der Firmware aussah - außerdem findet man dort dann auch noch (sofern beim "ersten Versuch" noch ein Additiv vorhanden war und das Recovery-Programm sich weigerte) die alten Inhalte des Environments - das Recovery-Programm speichert ja bis zu 20 von diesen Dateien.
Wenn man das ursprüngliche Branding herausfinden kann (dazu müßte man eben schauen, ob es noch eine entsprechende
environment.log im Windows-System gibt - wo die zu finden ist, habe ich im "Recovery-Thread" erklärt), könnte man zwar darüber nachdenken, ob im anderen Slot noch eine ältere Firmware-Version mit diesem Branding stehen sollte oder nicht.
Ich würde mir davon aber nicht zu viel versprechen, weil es ja wohl doch mehrere Recovery-Versuche gab und solange man nicht weiß, ob dabei "beide" Slots jeweils mind. einmal beschrieben wurden, ist das einigermaßen unwahrscheinlich, daß es noch ein funktionierendes System gibt.
Ansonsten war mit dem "Ausschalten" der Box zwischen FTP-Session und Recovery-Programm auch klar, daß die Änderung dann doch permanent war ... damit fällt mir aber auch kein (halbwegs plausibler) Grund mehr ein, warum das GUI nicht arbeiten sollte, wenn der Rest paßt (keine Hardware-Schäden) und beim
rootfs in einem SquashFS-Image kann man auch zu früh abgebrochene Flash-Vorgänge ausschließen, weil wichtige Daten am Ende des Images stehen und ohne die tatsächlich die Box (wegen des fehlenden
rootfs) in einer (recht kurzen) Bootschleife landen würde.
Da fällt mir dann auch nur noch die Empfehlung ein, sich jemanden im Bekanntenkreis zu suchen (oder sich die Kenntnisse selbst anzueignen), der mit einer Linux-Shell umgehen kann - dann könnte man mit ein paar gezielten Hinweisen (aber deutlich unterhalb der Schwelle einer "geführten Fehlersuche") beim Ermitteln der Ursache helfen.
Allgemein noch als Ergänzung zur Frage, ob eine Einstellung nun "fest" ist in EVA oder nicht:
Mit neueren Boot-Manager-Versionen kann man sich den Inhalt des Konfigurationsbereichs in EVA auch anzeigen lassen:
https://github.com/PeterPawn/YourFr...16c74fd84c01cc0ab/bootmanager/bootmanager#L75 - dazu muß man nur zu einer Shell kommen (bei einer 7490 ja kein Problem, da kann man jederzeit SIAB "injizieren"), die Datei irgendwie auf die Box bringen (braucht bei originaler AVM-Firmware dann
httpsdl und die URL für den "raw content" des Skripts
NACH der letzten HTTP-Umleitung(EDIT: das hat AVM ja mittlerweile doch im Griff und Redirections sind auch für
httpsdl nicht länger ein Problem) - das ist im "modfs"-Thread weiter hinten irgendwo beschrieben) und sie dann passend aufrufen (
sh bootmanager show_eva_cfg) - das würde dann etwa so aussehen auf einer 7490:
Rich (BBCode):
~ # pwd
/
~ # cd /var
/var # httpsdl -n https://raw.githubusercontent.com/PeterPawn/YourFritz/main/bootmanager/bootmanager
ok
/var # ls -l /var/bootmanager
-rw-r--r-- 1 root root 118634 Apr 1 11:53 /var/bootmanager
/var # sh /var/bootmanager show_eva_cfg
>>>> fixed values from EVA configuration <<<<
maca=08:96:D7:6E:9A:xx
macb=08:96:D7:6E:9A:xx
macwlan=08:96:D7:6E:9A:xx
macwlan2=08:96:D7:6E:9A:xx
macdsl=08:96:D7:6E:9A:xx
usb_board_mac=08:96:D7:6E:9A:xx
usb_rndis_mac=08:96:D7:6E:9A:xx
HWRevision=185
HWSubRevision=3
ProductID=Fritz_Box_HW185
SerialNumber=0000000000000000
annex=B
usb_device_id=0x0000
usb_revision_id=0x0000
usb_manufacturer_name=AVM
>>> default values from EVA configuration <<<
firmware_version=1und1
wlan_key=<many digits>
/var #
- alles zwischen rot und grün ist "fest", das nach grün sind nur Standardwerte, die durch Einstellungen im TFFS überschrieben werden können.