[Frage] FB 7270 als Access Point und DECT erweiterung nutzbar?

tennisgott69

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Hallo.

folgende situation. Im keller habe ich eine FB Medell 7360 im einsatz. An dieser FB ist ein Simens DECT Tel. Angemeldet. In den 1 stock habe ich ein netzwerk kabel gezogen, um dort mehrer geräte über LAN mit der FB zu verbinden. Das Problem ist jedoch das die Reichweite der DECT Verbindung nicht ausrecht um überall im haus störungsfrei zu telefonieren. Das gleiche betrifft alle WLAN geräte wie z.b IPhone u. IPad.

Ich möchte daher eine zweite FB 7270 (die ich ebenfalls besitze) als Access Point an die bestehende LAN anbindung im wohnzimmer installieren. Daran will ich dann alle LAN geräte anschließen und auch die WLAN Reichweite solte sich eigendlich erhöhen.

Aber wie sieht es hier mit der DECT reichweite aus. Wird diese ebenfalls erhöht. Und wie muss ich die FB 7270 hierfür einstellen.
Ist dies mit einem Gerät zusammen überhaupt machbar?

Ich würde mich über hilfestellung freuen.

Gruß
 
Wenn du im Keller nichts brauchst, dann kannst du das DSL bis in den 1. Stock verlängern und dort die FB 7360 aufstellen.
 
Die Erweiterung des WLANs ist kein Problem. Einfach die FritzBox bei der ersten als Client über LAN1 anmelden und WLAN einrichten bezüglich SSID und Verschlüsselung (WAP2). Bei der Telefoniekopplung gibt es mehrere Möglichkeiten. Einerseits den Einsatz als DECT-Repeater. Das setzt voraus, dass die FritzBox die Keller-Box per DECT sieht. Über die Kabelverbindung ist ein Repeater-Betrieb nicht möglich. Was aber möglich ist, ist der eigenständig Betrieb als DECT-Basis für die Mobilgeräte im Wohnbereich. Hiermit sollte sich ein brauchbare Abdeckung ergeben (obwohl ich beim FritzBox DECT wegen grenzwertiger Erfahrungen so meine Zweifel habe). Einfach mal ausprobieren, ob es reicht.

Für die Telefonie-Kopplung gibt es nun zwei Möglichkeiten. Die eine ist die Kopplung per SIP-Registrar. Hier sind in der Kellerbox die SIP-Registrare (VoIP-Server-Accounts) einzurichten und die Wohnungsbox daran anzumelden und die Mobilgeräte entsprechen zuzuordnen. Jetzt kommt es darauf an, wie Du überhaupt Dein Telefoniesignal erhältst. Ist das auch VoIP, halte ich persönlich die zweite VoIP-Strecke zwischen den FritzBoxen nicht gerade für optimal (zweimalige Wandlung des Telefoniesignals auf VoIP). Besser wird das Signal dadurch nicht. Alternativ kann man auch die Accounts direkt in der zweiten Box registrieren. Allerdings ist das wegen des NAT der ersten Box etwas tricky, aber kein unlösbares Problem.

Ich persönlich würde für die Kopplung eine ISDN-Verbindung einsetzen (auch wenn das Amt nicht ISDN ist, also analog oder VoIP; die FritzBox setzt das entsprechend um). Hierdurch entfällt eine weitere Wandlung des Signals auf das verlustbehaftete VoIP. Die Voraussetzungen hast Du dazu schon, denn 100MBit-Ethernet benötigt von Deinem gezogenen Netzwerkkabel nur vier Adern und ISDN könnte die anderen belegen. So ließe sich die bestehende Kabelverbindung doppelt nutzen. Entsprechende Kabelsharingadapter, die beide Signale auf ein Kabel zusammenführen gibt es im Elektronik-Versandhandel (z.B. bei Polling Bestellnummer: 721 961 zu je 3,50 EUR, beim großen C kannst Du auch das Vier- bis Fünffache hinlegen). Du benötigst zwei Stück davon. Einen zum Zusammenführen der Signale auf ein Kabel und einen wieder zum Auftrennen. Gegebenenfalls, benötigst Du noch zwei RJ45-Verbinder, um diese Adapter an das Kabel anzuschließen, solltest Du ein normales konfektioniertes Netzwerkkabel gezogen und keine Wanddosen gesetzt haben. Die Box in der Wohnung ist dann ganz einfach wie an einem ISDN-Anschluss anzuschließen und einzurichten und die Rufnummern den Mobilgeräten zuzuweisen (identisch wie bei der VoIP-Kopplung). Abhängig von der Kabellänge müsstest Du das ISDN-Signal noch terminieren (Abschlusswiderstände). Aber auch dafür gibt es Zwischenstecker, die das erledigen.

Gruß Telefonmännchen
 
Ich persönlich würde für die Kopplung eine ISDN-Verbindung einsetzen (auch wenn das Amt nicht ISDN ist, also analog oder VoIP; die FritzBox setzt das entsprechend um). Hierdurch entfällt eine weitere Wandlung des Signals auf das verlustbehaftete VoIP.
Dazu bräuchtest du aber eine Fritzbox mit einem internen S0-Bus im Keller. Die vorhandene Fritzbox 7360 hat den nicht.
Ich sehe auch nicht, dass das VoIP-Signal in jedem Fall umcodiert wird, wenn es intern per SIP weitergeleitet wird.
 
Ich habe mich da blenden lassen und dachte nicht, dass die 7360 so kastriert ist (habe gerade mal nachgeschaut). Dann bleibt wirklich nur eine Kopplung per VoIP. Die Amtsbox packt für die interne Verwaltung die VoIP-Daten schon mal aus, und die SIP-Registrare sind als eigenständige Telefoniegeräte eingerichtet, die auch Anrufe von anderen Medien (analog oder ISDN entgegennehmen können - zumindest an Boxen die entsprechende Anschlüsse haben). Ob dann der VoIP-Stream umcodiert wird oder nur durchgeschoben, entzieht sich auch meiner tieferen Kenntnis, aber der Aufbau legt den Verdacht der De- und Recodierung nahe. Leute, die so was im Einsatz haben, können ja mal die verwendeten Codecs für die interne und externe Verbindung vergleichen. Gibt es dort einen Unterschied, dann ist es offensichtlich. Gibt es keinen, ist das aber noch lange kein Hinweis darauf, dass nicht umcodiert wird. Vielleicht wird auch einfach nur der gleiche Codec verwendet. Man könnte das auch tiefer analysieren, aber das lohnt den Aufwand nicht. Der Königsweg wäre in diesem Falle wirklich die Registrierung der VoIP-Provideraccounts in der Client-Box und Zuweisung zu den angemeldeten Mobilgeräten.

Gruß Telefonmännchen
 
Hallo,

erst einmal danke für die infos. aber vielleicht muss ich hier nochmals einige dinge erklären.

1. das umstellen der FB im Keller geht nicht, da das telefon u. WLAN im Garten auch gehen soll. wenn ich nun die FB in den Ersten Stock stelle habe ich weder DECT noch WLAN im Garten.

2. Ab nächster woche sieht die konstelation wie folgt aus. Mein DSL wird von der firma Inexio freigeschaltet. Darin ist enthalten der DSL anschluß und ebenfalls eine Telefon Flat ins Festnetzt.

3. Für die anrufe in Handynetze und Nach Russland (meine Frau ist Russin) habe ich einen Personal-VOIP account. da Inexio hier viel zu teuer ist.

ich wollte daher meine FB so Konfigurieren:

1. Festnetz = Inexio
2. Mobil u. Russland = personal VOIP.

Die FB hat auch definitiv keinen So BUS. Dadurch scheidet die ISDN Variante aus. Deswegen ist jetzt immer noch die frage wie ich hier am besten die reichweite erhöhen kann.

Gruß, Thorsten

Ich würde mich weiter über hilfe freuen.
 
Deswegen ist jetzt immer noch die frage wie ich hier am besten die reichweite erhöhen kann.
Na wie oben schon angeführt mit der Kopplung einer zweiten FritzBox per SIP an die untere und Anmelden der Geräte an diese zusätzlich und dann die Handgeräte auf "beste Basis" stellen (wenn sie das denn unterstützen, das ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich). Seamles Roaming geht in der Konstellation zwar nicht (weil kein Repeating aktiv ist), aber wenn man telefoniert, muss man ja nicht im ganzen Haus rumlaufen. Wenn Du dann im Garten bist, bucht sich das Mobilgerät in die DECT-Basis der Kellerbox ein. Der Rest in Standard.

Gruß Telefonmännchen
 
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