[Frage] ISDN-Ablöse per VoIP?

bundesp(r)ost

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Hallo, zusammen,
Ich hab hier einen Standort, an dem per ISDN-Anlagenanschluss mit 2 Ports und 2stelligem Block etwa 20 Telefone versorgt werden.
Die Anlage ist eine alte Octopus Open (830?), die muss aber nicht unbedingt behalten werden. (Die versorgt noch 3 weitere unabhängige Duwa-Blöcke für andere Firmen, die mehr oder weniger Briefkästen sind... Für diese Firmen würde sie evtl. in Betrieb bleiben.)

Mein Problem:
Diese Firma soll demnächst teilweise an einen anderen Standort wechseln, so das am alten und am neuen Standort Büros sind.
Die Kollegen sollen wenn möglich ihre/eine Durchwahl behalten, so das auch internes Vermitteln usw. möglich ist.
Die Telekom (der bisherige Telefonprovider, anderer nicht möglich!) forciert bei uns jetzt den ISDN-Abschied (k.A. ob das mit einem DSL16000 geht, der mit 13500/750 synct und auch noch die etwa 40 MA der gesamten Firmen mit emails und Google versorgt...).

Meine Idee:
Ein kompletter Umstieg auf eine hosted PBX a la nfon (Leider hat ein Chefnaher Klugscheißer Werbung gesehen und ihm das verklickert..) mit dem Austausch der betroffenen Telefone gegen einfache Tisch- und Schnurlostelefone, die dann im Umzugsfalle einfach in der neuen Bude "ans Internet" gestöpselt werden und fertig.
Die Telefonanlage samt der SysTel und DECT-Stationen käme in die Tonne. CTI geht nur bis WinXP, von daher verschmerzbar.

Die Anforderungen:
- Flatrate für Festnetz und Mobil, wenn möglich auch nahes Ausland (A/Ch/It)
- Internes Vermitteln kostenlos
- Gruppenbildung ist nicht nötig, entweder ruft der Kunde "Null" an, oder eben die Duwa. Abgehend sollen alle Plätze die Null abgeben.
- Sicherer Betrieb bei überschaubaren Kosten
- Zumindest für einige "Vermittlungsplätze" CTI
- Faxen per G3/Analogfax
- Breite Auswahl an freigegebenen Geräten. Eigentlich brauchen wir nur 2,3 Typen Tischtelefone in verschiedenen Austattungen (Der Chef möchte natürlich ein größeres haben als andere Leute, auch wenn er lieber eifont, da sind ja alle Kontakte drin...) und robuste Schnurlosgeräte. Sowie einige Faxadapter.
- Wenn es eine Android/Apple-App gibt für ein Softphone, ist das ein Plus.
- Beide Standorte sollen die alte Vorwahl&Rufnummer behalten, da in der neuen Bude nur die Werkstatt untergebracht ist. Andere Stadt/Bundesland sollte legal kein Problem sein. Firmenstandort laut Register bleibt unverändert.

Fragen:
- Mit welchem Provider geht das? Mir scheint sipgate hier ein Favorit zu sein... Kann der was wir brauchen?
- Wie klappt das mit dem Faxen? Oder gibt es eine Alternative mit email-Gateway in beide Richtungen, oder einem Software-"Drucker" am PC?
- Kann ich einem User an beiden Standorten ein Gerät einrichten und es klingeln beide? Was passiert, wenn er in Standort A telefoniert und dann noch jemand die Nummer anruft?

Das war sicher noch nicht alles was ihr braucht und ebensowenig alles was wir brauchen, aber erstmal alles was mir so einfiele.
Danke fürs Lesen und für jede Idee!
Grüße,
Jens
 
Ich glaube, toplink ist eine andere Liga, wenn auch beeindruckend.
Ja, besagter Arschkriecher hat die Werbung im TV gesehen und das als die Lösung propagiert, machen muss es ja jemand anders. Kostet ja auch nichts, zuhause hat er ja auch einen Telekom-35€-alles-Flat, das kann ja in der Firma nicht teurer sein...

Was mir beim Lesen des Artikels noch einfiel:
- Wie geht ein Notruf? Ich bin ja mit falscher Ortsnetznummer unterwegs, und dazu (trotz nur 5km Entfernung) im anderen Bundesland.
 
Du solltest einige lokale Leitungen haben, über die 110 und 112 etc geroutet wird
 
Am sichersten und gratis von Überall*: Mobile :D

Nein: Entweder in der Konfiguration (z.B. IP-telefon, kann von Land zu Land sich unterscheiden),
dann werden die direkt (auch bei Tastensperre) an den Anbieter ohne Vorwahl? geleitet.
...und/oder als Wahlregel, am Besten in der PBX, die dann auch ja garantiert richtig weitergeleitet wird.

Testen ist ein bischen tricky. Dafür sollte es echt eine Notruftestnummer geben.
Dazu empfehle ich diesen Post, und den ganzen Thread.

* Schon klar, eine Antenne muss in der Nähe sein.
:gruebel: Muss (m)ein VoIP Anbieter SIP Call URI Notrufe erlauben?
...wäre auch mal ein Thema wert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch bei Mobilfunk kannst du in der falschen Leitstelle landen und bei gewissen Netzanbieter ist es auf dem Land auch nicht so einfach Empfang indoor zu haben ("Mit dem besten Netz in Städten", welcher Provider ware das? Vodafone?)
 
Die Telekom bietet derzeit noch keine Anlagenanschlüsse auf IP - Basis an, das wird auch noch etwas dauern und man wird dann auch nicht gleich alle Geschäftskunden umstellen wollen, denn die Qualitätsanforderungen sind bei den Geschäftskunden doch noch etwas anders gelagert. Also: Nicht verrückt machen lassen und abwarten.

Ansonsten: Man kann die alte TK-Anlage an ein Mediagateway koppeln und weiter betreiben. Von bintec elmeg gibt es das schon seit längerem und seit dem 2. Quartal 2015 hat die Telekom z.B. die Digitalisierungsbox Standard für diese Fälle. Von bintec elmeg kommt ein ähnliches Produkt im Spätsommer.

Von hosted PBX halte ich garnichts, denn wieso sollte man ein wichtiges Kommunikationsmedium komplett outsourcen?
 
Danke erstmal für die Antworten...
thtomate12:
Lokales Routing am neuen Standort fällt aus weil konvertierte riesige Werksanlagen. Die 27 Hallen werden jetzt Quadratmeterweise vermietet, jeder Hans und Franz baut da fix ein paar "Rigipswände" rein und hat sein Lager da. Internet geht per ehemaligem "Werks-LAN", DSL und Festnetz nicht.

koyaanisqatsi:
Die PBX wäre wenn dann hosted, wir wollen/können da keine Kiste aufstellen. Ob Routing da (richtig) geht, weiß ich nicht, erste Schritte auf VoIP-Gebiet neben meinem Privatanschluss. Das mit dem Notruftest ist im übrigen interessant, das haben mich als ex-Postler schon mehr Leute gefragt, auf den Vorschlag mit der Leitstelle sind selbst eingefleischte DRKler und Feuerwehrleute nicht gekommen.

Kalle2006:
Das ist interessant. Die Telekom sagt mir, das sie unsere insgesamt 3 Doppelports Anlagen-ISDN auf VoIP umrüsten will, und das am besten noch dieses Jahr. Von einer Konverterbox war keine Rede, da Kaufanlage, "da müssen sie sich selbst drum kümmern. Zum Jahresende wird ISDN gekündigt.".
Das Koppeln der Anlage mit einem Konverter würde ich auch tun, zuhause hab ich meine ISDN-Anlage auch an den Port der Fritze gehängt. Auerswald bietet zwar im CB2 direkt VoIP an, aber Routing und Einstellmöglichkeiten sind ein Witz. Nicht mal LCR geht.
Hier würde sich allerdings das Problem ergeben, das ich aus einer Anlage 2 an 2 Standorten machen müsste, und die auch noch koppeln. Der Kollege will/soll seinen Schreibtisch samt Telefon und PC woanders ans Internet stecken, und dann muss das tun, mit "intern vermitteln" und "gleicher Vorwahl sonst verwirren wir unsere Kunden, die sind alle doof". Und das geht m.E. nur mit hosted PBX. Wohl ist mir da auch nicht mit, aber gibt es einen anderen Weg?
Bin ja auch gespannt, wie die Telekom unsere wackelige DSL16000 mit o.g. Bitrate zu insgesamt 16 Sprachkanälen konvertieren will.
 
Hier würde sich allerdings das Problem ergeben, das ich aus einer Anlage 2 an 2 Standorten machen müsste, und die auch noch koppeln. Der Kollege will/soll seinen Schreibtisch samt Telefon und PC woanders ans Internet stecken, und dann muss das tun, mit "intern vermitteln" und "gleicher Vorwahl sonst verwirren wir unsere Kunden, die sind alle doof". Und das geht m.E. nur mit hosted PBX. Wohl ist mir da auch nicht mit, aber gibt es einen anderen Weg?
Das koppeln und dann intern vermitteln ist kein Problem. Man kann per VPN ohne Probleme eine Nebenstelle nach extern auslagern.
 
Moins

auf den Vorschlag mit der Leitstelle sind selbst eingefleischte DRKler und Feuerwehrleute nicht gekommen.
Das kenn ich: Betriebsblind :D
...nein, die haben wichtigeres zu tun.

Die PBX wäre wenn dann hosted, wir wollen/können da keine Kiste aufstellen.
Das Routing muss dann, ja von wem eigentlich?, Anbieter?
...ich mein, das ist echt ein Problem*, aber nicht unlösbar. ;)

1. Die Vorgaben für einen Notruf sind gesetzlich vorgeschrieben (was den Absender angeht).
2. Wird der Notruf mit [LAND][VORWAHL][NOTRUF] abgesetzt, ist der Adressat schonmal klar.
3. Kein Internet - kein Notruf**

Mobilfunk Notruf (z.B. bei GSM Gateway)
Oups, ist schon 6 Jahre alt, aber wisst ihr das?
www.areamobile.de schrieb:
Anders als in vielen EU-Staaten muss in Deutschland eine aktivierte SIM-Karte im Mobiltelefon eingelegt sein, um einen Notruf absetzen zu können. Diese Regelung wurde im Jahr 2009 eingeführt, um dem Missbrauch von Notrufnummern vorzubeugen.
Quelle

* Notrufe in VoIP-Netzen
** Kein Telefon, kein Internet - kein Notruf
 
@Kalle2006
Das würde dann aber erfordern, das zunächst die alte Anlage am alten Standort per Adapter von VoIP auf ISDN wieder "zum Amt" kommt, und gleichzeitig müsste man am neuen Standort ein VoIP-Fon per VPN zum alten Standort durchreichen um es dort wieder per Adapter VoIP auf a/b (oder ISDN) zum Festnetztelefon zu machen, oder?
Oder eine komplett neue lokale Anlage mit internen VoIP-Stationen, bei denen dann welche per VPN ausgelagert werden.
In beiden Fällen wäre ein Stapel neue Hardware erforderlich. Wenn ich alle Geräte eh gegen VoIP tausche, kann ich mir doch die Anlage sparen und die Geräte direkt an den Provider hängen, oder?
Wo ist mein Denkfehler?

@koyaanisqatsi
Das mit der SIM-Karte war mir schon länger bekannt. Ging doch damals durch alle Zeitungen: Die "Ausländer" auf dem Flohmarkt mit den billigen Handies haben zum testen ohne SIM immer die 110 benutzt und dank fehlender Rufnummer konnte die Polizei nix machen außer sich aufregen.
Das ohne Internet keine Telefonie geht, kenne ich von zuhause. Ganz schöner Scheiß, das. Wäre ich mal bei meinem ISDN geblieben, der ist in 15 Jahren nie ausgefallen. VDSL ist an manchen Tagen 20 mal für ein paar Sekunden auf Neusync.
Aber eine Alternative gibts ja nicht. Außenliegende Nebenstelle wäre mir auch lieber, aber das ist ja heute unerwünscht.
Das Problem mit der nomadischen Nutzung ist mir bekannt. Rumwandern würden wir damit auch nicht wollen, aber die registrierte Adresse ist bei einigen Nebenstellen anders als der tatsächliche Standort.
Gibt es einen Provider, der pro Nebenstelle eine andere Adresse erlaubt?
 
Das A & O bei VoIP-Anschlüssen bzw. bei SIP-Telefonie ist eine stabile & saubere Internetverbindung. Ist diese nicht gegeben so ist das Vorhaben schon mal recht fragwürdig.
Bei 40 MA ist die Frage wieviele davon ständig telefonieren. Auch ist die Frage wieviel wird "intern" telefoniert d.h. ohne das es das Gebäude verlässt?

Es sollte hier wenn man auf Sicherheit aus ist auch geschaut werden, ob man vielleicht mit VLans arbeitet und so die Telefonie besser absichert/priorisiert.

Auch sollte man schauen wie gut die Netzwerkverkablung ist.
 
Mein Problem:
Diese Firma soll demnächst teilweise an einen anderen Standort wechseln, so das am alten und am neuen Standort Büros sind.
Die Kollegen sollen wenn möglich ihre/eine Durchwahl behalten, so das auch internes Vermitteln usw. möglich ist.
Die Telekom (der bisherige Telefonprovider, anderer nicht möglich!) forciert bei uns jetzt den ISDN-Abschied (k.A. ob das mit einem DSL16000 geht, der mit 13500/750 synct und auch noch die etwa 40 MA der gesamten Firmen mit emails und Google versorgt...).
Das ist kein Problem sofern beide Standorte einen Internetanschluss haben. Hier gibt es verschiedene Wege über Cloud-TK-Anlage oder TK-Anlage an Standort A mit VPN zum Standort B.
Meine Idee:
Ein kompletter Umstieg auf eine hosted PBX a la nfon (Leider hat ein Chefnaher Klugscheißer Werbung gesehen und ihm das verklickert..) mit dem Austausch der betroffenen Telefone gegen einfache Tisch- und Schnurlostelefone, die dann im Umzugsfalle einfach in der neuen Bude "ans Internet" gestöpselt werden und fertig.
Die Telefonanlage samt der SysTel und DECT-Stationen käme in die Tonne. CTI geht nur bis WinXP, von daher verschmerzbar.
Wie groß ist den das Gelände und sollen die Mitarbeiter via DECT überall hinlaufen und telefonieren können.
Die Anforderungen:
- Flatrate für Festnetz und Mobil, wenn möglich auch nahes Ausland (A/Ch/It)
Flats gibt es in der Regel unterteilt in Festnetz, manche haben noch Mobilfunk (natürlich wieder mit Aufpreis) und beim Ausland wird es so langsam dünn.
- Internes Vermitteln kostenlos
Bieten eigentlich alle.
- Gruppenbildung ist nicht nötig, entweder ruft der Kunde "Null" an, oder eben die Duwa. Abgehend sollen alle Plätze die Null abgeben.
Das geht immer, wobei ich BLF schön finde, dass man sieht ob jemand der Kollegen telefoniert und nicht wohin vermitteln will wo vielleicht gerade gesprochen wird.
- Sicherer Betrieb bei überschaubaren Kosten
;) Was ist überschaubar?
- Zumindest für einige "Vermittlungsplätze" CTI
Soll das auch noch mit Systemen anderen Systemen verbunden werden oder rein CTI nur?
- Faxen per G3/Analogfax
Hier sollte man gute Adapter nehmen z.B. Patton.
- Breite Auswahl an freigegebenen Geräten. Eigentlich brauchen wir nur 2,3 Typen Tischtelefone in verschiedenen Austattungen (Der Chef möchte natürlich ein größeres haben als andere Leute, auch wenn er lieber eifont, da sind ja alle Kontakte drin...) und robuste Schnurlosgeräte. Sowie einige Faxadapter.
VoIP-Geräte sind oft nur „dumme“ Endgeräte wenn man Cloud-Lösungen nimmt und da kann man auch wenn es unlogisch ist der Azubine die alles vermittelt das 1 Zeilige Schwarz-Weiß-Telefon geben und dem Cheffe welcher nie Telefoniert das 10“ Telefon mit Touch-Display.
- Wenn es eine Android/Apple-App gibt für ein Softphone, ist das ein Plus.
Haben auch 80% der Systeme
- Beide Standorte sollen die alte Vorwahl&Rufnummer behalten, da in der neuen Bude nur die Werkstatt untergebracht ist. Andere Stadt/Bundesland sollte legal kein Problem sein. Firmenstandort laut Register bleibt unverändert.
Wie gesagt beide Standorte Internet!
Fragen:
- Wie klappt das mit dem Faxen? Oder gibt es eine Alternative mit email-Gateway in beide Richtungen, oder einem Software-"Drucker" am PC?
Es gibt hier mehrere Möglichkeiten, kommt auf den Geldbeutel an und wie man es will. Meine Kunden haben oft zum wegfaxen noch Analoggeräte. Aber ankommend ist alles via eMail / PDF.
- Kann ich einem User an beiden Standorten ein Gerät einrichten und es klingeln beide? Was passiert, wenn er in Standort A telefoniert und dann noch jemand die Nummer anruft?
Das kommt auf die Einstellung drauf an.

Lokales Routing am neuen Standort fällt aus weil konvertierte riesige Werksanlagen. Die 27 Hallen werden jetzt Quadratmeterweise vermietet, jeder Hans und Franz baut da fix ein paar "Rigipswände" rein und hat sein Lager da. Internet geht per ehemaligem "Werks-LAN", DSL und Festnetz nicht.
Also ist Internet vorhanden. Das reicht in der Regel. Jetzt ist noch wichtig wie stabil ist es und wie viele Leute wollen was drüber machen?
@Kalle2006
Das würde dann aber erfordern, das zunächst die alte Anlage am alten Standort per Adapter von VoIP auf ISDN wieder "zum Amt" kommt, und gleichzeitig müsste man am neuen Standort ein VoIP-Fon per VPN zum alten Standort durchreichen um es dort wieder per Adapter VoIP auf a/b (oder ISDN) zum Festnetztelefon zu machen, oder?
Oder eine komplett neue lokale Anlage mit internen VoIP-Stationen, bei denen dann welche per VPN ausgelagert werden.
In beiden Fällen wäre ein Stapel neue Hardware erforderlich. Wenn ich alle Geräte eh gegen VoIP tausche, kann ich mir doch die Anlage sparen und die Geräte direkt an den Provider hängen, oder?
Wo ist mein Denkfehler?
Bei einer „lokalen“ TK-Anlage habe ich eben interne Gespräche nicht als „Traffic“ auf meiner DSL-Leitung. Ob ich nun eine ISDN oder VoIP-Anlage oder ein Hybrid aufstelle ist erst mal unwichtig. Das ist eher wichtig für die Frage was vorne reinkommt und ob ich mir heute noch eine reine ISDN-Anlage kaufen würde. Die Nebenstellen im anderen Gebäude werden über VoIP / VPN angeschlossen.
Das Problem mit der nomadischen Nutzung ist mir bekannt. Rumwandern würden wir damit auch nicht wollen, aber die registrierte Adresse ist bei einigen Nebenstellen anders als der tatsächliche Standort.
Gibt es einen Provider, der pro Nebenstelle eine andere Adresse erlaubt?
Das ganze ist doch auf einem Standort angemeldet und ob eine Aussenstelle / Homeoffice woanders arbeitet ist dem Provider eher egal. Da die Firma ja zur richtigen Vorwahl gehört.
 
Zuletzt bearbeitet:
Whoa!
So, danke erstmal für den Brockhaus an Infos ;).

Dann, ähm, mal los:
- Einige MA brauchen ein Schnurlosfon, das Gelände ist etwa 60*60m, und die sollen sich da frei bewegen können. Ob nun DECT oder WLAN...
- Das eine Flat Geld kostet, ist klar. Sie sollte aber einen klaren Kostenvorteil ergeben. Prio ist Festnetz, allerdings haben die Monteure natürlich alle Telekom-Handies, und da man da viel hintelefoniert, wäre eine Mobilflat ebenfalls überlegbar. Ausland wäre toll, aber das ist nicht sooo viel, vor allem, wenn es die Auswahl einschränkt.
- BLF ist toll, aber nutzen unsere Vermittlungsdamen jetzt auch nicht. Die Telefone bei ihnen haben extra Tastenmodule bekommen, die anzeigen ob jemand spricht, es klingelt usw., und mit der Taste kann man direkt denjenigen anklingeln. ISt ein prima Zettelhalter für die Internnummernliste ;) Priorität also -1
- Überschaubare Kosten sind z.B. bei den Monatlichen Kosten ähnlich wie jetzt die ISDN-Anschlüsse, soweit mir bekannt insgesamt so an die 350€. Geräte kauft man ja nur einmal. Damit meinte ich, das es gar nicht so eine Spezial-Uberlösung sein muss. Einfach und bewährt reicht uns. Viel mehr wie Quatschen will keiner.
- Wegen dem CTI: Die meisten nutzen den Client primär wegen der Anruferliste. Wenn Outlook mit Kontakten geht isses gut, mehr brauchts nicht. Ginge evtl. über eine Webseite, aber da muss man sich immer neu anmelden. Das ist für Schlosser zu kompliziert ;)
- Analoges Fax ist Pflicht, rein und raus. Papier geht über alles, PDFs werden gedruckt. Daher die Frage: Geht G3-Faxen über VoIP?
- Das mit den Endgeräten hast du ganz gut erfasst. Nciht ganz so extrem, aber die Richtung triffts.
- Internet am neuen Standort ist noch fraglich, sowohl wie schnell als auch was und wie stabil. Ich vermute eine synchrone 10MBit. Beim alten Standort noch DSL16 mit 13500 zu 750 und auch nicht wirklich stabil. Mehr geht nicht weil ländlich.
- Eine neue Telefonanlage ist ja ein Kostenfaktor, die Frage ist ob das erforderlich ist. Das Argument, das im eigenen Haus zu halten, geht mir ein, dennoch wäre neben den eh nötigen Telefonen eine Zentrale erforderlich. Was kostet sowas? 100€, 1000€ oder 10000€? Es wird eine sinnvoll günstige Lösung gesucht, und da ist ein 4-5-stelliger Kostenklotz ein großes Minus. Ist das nötig?
- Wegen dem Standort: Nein, das neue Werk ist im Nachbarort, anderes Bundesland, andere Vorwahl, anderer Landkreis. Daher das Problem mit dem Notruf...
 
Ich hol das Ding mal wieder hoch...

Mittlerweile hat sich ergeben, das wir synchronen 100MBit-Glasfaser-Internetzugang haben, mit festen IPs. Telefon-Festnetz gibts nicht. Raumnachbar hat Pseudo-ISDN via DSL (T-Kom Digitalisierungsbox, DSL3000 mit ~2000 Downstream).

Sipgate getestet, aber unzufrieden.
Pluspunkte:
- DE-Allnetflat ist Plus, das wollten wir haben. Preislich akzeptabel, der ISDN-AnlAs kostet mehr und hat nur Festnetzflat.
- Einrichtung & Verwaltung einfach.
Minus:
- Fax über deren Interface ist Murks, einige faxende MA sind Computeranalphabeten. Das mit dem einloggen usw. überfordert die. Der Faxdrucker erfordert ernsthaft das eintippen der Rufnummer. Einzig das Faxen eingehend per Mail ist nett.
- Es ist einem MA nicht möglich, eine Rufumleitung ohne Webinterface einzuschalten. Wenn er einen Zugang hat, kann er viel zu viel selber beeinflussen, was er weder "kann" noch soll.
- Gruppen können die Rufe nicht detailliert verteilen. Entweder bekommt jeder sofort alles, oder nicht.

Also...
- Das aufstellen einer Anlage vor Ort ist nicht möglich (und auch nicht gewünscht).
- Wir brauchen eine Allnetflat für Deutschland. Wir haben viele Kunden und MA in allen möglichen Handy- und Festnetzen.
- wir würden gern z.B. Gigaset Pro DE310 und N720 mit SL610 nutzen wollen. Einigermaßen gewohnt und günstig. Alcatel getestet, aber warum muss man immer die Benutzerkennung im Display sehen? Geräteempfehlung für DECT-Roaming gern gesehen: 4 Basen sind zur Abdeckung erforderlich, insgesamt 8 Mobilteile.
- Es muss einem MA möglich sein, sein Telefon umzuleiten, ohne das er ins Webinterface muss. Alternativ: Ein- und Ausloggen in eine Gruppe. (Es geht um einen Vermittlungsplatz. Die Kollegin hat nur einen 6h-Tag, nachmittags muss ein Kollege im anderen Werk übernehmen. Eine dauerhafte Gruppe macht ihn wild, eine Rufumleitung nach Zeit den Kunden, die Internetseite sie. Entweder sie leitet um, oder er holt sich rein. Das muss schnell gehen, wenn sie mal kurz nicht am Platz ist - Einloggen/umklicken dauert zu lang und ist zu unbequem.)
- Ein bidirektionales Fax-Mail-Gateway wäre Plus.
- Die jetzige 0,10-99-Durchwahl soll portiert werden.
- Für Notrufe: Mehrere Standorte. Sipgate kanns.
- Zuverlässig. Business eben.

Für Ideen bin ich dankbar.

Placetel scheint zumindest das Rufumleiten und Gruppenmanagement per Tastenkürzel zu beherrschen, sogar frei konfigurierbar.
Allerdings gibt es da wieder ein Problem mit den Standorten. *grmpf*
 
Zuletzt bearbeitet:
Keine Anlage vor Ort? Dann sind dort wohl überhaupt keine Netzwerkgeräte / Router / Firewall etc. erlaubt, denn ein Router mit TK-Anlage für IP - Telefonie ist ja kein riesiger Kasten.
 
Zunächst mal:
Nein, sind es nicht. Alles, was über den Anschluss an den vorhandenen Strom- und Netzwerksteckdosen hinausgeht, ist aus räumlichen Gründen nicht möglich.
Für Serverzwecke gibt es ein NAS in einer Ecke, die Hausverkabelung ist fest, der Internetanschluss wird vom Vermieter bereitgestellt.
Eine gesonderte Telefonieverkabelung ist nicht möglich, allerdings ist strukturierte Verkabelung vor Ort und der Admin schaltet die Steckdosen wahlweise in das Telefonienetz oder eben ins normale Internetz.
Portfreigaben und Interne IPs müsste ich quasi bei ihm bestellen.

Dann:
Ich versteh ehrlich nicht, was eine Telefonanlage bringt, die doch wieder auf VoIP-Konten zugreift.
- Intern wird so gut wie gar nicht telefoniert, und wenn: Sipgate und Konsorten funktionieren sehr gut auch mit den zugewiesenen Internnummern. Gut, geht in beiden Fällen übers Internet, aber bei 100MBit dürfte das kein Bandbreitenproblem werden, und wenn die Internetanbindung nicht geht, ist fehlende Interntelefonie das kleinste Problem.
- Rufumleitungen, Wahlregeln, Vermittlung: Geht auch klasse per Internet. Die Bedienung bei Sipgate ist m.E. mangelhaft, aber Placetel z.B. kann exakt das gewünschte. Leider ist die Flatrate da nur für 750 Minuten/Monat gut, das dürfte eng werden.
- Sonstige Funktionen der Anlage (BLF, Warteschleife, Wahlregeln) werden nicht benötigt, und sind im Regelfall ebenfalls über VoIP-Anbieter zu erledigen. Vielleicht mit Einschränkungen, aber momentan wird "sowas" gar nicht genutzt. Da ist es kein Problem, wenn es weniger Funktionsumfang hat als jetzt.
- Die jetzige Anlage ist nicht portierbar, da nicht VoIP-fähig. Die Anschaffung eines Gateways wäre nicht zielführend, da der Primärgrund der Umstellung die Splittung des Geschäfts ist: Produktion und Verwaltung sitzen an zwei Standorten. Eine Internverbindung müsste ebenfalls wieder über zwei Gateways gehen, und für das Geld kann ich besser neue Telefone anschaffen. Mal ganz abgesehen davon, das es für die ~8 Jahre alte Alcatel keine Gateways gibt, die die SysTels via Internet/VPN anbinden könnten.

Bitte, erkläre mir, warum man das machen sollte. Ich versteh es nicht. Es mag Anwendungsfälle geben, aber ich bezweifle, das das hier der Fall ist.
Und bitte, es gilt immer noch: Welcher Voip-Anbieter hat eine vernünftige Flatrate im zum ISDN passenden Preisrahmen und kann gut per Telefon bedient werden?
 
Das mag jeder halten wie er will, aber ich würde die Verantwortung für mein Netzwerk und damit die Sicherheit im eigenen Unternehmen nicht anderen überlassen. Das der Vermieter den Internet Anschluss stellt, ist kein Problem. Aber ich würde diesen Anschluss nie ohne eine eigene Firewall benutzen. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.
 
Naja, Vermieter in dem Sinne wie du ihn verstehst ist er nicht.
Ich würde ihn eher als neuen Inhaber bezeichnen. Nach meiner Einschätzung ist der Teil der Firma verkauft und hat nur noch proforma den alten Namen.
Tut aber ja auch nichts zur Sache, ist eben so, gefällt mir auch nicht, aber anweisung ist Anweisung, alles andere ist entweder zu teuer oder "geht nicht".

Aber mal die Netzwerkgeschichte und Firewall zur Seite: Warum Telefonanlage?
 
TK-Anlage im Haus vs. reine Cloud-Lösung hat was mit Tarifen und auch mit Anbindungen zu tun.

Wenn ich eine TK-Anlage egal ob nun eine Starface, swyx oder was "herkömmliches" wie Auerswald habe, dann kann ich bestimmte Dinge intern machen ohne dafür beim Anbieter was einstellen oder buchen zu müssen. Wie z.B. weitere Tasten belegen für RUL oder Gruppen. Wenn das Internet weg ist, geht immer noch interne Telefonie und die "Last" bei internen Telefonaten ist nicht im Internet.

Nachteil ist natürlich dass ich die Anlage bezahlen muss, welche je nach Leistung in die 5-10.000€ gehen kann bei 40+xx Geräten & Usern. Auch gibt es bei einigen Anbietern Wartungskosten für die Anlagen.

Die N720 von Gigaset Pro sind nicht schlecht, nur würde ich hier eine DECT-Messung von einem Fachbetrieb machen lassen. Das ganze ist nicht ohne und die Senderaufstellung sollte wohl überlegt sein.

Ich kenne das von meinen Kunden welche ich betreue, dass eine offene Kommunikation mit den VoIP-Businessanbietern bis jetzt bei Flatrates viel geholfen hat. Getreu dem Motto "leben und leben lassen".
 
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