[Frage] Vorteile von VoIP-Telefonen

kaymarkkay

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14 Jun 2012
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Hallo,

ich bin neu in diesem Forum und auch in Sachen VoIP noch relativ unerfahren (wenn man mal von Skype absieht).
Ich ziehe bald um und habe mir bei 1&1 die Doppel-Flat 16.000 bestellt. Dort wird der 1&1 HomeServer 7330 (= AVM FritzBox 7330) mitgeliefert. Daran kann ich ja ein analoges Telefon sowie natürlich über Ethernet auch VoIP-Telefone anschließen.
Worin bestehen nun die Vorteile von IP-Telefonen (bis max. 100€)? Gibt es eventuell auch Nachteile?
Es geht hier nicht um die Netzfrage, denn die Telefonie läuft bei 1&1 ja sowieso nur übers Internet. Mich interessieren viel mehr die zusätzlichen Funktionen.

Vielen Dank schonmal.
kaymarkkay
 
Für private Anwendungen sind die Vorteile eines IP-Fons eher gering. Von den Komfortmerkmalen in etwa vergleichbar mit ISDN-Telefonen. Nachteile sind zum einen der recht hohe Preis sowie die zusätzlich notwendige Stromversorgung.
 
Wofür brauchst du denn an einer Fritzbox 7330 ein VoIP Telefon?
 
"Brauchen" ist da wohl nicht das richtige Wort. Ich sehe das eher als Spielerei (Grafik-Display, verwaltetes Adressbuch, RSS-Ticker...)
Gibt es denn nicht auch noch andere Vorteile?
 
Ich sehe einen großen Vorteil: man muss in einem Gebäude keine verschiedenen Netze betreiben (also doppelt verkabeln). Das spart Arbeit und Geld. Man kann alles auf ein Netz konzentrieren, und die Telefone frei im netz platzieren und auch mal umstellen. So brauche ich bei uns zu Hause bspw. nur noch 1 Netz zu betreiben und überwachen, alles konnte auf Gigabit Ethernet umgerüstet werden.

Nachteile sind zum einen der recht hohe Preis sowie die zusätzlich notwendige Stromversorgung.

Nicht bei allen, viele hochwertige Geräte nutzen PoE, da entfällt das extra Netzteil.


Gruß
Sandra
 
Der wesentliche Vorteil für größere Firmen ist der von Sandra genannte: Es wird nur eine kabelgebundene Infrastruktur für Netzwerk benötigt. An die können dann sowohl Arbeitsplatzrechner wie auch Telefone angeschlossen werden. Es entfällt der doppelte Verkabelungs- und damit Wartungsaufwand für eine eigene TK-Infrastruktur in den Gebäuden. Darüber hinaus kann man leichter Arbeitsplätze "umhängen", also einen Mitarbeiter mit seiner Telefonnummer aus einem Büro in ein anderes umziehen.
Bei Firmen kommt dazu der Vorteil, dass die auf zentrale Elemente wie ein Telefonbuch zugreifen können.

Mit Power over Ethernet können m.E. aber ebenfalls nur Firmen was anfangen: Geräte für den Heimgebrauch wie die FritzBox liefern überhaupt nicht den Strom für PoE.

Im Heimgebrauch geht der Trend nicht so stark zu stationären VoIP-Telefonen. Stattdessen setzen sich hier mehr gut integrierte DECT-Telefone durch, wie z.B. die MT-F von AVM oder bei der Telekom Speedphones an Speedports.
 
Zu PoE: Die Aussagen hier sind nicht ganz richtig. PoE ist gerade im Heimnetz m.E. eine sehr zukunftsweisende, energiesparende Technik. Geschickt eingesetzt, lassen sich mit einer zentralen Leistungselektronik sämtliche IP-Clients versorgen. Vom Wirkungsgrad her ist das viel effizienter als z.B. Fritzbox, Desktop-Switche, DECT-Basen, Access-Points, etc. mit jeweils einem eigenen Steckernetzteil anzuschließen. Es gibt auch günstige PoE-Inkektoren und "aktive" Switche.

Gruß
R.
 
Darüber hinaus kann man leichter Arbeitsplätze "umhängen", also einen Mitarbeiter mit seiner Telefonnummer aus einem Büro in ein anderes umziehen.

Das kannst du auch ohne VoIP und Gerätewechsel haben: professeionelle TK-Anlagen bieten dieses Feature, benutzerdefinierte Endgeräteeinstellungen von einem zum anderen Telefon mittels Code zu übertragen.

Mit Power over Ethernet können m.E. aber ebenfalls nur Firmen was anfangen: Geräte für den Heimgebrauch wie die FritzBox liefern überhaupt nicht den Strom für PoE.

Einfache Geräte wie die FB nicht, aber hochwertige Switches von HP oder Cisco bieten das durchaus. Kosten halt nur mehr als eine 7390. ;)

Gruß
Sandra
 
Aber wenn ich mich hier so im Forum umsehe, scheinen doch einige von VoIP begeistert zu sein. Warum dann nicht auch ein VoIP-Telefon?
Gut, wenn man mal Geld überhaben sollte, könnte man sich für ca. 500€ auch eins mit Kamera kaufen, aber das ist bei mir momentan leider nicht der Fall.
 
Ich hatte auch erst Bedenken zu dieser Technik. Durch den Umstieg zu einem reinen IP Anschluss und dessen (eigentliche) problemlose Nutzung bin ich nun dabei, die ganze IT und TK Technik bei uns zu Hause zu einem Netz zusammenzufassen. Allerdings gehe ich noch einen Schritt weiter und werde eine Siemens HiPath Anlage nutzen.

Vorteil wie schon schrieben: alles konnte auf Gigabit Ethernet Technik umgestellt werden, einheitliche Anschlusspunkte für alle Technik (sieht vor allem im Wohnzimmer besser aus ;) ) und die gesamte Technik verschwindet in einem 19" Schrank im Keller, statt sich auf 3 Punkte im Haus zu verteilen. So konnten (so viel zum Thema Sparen) bereits 3 kleine Switche und insgesamt 5 Geräte durch 1 einziges ersetzt werden.

Gruß
Sandra
 
@kaymarkkay, 500 Euro musst du nicht investieren. In der 100-150 Euro Klasse bekommst du erstklassige Geräte (ohne Kamera), die PoE unterstützen und sicherlich mehr bieten, als du im Privat- oder SoHo-Bereich jemals brauchen wirst.
 
Aber wenn ich mich hier so im Forum umsehe, scheinen doch einige von VoIP begeistert zu sein. Warum dann nicht auch ein VoIP-Telefon?
VoIP im LAN ist im Gegensatz zu VoIP übers Internet wirklich brauchbar. Allerdings hat AVM die Fritzboxen leider so ausgelegt, dass bestimmte Funktionen nur an den analogen Nebenstellenanschlüssen zur Verfügung stehen. Ein Beispiel ist die manuelle Amtsholung. Ist diese eingestellt, muss man zwar vor jedem Externgespräch eine 0 vorwählen, dafür entfällt aber bei Kurzwahlen, Interngesprächen etc. die Notwendigkeit zur Vorwahl von '**'. Das kann manchmal ein Vorteil sein, besonders wenn man ein Telefon nutzt, das '**' gar nicht an die Fritzbox weiterreicht, weil es diesen Code zur Steuerung eigener Funktionen reserviert hat.

Die manuelle Amtsholung wird bei Fritzboxen an ISDN-, DECT- und SIP-Nebenstellen nicht unterstützt. Soweit ich mich erinnere, gibt es auch noch ein paar andere Funktionen, die an SIP-Nebenstellen nicht verfügbar sind. Aber wer diese Funktionen nicht braucht, hat dadurch auch keinen Nachteil und kann getrost zu einem SIP-Telefon greifen. Dieses dürfte gegenüber einem Analogtelefon einen deutlich höheren Komfort bieten.

Grüßle

Der Mikrogigant
 
Ein weiterer Vorteil von IP-Telefonen ist, daß sie erstens IP beherrschen und zweitens daß sie (wie z.B. die großen aus der Cisco 79xx Serie) ziemlich professionell aussehen. Gegenüber analogen Telefonen kommt außerdem bei manchen IP-Telefonen die Unterstützung von G.722 (vulgo "HD-Telefonie") hinzu.
 
Ein weiterer Vorteil von IP-Telefonen ist, daß sie erstens IP beherrschen
Das müssen sie, sonst wären es keine IP-Telefone ;)

und zweitens daß sie (wie z.B. die großen aus der Cisco 79xx Serie) ziemlich professionell aussehen.
Das Aussehen ist in der Regel zweitrangig. Wichtig ist Funktionalität und Vielseitigkeit. Die bieten aber die meisten IP-Telefone, nicht nur die von Cisco.

Gegenüber analogen Telefonen kommt außerdem bei manchen IP-Telefonen die Unterstützung von G.722 (vulgo "HD-Telefonie") hinzu.
Die HD-Telefonie ist einer von vielen Vorzügen von VoIP, der derzeit im Wesentlichen nur auf dem Papier steht. In der Praxis hat man derzeit noch recht wenig davon, weil Voraussetzungen für ein HD-Telefongespräch (HD-Telefone auf beiden Seiten und eine auf der gesamten Strecke HD-fähige Verbindung) selten zutreffen. Und ähnlich wie beim "professionellen" Design gilt auch bei der HD-Telefonie: solange sich die Gesprächspartner gut verstehen, hat das Telefon seinen Zweck erfüllt, zusätzliche Gimmicks sind dann überflüssig. Ein Telefon ist schließlich keine HiFi-Anlage. Und eine gute Verständigung ist normalerweise auch mit ISDN- und sogar mit guten Analogtelefonen möglich.

Grüßle

Der Mikrogigant
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Aussehen ist in der Regel zweitrangig. Wichtig ist Funktionalität und Vielseitigkeit.

Nicht unbedingt. es werden auch Geräte wegen der Farbe usw. augesucht, damit sie besser ins Bild passen, gerade bei gehobeneren Ansprüchen, wie bspw. in Banken, Hotels usw. Oder wie bei mir auch gerne mal wegen der Größe.


Die HD-Telefonie ist einer von vielen Vorzügen von VoIP, der derzeit im Wesentlichen nur auf dem Papier steht.

Vor allem dann, wenn das Gerät zwar laut Hersteller G.722 kann, im Zusammenspiel mit anderen Geräten, die das können sollen, etwas anderes herauskommt...

Gruß
Sandra
 
Welche Komfort-Funktionen sind das?
Meins hat diese:
5-way navigation key for navigation and feature control
6 free programmable sensor keys
7 fixed function keys
Volume keys (Loudspeaker/+/-)
Keypad with 12 keys
Tiltable LCD 6 line backlit graphic display
Red call signalling LED
12 red LEDs for key signalling
 
Mit welchen Geräten bist du besser Zufrieden ? Mit den OpenStage oder OptiPoint ?

Gruß
Sandra
 
Danke für Eure Antworten.

Mir ging es aber um den "deutlich höheren Komfort gegenüber einem Analogtelefon", so wie es mikrogigant behauptet.
Mir fällt da keiner ein. Und die Funktionen von KunterBunter gibt es IMHO bei einem Analogtelefon auch.

Gibt es Funktionen die ein IP-Telefon an der FB kann, die ein Analogtelefon nicht kann?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir ging es aber um den "deutlich höheren Komfort gegenüber einem Analogtelefon", so wie es mikrogigant behauptet.
Mir fällt da keiner ein. Und die Funktionen von KunterBunter gibt es IMHO bei einem Analogtelefon auch.
Allein die Möglichkeit zur Verwaltung mehrerer SIP-Accounts stellt schon ein Komfortmerkmal dar. Und wenn Telefon und Telefonanlage bzw. "Vermittlungsstelle" entsprechend aufeinander abgestimmt sind, lassen sich auch Komfortmerkmale realisieren, die mit Analogtelefonen nicht machbar sind, z. B. die Anzeige des Anlagen-Telefonbuchs oder anderer Anlagen-Funktionalitäten (Rufumleitungen etc.) auf dem Display des Telefons.

Grüßle

Der Mikrogigant
 
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