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Hausbau: Was empfehlt Ihr für eine Telefontechnik?

Dieses Thema im Forum "Grundsätzliches" wurde erstellt von Kernelpanic, 7 Jan. 2007.

  1. Kernelpanic

    Kernelpanic Neuer User

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    #1 Kernelpanic, 7 Jan. 2007
    Zuletzt bearbeitet: 7 Jan. 2007
    Hallo zusammen,

    ich habe mich in letzter Zeit schon lesend hier im Forum und Wiki herumgetrieben und möchte mir nun gerne ein paar Ideen von Euch holen. Wir planen dieses Jahr ein Haus zu bauen und da mache ich mir natürlich auch über die Kommunikation Gedanken. Wenn Ihr unter den gleich folgenden Rahmenbedingungen ganz 'auf der grünen Wiese' anfangen könnt, was würdet Ihr empfehlen, wie würdet Ihr es umsetzen?

    Rahmenbedingungen:
    • kleiner Ort, in dem nur Telekom ein Netz hat, max DSL2000, d.h. alles muss in irgendeiner Form auf T-DSL (oder Resale) aufsetzen
    • wir Telefonieren recht wenig (bisher Arcor mit 2-5 Euro Gesprächsgebühren pro Monat) - d.h. es geht nicht um Ersparnis von Gesprächsgebühren sondern um moderne Kommunikation, etwas Komfort und Zukunftssicherheit
    • ein Heimserver zur Ablage von Bildern, Musik, Dateien, ... wird sowieso eingerichtet (evtl. zwecks Stromparen als Notebook)
    • in jeden Stock (UG, EG, 1.OG) sollen 1-2 Telefone kommen, in Summe 4-5
    • Komfortfunktionen wie Bedienung der Türsprechanlage (noch nicht entschieden welche es wird, hab bisher nur gehört, dass es welche gibt die sich so koppeln lassen) übers Telefon sollte vorhanden sein
    • u.a. aus vorigem Punkt ergibt sich, dass je Stockwerk mind. 1 Telefon schnurlos sein soll (evtl. auch beide)
    • es reicht, wenn zwei Telefonate gleichzeitig geführt werden können (und man dann noch die Türsprechanlage bedienen kann)
    • die Lösung sollte sich in einem für einen Privathaushalt vernünftigen Kostenrahmen bewegen, Eigenleistung und Bastelarbeit durchaus möglich

    Meine Fragen:
    • Wie würdet Ihr die Anbindung an die Außenwelt realisieren: nur VoIP, VoIP+analog, VoIP+ISDN, ...?
    • Womit würdet Ihr diese Anbindung realisieren: Asterisk/AsteriskNow, Tk-Anlage, VoIP-Router, Kombinationen daraus?
    • Wie würdet Ihr es hausintern lösen: ISDN, VoIP-Telefone, ...?
    • Wie sollte man das dann verkabeln? In alle wichtigen Zimmer z.B. Ethernet + ISDN, für WLAN nur ein AP im EG oder einen im EG plus im 1.OG, gleiches für DECT, ...?
    • Verringere ich die Strahlung merklich (im Sinne von "man könnte es messen" bzw "es bringt etwas"), wenn ich z.B. nur WLAN (für Notebooks und WLAN IP Telefon) installiere oder ist es sinnvoller für die Telefone DECT und für die Notebooks WLAN zu nehmen?

    Ich weiß, die Möglichkeiten und Kombinationen sind nahezu unendlich. Daher hoffe ich, hier ein paar sinnvolle aus den vielen möglichen aufgezeigt zu bekommen.

    Vielen Dank schon mal vorab für jegliche Hilfe und Anregungen!
    Viele Grüße,
    Kernelpanic

    PS: Damit Ihr mein Wissen etwas einschätzenb könnt: ich hab Informatik studiert, befasse mich beruflich mit Software und meine Computerkenntnisse (inkl. PC ;) , bevorzugt mit Linux) sind recht gut, mit IP-Netzen kenn ich mich auch einigermaßen gut aus, mein Telefoniewissen beschränkt sich hauptsächlich auf Anwenderwissen plus die VoIP-Grundlagen aus dem Wiki.
     
  2. florianr

    florianr Aktives Mitglied

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    Also DSL 2000 begrenzt für meine Begriffe den Einsatz VoIP extern erheblich ...
    Ich würde vermutlich einen analog Anschluß nehmen und VoIP als "zweite Leitung".

    Hmmm das alles spricht aus meiner Sicht sehr für den Einsatz einer ISDN TK, eventuell einer DECT ISDN Basis in Vebindung mit einer kleineren TK.

    s.o. über DSL 200 sind zwar abgehend zwei Gespräche möglich, aber mir wäre die Bandbreite dafür zu gering, wenn man dann zwischendurch noch eine größere Mail verschicken will o.ä. ist die Leitung am Ende, daher würde ich VoIP only nicht einsetzen.
    Also ich würde DECT Mobilteile an einer ISDN Basis verwenden (bevorzugt Siemens oder baugleiche Sinus Geräte). Die bieten hohen Komfort und Zuverlässigkeit.

    WLAN Handteile würde ich derzeit nicht einsetzen, das ergibt aus meiner Sicht unter Kosten Nutzen Gesichtspunkten keinen Vorteil. Auch ist der Einrichtungsaufwand erheblich.
    Gut du bastelts gerene und hast Spaß an der Sache? Das könnte u.U. für eine WLAN Lösung sprechen, aber was hält deine Frau (oder wer immer mit Dir in dem Haus wohnen wird) davon? Primäres Ziel aus meiner Sicht wäre einstecken ... läuft.

    Hier im Forum wurde meist dazu geraten, alles konsequent mit Cat7 verkabeln. Und Kabel überall dorthin zu verlegen, wo später u.U. mal ein PC oder Telefon seinen Platz finden könnte. (Kostet natürlich etwas mehr als eine Ethernet oder gar ISDN verkabelung ...)

    Ich würde heute vermutlich auch Sternförmig, zu einem Technikraum im Keller (oder sonst wo ...) alle Räume verkabeln und überall mindestens einen Cat7 Anschluß hinlegen.

    Für die möglichen Funk Basisstationen würde ich an in Frage kommende Stellen auch ein Kabel verlegen (also sowohl ins EG als auch ins 1. OG.) Ich würde vorher auch den Standort, wo der Anschluß hingelegt wird testen, ist von dort aus wirklich idealer Empfang gewährleistet.

    Für den Einsatz von DECT würde ich versuchen mit einer Basis auszukommen, was bei einem Enfamilienhaus häufig möglich ist, deren Position muß man aber dann gut Aussuchen, damit überall Empfang ist. (Keller und Garten beim ausprobieren nicht vergessen.)

    Also zum Thema Strahlenbelastung gab es hier schon einige Threads, such mal danach, ich selber setze sowohl WLAN, als auch DECT ein, direkt ins Schalf- oder Kindezimmer würde ich aber weder eine Basis, noch ein Empfangsteil setzen.


    Ich hatte es in einem anderen Thread zum Thema schon einmal dargelegt, ich sehe keinen wirklich überzeugenden Vorteil, den eine reine VoIP Installation im Haus bringen würde. Die Kombination aus ISDN Anlage und FBF ist eine für den privat Haushalt absolut ausreichende Lösung, die sich ohne großen Aufwand einrichten und in Betrieb nehmen kann.

    Eine VoIP Installation erfordert einen höheren Aufwand für die Einrichtung, auch die Kosten sind höher, letzlich kann man dann aber Schlußendlich mit beiden Anlagen nur telefonieren.
    Die Kosten mußt Du Dir einmal ausrechnen, ich habe es letzthin für einen Bekannten in ähnlicher Situation einmal ausgerechnet, die Kosten für eine reine VoIP Lösung sind erheblich höher, insbesondere sofern man bereits über Endgeräte verfügt, die sich einsetzen lassen.
    (ein altes DECT Handteil mit Ladeschale lässt sich zum Beispiel ohne weiteres als Handteil im Hobykeller oder unterm Dach verwenden ...)
     
  3. kombjuder

    kombjuder IPPF-Promi

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    Ich stimme florianr eigentlich zu.

    Eine reine VOIP-Lösung wird dann interessant, wenn du ohne einen Telefonanschluß an Internet kommst, also via Fernsehkabel zum Beispiel.

    Auf voip würde ich nicht generell verzichten, es bringt bei Bedarf zusätzliche Telefonleitungen (eigene Rufnummer für Frau/Mann und Kinder) ohne das zusätzliche Gebühren anfallen.

    Gerade bei Kindern ist VOIP interessant, da sie dann ihre eigene Telefonnummer mit Budget haben. Wenn das zweite mal noch jede Menge Monat übrig ist, wenn das Telefonkonto leer ist, setzt ein starker Lerneffekt in Bezug auf das Telefonverhalten ein.
     
  4. detg

    detg Aktives Mitglied

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    #4 detg, 7 Jan. 2007
    Zuletzt bearbeitet: 7 Jan. 2007
    Meine aktuelle Konfiguration (das was ich auch bei einer kompletten Neuinstallation wieder so machen würde) sieht folgendermaßen aus:

    ISDN-Anlage mit ordentlichen Anschlüssen (Installationsklemmen!!!) für die Hausverkabel und mit ausreichenden intern Ports für internen Telefone und midestens einem internen So-Bus. Türsprechanlage usw ebenfalls über die ISDN-Anlage.

    ISDN-Anlagen renomierter Hersteller haben den Vorteil, dass sie lange lieferbar sind und lange gepflegt werden (Softwareupdates). Ich habe keine Lust alle 2-3 Jahre meine Anlage rauszureisen, die Verkabelung zu ändern (wegen neuer Anschlüsse) und allen Familienmitgliedern eine evtl. neue Bedienung zu erklären. Meine Agfeo AS2x ist jetzt seit 4 Jahren als Basis meiner Hausinstallation im Einsatz und es gibt immer noch regelmäßig Softwareupdates mit Funktionserweiterungen.

    Vor die ISDN-Anlage dann eine Fritzbox als reinen DSL-Router und VoIP-Umsetzer, der den externen So-Bus der ISDN-Telefonanlage auf den tatsächlich vorhandenen Festnetzanschluß (analog oder ISDN) und auf VoIP umsetzt.

    Damit ist man erstmal völlig unabhängig davon, was man amtsseitig später machen will.


    Was die Verkabelung angeht, erscheint mir nur eines wirklich zukunftssicher: ordentlich Leerrohre. Ob man da heute schon CAT7-Kabel einziehen muss, ist eine Kostenfrage. Ich würde das einziehen, was man im Moment braucht, und dann später erst bei Bedarf nachrüsten. Wer weiss heute schon, welche Kabel man 5 Jahren braucht.
     
  5. ssteiner

    ssteiner Mitglied

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    Hatten wir diese Diskussion nicht schon vor ein paar Monaten?
    Und die antworten waren immer in der Farbe gefärbt die der Poster selbst zuhause einsetzt.. Leute mit ner ISDN Anlage werden dir ne ISDN Anlage empfehlen, Leute mit ner FBF ne FBF, Leute mit einer reinen VoIP Lösung werden eine reine VoIP Lösung empfehlen.

    Thema Kabel: Wir haben in den letzten 10 Jahren 2 Mal das ganze Haus neu verkabelt. Als wir eingezogen sind gab es nur eine Analogverkabelung. Anno 1998 haben wir alle Kabel rausgerissen und eine ISDN vernünftige ISDN Verkabelung gelegt, inkl. ISDN Telefonanlage (Ascotel). Diesen Sommer musste die ISDN Anlage altershalber ersetzt werden (die DECT Endgeräte gaben eins nach dem anderen den Geist auf, und die Konfiguration war die reinste Katastrophe da das Modem nicht mehr funktionierte). Da die ganze Familie in der Telekombranche tätig ist, haben wir uns für VoIP entschieden, und damit war wieder eine Neuverkabelung fällig.. jetzt haben wir parallel eine ISDN Verkabelung und eine GBit LAN Verkabelung. Mal abgesehen von Materialkosten ist eine komplette Neuverkabelung extrem zeitraubend (wenn man es selber macht) - in Anbetracht dessen würde ich unabhängig von der Telefonielösung die modernste Verkabelung empfehlen.. gerade in Anbetracht dass bei dir auch PCs eingesetzt werden.

    Thema drahtlose Telefone: Wirst du wegen eines Notebooks WLAN einsetzen oder wäre das WLAN nur für die Telefonie? Wenn die Infrastruktur schon besteht, bietet sich eine WLAN Lösung sicher mehr an als wenn es um die Wahl zwischen DECT und WLAN für Telefonie geht. Ebenfalls wichtig ist der Komfort der Endgeräte. WLAN Endgeräte sind generell einfacher zu bedienen, da die Bedieung an Mobiltelefonen angelehnt ist. Und dann gibts noch die Kombigeräte die man auch als Mobiltelefon benutzen kann, und wo man dann noch mehr Komfort hat (Adressbuchsynchronisation, bekanntes Interface, usw.). Nachteile sind die Akkulaufzeit, geringere Reichweite, sowie die etwas höheren Kosten. Du kannst auch jederzeit der Frau / Freundin ein DECT aus dem Billigmarkt in die Hand drücken wenn WLAN nicht akzeptiert wird ;)

    Thema FBF: willst du VoIP Telefone anschliessen? Dann fällt die FBF auf dem Rennen. Die FBF ist eine gute Lösung für eine Kombination aus Amsttrunks (VoIP + Analog/ISDN) und Verwendung von Analog/ISDN Telefonen im Haus, aber sobald VoIP für Telefonie innerhalb des Hauses ein Thema ist, steht man vor einer Sackgasse. Und unter VoIP Telefone fallen ja auch Softphones.. wenn du also Linphone oder was ähnliches einsetzen möchtest...

    Hmm.. kommt darauf an.. gehts daraum ne billige Analogschüssel aus dem Schrottmarkt einzusetzen oder vernünftige Endgeräte? Ein gutes ISDN Telefon / Systemtelefon für die TK Anlage kostet ebensoviel wie ein VoIP Telefon, auch gute DECT Geräte sind preislich nicht Welten entfernt von WLAN Telefonen (und ein Nokia E60 kostet genausoviel wie jedes andere Mobiltelefon derselben Leistungsklasse) - und da diese Geräte erst so langsam am aufkommen sind, werden die Preise sicher noch nach unten rutschen.. wie schnell hängt davon ab wie schnell die Geräte vom Markt akzeptiert werden. Klar kann man viel Geld sparen wenn man des neuste Billigangebot aus dem Media Markt einsetzt (diese Angebote gibts aber meistens für Analogtelefone da die wesentlich vertreiteter sind), aber diese Geräte sind dann lange nicht so komfortabel.
    Wenn ein "Hörer abheben und wählen" reicht, gehts auch mit traditioneller Telefonie viel billiger also wenn es möglich sein muss Interngespräche zu führen, Konferenzen zu machen, Anrufe zu transferieren, Durchsagen zu machen, usw. Wenn ich mir den Originalpost ansehe, müssten es doch eher Komforttelefone sein

    Gibts in dem Ort auch Kabelinternet bzw Powerline?

    Und, hast du schon bestehende Hardware oder müsste alles neu gekauft werden?
     
  6. detg

    detg Aktives Mitglied

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    Die Diskussion wird sich immer wiederholen, wenn eine derartige Frage gestellt wird. ;)

    Ich denke, die Antworten sind weniger geprägt von dem, was man zuhause installiert hat, sondern von dem, worauf man Wert legt. Das ist ja genau der Grund, warum man das zuhause so installiert hat.

    Es gibt eben grundverschiedene Ansätze.

    Wenn ich konsequent neueste Technik einsetzen möchte, dann setze ich auf Ethernet und WLAN und verwende ausschließlich VoIP. Dafür nimmt man eben in Kauf, dass die Auswahl an Endgeräten noch eingeschränkt, das man mehr bezahlt ist oder dass man mit umständlichen VoIP-Adaptern arbeiten will (natürlich ist ein durschnittliches ISDN-Telefon noch immer deutlicher billger als eine vergleichbare VoIP-Version).

    Der Pragmatiker wird sich ansehen, welche Vorteile ihm eine bestimmte Technik bietet. Und dann muss man schonmal genau hinschauen, welchen Vorteile ein VoIP-Endgeräte, für das ich ein CATx-Kabel benötige, gegenüber einem Analogtelefon (Extremfall) als Endgerät an einer ISDN-Anlage bringt, das ich über eine billige 2-Drahtleitung anschließen kann. Mir fällt da im Moment kein Vorteil ein.

    Manche lehnen Funktechnik generell ab. Für mich persönlich ist es in der Infrastruktur immer nur eine Notlösung. Als Endgerät (in Form eines DECT-Telefons) ist es natürlich erwünscht, weil ich beim Telefonieren nicht an der Strippen hängen möchte.

    Weiteres Kriterum ist die Bedienbarkeit. Wenn alle Familienmitglieder technisch fitt und verpielt genug sind, dann mischt man nach belieben verschiedene Techniken und Telefone. Ich möchte dagegen, dass jedes Telefon weitgehend gleich funktioniert. Deswegen setzte ich auf eine zentrale ISDN-Anlage und möglichst "dumme" Endgeräte (am liebsten Analog, weil am einfachsten).

    Aber ich denke man kann hier immer nur die Vor- und Nachteile verschiedener Techniken aufzeigen und dann muss man halt anhand der persönlichen Preferenzen selbst entscheiden.
     
  7. ssteiner

    ssteiner Mitglied

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    Wenn du aber heute ein Haus baust, solltest du drauf schauen dass du in die Zukunft investierst. In 10 Jahren werden SIP Trunks der Standard sein. FXO, BRI und BRI werden noch lange eingesetzt werden, aber die Carrier werden SIP billiger anbieten da es besser mit der internen Architektur zusammenpasst (BT will ja z.B. in den nächsten Jahren ihr ganzes Netz von TDM auf IP umstellen).

    Internet wird über Glas ins Haus kommen (mit VDSL sind wir ja schon heute extrem nah am Haus), und die Carrier die heute schon Glas in Haus legen verkabeln Hausintern gerne mit Ethernet. Swisscom setzt für VDSL hausintern POF ein um die Settop Boxen abzusetzen (in der Dose wird dann wieder auf Ethernet gewandelt).

    Eine CAT Verkabelung schliesst traditionelle Telefonie ja nicht aus, ermöglicht aber eben auch das Datennetz (es werden ja mehrere PCs angeschlossen), und in Zukunft wird hausintern noch viel mehr vernetzt werden da Settop box, Spielkonsole, media server, usw alles mit Ethernet angeschlossen sein wird.

    Auch wenns heute noch teurer ist, ein vernünftiges Netz zahlt sich aus da man nicht dann doch plötzlich noch Strippen ziehen muss oder im schlimmsten Fall sogar die ganze Verkabelung auswechseln.

    Die ganze "pro alt" Fraktion tönt immer genau gleich wie die pro-legacy Fraktion im PC Business. Floppy sollte man behalten wegen.. blah blah, wieso IDE gegen SATA austauschen? Wieso AGP gegen PCIe austauschen? Wieso die seriellen und parallelen Schnittstellen nicht mehr verbauen und stattdessen mit USB fahren?

    Im Zeitalter wo fast jeder ein Mobiltelefon hat, z.T. sogar die Grossmutter, sind ein paar Softkeys - sei es auf dem ISDN Komforttelefon oder einem VoIP Telefon - sicher ein willkommenes Feature. Wenn du stattdessen mit *69 + nummer + # einen Transfer machen musst, wird die Akzeptanz dieses Features viel geringer sein alls wenn das via Softkey "Umleiten" + Nummer + auflegen vor sich geht.. das zeigt auch die Erfahrung mit den grossen Büroanlagen mit denen ich mich beruflich befasse. Und Telefone ohne Liste mit den Features die man sich heute vom Mobiltelefon gewohnt ist.. die Akzeptanz wird da immer geringer. Falls du Kinder hast werden die garantiert kein Problem haben mit Features einer Telefonanlage umzugehen.. und der Fragesteller als Informatiker auch nicht. Ich habe beim Büroumzug letzten Donnerstag das alte TDM Telefon gleich stehengelassen und am neuen Ort ein Telefon der neuen IP basierten Generation aufgestellt.. da sind Welten dazwischen. Wo ich mir bisher immer *xyz Codes merken musste geht das jetzt plötzlich alles übers Display, was die Benutzung von komplexeren Features plötzlich interessant macht (wer mühsam mit * Codes rumspielen muss die man immer wieder vergisst benutzt Features einer Telefonanlage eher nicht.. wenn diese aber via Softkey und der Situation angepasst auf dem Display erscheinen, kann plötzlich auch ein Laie auf den Geschmack kommen).

    Und auch das komplexeste Telefon taugt zum Anruf beantworten wenn man den Hörer abnimmt wenn es klingelt, und zum rauswählen wenn man den Hörer abnimmt und dann die Nummer eingibt ;)

    Anyway... du empfiehlst die Lösung die du bei dir im Einsatz hast.. ich diejenige die ich bei mir in Einsatz habe... ich denke wir können jetzt mal ein Jahrzent abwarten und dann beurteilen ob eine Investition in VoIP zu früh war oder ob es sich gelohnt hat. Und es hindert ja auch nichts daran eine Hybridlösung zu fahren. Im Business Umfeld wird z.B. oft die Amtsanbindung noch via PRI gelöst, selbst bei komplett neuen Gebäuden wo intern VoIP gefahren wird. Was wir auch einsetzen ist VoIP auf Kabel, aber DECT für die mobilen Telefone da die WLAN Telefone im Geschäftsumfeld z.T. einiges schlechter sind als die aktuellsten Telefone für Privatanwender (das Cisco 7920 z.B. ist imho total veraltet). Viele hier im Forum haben auch Hybridlösungen, mit Analog/ISDN Trunks + SIP.. ich hab mir das auch mal überlegt, aber das Ganze war mir zu umständlich und teuer (wenn Cable ausfällt fällt der Telefonanschluss des Kabelnetzes ja auch aus und ein analoger Amtsanschluss würde die monatlichen Kosten um mehr als 50% erhöhen).
     
  8. Hobbyfahrer

    Hobbyfahrer Guest

    Moin,

    es wurde schon viel geschrieben.

    Ich würde heute bei einem Neubau in jedem Raum ein Kat Kabel ziehen oder Leerrohre vorsehen. Besonders auch in Küche und Badezimmer. In den Flurbereichen würde ich auch in den oberen Ecken pro Etage Kat Kabel legen.

    Kabel würde ich auch im Bereich meines Garten (Schuppen oder an anderen Stellen) legen.

    Ich würde klar voll, auf IP gehen!

    Ein Anschluss für alle Dienste pro Raum.

    Im Flurbereich und Garten WLAN AP installieren.

    WLAN Telefone einsetzen.

    Streamingsystem z.B. in der Küche oder Bad. IP TV im Wohnzimmer, Schlafzimmer usw.

    NAS System im Keller mit Standbay oder Schlafmodus, um Strom zu sparen.

    Hochwertigen VoIP Router wie z.B. Lancom Modellreihe 17xx

    Bei den APs auch Produkte von Lancom z.B. L 54ag.

    Einen PoE Switsch für die Stromversorgung der IP Endgeräte und APs.

    PC die sehr wenig Strom verbrauchen wie z.B. Notebooks.

    Ich würde IP intern nutzen und dann per ISDN oder analog ins Festnetz umsetzen oder IP optimiert auch für die Telefonie nutzen.

    Das wärs


    Thorsten
     
  9. detg

    detg Aktives Mitglied

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    Um wirklich etwas empfehlen zu können, müsste ich die Anforderungen und Vorlieben von Kernelpanic viel besser kennen. Ich habe nur eine Möglichkeit aufgezeigt, wie man es machen könnte.

    Aber eine Sache empfehle ich: Nicht heute in Technik investieren, die vielleicht in 10 Jahren kommen wird.

    Denk mal 10 Jahre zurück und stell dir vor, du hättest damals die Infrastruktur für 2007 installieren sollen. Bestenfalls hättest analoges SAT-Kabel und 10MBit-Koax-Ethernet verlegt. ;)

    Und denk mal an die "innovative" Glasfaserverkabelung in den neuen Bundesländern. Kein Mensch wäre vor 10 Jahren darauf gekommen, dass wir heute über Kupferkabel DSL 16000 fahre. ;)

    Deswegen Leerrohre und nur in das investieren, was man in absehbarer Zeit nutzen wird.
     
  10. ssteiner

    ssteiner Mitglied

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    #10 ssteiner, 7 Jan. 2007
    Zuletzt bearbeitet: 7 Jan. 2007
    Ich hab anno 98 mein erstes kleines Netz installiert.. mit CAT-5 Kabel und einem 10mbit Switch. Als Student hats damals nicht für den 100mbit Switch gereicht (eingesetzt wurde stattdessen ein 10mbit hub, inkl eines 10base-2 Coax Connectors.. der wurde später gegen nen 10/100mbit Switch ausgetauscht als die Dinger erschwinglich wurden), aber diese Verkabelung ist auch heute noch im Einsatz und immer noch mehr als ausreichend ;)
    Und das obwohl im PC Bereich 5 Jahre schon eine extrem lange Zeit ist. Im Telefoniebereich mahlen die Mühlen langsamer, aber vor 10 Jahren war VoIP schon ein Thema, es hat nur viel länger gedauert als allgemein angenommen.
     
  11. gandalf94305

    gandalf94305 Guest

    Das Thema kommt in der Tat immer wieder mal hier vor und Du wirst einige Diskussionen mit "Für und Wider" einzelner Lösungen finden. Hier wurde ja auch schon einiges gesagt, daher von mir nur noch ein paar Anmerkungen:

    Definitiv einen Technikraum planen, in den Kommunikationstechnik und Strom (Sicherungskasten) gehören. Vergiss nicht eine USV für die Kommunikation... weniger als Absicherung für lange Perioden ohne Strom, sondern eher als Puffer für Fluktuationen. In diesen Raum sollten Tk-Anlage, Router, Switches, Kabelfernsehen, Telefonhauptanschluss (incl. DSL ggf.), USV, ...

    Eine kleine USV würde ich auch in den Räumen vorsehen, in denen später PCs stehen.

    Bei Verwendung eines Mehrspartenanschlusses (Gas, Wasser, Strom, Telekom durch einen standardisierten Einsatz für nur ein Loch in der Wand) kommen noch Gas und Wasser in den gleichen Raum. Damit wäre auch wohl die Heizung dort zu finden... dafür würde ich nach heutigem Stand entweder eine Gas-Brennwertanlage mit Solarthermie für die Heisswasserbereitung und Fussbodenheizungsunterstützung empfehlen, oder aber gleich raten, eine Wärmepumpe mit Erdwärme (ca. 1-3 m tief im Garten zu verlegen) oder Luftwärmetauscher zu installieren.

    Generell würde ich empfehlen, im Haus nur einen Übergabepunkt für Internet zu realisieren, da die Technologie in 10 Jahren eine andere sein kann. Falls Böblingen auch schon im Ausbaugebiet von Kabel-BW ist, kannst Du auch Kabel-Internet verwenden (deutlich geringere Latenzen - gut für VoIP, keine Zwangstrennung, günstige Preise).

    Das bedeutet für mich übersetzt: ISDN oder analoger Telefonanschluss plus VoIP als Option zum Kostensparen... aber nicht unbedingt, da Ihr wenig telefoniert (noch! Kinder? nicht? Kinder geplant oder unterwegs? ;-) ).
    Da fehlt mir nun die Altersangabe... :hehe: falls Kinder geplant sind, ist eine Tk-Anlage mit Babyfon hilfreich (ich spreche hier aus Erfahrung). Meine persönliche Empfehlung wäre eine Auerswald 4406 oder 4410.

    Das kannst Du über die Tk-Anlage (siehe oben) abwickeln. Es gibt jedoch auch Türsprechstellen, die sich wie ein analoges Telefon verhalten und damit auch an VoIP-Geräte angeschlossen werden könnten.
    Plane mal einen Betrag im Bereich von EUR 2.000 für die Tk-Anlage, Türsprechstellen, Router/Switch und Telefone. VoIP wäre eine Option für nochmals ca. EUR 50-150 - je nach Produkt.
    Ich würde für den Anfang etwas Einfaches, Robustes empfehlen. Klassische Tk-Anlage mit Türsprechstellen. Das reicht. Brauchst Du VoIP, kann bei Deinem Gesprächsaufkommen ein harmloser VoIP-Gateway (z.B. FBF 5012) angekoppelt werden. In ein paar Jahren, wenn vielleicht mehr Gespräche laufen oder ein Home Office eingerichtet ist oder Kinder auch mehr telefonieren wollen, kannst Du dann Teile der Infrastruktur modernisieren. Du wirst feststellen, daß jedoch dann nur im Prinzip die VoIP-Kopplung auszutauschen ist, damit alles wie bisher nur eben kostengünstiger funktioniert. Pur VoIP würde ich bei Deinen Anforderungen für zu riskant, aber auch zu teuer halten.
    Ich mag weder DECT noch WLAN im eigenen Haus, aber das ist meine persönliche Antiferenz ;-) Generell empfehle ich in jedem Wohnraum zwei CAT6/CAT7 Leitungen... in Arbeitszimmern mind. vier. Patchfeld im Keller. Über diese Leitungen können Ethernet, analoge und ISDN Telefonie, Türsprechverbindungen oder Audio laufen.

    Soll DECT zum Einsatz kommen, bedenke die Position der Basisstation. Dito für WLAN AP. Das sollte ein separates Plätzchen im Zentrum eines jeden Stockwerks sein (wird später vielleicht nicht komplett genutzt, ist aber schon mal reserviert). Die doppelte CAT6/CAT7-Anbindung für diesen Platz bitte nicht vergessen... damit hast Du je nach Arbeitsschwerpunkt die Option, die Basen im EG oder OG zu plazieren. Das wird sich später ergeben.

    Bezüglich DECT würde ich generell zu ISDN-DECT-Basen raten.

    WLAN-Telefone sind nicht so recht der Renner und die gibt es in ein paar Jahren nicht mehr unbedingt... Lassen wir uns mal überraschen. Ich würde DECT plus WLAN verwenden, um auf der sicheren Seite zu sein. Wichtig ist: die physische Verkabelung muss unabhängig von solchen Veränderungen bleiben. Später kannst Du immer noch eine DECT-Basis abbauen oder hinzufügen.

    Vergiss auch nicht den Dachboden/das DG, das vielleicht heute nicht als Wohnraum genutzt werden soll, später jedoch die Partyhölle wird oder einfach nur das private Zimmer für den Nachwuchs ;-)

    --gandalf.
     
  12. fera

    fera Mitglied

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    #12 fera, 8 Jan. 2007
    Zuletzt bearbeitet: 8 Jan. 2007
    Zum Thema Verkabelung: Abgesehen von internen Diensten wie z.B. das Verschieben von Daten ist der limitierende Faktor immer der Internetanschluss.

    Ergo: Schätz wann der 100Mbit Anschluss gebraucht wird und wann die 1000Mbit kommen. Dazu muss man noch bedenken dass solche Großen Leitungen darauf ausgelegt sind mehrere Geräte sich die Leitung teilen. Die Anbindung zum Client muss also nicht so groß wie der Internetanschluss sein.

    Dann wisst ihr wann ihr mehr als 100Mbit bzw. 1Gbit braucht :)

    Wobei ich mir nicht sicher bin ob, wenn die 100Mbit Grenze für Clienten zu wenig geworden sind, Kabel noch nötig sind oder ob die Zukunft nicht eh ziemlich kabellos aussieht. (zumindestens für den Verbraucher)
     
  13. detg

    detg Aktives Mitglied

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    #13 detg, 8 Jan. 2007
    Zuletzt bearbeitet: 8 Jan. 2007
    Du vergisst bei deinen Überlegungen etwas ganz einscheidendes: Multimedia.

    In ein paar Jahren wird es durchaus üblich sein, dass man irgendwo einen Media-Server stehen hat und von dort quer durch's Haus auf diverse Abspielgeräte gestreamt wird. Das ganze mindestens in HDTV-Qualität.
    Bei mir läuft das jetzt schon so, wenn auch noch in DVB und nicht HDTV-Qualität. So ein DVB-Stream braucht heute schon bis zu 10 MBit/s (netto!!!).

    Erst letztes Jahr hat mir noch ein stolzer Hausbesitzer erzählt, dass er gerade sein ganzes Haus mit SAT-Kabel verkabelt hat. Tja. :-Ö

    Also ich würde mal mit der Bandbreite bei der Inhouse-Verkabelung nicht sparen. 100 MBit/s ist Minimum. WLAN 54 MBit/s ist schon ein Flaschenhals (weil man in der Praxis höchsten 10-20 MBit/s erreicht). Für Video-Streaming für also kein Weg am Kabel vorbei.

    Aber wer weiss schon, ob wir in 5-10 Jahren noch über Kupfer übertragen. Vielleicht kommt doch in absehbarer Zeit was vernüftiges und dann reisst man sowieso wieder alles raus. ;)

    Also (ich wiederhole mich) genau das verlegen, was im Moment und in absehbarer (!) Zukunft gebraucht wird. Und nicht zu weit in die Zukunft planen. ;)
     
  14. fera

    fera Mitglied

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    Nun, da bin ich mit Dir auf einer Linie. Wobei man auch mit 100Mbit wohl noch für eine längere Zeit sehr sicher fährt. Eine Anwendung die das 4-5 Fache von HDTV in Sachen Bandbreite braucht ist noch nicht absehbar. (ich kenn mich nicht 100% mit HDTV aus, aber sollte bei IPTV mit dem entsprechenden Codec die benötigte Bandbreite nicht deutlich unter 20mbit liegen?)

    Ich kenn mich in den Preisen nicht richtig aus. Die Entscheidung sollte aber zw. 100mbit und 1000Mbit fallen.
     
  15. detg

    detg Aktives Mitglied

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    Naja. Bedenke: Ein Streaming-Server und 4 Streams gleichzeitig (Wohnzimmer, 2 x Kinderzimmer, 1x Arbeitszimmer) - ich übertreibe mal etwas ;) - da sind wir schon 40 MBit Netto-Last. Da bricht schon das 100MBit-Kabel ein und die Filme fangen an zu ruckeln und zu stottern.

    Ich würde heute aber auch kein Gigabit-Ethernet verlegen. Ist alle noch zu teuer. Außerdem sind die erlaubten Kabellänge erschreckend kurz. Da hilft eigentlich nur Glasfaser. Aber dafür gibt's keinen richtigen Standard (bzw. zu viele) und die Infrastuktur ist sowieso unbezahlbar.

    Aber im Moment hat ein typischer Videostreams auch noch keine 10 MBit/s (wenn's kein HDTV ist) und man muss sich eben auf max. 2 Streams beschränken. Dann haut's auch noch mit 100MBit hin.
     
  16. fera

    fera Mitglied

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    #16 fera, 8 Jan. 2007
    Zuletzt bearbeitet: 8 Jan. 2007
    Nun, man würde die ganze Kabellei ja mit 1 Switch verbinden. Das Switch wählt man mit 1 GBit Port und den Rest 100Mbit Ports und schon kann der Server (zumindestens was die Bandbreite angeht) 10 Clients bei vollen 100Mbit bedienen. (5X Kinderzimmer, 3x Wohnzimmer und 2x Arbeitszimmer, mit jeweils 4-5 HDTV Fernsehern am laufen ;))

    Wie gesagt: Ich kenne die Preise nicht. Mit 100Mbit ist man sehr, sehr gut bedient.

    Update: Laut Wikipedia ist Cat 5 auch für 1 Gbit ausgelegt. Mit Cat 5 solltest du also gut bedient sein.
     
  17. kombjuder

    kombjuder IPPF-Promi

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    Das aber bitte so in Leerrohre verlegen, das man das auch jederzeit wechseln kann, also z.B. keine engen Bögen.
    Nichts ist ärgerlicher, als wenn man das defekte Kabel nicht tauschen kann.

    Netzwerksteckdosen generell auch mit zwei Netzwerkkabeln anfahren. Auf Netzwerkkabeln kann man problemlos telefonieren, auf Telefonkabeln kann man nicht ...
     
  18. gandalf94305

    gandalf94305 Guest

    Ein Hausbau und die Verlegung von Kabeln ist leider etwas Physisches, d.h. materiell sich Manifestierendes. Daher gibt es meiner Meinung nach eigentlich nur zwei Strategien für diesen Teil:

    - Verkabelung nach heutigem Ermessen mit Blick in die Zukunft dimensionieren und verlegen, d.h. wohl CAT6/CAT7, aber nicht zu hohen Unkosten.

    - Mit Leerrohren Optionen für die Nachverlegung offen halten... aber nicht so, daß man nachher Wände aufbrechen muss, um an die Kabelöffnungen zu kommen. Revisionsöffnungen für zusätzliche Kabel etc. sollten vorgesehen sein. Die Leerrohre kosten wenig... zur Not ein oder zwei leere Abwasserrohre (10 cm Durchmesser) vertikal im Haus einziehen. Wo Kabelrohre enden, bitte auch Platz für Dosen freihalten ;-)

    Die Kabel-Infrastruktur, die heute realisiert wird, wird wohl um die 10 Jahre leben... dann kann man sich ja wieder Gedanken machen.

    --gandalf.
     
  19. detg

    detg Aktives Mitglied

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    Bei der IT-Technik glaube ich das nicht, denn jemand der heute CAT7 in seinem Haus verkabelt, der ist ja Technikfreak und will immer halbwegs auf dem aktuellen Stand sein.
    Natürlich wird man CAT7 in 10 Jahren noch nutzen können, aber dann ist das schon 5 Jahre lang veraltete Technik. ;)

    Wenn die Entwicklung so weiter geht, wie in den letzten 5 Jahren, werden sich die Bandbreiten in 5 Jahren potenziert haben.
     
  20. Kernelpanic

    Kernelpanic Neuer User

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    Vielen Dank

    Hallo Leute,

    also erstmal vielen Dank für die vielen und umfangreichen Beiträge! Daraus leite ich für mich folgendes ab:

    • es wird wohl eine ISDN Tk Analge geben, an die auch die Türsprechanlage angeschlossen wird
    • Telefonie hausintern über ISDN
    • nach außen zunächst auch über ISDN, ob man das später mal auf VoIP umsetzt wird sich zeigen
    • Verkabelung für Ethernet (mind 100MBit, evtl Gigabit) mehrfach in alle wichtigen Räume und im Keller ein Technikraum wo's zusammenläuft (der Punkt mit der USV ist gut)
    • über die Kabel kann ich auch ISDN Telefone bzw DECT Basisstationen anschließen (richtig verstanden?)
    • je Stockwerk ein Plätzchen suchen, wo ein WLAN / DECT AP stehen könnte

    Dann werd ich mich mal umschauen, welche Tk Anlagen mir zusagen, welche Türsprechanlage in Frage kommt und was ich da für Telefone dran hänge.
    Insgesamt hab ich nun schon eine wesentlich bessere Vorstellung von der ganzen Geschichte.