Umfrage: Spannung der Telekomleitung (Zusammenhang mit Echos?)

Andre schrieb:
Sorry, aber das ist sehr gefährliches Halbwissen!
Nun, also grundsätzlich bleibe ich dabei, dass man von der Spannung nicht direkt auf die Gefährlichkeit schließen kann (und nichts anderes wollte ich eigentlich sagen, und dann kriegt man hier grad Halbwissen oder keine Ahnung vom Telefon unterstellt... :-) wobei das mit dem "Halbwissen" gegenüber einen ausgeblideten Elektriker oder Fernmeldetechniker wahrscheinlich zutrifft). Grade was ich da mit dem Physik-LK meinte, sind z.B. elektrostatische Aufladungen auf Kugeln, durch die eine hohe Potentialdifferenz zwischen der Kugel und z.B. dem Körper entstehen kann (und daher steht da oben auch "Schlag" und nicht "dauerhaft 10 Watt am Körper" :-) ), und da kann man nicht sagen, "boah, 1000 Volt, das bringt dich auf jeden Fall um". Für A und B reicht das Szenario niemals, C, na ja, das ist ja auch nur eine Spannungsspitze, die macht normal nix (ich meine, dass hier grad mit Sonderfällen argumentiert wird, liegt in der Natur der Sache, Herzschrittmacher usw.). Des weiteren bin ich in Bezug auf Leitungen natürlich nur vom kurzen Berühren ausgegangen (z.B. Streifen mit dem Handrücken), nicht vom zupacken (wenn man zupackt und dank Gleichstrom nicht mehr loslassen kann, ist das nochmal was ganz anderes, wobei ich auch die kurze Berührung nicht verharmlosen will!).

Durch die super Ausführungen hier sollte aber klar sein, dass grade in Bezug auf die Telefonleitung vorsichtig sein sollte...
Ich würde auch nie freiwillig die Telefonleitung anfassen, der Gefahr bin ich mir durchaus bewußt. Mit dem internen S0 gehe ich jetzt auch etwas vorsichtiger um. :-)

Vielleicht sollte man die Idee von voipd aufgreifen und einer der Experten mal einen wichtigen Thread erstellen, denn es sieht hier im Forum schon so aus, als ob immer häufiger an der Telefonleitung gebastelt wird (sei es, um die 1. TAE zu verlegen, die Dämpung zu verbessern etc.).
 
Zuletzt bearbeitet:
kleinc schrieb:
Vielleicht sollte man die Idee von voipd aufgreifen und einer der Experten mal einen wichtigen Thread erstellen, denn es sieht hier im Forum schon so aus, als ob immer häufiger an der Telefonleitung gebastelt wird (sei es, um die 1. TAE zu verlegen, die Dämpung zu verbessern etc.).
Wäre vielleicht nicht verkehrt.
Die Geräte haben zwar durchweg die Allgemeine Anschalteerlaubnis, die Käufer werden aber dummerweise nicht auf ihre allgemeine Anschaltebefähigung geprüft. :mrgreen:
 
Also eine Ader anfassen ist kein Problem, weil ja das Ganze ja erdfrei ist. Nur muß man peinlichst vermeiden, die zweite Ader zu berühren, denn dann kribbelt es. ;) Ich habe schon mehrmals die Dose gewechselt, bzw. diese vor einiger Zeit ganz entfernt und das Kabel fest an die Arcor Starterbox angeschlossen, und noch nicht gezuckt!:rolleyes:
 
Meinst Du nicht, daß die Echos eher durch die Kombination zweimaliger A/D Wandlung und billiger DECT-Telefone entstehen ;)
 
voipd schrieb:
...[]....Damit sollte nun auch jeder wissen, dass das Basteln an der FBF....toedlich sein kann.....
Bei geöffneter Box und am Netzteil spielen, ja!!!!
voipd schrieb:
...[]....Damit sollte nun auch jeder wissen, dass das Basteln... besonders an der analogen Telekomleitung, toedlich sein kann. Aus gutem Grund gibt es den Beruf des Fernmeldetechnikers! Das sollte jeder wissen, wenn er wieder mal an der Box oder am Splitter bastelt und zufaellig ein Anruf reinkommt!........
Dann müßte ich in den 30 Berufsjahren schon "tausende" Tote gestorben sein!!! Jetzt wird mir erst richtig bewußt, dass ich täglich unter Lebensgefahr Telefonanschlüsse einrichte.

Gruß
 
Alos, das mit dem "Halbwissen" bezieht sich vor allem darauf, daß hier ziemilich oft behauptet wird, die Stomstärke sei Maß aller Dinge - und das ist sie bei der häufigsten Ursache, nämlich der Herzrythmusstörung, nicht.

Richtig ist, daß dank der Potentilafreiheit der Telefonleitung der Körper nicht zufällig erdet. Man muß sich schon ganz schön anstrengen, bei einer potentialfreien Leitung den Stromfluß so durch das Nervensystem zu schicken, daß es Herzrythmusstörungen gibt - ein Kabel in die rechte, eins in die linke Hand reicht im Normalfall nicht aus. Nicht umsonst werden bei der Elektrikerausbildung bei den Versuchsgeräten Trenntrafos verwendet (die zur Absicherung von Einzelgeräten (z.B. Baumaschinen) übrigens eine zulässige Alternative zur FI-Schutzschaltung sind). Da
Man müsste schon einen Draht in der Hand halten und sich den anderen in den Mund stecken (ja, es gibt sie, diejenigen, die mit den Zähnen abisolieren...). Wenn dann ein Anruf reinkommt, kanns unangenehm werden...

Zum Thema Echo und Spannungen:
Grundsätzlich sollte hier kein Zusammenhang bestehen, aber:
Das Sprachsignal wird ja digitalisiert. Wären die Spannungen daneben, könnte es sein, daß der AD-Wandler übersteuert wird und dementsprechend das digitale Signal nicht mehr für eine digitale Echounterdrückung geeignet ist. Ich halte das persönlich für eher unwahrscheinlich, aber nicht für völlig abwegig.
 
FonFan schrieb:
Die Geräte haben zwar durchweg die Allgemeine Anschalteerlaubnis, die Käufer werden aber dummerweise nicht auf ihre allgemeine Anschaltebefähigung geprüft.

Kleiner Hinweis: Eines der K.O.-Kriterien, für das ein Gerät eine AAE bekommt, ist die Möglichkeit, es werkzeuglos mindestens in Betrieb zu nehmen. Das ist i.A. nur dann hinreichend gegeben, wenn ausschließlich Steckkontakte wie TAE-Stecker, IAE, RJ45 etc. verwendet werden.

Gruss,

Hendrik
 
RealHendrik schrieb:
. . . ist die Möglichkeit, es werkzeuglos mindestens in Betrieb zu nehmen . . .
Und wie man oft genug hier im Forum liest, sind mit "es mindestens in Betrieb zu nehmen" schon Unmengen von Käufern überfordert. :rolleyes:
 
Jetzt muss ich aber auch mal meinen Senf dazugeben:

1. An einer Telefonleitung kann man sich nicht umbringen, maximal kribbelts oder stichts einem in die Finger. ("Stechen" bei 96V ISDN durch die hohe Frequenz). Die Ströme in in jedem Fall zu gering.

2. Spannung alleine ist nicht gefährlich, da sie unter Belastung (Anfassen) einer schwachen (!) Spannungsquelle auf wenige Volt einbrechen kann. Kleines Beispiel dazu: Mein Radio/Fernsehtechnik Lehrer hat uns die Spannung am Hochspannungstrafo eines alten, kleinen SW-TV messen lassen. Sie betrug etwa 9500 Volt. Anschließend hat er den Ausgang bei laufendem Gerät mit seiner Hand überbrückt(!) und uns noch mal messen lassen. Da warens nur noch 2 Volt und wir beeindruckt ;-)

Ich denke nicht, das eine Telefonleitung selbst im Kurzschluss mehr als 30mA Strom abgeben würde, dann kommt noch der Hautübergangswiderstand dazu. Praktisch würde ich mit erreichbaren Stromstärken von etwa 2 bis 5 mA rechnen. Das ist zwar fühlbar, überschreitet aber nicht die "Loslassschwelle" und ist schon gar nicht für das Herz interessant. Im Übrigen erzeugen nur Wechselströme das bekannte "Herkammerflimmern" bei Stromstärken ab etwa 50 mA und einigen Sekunden Einwirkdauer. Gleichströme erzeugen erst bei höheren Stromstärken und noch längerer Einwirkdauer chemische Effekte im Körper, die zu Vergiftungen führen können.

Also keine Angst ;-)
 
So in etwa hatte ich das gesehen, bevor hier losgewütet wurde, insbesondere das mit der Einwirkdauer im Vergleich zu kurzen "Schlägen". Und das mit der schwachen Spannungsquelle ist auch nicht ganz unwichtig.

Worauf begründet sich dein Wissen? Also Ausbildung oder so?
 
Messungen, Selbstversuche und Ausbildung.

Eine Gefahr durch die Telefonleitung ist natürlich noch durch den Schreck gegeben, wenn es dann doch mal kribbelt. Steht man ungünstig, verliert man eventuell den Halt, lässt ein Werkzeug o.ä. fallen oder stösst sich den Kopf am Schreibtisch. Ein grosser Teil der tödlichen Stromunfälle passieren so.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oetker schrieb:
Jetzt muss ich aber auch mal meinen Senf dazugeben:
2. Spannung alleine ist nicht gefährlich, da sie unter Belastung (Anfassen) einer schwachen (!) Spannungsquelle auf wenige Volt einbrechen kann. Kleines Beispiel dazu: Mein Radio/Fernsehtechnik Lehrer hat uns die Spannung am Hochspannungstrafo eines alten, kleinen SW-TV messen lassen. Sie betrug etwa 9500 Volt. Anschließend hat er den Ausgang bei laufendem Gerät mit seiner Hand überbrückt(!) und uns noch mal messen lassen. Da warens nur noch 2 Volt und wir beeindruckt

Das ist so richtig, aber, der Hochspannungsanschluß an der Bildröhre ist so ausgelegt, daß es ein Kondensator mit einigen 1 nF ist (damit die Spannung geglättet wird), damit ist es dort nicht sinnvoll einen solchen Test zu machen.;) Die Innen- und Außenseite der Bildröhre ist versilbert, außen liegt Masse an, innen die Hochspannung und das ist ein Kondensator mti sehr guter Isolierung und der hält die Spannung auch noch ein paar Tage, das weiß ich aus eigener Erfahrung. ;)
Wenn man den Hochspannungstrafo aber mit einer richtigen Schaltung ansteuert, kommen ein paar kV mehr raus ich habe eine solche Schaltung im Keller, die Funkenstrecke liegt so bei 3..4 cm und im Leerlauf bildet sich eine schöne Korona um die Hochspannungsteile, die aber nur in der Dunkelheit sichtbar ist. Aber jetzt kommen wir vom Thema immer weiter ab, als wir sowieso schon abgekommen sind. :-Ö
 
Spannungen der Anschlüsse

Servus,

die Telekom liefert 49V Wechselspannung am analogen Anschluss und 97V am ISDN (Uk0).

Die Echo's haben damit aber garantiert nichts zu tun. Echos bekommt Ihr doch über die Internet-Telefonie und nicht wenn Ihr übers Festnetz telefoniert, also liegt das Problem am Internetanschluss.
Vermutlich kommen die Echos durch zu hohe Latenzzeiten (Ping) bei Auslastung des VOIP-Providers oder eures eigenen Anschlusses (Downloads nebenher).

Achja: 97V kribbeln schon ganz gut aber sterben tut man davon nun nicht, hab bei der Telekom Kabel geflickt und des öfteren diese Spannungen spüren dürfen. Hat auch mal kleine brandflecke an den Händen gegeben, aber Lebensgefährlich ist das nun nicht. Die Spannung ist das Eine, der Strom der fließt ist das wirklich Gefähliche! Und der ist beim Telefonanschluss nicht wirklich groß. Ab 50mA wirds gefährlich!
 
Zuletzt bearbeitet:
Berni schrieb:
Dann müßte ich in den 30 Berufsjahren schon "tausende" Tote gestorben sein!!! Jetzt wird mir erst richtig bewußt, dass ich täglich unter Lebensgefahr Telefonanschlüsse einrichte.

Wie wahr....

Ab morgen verlange ich Gefahrenzulage!
 
Ganz beiseite schieben würde ich die Spannung nicht:
Zum einen kann es heftig weh tun, wenn man die Telefon-Kabel mit den Zähnen abisoliert (so Leute gibt es wirklich!) und zum anderen ist eine Spannung >=50V lebensgefährlich (laut VDE-Richtlinie). Herzkranke können dadurch tatsächlich über die Klinge springen. Und es weiss nicht jeder Herzkranke von seinem Leiden!
Also bitte:
Immer Vorsicht walten lassen!
Und kribbeln tut eine SPannung von knapp 100V nur bei gesunder einigermaßen trockener Haut. Schwitzt man oder hat eine kleine Wunde (den Draht in den Finger stechen reicht!), dann ist da schon mehr, als nur Prickeln. :(
​
 
Oetker schrieb:
1. An einer Telefonleitung kann man sich nicht umbringen, maximal kribbelts oder stichts einem in die Finger. ("Stechen" bei 96V ISDN durch die hohe Frequenz). Die Ströme in in jedem Fall zu gering.

Uh... setzen, sechs! Die hohe Frequenz bei ISDN hat eine Spannung von ungefähr 2 Volt spitze-spitze - die wird Dich nicht in den Finger stechen. Und die 96 Volt sind lediglich eine Gleichspannung, die den NTBA (NICHT den S0-Anschluss dahinter) speist.

Gruss,

Hendrik
 
Novize schrieb:
und zum anderen ist eine Spannung >=50V lebensgefährlich (laut VDE-Richtlinie).

lt. VDE sind es 50V Wechselspannung und 120V Gleichspannung. Diese Spannungen werden an Telefonleitungen jedoch nicht erreicht.
 
RealHendrik schrieb:
Uh... setzen, sechs! Die hohe Frequenz bei ISDN hat eine Spannung von ungefähr 2 Volt spitze-spitze -

Dann hat mich mein im Finger integriertes Ozzi doch getäuscht. Ich hätte so an pulsierende 4-6kHZ gedacht, aber dann wars wohl doch nur die Gleichspannung, werd´demnächst noch mal nachfühlen ;-)

BTW: Ist die Gleichspannung eigentlich richtig glatt? Normalerweise merkt man die doch nicht so auf der Hautoberfläche?!?
 
Oetker schrieb:
lt. VDE sind es 50V Wechselspannung und 120V Gleichspannung. Diese Spannungen werden an Telefonleitungen jedoch nicht erreicht.
Eine analoge Leitung an der ein Klingelsignal anliegt hat locker über 50V Wechselspannung, wenn kein Telefon dran hängt. Und während ich da dran bastel, hängt gewöhnlich kein Fon dran ;)
 
Novize schrieb:
Eine analoge Leitung an der ein Klingelsignal anliegt hat locker über 50V Wechselspannung,

Bist Du Dir da sicher? Früher waren es auf jeden Fall zwischen 60 und 120, aber seit dem wir alle an den "digitalen" Vermittlungsstellen hängen sind es doch weniger als 48V, oder?

Naja, da müsste wirklich mal jemand messen ;-)
 
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