[Frage] Lösungsfindung Telefoninstallation Neubau EFH

blackdevil2k1

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28 Aug 2010
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Hallo,

ich stehe aktuell vor dem Problem, dass ich mir Gedanken mache wie ich mein Eigenheim vollflächig mit DECT ausstatte. Folgendes Problem: Insgesamt wären 4 Etagen (Keller, EG,OG Dachstudio) mit DECT zu versorgen um im Idealfall auf allen Etagen unterbrechungsfrei 2-4 Fritzfone zu benutzen.

Nun weiß ich von bekannten die vor kurzem mit dem gleichen Architekt ähnliche Häuser gebaut haben, dass die Wände leider sehr undurchlässig gegenüber DECT und WLAN sind. Für WLAN ist das nicht so das Problem, da kommt auf jede Etage nach Bedarf ein Accesspoint welcher mit Kabel ans LAN angeschlossen wird. Für DECT sehe ich aktuell keine praktikable Lösung.

Rahmenbedingungen:
-Die Fritzbox sollte im Keller stehen, dort befindet sich Kabel oder DSL Anschluss
-Alle Etagen sollen versorgt sein
-Ich möchte wenn möglich Fritzbox + FritzPhones nutzen, ich habe diese Kombi aktuell schon in der Wohnung in Gebrauch und bin damit sehr zufrieden
-Telfonbücher sollen zentral über die FB laufen, genauso wie der AB

Meine Überlegung reicht nur soweit: Die Fritzbox steht im Keller, damit ist die Versorgung des Kellers mal sichergestellt. Mit nem DECT Repeater schaffe ich vermutlich das EG auch Problemlos, ob das OG Störungsfrei läuft bleibt fraglich. Im Dachstudio wird vermutlich nicht mehr viel ankommen.

Da aktuell Kabelmäßig noch alles möglich ist, würde ich mich über Ideen und Vorschläge freuen. Preislich sollte es natürlich auch mir Rahmen bleiben. Eine Lösung mit DECt Controller etc fällt deswegen wohl raus...

Danke...
 
Zuletzt bearbeitet:
Vor allem sollte man heutzutage dafür sorgen, daß das Haus "vollverkabelt" ist!
Also nicht nur in jedem Zimmer 1 Breitband-Dose (komischerweise ist das fast Standard), sondern in jedem Zimmer auch min. 1 Netzwerkdose, in größeren Zimmern sogar mehrere (jedes "moderne" Gerät hat ja heute Online-Anschluß).
Zur Planung sollte man einen guten Netzwerktechniker konsultieren, verlegen kann es dann der Elektriker, der alle Steckdosen und Schalter einbaut/verlegt, denn das kann ein guter Elektriker problemlos mit erledigen (von den Netzwerkgrundlagen hat er allerdings oft keine Ahnung).
Da heute manche Anwendungen noch nicht "ganz richtig" marktreif sind bzw. auch nicht alle endgültigen Entwicklungen absehbar sind, ist es darüber hinaus angeraten, parallel auch noch Leerrohre zu verlegen, um später (das geht dann auch ohne Spezialisten/Installateur) zusätzliche Kabel beispielweise für Home-Automatization durchzupusten.

Als Nachrüstung kostet sowas immer viel Geld, wenn man es in der Planungsphase gleich mit einbezieht und das Motto beachtet: lieber etwas mehr, als weniger, dann kostet es praktisch nur den Mehraufwand an Material (das Mehr an Cat7 (würde ich unbedingt nehmen!) -Kabeln, die Dosen dazu und die nackten Leerrohre. Der Verlegeaufwand (bzw. der Erstaufwand zur kompletten Installation) bleibt praktisch der gleiche.

Die spätere problemlose Auf- und Nachrüstung wird es Dir danken. Aber das merkt man eben immer erst dann später! Laß Dir also negative Erfahrungen Anderer bzw. "Gleichgesinnter" aus der Vergangenheit Lehre sein!
Wenn's Geld knapp ist (was ja eher die Regel als die Ausnahme ist), dann verzichte auf Spielchen wie "Bordürchen" in Bad und Küche etc., denn die haben ja keinerlei funktionelle Bedeutung. Auch wenn Frauchen meint, das anders sehen zu müssen ...
 
Vor allem sollte man heutzutage dafür sorgen, daß das Haus "vollverkabelt" ist! [...]
Da heute manche Anwendungen noch nicht "ganz richtig" marktreif sind bzw. auch nicht alle endgültigen Entwicklungen absehbar sind, ist es darüber hinaus angeraten, parallel auch noch Leerrohre zu verlegen, um später (das geht dann auch ohne Spezialisten/Installateur) zusätzliche Kabel beispielweise für Home-Automatization durchzupusten.
Das kann ich voll und ganz unterschreiben! Kabel und Leerrohre kann man nie genug haben.

Leider sind viele Handwerker/Elektriker allzu sehr am Status Quo orientiert. Das geht bis hin zu der Auffassung, Netzwerkkabel brauche man heutzutage dank WLAN gar keine mehr. Das Gegenteil ist der Fall! Mit immer höheren Datenraten und gleichzeitig immer stärker ausgelasteten Funkfrequenzen nimmt die Bedeutung von Verkabelung eher zu. (Hinzu kommen Sicherheitsbedenken bei drahtloser Übertragung sowie, wenn die Bewohner von der vorsichtigen Sorte sind, die Angst vor steigender Strahlungsbelastung.) Also es spricht viel dafür, stationäre Geräte (PCs, internetfähige Fernseher etc.) drahtgebunden zu betreiben.

Tipp am Rande: In einigen Teilbereichen der Hausverkabelung gibt es heute schon Glasfasersysteme. Das könnte künftig zunehmen, wenn mal die Kupferkabel an ihre Grenzen kommen. Aber leider kriegt man die Glasfaserkabel oft nicht in bestehende Leerrohre rein, weil diese mit zu engen Kurvenradien verlegt wurden; da wurde und wird viel geschlampt, z. B. beim Übergang zwischen den Stockwerken und in Raumecken. Also wenn man heute Leerrohre für Datenzwecke verlegt, sollte man darauf achten, dass sie ggfs. schon "glasfasertauglich" verlegt werden. Nebenbei macht das auch das Einziehen herkömmlicher Kabel viel leichter.
Zusätzlich könnte man auch bereits spezielle Mini-Rohre für Glasfaserkabel verlegen; die sind im Innendurchmesser zwar enger, aber speziell geformt, so dass man das Glasfaserkabel optimal durchschieben oder bei längeren Strecken "einblasen" kann.
 
Aber leider kriegt man die Glasfaserkabel oft nicht in bestehende Leerrohre rein, weil diese mit zu engen Kurvenradien verlegt wurden;
Dann bekommst du da aber auch kein CAT6/7 Kabel rein.
CAT5 eventuell noch, aber wer verlegt das heute noch?

IMO sind die Biegeradien bei Inhaus-Glasfasern wesentlich geringer als bei Kupfer.
 
Zuletzt bearbeitet:
IMO sind die Biegeradien bei Inhaus-Glasfasern wesentlich geringer als bei Kupfer.
Bei Glasfasern sind sie relativ klar vorgegeben, weil sie eben technisch nicht weiter biegbar sind. Selbst auf einem kurzen Rohrstück wird eine enge Kurve dann zum unüberwindlichen Problem. (Ich kenne es hauptsächlich von der optischen Satelliten-Empfangstechnik; mag sein, dass moderne Daten-Glasfaserkabel da schon wieder etwas gutmütiger sind.)
Bei Kupfer wird es erst auf längeren Strecken schwierig und/oder wenn die Engstellen sich häufen. Dann läuft es nach dem Motto "a bisserl was geht immer"; es wird dann notfalls mit Schmierseife und anderen Tricks nachgeholfen. :cool: Dass man das nicht tun sollte, und dass natürlich auch Kupferkabel unter derartiger Misshandlung leiden können, steht auf einem ganz anderen Blatt.
 
Ein Leerrohr ist in der guten Planung nicht leer.
Ein Zugdraht sollte als Billiglösung schon vor der Endmontage des Rohres eingelegt sein.
Im nachhinein macht sich immer schwer, siehe oben "enger Radius".

Worum geht es in diesem Thread ? Ah ja: FritzFones ;)
Sorry for OT.
 
Bei Glasfasern sind sie relativ klar vorgegeben,
Bei Kupfer ebenfalls! (erst recht!)

Bei Glasfaser gibt es aber IMO nur "geht" oder "geht nicht".
Bei Kupfer gibt es aber das "geht noch". Ein CAT7 Kabel einmal geknickt und wieder gerade gemacht, hat zwar noch Durchgang, aber erfüllt nicht mehr die Norm CAT7.
 
Für DECT sehe ich aktuell keine praktikable Lösung.

Zumindest nicht von AVM, die haben "nur" DECT-Repeater im Angebot aber leider keine vernünftige DECT-Multizellenlösung im Produktportfolio. Wenn man wirklich eine DECT-Multizellenlösung in Betracht ziehen würde (das ist dann preislich nicht mehr in einem Bereich den der übliche private Kunde akzeptiert*) kann man die FritzFons vergessen da es für diese eben keine entsprechende Multizellenlösung gibt.

Wenn man keine Repeater einsetzen möchte und ohne DECT-Roaming bzw. ohne Handover bei den DECT-Mobilteilen leben kann und auch Abstriche bei der internen Telefonie eingeht (wenn man nicht noch eine separate IP TK-Anlage einsetzt) kann man bei AVM bleiben, sonst nicht.

*)
Beispiele: [post]2114365[/post]


edit:
Oder auch folgendes Thema dazu:
[thread]277322[/thread]
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ohnehin überallhin Kabel verlegt werden können, würde ich als Erstes den Standort "Keller" für die Haupt-Fritzbox in Frage stellen, sondern diese im 1. OG positionieren. Dann gibt es zumindest die Chance, dass die allein zumindest EG und DG mit WLAN und DECT ausleuchten kann, ggf. noch einen DECT-Repeater ins EG und wenn's sein muss noch mit per LAN angebundenen WLAN-APs arbeiten.

In meiner DHH mit ganz normalen Stahlbeton-Fertigdecken und Ziegelmauern hatte ich viele Jahre die Gigaset SX353 als DECT-Basis im Keller und kam damit bis ins DG, WLAN mit der Fritzbox 7170 ging auch noch bis ins OG. Jetzt leuchte ich mit einer 7490 im OG per WLAN das ganze Haus aus, zumindest im 2,4GHz Band. DECT kommt auch überall hin, ich nutze aber nach wie vor die Gigaset-Basis.
 
Erst mal vielen Dank für die Antworten. Ich lese heraus, dass eine Möglichkeit wäre über weiter Fritzboxen als SIP Gerät angemeldet die DECT Reichweite zu erhöhen. Was mir nur nicht klar ist ob mit der Konstellation Roaming möglich ist? So wie ich das sehe ist ja dann das Mobilteil immer an der entsprechenden Fritzbox angeschlossen und wenn ich dann zb. vom DG in den Keller laufe bricht das Gespräch ab?
Die Lösung scheidet wohl aus, zumal ich dann ja auch gleich die erste Fritzbox in eine andere Etage hängen kann.

Darauf wird es wohl auch hinauslaufen. Ich überlege mir nun wo ich am besten einen Platz für die Fritzbox im 1.OG schaffe. Dann kann ich sehen wie weit ich komme, und bei bedarf im DG und EG noch Fritz Repeater aufstellen. Mit dieser Sternförmigen Verteilung dürfte ich am weitesten kommen.

Etwas blöd bei dieser Lösung ist allerdings da ich noch nicht weiß ob ich Internet über Kabel oder DSL nehmen werde. Dh. ich muss in jeden Fall in die Ecke wo die FB stehen wird im 1.OG zusätzlich noch mal ne Coax Leitung ziehen, für ne Kabeldose. Aber auch das ist ja nicht das Problem.

Die Gigaset IP Geschichte ist interessant, aber ich will auf die Einfache Konfiguration und Integration der Fb nicht verzichten, zumal es unzählige Bastelprojekte gibt die nur mit FBs funktionieren.

Danke auch für die vielen Leute die sich sorgen darum machen dass ich zu wenig Dosen oder Kabel verlege... ich denke da habe ich für alles gesorgt...
 
Ich lese heraus, dass eine Möglichkeit wäre über weiter Fritzboxen als SIP Gerät angemeldet die DECT Reichweite zu erhöhen.
Jein.

Was mir nur nicht klar ist ob mit der Konstellation Roaming möglich ist?
Steht doch in Beitrag #9, also nein.

So wie ich das sehe ist ja dann das Mobilteil immer an der entsprechenden Fritzbox angeschlossen und wenn ich dann zb. vom DG in den Keller laufe bricht das Gespräch ab?
So ist es. Und es kommt noch besser, selbst ohne Gespräch wechselt das FritzFon die DECT-Basis nicht automatisch.

Etwas blöd bei dieser Lösung ist allerdings da ich noch nicht weiß ob ich Internet über Kabel oder DSL nehmen werde. Dh. ich muss in jeden Fall in die Ecke wo die FB stehen wird im 1.OG zusätzlich noch mal ne Coax Leitung ziehen, für ne Kabeldose.
Man kann auch eine weitere FritzBox als primäre DECT-Basis einsetzen, das muss nicht unbedingt die FritzBox Cable oder die FritzBox für das DSL sein. Somit würde eine Steckdose und LAN-Dose ausreichen für eine zentral ausgestellt DECT-FritzBox.
 
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