Hausbau: Was empfehlt Ihr für eine Telefontechnik?

florianr schrieb:
Ein Siemens SX455 ISDN DECT (incl. AB) bekommst Du für unter 130,00 Euro.

Habe für mein SX455isdn bei ebay (Neuware vom Händler) 105 Euro bezahlt. Zweites S45-Mobilteil für 55 Euro, zweite Ladeschalte 9 Euro. Alles Neuware mit Gewährleistung und Garantie.

Das sind die Strassenpreise.

Vorher hatte ich ein analoges 3015 DECT mit 3000er Komfort-Mobilteilen, das nach 6 Jahren nur deswegen ersetzt wurde, weil ich für den AB eine eigene Nummer haben wollte. Ansonsten bietet mir das SX455 kaum Vorteile gegenüber dem 3015. Im Gegenteil, die Bedienung an den Mobilteilen ist durch den grafischen Schnickschnack elend langsamer geworden. Habe schon überlegt die alten 3000er wieder dranzuhängen und zumindest ein S45er wieder zu verkaufen.

Ich nutze heute noch eine 7 Jahre alte ISDN DECT Anlage, die ich heute noch problemlos mit kompatiblen Handteilen erweitern kann.

Genau. Ich bin gerade bei ebay auf der Suche nach einem alten 2000er oder 3000er Pockel-Mobilteil (die gab's mal bis vor 5 Jahren) für mein SX455 - weil die so schon klein waren (passen prima in die Hostentasche).

Aber zugegeben, der Markt für ISDN Telefone ist ziemlich überschaubar geworden, selbst die Telekom bietet ISDN schnurgebunde Telefone nicht mehr an ...

Macht auch wirklich nur noch bei DECT Sinn, wenn man mehrere Mobilteile dran hat. Jeder der ISDN hat, hat auch ne kleine Telefonanlage (wozu sonst ISDN). Und dafür gibt's dann wirkliche schicke Analogtelefone.
 
Wer setzt denn im Privatbereich Systemtelefone ein ?
Ich? Wie gesagt.. vorher Ascotel, jetzt SPA9000 (+ Asterisk wenn ich mal Zeit habe das Teil ordentlich zu konfigurieren). Und kannst du mir mal ein paar anständige ISDN Endgeräte mit Softkeys und Mehrzeilendisplay angeben? In den Geschäften hier finde ich nichts billiges - Swisscom bietet gerade mal noch 2 Endgeräte an (http://www.swisscom.com/onlineshop/...sub=42400_ISDN_Drahtgebunden&opn=O&lang=de-DE) und zu dem Preis findet man auch schon DECT Endgeräte. Klar gibt es auch ISDN "Billiggeräte" aber die sind mir einfach zuwenig komfortabel. Ich bin heute nicht mehr gewillt auf Softkeys und ein grosses Display zu verzichten und die Bedienung sollte einem Mobiltelefon angeleht sein und nicht Generationen hinterherhinken. Die alten Telefone entsprechen einem Ascom Eurit 30 ISDN (wird nicht mehr produziert.. aber du kannst dir ja mal ein Eurit 33 anschauen - wenn du das als komfortabel erachtest, ist es mir schon klar wieso wir nicht auf die gleichen Preise kommen.. für mich ist so ein Telefon nach wie vor die Einsteigergeneration und es taugt gerade mal fürs Schlafzimmer.. in der Stube und Büro will ich etwas mit mehr Komfort.

Wenn ich ein Analogtelefon an die FBF anschließe, kann ich so ziemliche alle ISDN-Merkmale nutzen.
Ja, via *21 = transfer, *23 = blindtransfer, *24 = Konferenz usw.. abgesehen von ein paar Freaks wird das niemand benutzen. Ich seh das ja mit den Alcatel Anlagen die wir verkaufen.. die hat hunderte von Features, benutzt wird nur was direkt auf Knopfdruck zur Verfügung steht.. * Codes kennt ausserhalb der Telefonieabteilung kaum jemand. Abgesehen davon gehen solche Spielchen mit VoIP natürlich auch..

Die Öffentlich Rechtlichen haben im Herbst ordentlich zugelegt. Kaum eine Sendung unter 6 MBit/s.
Echt? Ich hab das letzte mal zur Fussball WM lange TV geschaut, und das gepixle fand ich nicht so toll. Da kann ich mich ja dann auf die Euro im eigenen Lande freuen :)

Darf ich Fragen, was Du da rechnest?
Das Auerswald Komfortel DECT z.B. Das es billigere Endgeräte gibt stelle ich nicht in Frage. Aber es geht mir hier auch weniger um die WLAN Teile sondern Anlage und Fixtelefone. Die WLAN Teile sind leider noch nicht so ganz reif, aber ich kann trotzdem gut damit telefonieren. Und der Preisrange bei ISDN DECT Geräten ist auch ganz beträchtlich: http://www.toppreise.ch/grp3_248.html

Jeder der ISDN hat, hat auch ne kleine Telefonanlage (wozu sonst ISDN).
Uhh.. da muss ich doch wiedersprechen. Abgesehen von meinen Arbeitskollegen (wenn der Arbeitgeber ein starkes Bein in der Telefonie hat ist es unumgänglich dass Mitarbeiter sogar Grosssysteme zuhause im Einsatz haben.. mit ISDN Spielereien gibt sich dort nieman ab.. da werden gleich Alcatel Systeme verbaut) kenne ich niemanden der privat ISDN plus ne Telefonanlage hat.. wir waren die einzigen auf weiter Flur. Und danz der geringeren Bandbreite die es in der Schweiz für ADSL over ISDN gibt, und den VoIP Angeboten, werden private ISDN Installationen heute eher abgebaut.

Und dafür gibt's dann wirkliche schicke Analogtelefone.
Da wären wir doch wieder bei den unterschiedlichen Vorstellungen.. ich will praktisch telefonieren können (inkl. einfachem Zugriff auf Komfortfunktionen ohne 10+ * Kombinationen auswendig zu lernen).. da habe ich lieber ein etwas teureres und vielleicht weniger schönes Telefon.
 
@ssteiner

Du hast für einen Privathaushalt eher untypische Anforderungen ("*21 = transfer, *23 = blindtransfer, *24 = Konferenz) und Heimarbeitsplätze sind keine private Nutzung. Um gewerbliche Nutzung ging es in der Diskussion nicht.
Mehrzeilendisplay bietet jedes DECT-Mobilteil (sogar mein uraltes Gigaset 2000C), was für Privat auch ausreicht.

Aber ich denke, wir können diese Diskussion jetzt beenden, weil wir von ganz unterschiedlichen Anforderungen sprechen.

Ich spreche vom Privathaushalt mit Telefonanlage und Endgeräten für die Familienmitglieder, das sind typischerweise Eltern, ältere Kinder, Großeltern etc.

Ich glaube nicht, dass die den Begriff Blindtransfer schonmal gehört gehaben. Konferenzen sind auch eher selten.
Maximal will man mal ein Gespräch weitergeben, was dann meistens so abläuft, dass man das Mobilteil quer durch die Wohnung trägt. ;)

Praxis und technische Möglichkeiten klaffen hier, wie so oft, weit auseinander. ;)
 
Noch was zu den Leerrohren: Vergiss diese kleinen geriffelten Spielzeugrohre ;-)


Hier kommt der Masterplan für die Hausinstallation beim Neubau:

Wenn du wirklich zukunftssicher bauen willst und bereit bist ein wenig Arbeit reinzustecken solltest du in jede Wand in jedem Stockwerk ein eigenes Rohrsystem für die Verkabelung einziehen.

Ein Abwasserrohr mit kleinem Durchmesser (5cm, Statiker fragen) in der Mitte der Mauer (innen) verlegen, Türstürze weiträumig umgehen und dabei Winkel verwenden. In die Nähe der Türen sollten immer auch Dosen.
Von Keller bis Dachboden das Ganze mit einem dicken Abwasserrohr durchverbinden, Türsprechstellen und Zugangspunkte für Telefon/Kabel/Sat mit Stichleitungen anbinden.

Alle Kreuzungen/Abzweigungen brauchen Wartungszugänge nach aussen (Standardbauteile bei Abwasserrohren), da wo in der ersten Planung die Dosen hinsollen einfach T-Stücke verwenden. Die Wartungszugänge kann man wenn man alle Kabel gezogen hat auch zuputzen/übertapezieren.

Das kostet zwar eine Schweinekohle und ist ein riesiger Aufwand, du wirst dafür in deinem Haus aber nie wieder irgendwelche Probleme mit der Verkabelung haben, egal was du irgendwann mal vorhast. Und wenn mal keine Dose da ist, wo du eine brauchst, bohrst du einfach ein Loch in die Wand und machst dir eine.

In meinen Augen ist das das einzige was Sinn macht.
Ich hab das nicht so im Einsatz, war eine Kostenfrage...
Jetzt weiss ich es besser - und jedesmal wenn ein neues/anderes Kabel kommt, ärgere ich mich!
 
Maximal will man mal ein Gespräch weitergeben, was dann meistens so abläuft, dass man das Mobilteil quer durch die Wohnung trägt.
Und wieso ist das so? Weil man selbst mit einer Telefonanlage kryptische Befehle lernen müsste. Mit den neuen Telefonen ist ein Transfer sogar "frauentauglich".. diese 3 Features werden jetzt eingesetzt wo sie kontextabhängig auf dem Display erscheinen. Transfer und Konferenzen sind Basistelefoniefeatures die mittlerweile sogar auf manchem Analoganschluss angeboten werden (dann aber nicht eingesetzt werden da die Bedienung nicht einfach genug ist).. du solltest dir mal ne richtige Geschäftsanlage anschauen bevor du von gewerblicher Nutzung sprichst.. da sprechen wir nicht von einer handvoll, sondern von hunderten von Features. Der ganze SIP Standard wurde nicht für Geschäftsanwendungen ausgelegt.. das sollte spätestens klar sein wenn du dir anschaust wie alle Hersteller Extensions einbauen (SIP-B ist nur der Anfang.. und das ist zumindest ein Pseudostandard) da die Anforderungen der Geschäftswelt sonst nicht abgedeckt werden.

Wenn wir nicht auf ein modernes Telefoniesystem aufspringen werden wir auch nie vom "Hörer ablegen, rumlaufen, "bist du noch da" fragen" oder "Telefon rumtragen" wegkommen. Wer mal umgestiegen ist wird garantiert nicht mehr zurück wollen, aber den Sprung über den eigenen Schatten muss man halt wagen.

Übrigens war in den Anforderungen die Komfortfunktionen drin.. DTMF Töne fürs Türschloss sind da doch wohl eher das untere Ende der Fahnenstange.
 
ssteiner schrieb:
Wenn wir nicht auf ein modernes Telefoniesystem aufspringen werden wir auch nie vom "Hörer ablegen, rumlaufen, "bist du noch da" fragen" oder "Telefon rumtragen" wegkommen.

Meine Frau hat leider keinen festen Arbeitsplatz im Haus (ich auch nicht), auf den ich weiterverbinden könnte. Ich kann sie natürlich erst suchen gehn, sie bitten sich zum nächsten Telefon zu begeben, dann zum Telefon zurückgehen und dann weiterverbinden. ;)

Ich könnte natürlich auch im Garten eine Telefonzelle aufstellen (das Thema hatten wir hier schonmal) und im Sommer dorthin weiterverbinden. Das hätte natürlich was. ;)

Du bist gedanklich immer noch nicht beim Privathaushalt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Frau hat leider keinen festen Arbeitsplatz im Haus (ich auch nicht), auf den ich weiterverbinden könnte.
Aber gibts bei euch denn nicht jeweils ein Telefon (ein tragbares) dass einer Person zugeordnet ist? Und wo sich in etwa jemand aufhaltet lässt sich auch nicht so schwer abschätzen. Aussern wenn jemand unten im Garten (wir haben 2 "Stöcke" im Garten) arbeitet brauche ich nicht rumzulaufen. Und dann gibts ja noch diverse Sammelnummern wo man z.B. das gesamte Untergeschoss klingeln lassen kann bis jemand abnimmt.

Das Ganze ist doch rein eine Frage der Telefonkultur.. rumlaufen bis gefunden war bei uns auch mal der Standard

Ich könnte natürlich auch im Garten eine Telefonzelle aufstellen (das Thema hatten wir hier schonmal) und im Sommer dorthin weiterverbinden.
Wie wärs mit "DECT aus der Ladeschale mit in den Garten nehmen"? Das reicht doch prima aus.. vor allem wenn niemand im Haus ist (oder niemand der sich um die Hauptnummer schert.. "was soll ich das Telefon der Eltern beantworten wenn die eh nicht mich wollen?..."). Oder liegt dein Garten ausserhalb der Reichweite von DECT? Ich hab beim (partiellen) Umstieg auf WLAN Telefone ein paar Stunden mit der Antennenposition und Aufstellung des AP gespielt bis ich den ganze Garten abgedeckt habe.. genau aus dem Grund dass ich keine Telefonzelle im Garten benötige (wäre aber noch cool, oder? Gerade so ne alte englische Kabine würde sich doch noch gut machen ;)
 
Und wenn jemand mal nicht gestört werden will, dann muss er sich abmelden ansonsten gibt's pausenlose Rund- oder Sammelrufe bis jemand abhebt. Ist das bei euch so ?

Das klingt mir eher nach Telefonterror als nach Telefonkultur. Habt ihr die Technik noch im Griff oder die Technik euch ? ;)

Ich habe jetzt rausgehört, dass du bei deinen Eltern wohnst. Die machen das klaglos mit ? Ich würde, wenn das wirklich so läuft, den Kram hochkant aus dem Haus schmeissen.
 
Servus,

Statment eines Hausbauer 2004:

Ingesamt wurden für Multimedia Verkabelung 800m Leerrohr EN32 im 160m² Haus verlegt. Wobei alleine 300m für Lautsprecher sind(Dolby 7.1 System und diverse andere LS zur Beschallung im Haus).

DVB-S wurde sternförmig zum Dachgeschoss verlegt. Umrüstung DVB-C jederzeit möglich durch mehrere Leerrohrverbindungen in HA-Raum.

Im HA-Raum enden alle Netzwerkdosen, welche mit Cat.5 Kerpenkabel angefahren werden(Habe eine Resterolle mit 700m geschenkt bekommen).

Ich habe zwischen Telefon und LAN nicht unterschieden, weil ich jedes analoge Telefon oder ISDN Telefon an RJ45 anschließen kann, notfalls TAE Stecker abzwicken und RJ45 aufcrimpen.

Die Kabel landen alle im Patchpanel wo auch der Telefonanschluß gelandet ist.

Somit kann jede RJ45 Dose im Haus frei konfiguriert werden, einfach durch umstecken der Patchkabel. Manche Patchkabel muss man sich halt selber erstellen, wie TAE auf RJ45 usw.

Jedes Zimmer hat mindesten 2x 2-fach RJ45 oder auch mehr. Sehr wichtig ist, das neben jeder Satdose ein Netzwerkdose ist(Wichtig für DBox2 Nutzer :D )

Mehrkosten waren für mich gerade mal 1000,- Euro für die Leerrohre, Verkabelung wurde von mir selbst erledigt, Kabel war ja umsonst.

Momentan sind 2 Analoge Telefone an einem Speedport W501V angeschloßen, welche über das Patchpanel im Haus jederzeit umgestellt werden können. Dazu noch 2 Dboxen per Lan an einem Switch dran, eine WLHDD von ASUS zum DBV-S streamen und 3x PC fürs surfen.

Würde diese struktuierte Verkabelung jederzeit wieder machen. War zwar sehr viel Arbeit, aber im Nachhinein, muss man nie wieder irgendwelche Kabel umklemmen, nur noch umstecken.
 
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