[Frage] ISDN- oder IP-Telefon an die 6360 hängen?

Quickdraw

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Ich stelle gerade von Telekom (Call & Surf Comfort universal) auf Kabel Deutschland (Internet 32 und Telefonie mit Fritz!Box Cable 6360) um.

Ich brauche ein komfortables, stationäres Telefon und überlege nun, ob ich mein altes ISDN Telefon (T-Concept P722) an den S0-Ausgang der 6360 hängen soll, oder ob ich mir ein IP-Telefon zulegen soll (z.B. SIEMENS OptiPoint 600 office) und das an mein LAN anschließe (allerdings hinter einem Switch). Die 2. Lösung wäre verdrahtungstechnisch günstiger und eleganter.

Welche der beiden Varianten liefert wohl die bessere Sprachqualität? Was gibt es sonst noch an Vor- und Nachteilen zu bedenken? Könnte der Switch evtl. Probleme machen?

Danke vorab.
Gruß Jo
 
Sprachqualität ist ganz klar am IP-Telefon besser - Switch stellt kein Problem dar ;)

Was gibt es sonst noch an Vor- und Nachteilen zu bedenken?

Da Du ja von KD nicht die Zugangsdaten bekommst, um das IP-Telefon direkt am Server anzumelden, belegt jedes Gespräch 2 Sprachkanäle deiner Fritzbox - bei einer 3er-Konferenz, oder wenn Jemand anklopft sind das schon 4 Kanäle - ob die 6360 überhaupt 4 Sprachkanäle hat, kann bestimmt einer der AVM-Fanboys verifizieren.
 
Die Fritz!Box hat 5 Sprachkanäle.
Ergibt also 2 gleichzeitige Gespräche, sofern vom Tarif nicht weiter begrenzt.
Und zwingend besser muss die Sprachqualität nicht sein. Kommt drauf an, ob KD G722 kann. Und wenn, klappt das nur zu anderen KD-Kunden.
Bzw , wenn man weitere VoIP-Anbieter direkt im IP-Telefon anlegt auch dort jeweils Netzintern.

Dann wäre noch die Frage, ob ein OptiPoint voIP per SIP kann und ob es überhaupt eine gute Wahl ist.
z.B: Mehrere VoIP-Anbieter (mehrere Nummern), behandlung von Konferenz und Rückfrage, ...
Openstage-Modelle können z.b. je nach Ausführung SIP, sind dort aber extrem eingeschränkt.

Das alte T-Concept P722 ist da auch kein gute Wahl.

Eher ist ein Gigaset Dx800A das richtige, sofern dessen Einschränkungen nicht stören, die vorallem Gegenüber dem 'Vorgänger' Sx353 auffallen.
Man könnte natürlich auch ein Sx353 bei eBay besorgen...

Oder man guckt bei snom oder Titpel/Yealink, ob dort etwas gefällt und geeignet ist.
 
ein schnurloses Telefon fällt tatsächlich flach?
weil sonst könnte man:
a.) entweder F!B DECT verwenden in Verbindung mit Gigasets
b.) oder separate Gigaset Basis

als MT evtl. SL-Klasse von Gigaset
 
Oh Junge, ist das kompliziert ...

ein schnurloses Telefon fällt tatsächlich flach?

Ich habe öfters mal längere Telefonkonferenzen (wo mir nicht der Saft ausgehen darf) und setze dann mein Headset auf.
Gibt es Mobiltelefone, wo man ein vernünftiges, bequemes Headset anschließen kann und das dabei in der Ladeschale stehen kann?

Hmm, Mobiltelefon wäre vielleicht gar nicht so schlecht. Da könnte man dann zwischendurch nen Kaffee holen (oder wegtragen) :-)
 
Hallo Quickdraw,
du sprichst von längeren Telefonkonferenzen und Headsets.
Wäre es da keine Lösung sich ein gutes Headset für den Computer zuzulegen?
Für Computer findest du eine große Auswahl. VoIP-Software gibt es kostenlos, sofern diese bei Telefonkonferenzen überhaupt benötigt wird.
Die Gefahr, wenn du ein VoIP-Telefon im gleichen LAN betreibst ist natürlich, dass das LAN aufgrund der anderen Computer im Netz ausgelastet sein kann, was sich an abgehackten Gesprächen bemerkbar macht. Ein weiteres Problem ist es an die VoIP-Daten von KDG zu kommen.

Grüße
Thomas
 
am Pc ist doch nicht sooo optimal.
Wenn die Kiste zwischendurch absemmelt, hat sich das mit der Konferenz auch erledigt....


Die Kombination aus Dx800A + nötiger Anzahl Schnurlose wäre dann was.
Die S-Klasse nutzt normale Akkus, das SL78H dagegen einen speziellen, der kaum 2 Jahre durchhält.
Headset per BT oder Kabel können die S-Geräte (z.B. s810H), wobei es gleichzeitig auf der Ladeschale stehen kann.
 
Sprachqualität ist ganz klar am IP-Telefon besser
Das ist so pauschal falsch. Hier werkelt ein als VoIP-ATA konfigurierter Speedport W701V als SIP-Nebenstelle an einem Speedport W920V. Am W701V ist ein älteres analoges Telefon von der Telekom (Signo 2) angeschlossen. Die Kombination aus Signo 2 und W701V bildet also ein IP-Telefon, welches via VoIP mit dem W920V verbunden ist. Die Sprachqualität dieser Konstellation ist zwar gut, aber trotz höchstmöglicher VoIP-Qualitätseinstellung am W701V immer noch hörbar schlechter als wenn ich das Signo 2 direkt am W920V anschließe. Noch besser wird die Sprachqualität, wenn ich statt des Signo 2 ein ISDN-Telefon am internen S0 des W920V anschließe.

Davon abgesehen, hat es auch Vorteile, das IP-Telefon nicht direkt beim VoIP-Provider anzumelden (was ja bei KD mangels Zugangsdaten sowieso nicht geht), sondern nur als Nebenstelle an der Fritzbox. Einer der Vorteile ist z. B. der, dass man Telefonanlagen-Funktionen der Fritzbox wie z. B. Interngespräche, internes Vermitteln und Heranholen von Anrufen nutzen kann. Mit Telefonen, die direkt beim Provider angemeldet sind, ginge das nicht.

Gruß

Michael
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hier werkelt ein als VoIP-ATA konfigurierter Speedport W701V als SIP-Nebenstelle an einem Speedport W920V. Am W701V ist ein älteres analoges Telefon von der Telekom (Signo 2) angeschlossen.

Das ist schon mal auf keinen Fall ein IP-Telefon - und die Sprachqualität kann (natürlich) nur analogem Standard entsprechen !

Auch müßt ihr euch nicht immer an G.722 (HD-Voice) "festbeißen" - im direkten Vergleich ist ein IP-Telefon von einem namhaften Hersteller, auch bei G.711 Codex, einem ISDN-Telefon in Puncto Sprachqualität deutlich überlegen.

Interngespräche, internes Vermitteln und Heranholen von Anrufen nutzen kann. Mit Telefonen, die direkt beim Provider angemeldet sind, ginge das nicht.

In Zeiten vom Festnetzflatrates ist es de Facto egal, ob ich ein anderes Telefon im Haus intern oder extern anrufe.

Der Rest hängt vom Providern ab - z.B. bei der Telekom ist die Funktion "vermitteln/makeln/Besetzt-Rückruf" bei IP-Telefonie nicht freigeschaltet, kein Plan warum nicht - bei Sipgate-Plus z.B. kann man das aber problemlos machen :cool:
 
Mit G.711 ist es im Vergleich recht egal ob VoIP, ISDN oder Analog.
Man kann natürlich ein gutes VoIP-Telefon nicht mit irgendeinem billigen ISDN T-lefon vergleichen. Die T-Concepts sind nunmal nicht gerade die besten. Die neueren sind Billigware von vtech.
Ähnliches gilt für Analog-Geräte. Gute Geräte bei guter Verkabelung und gute TK-Hardware sollten sich kaum unterschiedlich anhören.

Zu beachten ist aber auch, das jede Signalwandlung irgendwie Verluste erzeugt.
Die Provider übertragen Gespräche per IP und Wandeln es für den Kunden auf Analog, wenn er so einen Anschluss hat. Analog zu Analog ergibt damit 2 Wandlungen.
ISDN zu ISDN mit TK-Anlagen für Analog-Telefone macht nochmal ne Wandlung mehr.
Noch schlimmer wirds andersrum: Analog-Amt mit VoIP-Telefonen.
Das Analog-Amt einer Fritz!Box ist bekannter Weise recht minderwertig. Bei den Fernst-Routern der Telekom wirds kaum besser sein.
Und zwecks DECT-Übertragung wird bei den Schnurlosen dann nochmal gewandelt.

IP-Telefone können also dadurch besser sein, das im Idealfall (beide haben VoIP mit IP-Telefonen) garkeine Wandlung zwischendurch erfolgen muss.
Wobei sich G711 auch Verlustfrei auf ISDN und andersrum Wandeln lassen sollte.

Bleibt also nur noch folgendes:
- IP-Telefone sind durch G722 eventuell eher auf Guten Klang ausgelegt (Größere/bessere Lautsprecher, besseres Mikro), wovon auch G711 profitiert.
- Es gibt mehr hochwertige IP-Telefone als für Analog oder ISDN.
- Für ISDN und Analog wird kaum neues/besseres Entwickelt.
- - Die letzten ISDN-T-Concepts wurden z.B. nur immer mal wieder an das aktuelle Telekom-Design angepasst, während die Technik gleich blieb (von 2005 oder noch älter).
- - Bei den Schnurlosen hat die Telekom von Gigaset zu vtech gewechselt, was die Qualität nur schlechter machte.
- - Gigaset selbst ist Schnurlos bislang bei 2009 stehen geblieben, wenigstens wurde im Zuge des 'immer billiger werden' zumindest bei den S-Geräten die Sprachqualität nicht schlechter.
- - Und das wars im Grunde schon an bekannten Consumer-Geräten. Professionelle Geräte brauchen dagegen passende Anlagen und werden schon daher kaum für zu hause verwendet. Bei VoIP-Geräten (zumindest Tischgeräte) ist das eher andersrum, vieles richtet sich an den professionellen Einsatz, ist aber von Funktion und Preis auch für zuhause Interessant.

Es liegt also eher an der Hardware, nicht pauschal an der Technik an sich. Gegen ein AVM MT-C, D, F per VoIP gewinnt sogar das billige vtech T-Sinus 101 für 30 Eur.
 
Das ist schon mal auf keinen Fall ein IP-Telefon - und die Sprachqualität kann (natürlich) nur analogem Standard entsprechen !
Du möchtest dich informieren, woher ein IP-Telefon seine analogen Sprachsignale bekommt, bevor es sie an den A/D-Wandler leitet.

Davon abgesehen, liefert deine Aussage keine Erklärung dafür, warum die Sprachqualität mit exakt demselben Analogtelefon besser ist, wenn keine VoIP-Strecke im Spiel ist.

In Zeiten vom Festnetzflatrates ist es de Facto egal, ob ich ein anderes Telefon im Haus intern oder extern anrufe.
Mag ja sein. Aber ich habe noch andere Telefonanlagen-Funktionen wie z. B. Weitervermitteln und Heranholen genannt. Mach das mal mit Telefonen, die direkt am Amt hängen ;) Sipgate Plus ist eine virtuelle Telefonanlage, deswegen geht das da. Die Kosten für sowas kann man aber sparen, wenn man seine Telefone nicht direkt beim Provider anmeldet, sondern an der heimischen Telefonanlage. Dann hat man statt der virtuellen Telefonanlage eine echte ;)

Grüßle

Der Mikrogigant
 
Wie Mega das auch schon erklärt hat, wird bei deiner zusätzlichen VoIP-Strecke das Signal 2mal konvertiert - das wirkt sich natürlich nachteilig auf die Qualität aus - muß ich dir das wirklich extra nochmal erklären :confused:

Sipgate ist IMHO keine "virtuelle TelefonAnlage" - nur hat Sipgate (bei Plus-Accounts) halt so ziemlich alle VoIP-Funktionen freigeschaltet - warum sich andere Provider da so quer stellen, erschließt sich mir auch nicht - gerade die Telekom, will doch Kunden von IP-Telefonie überzeugen, um das klassische Telefonnetz einmotten zu können - mit so Plänen sollte man doch alle Optionen, die eine Technik bietet nutzen !

Übrigens ist bei VoIP das Makeln etc. nicht wie bei dir räumlich begrenzt - ein Telefon kann in Berlin stehen, das 2. in München und das 3. in Rom - trotzdem habe ich alle Möglichkeiten (und mehr), die Du mit deiner TK hast :cool:
 
In Zeiten vom Festnetzflatrates ist es de Facto egal, ob ich ein anderes Telefon im Haus intern oder extern anrufe.
Prinzipiell richtig, aber da die Haus und Hof-Provider das manchmal auf zwei Verbindungen gleichzeitig beschränken, ist da auch bei bereits bereits bestehendem Gespräch Ende. Da muss dann doch wieder eine dedizierte interne Verbindung her. Nicht jeder ist so technikaffin und benutzt mehrere Provider/Accounts.

Gruß Telefonmännchen
 
Wie Mega das auch schon erklärt hat, wird bei deiner zusätzlichen VoIP-Strecke das Signal 2mal konvertiert - das wirkt sich natürlich nachteilig auf die Qualität aus - muß ich dir das wirklich extra nochmal erklären :confused:
Mega hat das im Bezug auf Externgespräche erklärt. Ich meinte dagegen die Qualität auf der internen Strecke zwischen Nebenstelle und Fritzbox. Und die ist nunmal besser, wenn sie über ein Telefonkabel statt über VoIP läuft. Allerdings erreicht man auch mit VoIP zumindest im LAN eine ausreichende Qualität, so dass der Vorteil einer Kabelverbindung eigentlich nur theoretisch eine Rolle spielt.

Und wenn sich die zweimalige Wandlung negativ auf die Qualität auswirkt, wäre das ja noch ein Argument, intern auf VoIP zu verzichten und stattdessen Analogtelefone direkt an die Fritzbox anzuschließen. Womit deine Aussage "IP ist besser als analog/ISDN" dann endgültig widerlegt wäre ;)

Übrigens ist bei VoIP das Makeln etc. nicht wie bei dir räumlich begrenzt
Es ist auch bei Einsatz einer lokalen Telefonanlage nicht räumlich begrenzt. Ich muss einfach eine Nebenstelle an einen entfernten Anschluss umleiten und schon kann ich zwischen internen und entfernten Anschlüssen makeln 8) Allerdings geht das nicht mit einer Fritzbox, denn aus unerfindlichen Gründen funktionieren Umleitungen von Nebenstellen da nur bei externen Anrufen. Mit einer "richtigen" Telefonanlage geht es jedenfalls.

Grüßle

Der Mikrogigant
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Meine Erklärung zur Qualität der Geräte und der Signalwandlung gilt intern genauso.
Vermutlich wandelt die Fritz!Box ein Gespräch auch zwischen den Analog-Ports erstmal digital und zurück.
Schnurlose Telefone wandeln eh. Und Schnur-gebundene haben heute wohl immer DSPs um die Klangqualität zu beeinflussen. Dafür wird also auch hin und her gewandelt.
Und schon hat man heute mit Analog-Telefonen die meiste Wandelei. Da muss dann jede Komponente ausreichend hochwertig sein, damit es nicht zu hörbaren Verlusten kommt.

Mit sehr alten Telefonen und genauso alten Anlagen kann man dagegen intern HD-ähnlich telefonieren.
Einfach, weils die Geräte 'zufällig' können und keine DSPs da was rausfiltern. Eine Filterung des Frequenzbereichs gabs damals erst im Amt.

Wenn AVM wollte, könnten die Analogen Nebenstellen auch heute HD, jedoch nicht 'zufällig' sondern optional Absichtlich.
Da moderne Telefone aber damit Probleme haben sollen wenn auf 'unüblichen' Frequenzen was kommt, ist das eben nicht aktiv.
Leider auch nicht optional Einstellbar. Vermutlich haben viel zu wenige Leute noch alte Wählscheiben-Geräte, die was davon hätten.


DSP = Digitaler Signalprozessor.
http://de.wikipedia.org/wiki/Digitaler_Signalprozessor
 
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