Interleaving (Echtzeitanwendungen)

Die Aussage des Telekom-Mitarbeiters bezog sich auf VDSL.
Ja, eben. Genau das ist ja dein Problem. Die VDSL Leitung ist nicht ausgelastet, aber das wussten wir schon durch deine Messungen, Screenshots und Daten, die du im Laufe des Threads geliefert hast.

Aber irgendwo in den Vermittlungsstellen der Telekom laufen die Glasfaser- und VDSL Verbindungen zusammen und werden gemeinsam weitergeführt, um dann an einem Übergabepunkt in die Netze anderer Anbieter geleitet zu werden - zum Beispiel, dem Netz deines Spiele-Servers. Dieser Übergabepunkt ist dein Problem, denn der ist zu klein dimensioniert, und warum das so ist, steht im Artikel, den tango501 am Sonntag verlinkt hat. Deshalb wird das Problem genauso auftreten, wenn du Glasfaser von der Telekom bekommst, denn der Übergabepunkt bleibt der gleiche - das Peering ändert sich nicht.
 
Zustimmung zu allem was du schreibst. Nur, woher weißt du, was im "fremden Netz" irgendwo passiert?
Ist es deine gefühlte Erfahrung, die dich 100%-sicher das Problem punktgenau lokalisieren lässt?
Dieser Übergabepunkt ist dein Problem
Meine Vermutung, nein ich bin mir sicher. Du hast gestern Nachmittag in deine Kaffeetasse geschaut. In deinem Kaffeesatz stand "Peering Policy" mit ! Deshalb ist es zweifelsfrei "dieser Übergabepunkt in die Netze anderer Anbieter".

Ich möchte Peering (einen Engpass / network congestion) als Ursache nicht ausschließen, aber solange der zuckersüß/e Bub seinem Provider keine "Störung" nachhaltig meldet. solange kann sich der ISP nicht um eine Störungsbehebung (Engpassbeseitigung) kümmern. Und genau solange stochern hier alle im grauen Nebel oder schauen in ihre Kaffeetassen.

Eine Störung bzw. die Auswirkungen am heimischen Router könnte ein Softwareentwickler mit Fakten (z.B. traceroute, smokeping, o.ä.) für sich selbst erhärten.

Wenn dort im benachteiligten Gebiet wie berichtet gerade ein Netzausbau stattfindet, ändert sich in "einem unbekannten Land" ständig etwas. Mal wird es besser, mal schlechter - so meine eigene dokumentierte Erfahrung.
Ich sage: Ich spüre täglich eine Auslastung (ich kann die Uhr danach stellen)
Vielleicht "spürst" du täglich, dass die am Ausbau arbeitende Bevölkerung an Werktagen pünktlich Feierabend macht und am Wochenende und an Feiertagen frei hat.
Wie oft muss dir das noch gesagt werden?
Ich schätze so ca. 300 mal.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Vermutung, nein ich bin mir sicher. Du hast gestern Nachmittag in deine Kaffeetasse geschaut. In deinem Kaffeesatz stand "Peering Policy" mit ! Deshalb ist es zweifelsfrei "dieser Übergabepunkt in die Netze anderer Anbieter".
Ich trinke nachmittags keinen Kaffe. Und es reicht, in die Messungen dieses Threads zu schauen, um bewerten zu können, welche Ursachen noch infrage kommen, und welche ausgeschlossen wurden.
 
Das blöde ist, dass ich das Problem nicht umgehen (ExitLag, Lagofast, NordVPN, Warp, Proton VPN, Surfshark usw.) kann.

Ich kann es nicht zweifelsfrei belegen, aber rein logisch betrachtet:

Server-Problem? Wieso haben es andere nicht?
Game-Code Problem? Wieso haben es andere nicht?
Irgendwo im Netz außerhalb der Telekom-Infrastruktur? Wieso kann ich es nicht umschiffen?

Das Problem muss zwischen meinem Router und dem POP sitzen.
 
Das Problem muss zwischen meinem Router und dem POP sitzen.
Das denke ich auch. Wende dich erneut an deinen Vertragspartner, der wird dann vor Ort (in seinem Netz) nach der Ursache suchen oder Märchen erzählen.

Du sollst mit den Füßen abstimmen, wenn du unzufrieden bist.

Telekom-Aktionärsversammlung
Höttges rät Kritikern: "Gehen Sie doch woanders hin"
 
Zuletzt bearbeitet:
Server-Problem? Wieso haben es andere nicht?
Game-Code Problem? Wieso haben es andere nicht?
Irgendwo im Netz außerhalb der Telekom-Infrastruktur? Wieso kann ich es nicht umschiffen?
Du vergisst zwei Aspekte:
Das Peering Problem kann auch auf der Seite des Gameservers und seiner Anbindung sein. Denn dass es niemanden außer dir trifft, glaube ich dir auch nicht: Es wird einige treffen, andere nicht.
Und: Dein lokaler Rechner kommt theoretisch auch infrage.
 
Ich habe jetzt mehrmals den https://speed.cloudflare.com durchgeführt, die CSV-Datei runtergeladen und durch eine KI analysieren lassen. Ich habe massive Ping-Spikes, die im durchschnitt aber nicht direkt auffallen. Der Server steht praktisch nebenan in Essen.
 
Der Server steht praktisch nebenan in Essen.
Das spielt bei der Verbindung Cloudflare <-> Telekom keine Rolle. Die Daten werden trotzdem zuweilen sogar über die USA geroutet. Das bestätigt eher meinen Verdacht.

Cloudflare dürfte neben EA das größte Peering Opfer der Telekom sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
EA das größte Peering Opfer der Telekom
Dazu passt leider der Beitrag "Schlechte Verbindung zu EA-Servern trotz stabiler Telekom-Leitung (Peering-Problematik)"
Der Server steht praktisch nebenan in Essen
Von welchem Anbieter wird die Echtzeitanwendung dort eigentlich gehostet?
 
Ich bin aber nicht bei der Telekom. Ja, ich nutze deren "letzte Meile" aber ich bin im Netz von net.D und mit O2 war es ja auch das gleiche. Oder meint ihr das passiert tatsächlich an dem Punkt, bevor ich "in mein Netz" gelange am Übergabepunkt?

Die Meinung war ja seit Jahren: Schlechtes Peering? Kein Problem nimm VPN.

Aber das funktioniert eben nicht.

Echtzeitanwendung = AWS Amazon in Frankfurt (da wo gefühlt 99,9% des deutschen Internets läuft)
 
Wenn der Übergabepunkt vom net.D Netz in die große weite Welt zu klein ist für ihre Kunden, dann treten genau die Effekte auf, die du jetzt siehst. Und es betrifft dann alles: Mit VPN genauso, wie ohne, weil alles da durch muss. Sowas hat man bei kleinen Anbietern öfter. Und sie ziehen sich ja schön aus der Affaire: SLAs gelten nur vor dem Peering - das Peering ist explizit ausgenommen.
 
Das klingt plausibel, aber ich hatte das ja schon mit O2. Soll ja einer der besten Anbieter in Deutschland sein.
 
Auf dem Weg von dir zum Gameserver müssen die Daten durch Netze und Router, auf die O2 keinen Einfluss hat. Das könnten die gleichen sein, durch die deine Daten auch heute müssen (das beschriebene Peering-Problem deines Game-Servers).
 
Ja, so etwas könnte es sein. Ich habe mir einen Vodafone-Router ausgeliehen und hier ans Kabelnetz angeschlossen: Man erkennt sofort eine Rückkanalstörung unter Docsis 3.1. Die Modulation springt hin und her.

2 Netze und beide haben Probleme. Das kann man niemanden mehr erzählen.
 
Hat nur überhaupt nichts mit dem anderen Problem zu tun, aber seis drum.
 
Ich habe heute morgen den Speedtest von "Netzbremse" verwendet und alle Messungen waren normal. Jetzt gerade zeigen die Messungen nur noch 1/3 der eigentlichen Bandbreite an. Auf Speedtest(.net) liegt die Bandbreite jedoch voll an.
 
Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass es ein selektives Peering Problem gibt, dann hast du ihn jetzt erbracht. Zu Netzbremse gibt es ein Problem, zu Speedtest.net nicht. Irgendwo auf dem Weg zu Netzbremse gibt es ein Nadelöhr. Ob es im Netz deines Providers, dahinter oder auf Serverseite liegt, könntest du jetzt mit Hilfe von Traces analysieren. Wie gesagt, das ist nicht 100% belastbar kann aber Hinweise geben.

Tja, und wenn die Pakete zu deinem Gameserver auch durch ein solches Nadelöhr müssen ...
 
Die 1/3 beziehen sich übrigens auf meine eingestellte Bandbreite (CAKE QOS mit Limitierung). Eigentlich liegen von den 250 mal gerade 1/5 (50 MBit) an.
 
Man hat mir mittlerweile mitgeteilt, dass FTTH hier ab August verfügbar wäre. Es muss wohl noch ein Verteilerkasten installiert werden.

Gaming habe ich komplett aufgegeben.
 
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Wie schon gesagt, das Problem liegt im Backbone, nicht in deiner Anschlussleitung. Wenn Glasfaser über den gleichen Provider angeboten wird, wie jetzt DSL, wird sich für dich nichts ändern.
 
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