@Ldwg2002
Die Inhaus-Versionen sind für die User am anderen Ende - als dem Anfang - der Box-Lebens-Zyklen so interessant, weil eben regelmäßig in den ersten Monaten nach Verkaufsstart noch massive Probleme und teilweise Funktionseinschränkungen (Stichwort fehlender Energiemonitor) bestehen.
Bislang waren Inhaus-Versionen dann eine gute Lösung, um mit dem oftmals noch zur vollen UVP erworbenen Produkt schneller an den etablierten Funktionsumfang zu kommen. Die 5690 Pro lag zu Anfang noch bei Phantasiepreisen jenseits der UVP (379 Euro!) und ging für 400 bis 500 Euro bei manchem Wiederverkäufer über den Tisch.
Die AVM-Logik, zunächst die Volumenmodelle neu zu versorgen, ist ja verständlich. Bug-Fixing sollte aber gerade bei neuen Boxen höher priorisiert werden. AVM kann sich bislang allerdings darauf verlassen, dass wir Durchgeknallten Early-Investors (angesichts der Preise die bessere Formulierung als Adoptors) auch bei schleppender Bugfixiing- / Labor- / Release-Politik dabei bleiben.
Aber bitte: dann gebt uns doch einen unkomplizierten Zugang zum Inhaus, statt hier mit Reingeflüster einen Druck aufzubauen.
Vorschlag:
In einer der kommenden Inhaus-Versionen mit einem Dialog beginnen, der direkt nach der Installation beginnt und der für zunächst 2 Minuten nicht wegklickbar ist und der (siehe Punkt 3) ein paar wesentliche Maßnahmen verpflichtend macht:
"Hallo,
wir haben festgestellt, dass Sie eine Entwickler-Version auf Ihrer FRITZ!Box installiert haben. Wir freuen uns, dass Sie damit schnellen zur Weiterentwicklung beitragen wollen. Dennoch müssen wir vorab sicherstellen, dass Sie die Vor- und Nachteile der Entwicklerversionen akzeptieren.
1. Datenschutz
Um bestmöglich weiterentwickeln zu können, sendet eine FRITZ!Box mit Inhaus-Firmware neben den Fehlerberichten auch Verbindungsdaten von WLAN, DECT und Internetverbindung an AVM und speichert diese in Form eines Nutzerprofils. Persönliche Daten sind darin nicht enthalten.
2. Stabilität
Da sich die Inhaus-Firmware in der Entwicklung befindet, kann es immer wieder dazu kommen, dass einzelne Geräte Probleme im Zusammenspiel mit der FRITZ!Box haben oder dass das Betirebssystem in einzelnen Nutzungsszenarien instabil wird. Wir lernen aus diesen Fehlern und Problemen und das beschleunigt die Entwicklung.
Daher raten wir aber auch davon ab, die FRITZ!Box mit Inhaus-Versionen zu betreiben, wenn Ihnen ein stabiler Betrieb wichtig ist und Sie nicht bereit sind, auch einige Stunden bis hin zu einem Tag dafür zu verwenden, die Box zurückzusetzen. Wir raten dringend davon ab, Inhaus-Versionen in Haushalten einzusetzen, in denen die Internetverbindung oder Telefonverbindung z.B. für Notfall-Systeme für Senioren benötigt wird!
3. Sicherheitsvorkehrungen für den Ausfall
Wenn Sie nun die Installation der Inhausversion starten wollen, absolvieren Sie die nächsten Schritte, um für Fälle vorbereitet zu sein, die das Zurücksetzen der Box erforderlich machen können."
Danach sollte ein Notfall-Recovery-Stick (NRS) erstellt werden.
a) Aufforderung, einen USB-Stick anzuschließen
b) Aufforderung, mindestens einmal eine Konfguration in der letzten verfügbaren Releaseversion vorzunehmen.
Wichtig: keine Inhaus lässt sich ohne vorherige Basiskonfiguration vom letzten Release aus installieren.
c) Sicherung der Basis-Konfiguration auf dem Stick
d) Download der Release-Version auf den Stick
e) Download der Recovery-Version auf den Stick
Organisatorisch:
Ausschließlich in Inhaus-Versionen sollte der Startvorgang eine Routine umfassen, bei der nach einem angeschlossenen USB-Stick gesucht wird und der Neustart der Box um 5 Minuten Auswahlzeit verzögert wird, wenn der Notfall-Recovery-Stick angeschlossen ist.
In dieser Zeit sollte eine Auswahloption gezeigt werden, ob der Sprung zurück zur Release-Version gewünscht ist oder der Startvorgang mit der Inhaus-Version fortgesetzt werden soll.
Wichtig:
Mit angeschlossenem NRS und installiertem Inhaus geht die Box auf Nutzerwunsch dann auf die Partition mit der Releaseversion und Grundkonfiguration.
Erfolgt keine Auswahl, setzt die Box den Startvorgang mit der Inhaus fort.
Ohne angeschlossenen NRS startet die Box nach normaler Logik mit dem installierten Inhaus-Hauptsystem.
Failsafe:
Falls jemand eine Releaseversion installiert hat und den NRS angeschlossen hat, ignoriert die Box den NRS und bootet immer das Release-System.
Grundsätzlich sollte im laufenden Entwicklungszweig ein Update von Inhaus auf Inhaus ohne Sicherungsprozess ablaufen können. Es sollte aber stets dafür gesorgt werden, dass nach einer Release-Veröffentlichung und mit Beginn eines neuen Entwicklungsabschnittes der Einstieg nur mit einer vorherigen NRS-Erstellung funktioniert.
Goodie oben drauf:
Wenn eine FRITZ!Box mit dem Releasesystem startet und ein NRS-Stick angeschlossen ist, wird im Update-Bereich angezeigt, wenn eine Inhausversion verfügbar ist. Idealerweise mit einem Hinweis:
"Ein neuer Inhaus-Zyklus ist gestartet. Bislang wurden xx Versionen erstellt. Das Entwicklerteam bewertet die Stabilität derzeit mit x/10. Wenn Sie an diesem Inhaus-Durchgang teilnehmen wollen, laden Sie hier die neue Version herunter. Achtung: im Zuge der Neuinstallation wird ein neuer NRS erstellt."