[Gelöst] Telefone an FB7430 mit Telekom All-IP klingeln nicht.

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Hallöchen!

Ich habe mir die entsprechenden FAQs schon durchgelesen, aber nichts passt.
Eine Vermutung habe ich jedoch.

Also, Zustand:
Ein Kunde von mir hatte einen analogen Telefonanschluss mit DSL.
Im Keller war der Splitter, es gibt eine Telefonverkabelung.
Im Büro dann die FritzBox an einem Kabel und ein Telefon an einem anderen Kabel.
Im Haus sind noch 4(!) weitere Telefone angeschlossen.
Alle Telefone haben eine eigene Leitung von der Verteilung im Keller aus.
Diese sind einfach parallel geschaltet (man kann also mithören), und zwar einfach durchgeschleift in der Verteilung .
Dem Kunden ist es egal, dass diese Verkabelung offiziell nicht erlaubt ist.

Nun kam die Telekom und hat ihm gekündigt weil "sein" KVZ der All-IP-Technik weichen muss.
Also Umstellung.
Jetzt habe ich das Ganze so angeklemmt:

Vom Verteiler im Keller den Telefonanschluss ohne Splitter an die FritzBox.
Von der FritzBox (Fon1) auf die zwei überschüssigen Leitungen in der Dose.
Diese dann dort angeklemmt, wo vorher der Splitter seinen a/b-Ausgang dran hatte.
Somit sollte alles funktionieren (bedientechnisch) wie vorher.
Ausnahme: ich musste etliche Telefone von Impulswahl auf Tonwahl umstellen.
Das Freizeichen klingt nicht ganz sauber, beim Telefonieren gibt es ein Brummen in der Leitung.

Fakt ist aber:
Man kann raustelefonieren.
Wenn ein Anruf reinkommt klickt eines der Telefone leise, aber keines klingelt.
Geht man dann dran, hat man auch das Gespräch.
Die FritzBox ist eine 7430 mit FritzOS 6.52.
Die Rufnummer ist korrekt bei den VoIP-Servern der Telekom registriert.
Eingehende Anrufe werden bei der FritzBox registriert (dann als verpasst).

Meine Vermutung:
Der Strom reicht nicht, um die teilweise sehr alten Telefone zum Klingeln zu bringen.
Viele der alten Telefone nutzen ja die 60V Versorgungsspannung zum Klingeln und reagieren nur auf dem Klingelimpuls mit Durchschalten der 60V auf die Klingel.
Da es 5 Telefone sind, rate ich mal, dass die Versorgungsspannung der FritzBox dann einbricht.

Meine Frage:
Bevor ich da jetzt hinfahre und alle Telefone zum einen einzeln direkt an der FritzBox und ihrem jeweiligen Anschluss teste:
Gibt es einen Stromverstärker (oder Verteilverstärker, der nicht gleich eine Telefonanlage ist) für analoge Leitungen?
Hat jemand noch eine andere Idee, was da der Grund sein könnte?
Könnte es sein, dass soetwas durch einen Montagefehler meinerseits verursacht werden könnte (vertauschtes a/b zum Beispiel), so dass ich da drauf achten sollte?

Danke schonmal für eure wie immer kompetente Hilfe!
 
Zuletzt bearbeitet:
Altbekanntes Problem (wenn du etwas im IPPF suchst wirst du einige Themen mit diesem Problem finden), der FXS- bzw. FON-Port einer FritzBox hat nun mal nicht so viel "Power" (Spannung) wie die Speisung eines echten analogen Amtanschluss.

Wenn dann 4 oder 5 analoge Telefone angeschlossen sind reicht die Spannung eben nicht mehr aus damit diese klingeln können. Deshalb schließt man auch nicht mehrere analoge Telefon parallel an einen FON-Port der FritzBox an wenn diese etwas mehr Strom benötigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
...Diese sind einfach parallel geschaltet (man kann also mithören), und zwar einfach durchgeschleift in der Verteilung .
Dem Kunden ist es egal, dass diese Verkabelung offiziell nicht erlaubt ist.
und dann wundert man sich?

Bevor ich da jetzt hinfahre und alle Telefone zum einen einzeln direkt an der FritzBox und ihrem jeweiligen Anschluss teste: ...
was willst testen? bei korrekter Verkablung funktioniert es bzw. um es kostengünstiger zu machen, wenn möglich DECT einsetzen und dafür einige schnurgebundene (Telefone) in Rente schicken
 
Moin!
Danke für die Infos.
DECT will er nicht (bloß kein Funk!), weniger Telefone will er auch nicht.

Meine Tests sollten hauptsächlich darauf abzielen, ob vielleicht eines der Telefone oder eine der Buchsen Probleme macht.
Angeblich funktioniert es auch nicht (laut seinem eigenen Test), wenn er drei Telefone abklemmt.
Ich werde es also trotzdem mal einzeln testen.
Könnte ja auch ein defektes Telefon dabei sein.

Auf jeden Fall schonmal besten Dank für den Input!
 
naja, mit dem Pferde-Gespann kann ich auch nicht mehr auf die Autobahn - hier sollte man doch vielleicht Aufklärung betreiben.
eine Fehlersuche wird doch evtl. ein vielfaches kosten und schlussendlich bleibt die veraltete/fehlerhafte Verkablung, die vor Jahren schon nicht angegangen wurde, dann ist die halt jetzt fällig.

und was versteht er unter Funk? Bluetooth, WLAN, DECT, GSM, UMTS - sprich er hat keinerlei kabellose Technik o. Smartphone?
aber das musst ja du bzw. dein Kunde dann wissen
 
Die Telefone konnte man wirklich von Impuls- auf Tonwahl umstellen?
WoW.

60V Betriebsspannung und 60V Klingelspannung wurde schon lange nicht mehr eingesetzt.
Die analoge Betriebsspannung wurde schon vor Jahren auf 42V herabgesetzt (Schutzkleinspannung ;-)

Eine F!B kann, wie so manche Telefonanlage, mit diesen Werten auch nicht aufwarten.
Diese Telefonanlagen arbeiten meistens mit ca 20V Betriebs- und 20V Klingelwechselspannung.

In seinem fall könnte man vielleicht, die Klingeln der Telefone deaktivieren und einen, oder mehrere 'Klingelverstärker', die normalerweise für schwerhörige Menschen oder in lauten Umgebungen eingesetzt werden, installieren.

Die Sollten einen eigenen Stromanschluss haben, so dass sie nur das Signal auswerten, nicht aber mit der angebotenen 'Klingelleistung' betrieben werden.

Hier fehlt die zusätzliche Stromversorgung:
http://www.reichelt.de/Zusatzgeraet...ACTION=3&GROUPID=853&ARTICLE=22796&OFFSET=16& ;-)


Hier wird die Klingel durch die Telefonanalge direkt versorgt:
AP. http://www.reichelt.de/Zusatzgeraet...ACTION=3&GROUPID=853&ARTICLE=86741&OFFSET=16&
UP: http://www.reichelt.de/Zusatzgeraet...ACTION=3&GROUPID=853&ARTICLE=86742&OFFSET=16&

Elektronische Zweitklingel [oder Zweitwecker) kommen eventuell ohne weitere Stromversorgung aus.

Man kann die Last etwas verringern, wenn man die Telefone auf die vorhandenen analogen Anschlüsse aufteilt. Dann kann man zwar nicht mehr überall mithören, aber vielleicht klingelt es sich dann besser.

Für Bastler:
Man kann solche Zweitwecker mit eigener Stromversorgung natürlich auch selber bauen.
Man bräuchte nur einen Klingelspannungsdetektor (der also die hohe Spannung erkennt), der dann ein Relais schließt, das eine normale Haustürklingel klingeln lässt.
Die wird ganz normal über einen Klingeltrafo versorgt.
 
Moin zusammen!

an Informerex: Ja, die Aufklärung habe ich versucht. Er hat auch erst DECT zugestimmt, aber sich dann wieder dagegen entschieden. Es gibt bei denen tatsächlich keine eigene Funktechnik.
Die haben ein altes Dumbphone, das nur eingeschaltet wird, wenn sie aus dem Haus gehen.
Kein WLAN, kein DECT, kein Bluetooth. Man bekommt ganz schwach ein einziges Nachbar-WLAN und das war es.
Sonst nur die üblichen Funksignale (Satellit, UKW, DAB, CB-Funk, LTE, UMTS, GSM).
Und wenn ich mit meinem BT-Headset zwei Stunden da war, hat er danach eine dicke Zunge (laut eigener Aussage!).
Er zieht jetzt Netzwerk-Kabel durch den Keller, um den BluRay-Player anzuschließen.
Ich werde wohl auf eine Zusatzklingel oder eine Telefonanlage ausweichen müssen.

Übrigens ist die Verkabelung gerade mal 6 Jahre alt (Hausrenovierung)...

An Theo:
Danke für die Links, sowas in der Richtung werde ich bauen, denke ich.
Die Umstellung erfolgte bei manchen Telefonen über einen einfachen Schiebeschalter, bei manchen an einem Schalter IM Telefon (MickyMaus-Telefon) und bei anderen über Tastencodes (Spheron von der Telekom).
 
Auch das Basteln einer Zusatzklingel ändert nichts an der Tatsache, daß die Ruf-Elektronik in der FRITZ!Box bei jedem Anruf durch Überlastung "in die Knie geht"!
Lange wird die Box eine derartige Parallelschalterei nicht durchhalten.

Joe
 
Er zieht jetzt Netzwerk-Kabel durch den Keller, um den BluRay-Player anzuschließen.

Na ist doch perfekt, dann kann er auch gleich ein paar Kabel mehr legen (für jedes Telefon min. 2 Doppeladern berücksichtigen falls man mal von den kabelgebundenen analogen auf kabelgebundene ISDN- oder VoIP-Telefone wechselt), dann kann man diese dann direkt an einen (geeigneten) Router bzw. Telefonanlage anschließen ohne ein zusätzliches Gerät im Keller betreiben zu müssen.
 
@Joe_57

Wenn die Zusatzklingel nicht von der F!B gespeist wird, sondern ein eigenes Netzteil hat, dann sollte es vollkommen egal sein, wie viele Zusatzklingeln angeschlossen sind.

Und ja, die Links von mir werden aus der F!B gespeist.
Aber: Das sind elektronische Klingeln/'Glocken', belasten die die F!B wirklich so stark wie ein 'guter alter ™ mechanischer Wecker?

Die Mickey-Mäuse haben wohl noch mechanische Wecker.
 
Danke an alle für den Input.

Es wird eine selbstversorgte Zusatzklingel werden.
Die alten mechanischen Klingeln (wie in den Mickey-Mäusen) werde ich abklemmen (Überlastverhinderung).

Damit markiere ich das Ganze als gelöst und bedanke mich herzlich bei allen für die Hilfe!

Schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
 
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