[Frage] LTE als DSL Ersatz an FritzBox 7590 - Fragen zum Setup

Micha0815

IPPF-Promi
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LTE ist jedenfalls in keinster Weise (technisch) ein Ersatz!
Wenn überhaupt - maximal eine Ergänzung
Dem sollte man eigentlich folgen, unabhängig vom gebuchten Provider/Vertrag, da zumindest hier in DE viel versprochen aber wenig dokumentiert ist, wie einzelne LTE-Anbieter bei Überlastung einer Funkzelle so wirklich vorgehen? Die Telekom in stationären Hybrid-Zellen lässt nur eine begrenzte Anzahl an "Festanschlüssen" zu, da dortens wohl auch hinreichend Erfahrung besteht, wie man "Zellen-Gäste" mit hochwertigen Verträgen versus Hybrid-Stationär-Kunden behandelt im Normalfall, wobei dieser u.U. schwer zu definieren ist!
In AT erläutert "drei.at"sehr plausibel wie sie ggfs. in einer Funkzelle zw. stationären LTE-Kunden mit Daten-FLATs und zufälligen "LTE-Gästen mit LTE-Verträgen" die mögliche Bandbreite "vermeintlich gerecht" verteilen.
Hierzulande halten sich die Netzbetreiber dazu eher bedeckt und z.T. -aus eigener Erfahrung- ist eine performante 3G-Verbindung stationär vorteilhafter für die Performance als eine suboptimale 4G mit vertraglich "erlaubten xxxMBit/s!- Umgekehrt kann man empirisch durch Tests der Meinung sein ... WOW bei dem Provider+Vertrag geht gerade die "Luzie ab" hier am Standort. Ein-Zwei Monate später hatten wohl etliche "Nachbarn" diesselbe Erkenntnis ... und?

Als u.U. nicht artgerechtes Beispiel möge das demnächst anstehende Festival in "Wacken" herhalten? Die meisten Provider werden wohl über die mutmassliche Teilnehmeranzahl informiert sein und temporär entsprechend prognostizierte Kontingente vorhalten. Solche Events haben durchaus Signalwirkung zum eigenen Vertrag/Provider wenn drei Freunde mit unterschiedlichen Providern mit z.T. derben Perfomance-Einbrüchen zu kämpfen haben.

Ähnliche "Missgeschicke bei der Providerwahl" können auch stationär vorkommen.
Will sagen: In DE sollte man tunlichst mit einem Handy oder LTE-Stick das Vorort-Empfangsbild profund testen und auch ein Wenig die örtlichen Gegebenheiten mit einbeziehen.

Bsp.: Ich nutze hier eine Tchibo-SIM im O²-Netz, die in Fast-Wurfweite zu einem Schulzentrum und einer S-Bahn-Strecke liegt. Früh morgens zw. 7:20 und 9:00Uhr geht in der Rushhour fast nix performant.

Persönlich meine ich besser nach dem "Mobilfunkanbieter-Spatzen" im eigenen Dunstkreis zu schauen als sich auf die vollmundigen "Provider-Versprechen auf dem Dach" zu verlassen?

Nicht immer erbringt ein aufgepeppter Empfang bei der Hardware via externen Antennen den gewünschten Erfolg. Algorytmen wie Zell-Atmung & Co sind für den Kunden eher intransparent.
LG
 

lakerz

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So, ich lebe nun die letzte Zeit mit LTE, daher vielleicht kurz eine aktuelle Rückmeldung: Ich hatte einen Huawei E3372 Stick bestellt um ihn mit der FritzBox zu betreiben, leider war es jedoch ein Stick der einen eigenen Betriebsmodi hatte, welcher mit der FritzBox nicht übereinstimmt. Statt dessen nutze ich nun einen stationären LTE Router Huawei E5186 - zunächst alleine, nun mit Funkwerk LTE Antenne auf dem Balkon (grob in Richtung Sendemast in einem Balkonkasten, bisher ohne Standort optimiert zu haben). Erste Erkenntnisse (o2 Netz, Funk Tarif) im Vergleich zu DSL (16/1 Mbit wären verfügbar):

Positiv:
- schnellerer Download (15-30 Mbit)
- deutlich schnellerer Upload (15-25 Mbit)
- Ping absolut ok, nach Tests 25-40ms, in Spielen +-50ms
- vertragliches: absolut flexible Kündigung, nur zahlen für anwesende Tage
- externe Antenne: Deutlich bessere Signalqualität und einige Mbit mehr, allerdings ging es auch nur mit Router am Fenster schon relativ gut

Negativ:
- starke Varianz der Geschwindigkeit (jedoch bisher immer ausreichend, im Upload immer deutlich besser als DSL)
- ab und an kurzzeitige Aussetzer (1-2s) oder Ping-Spikes bei Spielen bemerkt - benutzbar, aber nicht für "professionelle" Ansprüche
- Funktionen und auch das WLAN des Routers deutlich schlechter als die FritzBox - die könnte ich natürlich hinten dran klemmen, aber dafür ein weiteres elektrisches Gerät im Dauerbetrieb? ... sehe ich bisher nicht ein ;)
- vertragliche Unsicherheit: Selbst DSL Verträge haben ja als noch "Fair-Use" Klauseln.. wer weiß wann eine Kündigung ins Haus flattert wenn man mehrere 100GB pro Monat veranschlagt..

Ja, man gibt etwas Stabilität auf. Die Vorteile und die vertraglich gewonnene Freiheit wiegen das aber bisher mehr als auf. Ich bin mal gespannt auf echten Alltagsbetrieb, wie oft die Varianz in Geschwindigkeit und Ping wirklich zum Ärgernis werden.. aber da müsste schon viel passieren um das langsame DSL vorzuziehen. Hybrid wäre an sich denkbar, aber die Telefonbuchse ist so zentral in der Wohnung, dass ich auch keine Lust hätte die Kabel bis ans Fenster zu legen,..
 
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pw2812

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Das klingt ja erstmal nicht so schlecht. Und bezüglich

vertragliche Unsicherheit: Selbst DSL Verträge haben ja als noch "Fair-Use" Klauseln.. wer weiß wann eine Kündigung ins Haus flattert wenn man mehrere 100GB pro Monat veranschlagt.
Der Tarif freenet funk wirbt ja explizit damit eine "echte" Datenflat zu haben und keine eingebaute "Drosselklappe". Da würde sich freenet möglicherweise "ins eigene Fleisch schneiden", wenn sie dann doch auf die Datenbremse treten oder sogar kündigen. Ich bin eher gespannt, ob sich dieses Angebot zu den aktuellen Konditionen langfristig halten lässt. Wenn o2 tatsächlich wie angekündigt bis Jahresende sein LTE-Netz in DE weiter ausbaut und Lücken schließen will, könnte die Nachfrage nach dem Tarif freenet funk weiter steigen. Die Bewertungen im Google Playstore lesen sich ja eigentlich ganz gut.
 

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