Fritzbox und danach oder Ersatz für Telefonanlage

devilsadvocate

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Hallo zusammen,

ich habe bisher eine Fritzbox 7390, an deren s0-bus eine T-Concept Telefonanlage mit 4 analogen Endgeräten ihren Dienst verrichtete. Bei dem Anschluss handelt es sich um einen ISDN-Anschluss.
Die Schleife durch die Box habe ich gemacht, um die praktische Faxfunktion der Box nutzen zu können.
Nun scheint die inzwischen bestimmt 12 Jahre alte Telefonanlage so langsam aber sicher unter altersbedingten Ausfallerscheinungen zu leiden.
Beispielsweise bekomme ich teilweise keine Amtsleitung. Wenn ich den Hörer abhebe und wähle, dann wird das wählen teilweise einfach ignoriert oder einzelne Ziffern werden nicht angenommen.
Den Ton höre ich allerdings am Telefon.
Jetzt habe ich mir gedacht, daß ich die alten Telefone (ausnahmslos schnurgebunden) gerne direkt an die Fritzbox anschließen würde. Leider hat diese nur 2 Anschlüsse für analoge Endgeräte.
Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich folgende Anforderungen habe:
1. Uneingeschränkte interne Kommunikation (evtl. Konferenzschaltungen)
2. Nutzung der Fritzbox-internen virtuellen Geräte (Fax, AB)
3. Übermittlung der Anrufernummern auf die jeweiligen Endgeräte
Jedes Telefon ist sowohl per Telefonkabel, als auch per Netzwerkkabel erreichbar.
Es gibt folglich auch in Richtung VOIP keine Denkverbote.

Für Eure Vorschläge bedanke ich mich bereits im Voraus.
Beste Grüße
 
ein (verkürzter) PoR aller Geräte/Anlagen mal durchführen. (=Geräte mal stromlos machen)
evtl. prüfen ob es für T-Concept noch Firmware gibt
in jedem Fall mal Werksreset und neu einrichten

Alternative 1: die T-Concept entfernen und statt kabelgebunden, lediglich noch Handgeräte verwenden (am internen DECT der F!B) *
Alternative 2: gleiche T-Concept bei ebay kaufen ;-)

für weitere Alternative sollte man mehr Details haben, zwecks Nutzung bsw. Büro, Privat, wieviele Gespräche gleichzeitig usw.

* sowohl Privat, wie auch im Büro verwende ich ausschließlich schnurlose Geräte.
 
Hallo Infomerex,
Danke für Deine Antwort.
Allerdings kommen Kabellose Telefone für mich nicht in Betracht.
Ich mag es einfach, wenn die Dinge ordnungsgemäß verkabelt sind und man nicht ständig nach Batterien, Akkus und ähnlichem Mist schauen muss.
Es handelt sich um einen privaten Anschluss.
Nachdem es sich um einen normalen ISDN-Anschluss handelt gibt es maximal 2 Gespräche gleichzeitig.
Gibt es denn beispielsweise eine preiswerte Möglichkeit, die analogen Telefone als Voip-Geräte zu betreiben?
 
Gibt es denn beispielsweise eine preiswerte Möglichkeit, die analogen Telefone als Voip-Geräte zu betreiben?
Ja, mit einem VoIP nach Analog Konverter. Das günstigste Gerät dieser Klasse heisst Fritzbox. Wenn du auf uneingeschränkte interne Kommunikation Wert legst, kommt eigentlich nur die Lösung externe TK-Anlage am ISDN-Bus der Box in Frage - und alle Telefone an die TK-Anlage anschließen. Bei einem "Mischbetrieb" funktioniert das zwar auch, oft aber nur mit Klimmzügen.
 
Jetzt habe ich mir gedacht, daß ich die alten Telefone (ausnahmslos schnurgebunden) gerne direkt an die Fritzbox anschließen würde. Leider hat diese nur 2 Anschlüsse für analoge Endgeräte.
Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich folgende Anforderungen habe:
1. Uneingeschränkte interne Kommunikation (evtl. Konferenzschaltungen)
2. Nutzung der Fritzbox-internen virtuellen Geräte (Fax, AB)
3. Übermittlung der Anrufernummern auf die jeweiligen Endgeräte
Jedes Telefon ist sowohl per Telefonkabel, als auch per Netzwerkkabel erreichbar.
Alle Anforderungen erfüllt eigentlich nur eine neue Telefonanlage, die die alte T-Concept Anlage ersetzt (und genauso an die Fritzbox angeschlossen wird wie diese). Die Telefoniefunktionen der Fritzbox selbst sind an manchen Stellen nur mit Einschränkungen nutzbar. Beispielsweise ist die Abschaltung der automatischen Amtsholung nur an den beiden analogen Nebenstellen möglich, das Rufnummern-Konzept ist verwirrend und die Nutzung der Fritzbox-Komfortfunktionen ist manchmal schwierig, weil sich die dafür vorgesehenen Codes wegen der enthaltenen '**' mit manchen Geräten entweder gar nicht oder nur umständlich wählen lassen (dieser Nachteil würde entschärft, wenn sich die automatische Amtsholung auch bei ISDN- und SIP-Nebenstellen deaktivieren ließe, was aber wie erwähnt nicht möglich ist).

Falls du mit den genannten Nachteilen leben kannst und auch weiterhin nur 4 analoge Nebenstellen zum Einsatz kommen, würde ich einen einfachen ISDN-a/b-Adapter einsetzen (Achtung: bei Erwerb eines Gebrauchtgeräts darauf achten, dass die Rufnummernanzeige CLIP unterstützt wird). Der Adapter wird an den internen S0 der Fritzbox angeschlossen und bedient 2 analoge Nebenstellen. Die beiden anderen analogen Nebenstellen kommen direkt an die Fritzbox. Damit sind schonmal die von dir genannten 3 Anforderungen erfüllt. Man muss allerdings beachten, dass zum Aufbau eines Interngesprächs von einem Telefon am Adapter zu einem Telefon an der Fritzbox die Rufnummer **1 bzw. **2 gewählt werden muss. Der Adapter muss in der Lage sein, die beiden Sternchen an die Fritzbox weiterzugeben (sog. Keypad Mode). U. u. müssen dazu weitere Zeichen vorgewählt werden, z. B. '*#'. In diesem Fall lautet die komplette Rufnummer *#**1 bzw, *#**2. Manche Adapter beherrschen den Keypad Mode auch gar nicht, dann sind sie ungeeignet.

Statt des ISDN-Adapters kann man auch wie bereits von chked geschrieben einen VoIP-Adapter verwenden (dazu lässt sich z. B. eine zusätzliche Fritzbox einsetzen) und einige Nebenstellen als SIP-Nebenstellen an der 7390 anmelden. Dafür gelten aber dieselben Hinweise wie für den ISDN-Adapter. U. a. muss der Keypad Mode unterstützt werden, sonst kann man keine Interngespräche zwischen SIP- und analogen Nebenstellen führen.

Grüßle

Der Mikrogigant
 
Falls du zu einer neuen Anlage greifen möchtest kann ich die Compact 3000 ISDN von Auerswald sehr empfehlen , für bis zu 4(6) Analoge Telefone und beitet nen menge tolle Features zu nem absoluten Hammerpreis
 
Generell ist eine "richtige" Telefonanlage hinter der FBF schon ein richtiger Weg. Ich selbst mag z.B. die Auerswald Commander Basic (Vollausbau: 8 * ISDN + 16 * analog + 2 * Tür) und baue auf der Basis gerade ein System auf.
Da bis zu 4 der ISDN-Ports als Eingang schaltbar sind, kann ich mehrere, auch alte (z.B. FBF 5012) FBF nutzen, um VoIP-Kanäle bereit zu stellen.

Aber zum Thema "Ausfallerscheinungen": Ich habe schon so manche alte Telefonanlage gehabt, bei der nach der langen Zeit schlicht Kondensatoren für ein paar Cent ausgetrocknet waren. So 1-2 € insgesamt (die Großen der Spannungsstabilisierung auf jeden Fall, dazu noch einige mittlerer Größe). Schwupps lief die Anlage wie neu. Schau doch mal in die Anlage rein, ob sich da schon Deckel von ElKos gewölbt haben.
Der Autausch ist quick&dirty für jeden möglich, der weiß, an welchem Ende der Lötkolben heiß wird.
Anlage vom Strom nehmen, Platine ausbauen, Kondensatoren auslöten (merken, an welcher Stelle welcher Wert war), neue Kondensatoren einlöten, fertig.

In einem Fall war es mal eine spezielle Anlage von Siedle, wo alleine das Türinterface 100€ gekostet hatte (und nirgendwo anders verwendbar gewesen wäre). In dem Fall zwi Kondensatoren á 68Cent getauscht und die lief einwandfrei (vorheriges Fehlerbild: Brummen)
 
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