EU Data Act als Hintergrund
Auffällig ist der Verweis auf den EU Data Act. Die Verordnung regelt unter anderem den Zugang zu Daten, die bei der Nutzung vernetzter Produkte und Dienste entstehen. Hersteller müssen transparenter machen, welche Daten anfallen, wie Nutzer darauf zugreifen können und unter welchen Bedingungen sie diese Daten übertragen oder löschen lassen können. Vor diesem Hintergrund kann die neue Vereinbarung auch als rechtliche Aufräumarbeit verstanden werden. FRITZ! beschreibt detaillierter, welche Gerätedaten entstehen, welche Zwecke dahinterstehen und welche Steuerungsmöglichkeiten Nutzer haben. Das wirkt auf den ersten Blick wie eine neue Datensammel-Offensive, kann aber auch mit den neuen Transparenzpflichten zusammenhängen. Trotzdem bleibt die Kommunikation entscheidend. Wer nach einem Router-Update plötzlich eine umfangreiche Vereinbarung zur Datennutzung sieht, reagiert schnell skeptisch. Gerade AVM hatte über Jahre ein Image als vergleichsweise vertrauenswürdiger deutscher Routerhersteller. Mit dem neuen Eigentümer und der Umfirmierung zu FRITZ! GmbH schauen viele Nutzer nun genauer hin.