FRITZ!Box 7590 AX gebrickt nach Debranding-Versuch (linux_fs_start)

Vollzitate sind unerwünscht (vorallem wenn diese ihren Ursprung genau darüber haben oder #1 beinhalten) siehe Boardregeln https://www.ip-phone-forum.de/threads/ip-phone-forum-regeln.297224/ - by stoney
[/QUOTE]
das wirds warscheinlich sein. Da kann man dann warscheinlich nichts mehr machen...

-- Zusammenführung Doppelpost gemäß Boardregeln by stoney

Vielleicht liest Du noch einmal nach, worum ich tatsächlich gebeten habe - wenn ich mich richtig erinnere, stand da etwas von einem Video (und zwar MIT dem verwendeten PC (vielleicht ja sogar mit einer tragfähigen Beschreibung, wie dessen Ethernet-Ports und die Netzwerkkonfiguration aussehen, unter Beachtung dessen, was man für das Recovery-Programm einstellen/probieren kann), der passenden Verkabelung UND dem Aufruf des AVM-Recovery-Programms, nach passenden(!) Vorarbeiten) und Protokolldateien von ebendiesen Versuchen.
Also ich denke so langsam, dass wir aneinander vorbeireden. Es kommt nicht mal zu einer FTP Verbindung, egal mit welcher Konfiguration. Zuvor bevor ich diese Befehle eingab, funktionierte selbst die Verbindung noch. Welche Befehle und was ich genau gemacht habe, habe ich jetzt mehrfach in diesem Thread angegeben und beschrieben. Ich fand leider keine Logs für das Recovery Programm, sondern nur für Total Comander, wo ich letztlich diese Befehle ausgeführt hatte. Diesen Log, hatte ich bereits hier geteilt. Genau wie @chips beschrieben hat, hat es nichts mit dem Bootloader zu tun, sobald die 3.3 V. drangespeist sind leuchtet die LED. Bis jetzt habe ich so einiges probiert. Die Switch an meinen PC und ein Lan Kabel an die FB. Ich habe jeden Port durchprobiert, dennoch nix. Das Problem ist ja genau dies: Die LEDs blitzen nicht alle auf!

Naja ich denke, dass man dieses nur mit einer seriellen Konsole vielleicht retten kann.

-- Zusammenführung Doppelpost gemäß Boardregeln by stoney

Vollzitate sind unerwünscht (vorallem wenn diese ihren Ursprung genau darüber haben oder #1 beinhalten) siehe Boardregeln https://www.ip-phone-forum.de/threads/ip-phone-forum-regeln.297224/ - by stoney
Ich habe beides probiert ging nicht. Aber mittlerweile spielt das keine Rolle, da überhaupt keine FTP Verbindung zu Stande kommt.
 
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Es kommt nicht mal zu einer FTP Verbindung, egal mit welcher Konfiguration.
Das alleine wäre ja noch kein sicheres Indiz, es gibt immer wieder mal welche die Probleme haben eine FTP-Verbindung zum Bootloader aufzubauen (selbst wenn die Box bzw. der Bootloader noch in Ordnung ist, daher auch die entsprechende Intervention seitens @PeterPawn, ich gehe daher auch nicht davon aus, dass ihr aneinander vorbeiredet, das hat schon seine Gründe…).

Aber wenn selbst ein paar Sekunden nach dem einschalten der Fritzbox nicht erkennbar ist, dass die Box ihre LAN-Ports aktiviert (also zum Switch keine Verbindung aufgebaut wird, egal ob da jetzt auch noch der PC mit angeschlossen ist oder nicht), dann kann man durchaus davon ausgehen, dass da ein ernstes Problem vorliegt (wie bspw. alle 4 Ethernet-PHYs der LAN-Ports 1-4 defekt oder eben kein Bootloader mehr vorh.).

Naja ich denke, dass man dieses nur mit einer seriellen Konsole vielleicht retten kann.
Wenn der Bootloader tatsächlich überschrieben wurde, dann hilft dir da auch keine serielle Konsole mehr.

Du hast offenbar mit dem Versuch des hochladen eines Firmware-Image per put in mtd1 bzw. mtd2 mtd0 bzw. mtd1 den Bootloader überschrieben. Und 1. fehlt dir nun vermutlich ein Backup dieses Bootloader und 2. könntest du den, selbst wenn du ein Backup des Bootloader hättest, nicht per serieller Konsole zurückschreiben (da ja dazu ebenfalls min. ein funktionierender Bootloader im Flash vorhanden sein müsste).
 
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@chips:
Bei der 7590 (incl. AX) kannst Du damit recht haben, da hat AVM die Power-LED tatsächlich als "low active" implementiert (vermutlich bei allen GRX-Boxen, denn die nehmen alle dieselbe Definition für den FDT):
Rich (BBCode):
/* LEDs & Buttons für die 7590 und verwandte Boxen */

&ssoled {
    status = "okay";

    avm_led_ambientbrightness: led0 {
        label = "avm:none:ambientbrightness";
        led-gpio = <&ssogpio 0 GPIO_ACTIVE_HIGH>;
        intel,led-pin = <0>;
    };

    avm_led_info_green: led2 {
        label = "avm:green:info";
        led-gpio = <&ssogpio 2 GPIO_ACTIVE_HIGH>;
        intel,led-pin = <2>;
    };

    avm_led_info_red: led3 {
        label = "avm:red:info";
        led-gpio = <&ssogpio 3 GPIO_ACTIVE_HIGH>;
        intel,led-pin = <3>;
    };

    avm_led_box_wlan: led4 {
        label = "avm:green:wlan";
        led-gpio = <&ssogpio 4 GPIO_ACTIVE_HIGH>;
        intel,led-pin = <4>;
    };

    avm_led_box_fon: led5 {
        label = "avm:green:fon";
        led-gpio = <&ssogpio 5 GPIO_ACTIVE_HIGH>;
        intel,led-pin = <5>;
    };

    avm_led_connect: led6 {
        label = "avm:green:connect";
        led-gpio = <&ssogpio 6 GPIO_ACTIVE_HIGH>;
        intel,led-pin = <6>;
    };

    avm_led_box_power: led7 {
        label = "avm:green:power";
        led-gpio = <&ssogpio 7 GPIO_ACTIVE_LOW>;
        intel,led-pin = <7>;
    };
};
Jedoch startet (afaik) nicht jeder Prozessor automatisch mit Low-Pegel an den GPIO-Pins - ansonsten müßten bei anderen Modellen (hier beispielhaft eine 7490, die ja ebenfalls MIPS-basiert ist - das SoC ist praktisch der Vorgänger der GRX-Chips:
Rich (BBCode):
/ {
    avm-hw-revision{
        compatible = "avm,avm_hw_revision";
        revision = "185";
    };
    avm-gpio{
        compatible = "avm,avm_gpio_generic";
        gpio_avm_led_power{
            value = <45>;
            param = <AVM_DEF_HW_PARAM_GPIO_OUT_ACTIVE_LOW>;
            config = <IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_DIR_OUT IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_ALTSEL0_CLEAR IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_ALTSEL1_CLEAR IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_OUTPUT_SET>;
            module_id = <DEF_IFX_GPIO_MODULE_LED>;
        };
        gpio_avm_led_internet{
            value = <47>;
            param = <AVM_DEF_HW_PARAM_GPIO_OUT_ACTIVE_LOW>;
            config = <IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_DIR_OUT IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_ALTSEL0_CLEAR IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_ALTSEL1_CLEAR IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_OUTPUT_SET>;
            module_id = <DEF_IFX_GPIO_MODULE_LED>;
        };
        gpio_avm_led_festnetz{
            value = <36>;
            param = <AVM_DEF_HW_PARAM_GPIO_OUT_ACTIVE_LOW>;
            config = <IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_DIR_OUT IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_ALTSEL0_CLEAR IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_ALTSEL1_CLEAR IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_OUTPUT_SET>;
            module_id = <DEF_IFX_GPIO_MODULE_LED>;
        };
        gpio_avm_led_wlan{
            value = <35>;
            param = <AVM_DEF_HW_PARAM_GPIO_OUT_ACTIVE_LOW>;
            config = <IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_DIR_OUT IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_ALTSEL0_CLEAR IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_ALTSEL1_CLEAR IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_OUTPUT_SET>;
            module_id = <DEF_IFX_GPIO_MODULE_LED>;
        };
        gpio_avm_led_info{
            value = <33>;
            param = <AVM_DEF_HW_PARAM_GPIO_OUT_ACTIVE_LOW>;
            config = <IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_DIR_OUT IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_ALTSEL0_CLEAR IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_ALTSEL1_CLEAR IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_OUTPUT_SET>;
            module_id = <DEF_IFX_GPIO_MODULE_LED>;
        };
        gpio_avm_led_info_red{
            value = <46>;
            param = <AVM_DEF_HW_PARAM_GPIO_OUT_ACTIVE_LOW>;
            config = <IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_DIR_OUT IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_ALTSEL0_CLEAR IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_ALTSEL1_CLEAR IFX_GPIO_IOCTL_PIN_CONFIG_OUTPUT_SET>;
            module_id = <DEF_IFX_GPIO_MODULE_LED>;
        };
) ALLE LEDs leuchten, wenn der Bootloader nicht gestartet werden kann (was iirc nicht der Fall ist, aber ich bin auch schon wieder länger raus aus dem Spiel). Bei anderen Modellen (z.B. der 4080, auch wenn die wohl nur ein Phantom war) ist hingegen auch die Power-LED "high active", damit dürfte die auch nicht leuchten, wenn nur die Stromversorgung anliegt.



Ich verstehe trotzdem nicht, was so schwer daran sein soll, einfach ein kurzes Video vom "Startvorgang" (egal wie weit der nun funktioniert oder nicht) hier einzustellen - es gibt eben neben der Möglichkeit, daß der Bootloader gar nicht mehr geht, noch genug andere "Fallen", die den Zugriff auf EVA verhindern können, selbst wenn der zuvor mal geklappt hat. Die meisten Leute verstehen nämlich auch nicht, warum es einen Unterschied macht, ob man versucht, auf eine zuvor funktionierende FRITZ!Box (bzw. deren Bootloader) zuzugreifen oder nunmehr auf eine Box, die eben nicht mehr startet. Was für den Laien so aussehen mag, als gäbe es gar keine Unterschiede, ist aus Sicht der Netzwerk-Konfiguration (gerade auch bei Windows-PCs, aber das gilt ebenso für einige Linux-Derivate, die versuchen, eigene Intelligenz im Netzwerk zu simulieren) etwas vollkommen anderes ... und da ist eine gewisse Vorsicht bei allzu eilfertigen Feststellungen, der Bootloader wäre gar nicht mehr erreichbar, durchaus angebracht - erst recht dann, wenn derjenige mit dem Problem von sich selbst behauptet, sich damit nicht so genau auszukennen.

Ich habe jedenfalls gerade mal spaßeshalber versucht, eine alte 7590 (eine ohne AX, aber die sollten tatsächlich an dieser Stelle identisch sein), die ohnehin defekt ist, dazu zu überreden, eine der beiden Partitionen, von denen hier berichtet wurde, zu überschreiben und damit den Bootloader (es ist die Version 1.3258) zu killen - mir ist das nicht geglückt (auch nicht, wenn ich versuche nach MTD2 zu schreiben).

Wenn hier die Serielle bestückt wird, sollte dann aber auch nichts mehr von dem, was da hinter "Detected ..." steht im Screenshot in #31, erscheinen - das ist definitiv alles Preloader/Urlader (EVA) und steht in den jeweiligen Kopien in der Bootloader-Partition. Wobei es möglicherweise sogar auch zwei Kopien des Preloaders sein könnten (ich habe mir den Inhalt der Loader-Partition der verwendeten Box noch einmal kurz angesehen) - eine an 0x0000000 und eine weitere an 0x00040000, die jeweils den Code für EVA von 0x00080000 bzw. 0x000C0000 versuchen zu laden.

Zumindest durch gekippte Bits im NAND-Flash sollte also eine solche Box nicht am Booten gehindert werden - vielleicht hat(te) der Bootloader-Code beim STOR-Kommando ja tatsächlich bei irgendwelchen Versionen einen Bug und hat gleich die gesamten ersten 44 MB im NAND-Flash gelöscht (meine Version hat diesen Bug dann aber wohl nicht), denn die Definition für MTD0 in der EVA-Konfiguration umfaßt tatsächlich den Bereich von 0x0 bis 0x2c00000, was natürlich das erste MB mit der Bootloader-Partition einschließt (die ist noch einmal als MTD2 definiert, von 0x0 bis 0x100000).

Ich habe mal nach anderen Berichten, daß sich jemand den Bootloader durch Schreiben nach MTD0 und/oder MTD1 zerstört hätte, gesucht - allerdings nur hier im IPPF (vielleicht habe ich ja auch etwas übersehen). Was ich gefunden habe, waren Berichte (bei früheren Boxen, vor 2019), daß das beim Schreiben nach MTD2 passiert wäre (deshalb habe ich ja extra einen zusätzlichen Parameter in mein PS-Skript eingebaut, wenn jemand WIRKLICH nach MTD2 schreiben will) - für MTD0 bzw. MTD1 habe ich solche Berichte nicht gefunden.

Andererseits haben auch schon genug andere Leute ähnlichen Unsinn (@elyar01: nicht persönlich nehmen, das war nun mal objektiv Blödsinn) verzapft und da war garantiert auch schon jemand dabei, der ebenfalls MTD0 und MTD1 beschreiben wollte bei einer GRX-Box. Es ist also zumindest "verwunderlich", wenn hier genau bei jemandem, der seinerseits gar nicht geübt ist im Umgang mit dem Bootloader von AVM, ein derartiges Problem auftritt und bei einer (doch vergleichsweise neuen Box, die sicherlich auch den jeweils aktuellen Bootloader hat) einfach so der Bootloader gelöscht werden kann. Man stelle sich nur mal vor, das würde jemand absichtlich machen, wenn das Ende der freiwilligen Herstellergarantie naht - AVM bliebe ja kaum etwas anderes übrig, als die Box immer wieder zu tauschen, denn das (absichtliche) Löschen ist praktisch nicht nachweisbar.

Zumal - wie schon mal erwähnt: der Bootloader (zumindest so weit ich weiß und das aus Dumps rekonstruieren konnte ... allerdings habe ich auch nicht alle Versionen untersuchen können) hat eigentlich gar keinen Grund, selbst irgendetwas in die NAND-Partitionen zu schreiben (das OS wird aus dem RAM gestartet und installiert sich dann selbst im Flash) ... mit Ausnahme eines TFFS-Images. Aber das wird im NAND-Flash auch in einem speziellen Format gespeichert, während es dem Bootloader im "legacy format" angeboten werden kann (bzw. muß), was dann auch nicht direkt in irgendein MTDx geschrieben wird, sondern nach MTDNAND. Dabei wird es auch gleich noch passend in das Format für die TFFS-Speicherung im NAND-Flash konvertiert - das ist also eine "Spezialbehandlung", die eben nur ein neues TFFS-Image erfährt.

Es gibt zwar auch Reste, die auf die Möglichkeit eines Urlader-Updates über den Bootloader hindeuten:
Rich (BBCode):
vidar:~/._github/YourFritz/eva_tools/local/urlader/7590 # strings mtd.dmp | grep -i "urlader.*update"
Booting from UART. Only Urlader-Update supported!!!
553 Urlader_Update failed.
Booting from UART. Only Urlader-Update supported!!!
553 Urlader_Update failed.
vidar:~/._github/YourFritz/eva_tools/local/urlader/7590 #
aber wohl eher nicht über (Netzwerk-)FTP.

Daher irritiert es mich sehr, wenn hier ein GRX-Urlader (wie geschrieben, kenne ich allerdings nicht jede Version und da ändert AVM ja auch ab und an mal etwas - gerade wenn es um die Übergabe eines FDT an den startenden Kernel geht, die ja mit den GRX-Chips und deren neuem Kernel Einzug hielt) in irgendwelche Flash-Partitionen schreiben sollte/wollte ... und eigentlich käme da ja (wenn man nicht doch direkt MTD2 adressiert und die EVA-Version da tatsächlich etwas schreiben will) auch nur MTD0 in Frage, denn nur die überlappt mit der Bootloader-Partition und m.W. gehen die EVA-Definitionen bei den GRX-Boxen auch nur bis MTD5 ... also sollte auch alles, was nach MTD6/MTD7 und MTD11 bis MTD14 schreiben will (was bei einer 6490 denkbar wäre und vielleicht auch Bestandteil der verwendeten "Anleitung" war), gar nicht erst funktionieren und auch nichts "zerstören".

Abseits vom NAND-Format für das TFFS ist die Behandlung von NAND-Flash (mit und ohne ECC) durchaus komplex, bis hin zur Verwaltung einer "bad block table" ... es verwundert mich schon etwas, wenn AVM da die ganze notwendige Logik ZUSÄTZLICH im Urlader implementiert haben sollte (wenn der tatsächlich selbst in den NAND-Flash schreiben kann) und dann dennoch selbst hingeht und die Installation des OS (und da kommt bei den GRX-Boxen ja noch der UBI-Layer dazu, der für die Filesystem-Partition verwendet wird, auch wenn der Kernel "plain" im Flash landet) über den Start aus dem RAM vornimmt ... wobei letzteres natürlich den Vorteil hat, daß dabei bereits der komplette Kernel mit allen notwendigen Treibern - auch für die verschiedenen Flash-Typen - zur Verfügung steht.

Ich habe jedenfalls im Urlader-Dump nichts gefunden, was darauf hindeuten würde, daß der tatsächlich weiß, wie er mit dem NAND-Flash für Kernel und Filesystem umzugehen hätte (so, daß das später der Kernel auch noch parallel kann - für das TFFS übernimmt das dann ja der Treiber von AVM) - alles, was da irgendwie mit "write" zu tun hat, ist entweder TFFS-bezogen (dafür hat AVM tatsächlich etwas eingebaut) oder hat mit anderen Ports zu tun, aber nicht mit NAND-Flash.

Aber mir soll es letztlich auch egal sein ... wenn da tatsächlich die Bootloader-Partition "leer" sein sollte, hätte ich aber schon gerne GENAU gewußt, wie man das anstellen kann/muß. Mir ist es eben nicht gelungen, auch wenn die Power-LED bei den GRX-Boxen (und die verwenden offenbar alle dasselbe LED-Schema, außer vielleicht die 7583) tatsächlich auch dann leuchten kann, wenn der GPIO-Port beim Start des SoC auf "low" geht - das hatte ich vorher so nicht auf dem Schirm, daß diese LED bei den Boxen anders "verkabelt" ist, als die anderen LEDs.

Wenn jemand jetzt noch eine (bessere/passende) Erklärung für das Phänomen hat, daß andere Modelle für ALLE LEDs "low active" verwenden und die dennoch nicht alle direkt beim Herstellen der Stromversorgung leuchten (auch wenn sie nicht durch den startenden Bootloader gleich wieder ausgeknipst werden, weil eben auch dort kein Bootloader mehr vorhanden ist - was bei einer 7490 und deren SPI-Flash für die Speicherung des Urladers deutlich leichter zu realisieren/provozieren ist), würde ich die gerne hören lesen.

EDIT:
per put in mtd1 bzw. mtd2
DAS macht mich eben so stutzig ... welches Youtube-Video behauptet denn, man solle irgendetwas per EVA nach MTD2 schreiben? Nach dem, was er da verlinkt hatte, dürfte eben nur MTD0/MTD1 plus MTD6/MTD7 "angegriffen" werden, ggf. noch MTD11 bis MTD14 für ein vermutetes "inaktives" System. Aber MTD2? Das wäre ja nachgerade fahrlässiges bis vorsätzliches Zerstören einer Box (wenn EVA da schreiben sollte, wobei es auch schon reicht, wenn sie da versucht zu löschen).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenn das Verhalten der Power-LED 7590/AX aus meiner Praxis - selbst ohne Flash oder nur 3.3V angeschlossen am seriellen Port - Power-LED leuchtet;
war ja ein oft zu beobachtender Effekt bei Blitzschäden mit abgeschossenem SOC - Boxen mit "nur Power-LED leuchtet" waren zu 95% defekte SOCs durch Überspannung LAN/DSL/Telefonie;
davon hatte ich hunderte in den Fingern;
Der Punkt "alle LEDs leuchten" kommt zeitgleich oder ganz kurz vor Erscheinen des Prompts "EVA_AVM>" des Bootloaders auf der seriellen Konsole - daher mein Schluss:
Kein kurzes Blinken aller LEDs = ftp-Zugang wird zu 99% dann nicht funktionieren, da der Bootloader nicht soweit kommt
p.s. die LEDs sind ja nicht direkt an die GPIOs verschaltet - da ist ja noch ne Transistorlogik dazwischen - möglicherweise gibt es auch ein "Override" über einen separaten GPIO nach Reset;
bei Boxen mit FPGA geht die Steuerung der LEDs auch darüber - das Dimmen der LEDs greift da auch noch ein (das geht ja nur bei Boxen mit FPGA)
 
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Ich bin dennoch immer noch verwirrt ... GPIO-Pins werden ja in aller Regel erst mal über den GPIO-Controller entsprechend eingestellt (u.a., ob sie "high or low active" sind, aber viel entscheidender ja noch, ob sie Aus- oder Eingang sein sollen), das ist es auch, was ich mit "initialisieren" meine und wo m.E. dann alle LEDs einer Box einmal kurz blinken (eben wenn der GPIO-Controller (das sind ja nicht nur LEDs) initialisiert wird).

Solange das nicht passiert ist, sollten sie m.W. "tristate" sein, d.h. hochohmig und weder nach +VCC noch nach GND "gezogen" werden. Da MÜSSTEN also noch irgendwelche zusätzlichen Vorkehrungen (schaltungstechnisch) getroffen werden bzw. getroffen worden sein, wenn direkt beim Anlegen der Spannung die LED schon leuchtet. DAS meinte ich mit irgendeiner Umschaltung zwischen der Signalisierung von Hardware-Zuständen (Stromversorgung liegt an) und rein software-gesteuertem Betrieb einer LED. Ich glaube Dir ja Deine Beobachtungen hinsichtlich des Verhaltens der Power-LED - nur kann ich mir das eben immer noch nicht erklären, so gänzlich ohne Initialisierung des GPIO-Controllers und OHNE irgendwelche anderen schaltungstechnischen Vorkehrungen (die dann ja aber dem software-gesteuerten Betrieb auch nicht mehr im Wege stehen dürfen, daher die Idee, es gäbe irgendwie eine "Umschaltung").

Daß der FTP-Zugang nicht funktionieren wird, wenn der Bootloader nicht mal bis zum Initialisieren des GPIO-Controllers kommen sollte, ist mir auch klar und wird ja gar nicht bestritten. Nur würde ich das eben gerne "mit eigenen Augen" sehen wollen (soweit man ein kurzes Video so nennen will), weil es eben WIRKLICH nur ein kurzer Moment ist, wo wegen der Initialisierung ALLE LEDs aufleuchten und ich habe auch schon Leute erlebt, die das gar nicht richtig wahrgenommen haben. Und es kommt eben noch hinzu, daß es sich hier ja nicht um einen "echten Hardware-Schaden" handelt, sondern irgendeine (bisher nicht wirklich geklärte) Aktion der Firmware den Bootloader gelöscht haben soll, wie vermutet wird ... und DAS kann ich auch nicht nachvollziehen.

Ich hielt es tatsächlich nicht für eine so große "Zumutung", da mal ein Video zu machen und das dann auch gleich noch mit den passenden Rahmenbedingungen ... mal ganz abgesehen davon, daß es auf dem verwendeten PC ja noch deutlich mehr Infos vom Recovery-Programm geben müßte - das geht beim FTP-Protokoll los (auch das kann Aufschluß geben, z.B. an welchem Interface das Programm sucht und PCs (Mainboards) mit zwei Ethernet-Ports sind schon lange keine Exoten mehr) und endet auch bei der sicherlich vorhandenen Sicherungsdatei des Urlader-Environments noch nicht, denn er hat ja auch beschrieben, daß er zuvor das Recovery-Programm verwendet hat, um die Box im Loader anzuhalten. Selbst wenn das (absichtlich) das falsche Recovery-Programm für dieses Modell gewesen sein sollte, hätte das Recovery-Programm dabei das aktuelle Environment gespeichert (sofern nicht alle 20 Slots dafür schon belegt sind) und darin könnte man zumindest - auch im Nachhinein - noch sehen, welche Version der vermutlich dahingeschiedene Urlader eigentlich hatte. Wo man diese Dateien findet, habe ich im Recovery-Thread haarklein erklärt ... und den hat er ja nach eigenem Bekunden gelesen.

Selbst wenn also die Box wirklich nicht mehr erreichbar sein sollte, gäbe es noch sooo viele Informationen, die uns (oder auch späteren Lesern) dabei helfen könnten, das besser zu verstehen, daß ich die praktische "Verweigerung" der Mitarbeit nicht verstehe - und die "Vermutung", er könne die Box wohl nur noch über die serielle Schnittstelle wieder zum Leben erwecken, spricht in meinen Augen auch nicht dafür, daß er die Zusammenhänge wirklich verstanden hätte (aber @NDiIPP hat ihm diesen Zahn ja schon gezogen). Selbst wenn also tatsächlich der Urlader nicht mehr per FTP erreichbar sein sollte, bleiben jede Menge Fragen übrig - angefangen bei den WIRKLICH verwendeten FTP-Kommandos, um deren "Auflistung" ich direkt am Beginn schon gebeten hatte.

Dabei ist letztlich nur eine (sehr unbefriedigende) bunte Mischung herausgekommen:
1. GETENV linux_fs_start (ich bekam eine Fehlermeldung, dass keine Variable gesetzt war, deswegen hatte ich im folgenden den Befehl SETENV linux_fs_start 1 verwendet um die Variable auf 1 zu setzen.
2. TYPE I
3. PASV
4. MEDIA FLSH
5. PUT filesystem.image mtd0
6. PUT kernel.image mtd1
, die kann so gar nicht (zumindest nicht ohne Fehlermeldungen, die man dann natürlich auch noch beachten/aufschreiben müßte) funktioniert haben, denn die ersten vier Kommandos sind "serverseitig", müßten also mit QUOTE direkt an den Server gesendet werden (ohne QUOTE ist nicht mal klar, ob tatsächlich MEDIA FLSH aktiviert war oder doch mit MEDIA SDRAM die Alternative, was dann zu gar keinem Schreibzugriff auf Flash-Speicher führen dürfte) und die letzten beiden versteht nur ein FTP-"Client" (denn das serverseitige Kommando ist dann STOR und auch das ist bei passivem FTP nicht ganz trivial zu realisieren).

Ich bin also ziemlich frustriert (auch wenn das nicht meine Box war, habe ich ja dennoch Zeit investiert in diesen Thread) ... einmal weil es nicht funktioniert, andererseits aber auch, weil so vollkommen unklar (geblieben) ist, wie es genau zu diesem Zustand gekommen ist und da hege ich eben den "Verdacht", daß man uns doch nicht "alles" erzählt hat, was da passiert ist (da will ich nicht mal Absicht unterstellen, nur Unverständnis, wie wichtig das sein könnte).

Selbst wenn er den Loader wirklich geschrottet haben sollte, wüßte ich eben immer noch (sehr, sehr) gerne, wie ihm das gelungen ist ... schon damit ich ggf. meine Skript-Angebote (auch wenn die schon älter sind) dahingehend "nachhärten" kann, daß man sich damit dann nicht so einfach die Boxen kaputtspielen kann (auch wenn natürlich andere Software und falsche Anleitungen genauso weiterhin existieren werden wie Leute, die sich denken, "ein Router ist ein Router" und notfalls auch TP-Link-Firmware in eine FRITZ!Box flashen wollen).
 
DAS macht mich eben so stutzig ... welches Youtube-Video behauptet denn, man solle irgendetwas per EVA nach MTD2 schreiben? Nach dem, was er da verlinkt hatte, dürfte eben nur MTD0/MTD1 plus MTD6/MTD7 "angegriffen" werden, […]
Stimmt, das hatte ich falsch in Erinnerung. In #25 schrieb @elyar01 er hätte in mtd0 und mtd1 geschrieben und nicht in mtd1 und mtd2. Habe das mal in #42 korrigiert.
 
Je länger ich gestern darauf noch herumgedacht habe (und das zog sich bis in einen Traum):
das ist ganz einfach und durch den default state der GPIOs nach Reset bedingt
umso komischer erscheint mir diese simple Begründung.

Über "tristate" als (heutzutage) üblichen "Grundzustand" eines GPIO-Pins habe ich ja schon geschrieben und wenn ich dann noch lese, daß:
selbst ohne Flash oder nur 3.3V angeschlossen am seriellen Port - Power-LED leuchtet;
war ja ein oft zu beobachtender Effekt bei Blitzschäden mit abgeschossenem SOC
auch bei defekten SoC IMMER noch die Power-LED leuchtet (was ich gar nicht bezweifeln will, also nicht falsch verstehen), dann würde das ja - wenn es nicht eben doch durch zusätzliche Maßnahmen abgesichert wird - bedeuten, daß auch alle gebratenen SoC dennoch weiterhin einen definierten Low-Pegel an dem GPIO-Pin bereitstellen (daß die Power-LED da einen "Sonderstatus" hat, ist ja als gesichert anzunehmen), was mir angesichts der möglichen Schäden am SoC dann doch spanisch vorkommt.

Als ich dann einen späteren Beitrag von Dir noch einmal genauer gelesen habe und auf diesen Nachtrag gestoßen bin:
die LEDs sind ja nicht direkt an die GPIOs verschaltet - da ist ja noch ne Transistorlogik dazwischen - möglicherweise gibt es auch ein "Override" über einen separaten GPIO nach Reset;
… da können wir uns dann wieder einigen.

Ob man das jetzt wie ich ein "Latch" nennt (das speichert einen Zustand auch über das aktuelle Ereignis hinaus) oder als "Override" bezeichnet, dürfte egal sein - entscheidend ist in beiden Fällen, daß - zumindest nach meinem Verständnis - irgendwann die Signalisierung des reinen Hardware-Zustands "Stromversorgung hergestellt" von diesem Ereignis "entkoppelt" werden muß, denn die Stromversorgung bleibt ja i.d.R. weiterhin bestehen und die LED kann im weiteren Verlauf ja auch definitiv per Software gesteuert werden, signalisiert dann also nicht mehr nur "Strom ist da". Da müßte es also irgendeine (Schaltungs-)Logik geben … die kann ja gerne auch aus irgendeinem anderen Signal (ggf. auch einem invertierten) einen Zeitpunkt ableiten, an dem die LED auf "softwaregesteuert" umschaltet.

Wobei mich weiterhin die Frage quält (auch wenn ich das von @chips als Ergebnis "aus eigener Erfahrung" beim Löten akzeptiere), ob das (bei Einspeisung von 3,3 V über die Pads für die Serielle und defektem SoC oder ausgelötetem Flash-Chip) tatsächlich "by design" ist, wenn die Power-LED direkt angeht oder ob da die jeweiligen Schäden nicht doch die Logik-Pegel so verändern können/würden, daß die Power-LED halt leuchtet, weil sie so geschaltet ist, daß sie als einzige bei Low-Pegel aktiviert ist und der deutlich öfter bei Schäden auftreten dürfte (das heißt ja, da liegen 0 V an), als ein High-Pegel (wo eben eine Spannung vorhanden sein muß, was schon eine abgerauchte Leiterbahn oder verschmorte Lötstelle/Komponente verhindern würde).

Aber das hat tatsächlich nicht mehr so sehr viel mit der Eingangsfrage des Threads zu tun - der Bootloader mag hier ja tatsächlich geschrottet sein, die Frage nach dem "Warum?" bleibt aber bestehen und eigentlich treibt mich die inzwischen mehr um.

Und da hilft uns auch die alte Erfahrung von @Insti mit der 7520 nicht wirklich weiter (daß da auch die Power-LED bei zerschossenem SBL dauerhaft leuchtete, habe ich jetzt aber verstanden, auch wenn davon vor 5 Jahren noch nichts zu lesen war - aber ich finde den zweiten (vorhergehenden) Thread zu diesem Thema auch nicht mehr, vielleicht wurde es da ja doch erwähnt), denn da wurde der Bootloader ja nicht über falsches Flashen per EVA entsorgt, sondern wohl (den weiteren Ausführungen zufolge) über den falschen Umgang mit den (Linux-)Kommandos und Devices für die Behandlung von Flash-Speichern und aus dem laufenden FRITZ!OS heraus, wo dann der Zugriff auch nicht mehr so "spektakulär" ist wie über den Bootloader selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen allerseits,


hier das verlangte Video. Die Zusammenarbeit möchte ich unter keinen Umständen verweigern. Ich bin nur am Ende meines Know-Hows. Ich habe des öfteren, gesagt, was ich genau gemacht habe. Es waren wirklich nur diese Befehle unter Total Comander.
 
Danke - auch wenn ich anstelle von "verlangt" ja eher "erbeten" gewählt hätte bei der Formulierung.

Wenn es Dir jetzt noch gelingt, die Environment-Datei, die bei Dir ja der Beschreibung in #3 zufolge erstellt worden sein müßte:
Also Recover Programm gestartet. IP meines Adapters eingestellt. Dann über Total Commander eingeloggt und diese Befehle gegeben.
zu finden (wo man nachlesen kann, wo die steht, habe ich mehrfach angeführt) und uns daraus die Zeile mit der Bootloader-Version zu verraten, dann sind wir (Du leider nicht, aber da ist eben selbst über das Bestücken der Seriellen nichts mehr zu reißen, solange man nicht die notwendigen "Prozeduren" für das "Booting from UART" kennt - wobei ich wetten würde, daß auch da das "Urlader-Update" nur funktioniert, wenn der Loader überhaupt vorhanden ist) einen (kleinen) Schritt weiter, weil man dann zumindest weiß, bei welcher Version man besonders vorsichtig sein muß bzw. welche Version eine (nicht vollkommen) defekte Box, bei der man das Schreiben per EVA für MTD0 und MTD1 mit anschließend gelöschtem Bootloader noch einmal nachstellen wollte, haben müßte.

Dir helfen dann wohl tatsächlich nur noch eine "Spenderbox" und entsprechende Lötarbeiten am Flash - zur direkten "Programmierung" von außen über ein (E)JTAG-Interface bei einer GRX-Box haben sich (abseits der Router-Hersteller, die fast immer auch NDAs mit den Chip-Herstellern haben) meines Wissens noch keine "Anleitungen" irgendwo im Netz verbreitet.

Wobei ich (auch wenn ich den Total Commander schon mal gesehen habe, aber eher unter Android und da braucht es für FTP sogar noch ein gesondertes Plugin, kenne ich den aber unter Windows nicht im Detail, schlicht weil ich ihn nie brauche/benutze) auch bei der gezeigten "Liste" der verwendeten Kommandos ja noch Einwände oder Zweifel hatte (bzw. sie immer noch habe) - funktioniert dieser gezeigte Mix aus server- und clientseitigen FTP-Kommandos in ein und demselben "Eingabefenster" des "Total Commander" so tatsächlich und ohne weitere Fehlermeldungen oder fehlt da schon noch so manches?

Ein Automatismus, der alles das, was er selbst nicht versteht, direkt als Kommando an den Server weiterreicht, ist zwar nicht wirklich ausgeschlossen, wäre aber extrem ungewöhnlich, weil dann ja jeder Tippfehler in einer eigentlich als Client-Kommando vorgesehenen Eingabe bei automatischer Interpretation als Server-Kommando zu unvorhergesehenen Aktionen führen würde oder zumindest könnte - auch da streikt meine Phantasie, daß jemand so etwas absichtlich (genau so) implementieren würde.

Aber nichts ist unmöglich … auch hier würde mich eben ein Protokoll genau dieser Eingaben und der darauf folgenden Reaktionen jedoch eher überzeugen, als irgendeine Beschreibung "aus der Erinnerung" - vor allem, weil man das dann auch noch selbst nachstellen könnte (man MUSS ja nicht nach MTD0 schreiben und damit eine weitere (funktionierende) Box absichtlich zerstören, es reicht, wenn man die Abläufe bis dahin nachvollziehen könnte und diese mit der abgegebenen Beschreibung in Übereinstimmung zu bringen wären).

Also bitte nicht mißverstehen, wenn ich da (leider immer noch) Probleme habe, an die korrekte und vollständige "Auflistung" dessen, was Du mit dem Bootloader zu bereden hattest, zu glauben (selbst wenn da das Schreiben nach MTD0 den Bootloader beschädigt haben sollte, was ich inzwischen auch für denkbar halte) - aber die gezeigten FTP-Kommandos passen für mich einfach nicht zusammen und beim FTP-Protokoll auf Server- und Client-Seite bin ich auch sicherer als bei irgendwelchen LEDs und deren möglichen Zuständen zu bestimmten Zeitpunkten bei verschiedenen FRITZ!Box-Modellen.
 
zu dem Verhalten der LEDs hab ich mal aus Spaß/Interesse bei einem Schlachtboard auch noch die CPU entfernt und etwas reverse engineered:

7590_LED_Test.jpg 7590_LED_Schaltung.jpg

- die Power-LED und die Info-LED werden über Transistoren angesteuert, die 3 anderen direkt entweder vom FPGA oder vom HC595 (bei 7590AX V2 ohne FPGA) über den SOC
- Info-LED wird wie die Power-LED über Transistoren angesteuert werden (ohne Pullup wie R8 bei der Power-LED)
- über R8 wird die Power-LED eingeschaltet, wenn die 3,3V da ist - die Pins des FPGA/SOC/HC595 sind da default nach Reset im Tree-State bzw. als Input konfiguriert;
- SOC/FPGA Init dürfte erst per GPO-Register konfiguriert werden: Power/DSL low, die anderen high - dann umschalten der GPIOs über GPIO-Config-Reg als Output,
dann bleibt der Zustand nach Reset erstmal erhalten und die LEDs blitzen nicht
- Plan ist nicht vollständig (Dimming fehlt und bei der Power-LED gibts noch eine mir unbekannte Verschaltung - hab mal die Verbindung R8/R4 auf Masse gelegt,
dann ging die LED nicht aus, sondern wurde nur dunkler)

edit: Plan ist nun vollständig, der LED-Fehler lag an teildefektem Transistor Q1A; Dimming geht über das FPGA - dazu liefert der SOC ein PWM-Signal zum FPGA
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir ist dann sogar wieder eingefallen, daß die GRX-Boxen sich ja tatsächlich auch von Beginn an (schon die 7560 und 7580 und da gab es noch keine gedimmten LEDs) anders verhalten hatten, als vorherige Modelle. Spätere Modelle mit Lantiq-Chipsets fallen mir jetzt gar nicht so recht ein - die GRX-Modelle waren/sind bisher das Ende der MIPS-Fahnenstange bei AVM.

Da ging die Power-LED unmittelbar mit dem Herstellen der Stromversorgung an und leuchtete erst mal ein paar Sekunden, bevor dann alle kurz aufblitzten und danach dann das Blinken für die FTP-Verbindungsbereitschaft von EVA begann. Aus der Erinnerung würde ich auf 3-5 Sekunden vor der Initialisierung tippen, wobei dann auch desöfteren mal betont wurde (auch hier im Board), daß die ca. 5 Sekunden für EVA, die in vielen Anleitungen zu lesen waren, bei den GRX-Boxen erst später begannen.

Wir (oder zumindest ich, ich will andere da nicht mit "in Haftung" nehmen) hatten diese zusätzliche Pause, die da entstand und das Ganze deutlich verlängerte gegenüber vorhergehenden - und iirc auch späteren, die dann keine Lantiq-SoC mehr verwendeten - Modellen, auf das notwendige Initialisieren des "Hypervisors" zurückgeführt.

Denn da bietet das GRX-SoC ja eine Virtualisierung an und könnte auf den vorhandenen Kernen unterschiedliche VMs ausführen, auch wenn das bei AVM im FRITZ!OS nicht wirklich genutzt wird … da kommt zwar auch ein Hypervisor zum Einsatz (als "bootcore kernel" mit sehr abgespecktem Inline-Dateisystem, das liegt alles auch mit im Kernel-Image), aber das FRITZ!OS selbst läuft da nur als eine VM mit mehreren Cores. Nur einiges von der Hardware (u.a. auch die Hardware-Unterstützung für die Verschlüsselung) wird zuvor vom Bootcore-Kernel initialisiert (der auch von EVA zuerst gestartet wird) und der (einzigen) VM zugeordnet.

Wenn ich Deinen Schaltplan richtig verstanden habe, wird also die Basis des Transistors für die Power-LED über einen Pullup-Widerstand nach VCC gezogen (R4 begrenzt nur den Strom zusätzlich, auch später, wenn der Pin softwaregesteuert wird), solange der GPIO-Pin auch hochohmig ist (parallele Widerstände) und bleibt und Q1A invertiert damit das später (nach der Initialisierung) verwendete Low-Signal und läßt die LED dann leuchten - ist der Pin später "high" (soll die LED also aus sein), sperrt Q1A, während R4 den Strom zwischen GPIO-Pin und Basis weiterhin begrenzt (R8 ist dann praktisch überbrückt und "stört" nicht mehr).

Ist zwar jetzt kein "Logik-Gatter", wie ich es im Sinn hatte mit meiner "Umschaltung", aber zumindest ist der Pullup ja auch eine Vorkehrung (für den als Schalter eingesetzten Transistor) - interessant wäre vielleicht noch (auch wenn's mit der 7590 AX hier nichts mehr zu tun hat), ob das Design so von AVM selbst entwickelt wurde (denn das dürfte dann doch "by design" sein, da bin ich inzwischen überzeugt) oder ein Referenzentwurf von Lantiq war. Ist letzteres der Fall, dürften andere Router (auch anderer Hersteller) mit GRX-Chipset das wohl genauso machen …
 
Danke - auch wenn ich anstelle von "verlangt" ja eher "erbeten" gewählt hätte bei der Formulierung.

Wenn es Dir jetzt noch gelingt, die Environment-Datei, die bei Dir ja der Beschreibung in #3 zufolge erstellt worden sein müßte:
@PeterPawn Hey, sorry da muss ich meine Wortwahl korrigieren -.- Ich habe endlich die .log Dateien gefunden und hänge diese rein:)
Darin befinden sich die environment Log und Ftp Log Dateien. Ich hoffe dass das einbisschen mehr Licht ins Dunkle bringt. Ich bin total überfordert, deshalb entschuldige bitte dieses ganze Hin und Her.
 

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Somit:
Code:
bootloaderVersion     1.11744
welche wohl bei der v2 üblich zu sein scheint. Es soll ja für die 7590 AX (nur v1?) u.a. auch die Ver. 1.11123 und 1.11275 existieren.

Bei der 7590 nonAX findet man ja eher Bootloader-Versionen wie Ver. 1.3258 oder 1.3578, welche zumindest laut Version (deutlich) älter zu sein scheinen. Hat man da also evtl. bei den neueren Bootloadern der AX "geschlampt"?
 
[Edit Novize: Überflüssiges Fullquote des Beitrags direkt darüber gelöscht - siehe Forumsregeln]
leider weiß ich nichts mit dieser Info anzufangen :/ ist aber auch nicht verwunderlich ich habe gar keine ahnung mehr
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es geht ja jetzt "nur" noch darum Bootloader-Versionen zu identifizieren, die evtl. das überschreiben des Bootlader "erlauben". Denn eigentlich dürfte der das in dieser Form gar nicht so einfach zulassen, wenn man in mtd0 und/oder mtd1 schreibt.

Davon mal abgesehen (auch wenn dir das nun nicht mehr viel hilft für diese Box aber vielleicht für die Zukunft, falls du wieder mal eine entspr. Box "debranden" möchtest):
Code:
provider              otwo_7590ax_022022
Wie hier zuvor schon erwähnt war deine 7590 AX v2 nicht gebrandet, sondern hatte "nur" ein sog. Provider-Additive. Das hätte man relativ einfach entfernen können, bspw. nach folgender Anleitung:
https://www.ip-phone-forum.de/threa...n-wegen-provider-additive.252148/post-2393872
 
Zuletzt bearbeitet:
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Hat mal jemand einen Dump des Bootloaders bei einer 7590 AX für mich?

Ich finde den Sprung in der Versionsnummer schon erstaunlich, habe aber auch nochmal bei boxmatrix.info nachgesehen und da steht ja auch schon eine fünfstellige Versionsnummer (nach dem Punkt) im Environment.

Da sind dann wohl doch mehr Änderungen erfolgt, als ich zunächst angenommen habe - am Ende hat AVM dem Bootloader ja vielleicht doch noch die Behandlung von NAND-Flash beigebracht? Der Platz in MTD2 ist zwar noch derselbe (also 1 MB für alle Kopien), aber vielleicht hat der ja doch noch gereicht für größere Loader-Versionen. Dann wären alle meine Vergleiche zwischen 7590 und 7590AX Makulatur … und wenn sich der Aufbau des Loaders tiefgreifender geändert haben sollte, funktioniert u.U. auch meine Suche nach dem Konfigurationsbereich für die individuellen Einstellungen der Boxen nicht mehr richtig.

Auch wenn ich noch keine "Klagen" in der Richtung gehört/gelesen habe … vielleicht kann ja ein Besitzer einer modifizierten 7590AX (Freetz-NG oder modfs (extern) sollten eigentlich beide funktionieren) mit installiertem (YourFritz-)Bootmanager auch mal die Debug-Anzeige (https://github.com/PeterPawn/YourFr...8081bd24beeb91c43/bootmanager/bootmanager#L75) für die EVA-Settings ansehen und sollte es dabei Probleme geben, mich informieren (hier (aber besser im Bootmanager-Thread) oder in GitHub als Issue). Danke vorab, falls sich jemand die Mühe macht …



Ich hoffe dass das einbisschen mehr Licht ins Dunkle bringt. Ich bin total überfordert, deshalb entschuldige bitte dieses ganze Hin und Her.
Kein Grund für Entschuldigungen - zumindest nicht, sich darüber länger Gedanken zu machen.

Da Du ja alle Dateien hast einpacken lassen, kann man auch gut sehen, daß Du den Gebrauch des Recovery-Programms zuvor viermal "erfolgreich" geübt hast (was war denn bei den ersten drei Versuchen?), bevor Du beim vierten Anlauf (um 14:49 Uhr) dann offenbar den Loader tatsächlich zerschossen hast.

Wobei mich auch bei dem dann folgenden Versuch (um 15:13 Uhr) etwas irritiert, daß da ja offenbar der Loader noch (zumindest teilweise) funktioniert haben muß (auch wenn er offenbar schon beschädigt war), denn immerhin kamen da ja noch 187 Byte auf das RETR env des Recovery-Programms hin, die dann auch brav gespeichert wurden (und das prompt, was da noch lesbar steht, käme tatsächlich auch in einer funktionierenden Environment-Ausgabe vor).

Wenn das Recovery-Programm gar keinen Kontakt mehr mit dem Bootloader herstellen kann (wie bei Deinem letzten Versuch am 16.11.2025 um 21:14 Uhr - das besagt jedenfalls der Zeitstempel für die ftp.log), dann wird auch keine Environment-Kopie aufgehoben - deshalb hat auch die environment.log (ohne den Suffix beim Namen) nur eine Länge von 0 Byte. Da war der Bootloader dann tatsächlich schon nicht mehr erreichbar.
 
Da Du ja alle Dateien hast einpacken lassen, kann man auch gut sehen, daß Du den Gebrauch des Recovery-Programms zuvor viermal "erfolgreich" geübt hast (was war denn bei den ersten drei Versuchen?)
ich hatte immer zu ein Fehlermeldung erhalten vom Recovery Tool dass das mit otwo gesperrt ist oder so. Daher ist das immer abgebrochen.

@PeterPawn Also kann ich die Box warscheinlich vergessen, außer halt vielleicht einen neuen Flash einzulöten oder?
 
Ja. Aber @chips hat Dir ja seine Hilfe angeboten, wenn ich mich richtig erinnere.
 
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