[EDIT @informerex:]
Wer's nicht lassen kann, soll doch meinetwegen so oft Recovery machen, wie er will ... ich bin nur schwer verblüfft, wo sich hier die Einstellung versteckt haben soll, die beim TE das Durcheinander verursacht(e).
Der Unterschied zwischen "Werkseinstellungen" und "Recovery" ist (denke ich jedenfalls) soweit aufgedröselt und auch nachzulesen, daß es da für meine Begriffe keine Unklarheiten mehr geben sollte.
Der primäre Unterschied ist das bei Werkseinstellungen nicht stattfindende Löschen der TFFS-Nodes < 100 und eine minimal unterschiedliche Behandlung beim Initialisieren des NAND-Flashs beim nächsten Start. Andere Konsequenzen aus der im Verlauf des Bootprozesses gesetzten Variablen "Recover_was_here" kann man mit ziemlicher Sicherheit ausschließen ... der Name dieser Variablen taucht nur in S01-head und S15-filesys auf.
Bei der 7390 landet hier (also im NAND-Flash) allerdings auch das Plugin für die WLAN-Treiber ab 06.51 ... damit wird beim ersten Start nach Recovery mit der 06.51 erst einmal kein WLAN funktionieren, solange bis die Box das erste Mal mit dem Internet Kontakt aufnehmen kann und dann das Plugin direkt von AVM lädt - aber das ist inzwischen bekannt und eher "kalter Kaffee".
Aber in #5 steht eben auch, daß der TE hier bereits Recovery gemacht haben will (wenn auch auf 06.30, aber damit sind alle Reste < 100 genauso verschwunden und das yaffs2-FS leer) ... es gibt meines Wissens in einer Sicherungsdatei keinen TFFS-Node (mit Ausnahme einer leeren "fx_def"), der eine ID < 100 hätte und bei einer Wiederherstellung betroffen sein könnte. Die Liste hier:
https://github.com/PeterPawn/YourFritz/blob/master/tffs/tffs.files basiert direkt auf den AVM-Quellen für den TFFS-Treiber.
Wie kann also irgendwo eine Einstellung überleben (es wird doch nicht wirklich "geheime" Speicherplätze in einer FRITZ!Box geben?), die unter 06.51 beim Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen nicht gelöscht wird, bei Recovery hingegen schon? Immer unter Berücksichtigung dessen, daß bereits das Recovery auf 06.30 jeden Überrest im TFFS gelöscht hätte.
Selbst wenn man mal unterstellt, daß ein einmaliger Update-Versuch auf 06.51 bei der Installation des WLAN-Plugins fehlschlagen mag (weil meinetwegen beim ersten Versuch gar nicht genug Platz im yaffs2-Dateisystem ist, um das Plugin dorthin zu kopieren) ... nach dem "story telling" hier wurde das ja nicht nur einmal durchgeführt (nach #8), davor gab es (in #5) Recovery auf 06.30 (da ist der komplette NAND-Inhalt futsch) und spätestens dann sollte auch genug Platz im NAND-Dateisystem gewesen sein, um das WLAN-Plugin zu installieren.
Ich habe auch nichts gelesen, daß hier das WLAN generell nicht funktioniert hätte - damit kann das Plugin auch nicht beschädigt gewesen sein o.ä., denn es wird vor seiner Benutzung noch einmal auf eine gültige Signatur geprüft und wenn die nicht stimmt, dann gibt es zwar laut Anzeige im GUI WLAN, aber nicht in der Realität und wenn hier Clients sogar per DHCP Adressen bezogen haben, dann muß das WLAN funktioniert haben.
Wo sollte sich also hier (nach dem, was wir alle hier - mehr oder weniger - als gesicherte Erkenntnisse betrachten) der Unterschied zwischen "Werkseinstellungen" und "Recovery" manifestieren? Ich will dem TE auch nicht zu nahe treten ... aber auch aus den eigenen Erfahrungen und Tests und den (fehlenden) Problemberichten von anderen habe ich bereits in #19 die
Vermutung abgeleitet, daß hier etwas nicht beschrieben wurde, weil der TE es für nicht wichtig erachtete. An einer weiteren Fehlersuche war er nicht interessiert und damit juckt es mich so gar nicht, wenn er erst eine AVM-Antwort brauchte, um auf die Idee mit der direkten Installation der 06.51 über das Recovery-Programm zu kommen.
Wenn hier jemals der eigentlichen Ursache nachzugehen wäre, dann würde mich mal die Frage interessieren, ob das über den Weg "Recovery 06.30, Wiederherstellung, Update auf 06.51" jetzt immer noch nachzuvollziehen ist ... dann müßte ja tatsächlich eine Einstellung in der Sicherungsdatei das Problem verursachen ... und wie sich das dann auf den Inhalt des TFFS auswirkt, könnte man problemlos (mit "vorher vs. nachher"-Vergleich des Inhalts) ermitteln.
Aber bis zur Reproduzierbarkeit (an den "deus ex machina" glaube ich nicht) würde ich doch die These von der "unvollständigen Erläuterung" für wesentlich wahrscheinlicher halten ... weniger deshalb, weil ich es dem TE unterstellen will (immerhin hat er ja jetzt seit der 7050 über den Daumen 30 Boxen eingerichtet ... auch wenn das vielleicht seine erste war, bei der das WLAN in ein Plugin gewandert ist und wo dann die Reihenfolge von Updates, Recoveries und Wiederherstellungen eben doch einen Unterschied zu älteren Versionen machen
kann) als vielmehr aus der (leidigen) Erfahrung, daß sich solche Probleme wundersamerweise fast immer in Luft auflösen, wenn man es nur ein einziges Mal richtig macht.
Die Feststellung "Vorher habe ich das ganz genauso gemacht und da ging es nicht ..." haben wir alle schon oft genug gelesen und selbst wenn der Autor so einer Bemerkung das aus seiner Sicht tatsächlich für richtig halten mag, sind heutzutage eben Computersysteme (und das geht vom Smartphone über den Router und ein Smart-TV bis zum "ausgewachsenen" PC) bei einer derartigen Komplexität angekommen, daß 95 von 100 Benutzern gar nicht mehr in der Lage sind, eine reproduzierbare Umgebung herzustellen, die solche (wahren) Aussagen dann erst ermöglichen würde - hier fallen mir dann prompt wieder die leidigen Diskussionen um die AV-Suiten ein, an denen ja auch nie ein Problem liegen kann, denn auf dem anderen Rechner geht es ja auch.
Meinetwegen kann man auch direkt die Empfehlung "Mach erst mal Recovery ..." geben ... wenn die AVM-Sicherung tatsächlich auch die DECT-Keys und den RSA-Key für das GUI/TR-064 umfassen würde und man damit wirklich aus Recovery + Wiederherstellung eine 1:1-Kopie des vorherigen Zustands erzeugen könnte, wäre das tatsächlich
die Lösung. Das ist aber nun einmal nicht der Fall und damit vernichtet man im schlechtesten Fall durch Recovery eben die Spuren ... genauso wie man es durch (unüberlegte) Neustarts macht.
Aber das ist auch nur meine (unmaßgebliche) Meinung ... ich versuche eben solchen Problemen auf den Grund zu gehen und da ist so eine "Empfehlung" einfach nur Gift - das darf jeder auch anders sehen und seinerseits schreiben, was er will. Aber ich darf genauso dagegen argumentieren und wenn jemand tatsächlich für die Empfehlung, das Gesamtsystem in einen definierten Zustand zu versetzen, bevor er mit (s)einem Problem hier im Forum "an die Öffentlichkeit" geht, erst einen Beitrag hier schreiben muß, dann ist er ohnehin "nicht mein Publikum" - ich würde immer erwarten, daß jemand vor seiner Frage hier bereits selbst alles Denkbare unternommen hat, um sein Problem durch das Lesen anderer Beiträge und der Support-Seite des Herstellers zu lösen und dort wird mit ziemlicher Sicherheit auch bei AVM bereits beschrieben sein, wie man eine FRITZ!Box "in den Grundzustand" versetzt (zumal hier wohl keine "provider additive"-Konfiguration vorliegt). Das gilt für jeden und wenn jemand 30 FRITZ!Boxen (im Speziellen der TE hier) konfiguriert hat, sollte er m.E. auch um den Unterschied zwischen Recovery und FactoryReset wissen ... wenn nicht, sollte er doch in der Lage sein, genug Quellen für die Unterschiede zu finden.
Was haben wir hier als Ergebnis? Einen (bisher zumindest einzelnen) Erfahrungsbericht, daß die 7390 mit der 06.51 im WLAN IP-Adressen ab der sechsten Adresse doppelt vergibt. Wenn daraus drei oder vier Berichte werden, muß man sich vielleicht Gedanken machen - vorher nicht (meine Einschätzung). Zwar könnte ich mir bei einer frisch erschienenen Firmware-Version auch noch vorstellen, daß ja irgendjemand der Erste sein muß, der ein Problem feststellt ... aber die 06.51 ist inzwischen auch wieder so lange verfügbar und die Vergabe von IP-Adressen über den DHCP-Server der FRITZ!Box ist so eine "bread&butter"-Funktion, daß ein generelles Problem eben schon länger bekannt sein müßte ... und die wenigsten 7390-Besitzer werden vor jedem Update (oder auch nur vor dem auf 06.51) das Recovery-Programm verwendet haben. Da der TE auch nach eigenem Bekunden mehrfach keine Sicherungsdatei wieder eingespielt hat nach dem Reset, kann es auch kein KKK gewesen sein - das wäre als "Erklärung" ja noch akzeptabel, denn das gehört auch zu den "gesicherten Erkenntnissen", daß sich so etwas auf unterschiedlichen Update-Wegen in die Konfiguration einschleichen kann ... aber eben nicht so, daß es Werkseinstellungen überlebt. Wenn das jemand anders sieht, bin ich ja zur Diskussion gerne bereit - genau um das "Lernen" geht es (mir) ja dabei.
PS: Ich weiß nicht genau, ob der DECT-Chip tatsächlich irgendeinen Pin hat, über den man die Keys für die Kopplungen löschen kann oder ob das per "Kommando" erfolgt ... das ist zugegebenermaßen noch eine Stelle, wo meines Wissen keine genaue Vorstellung existiert, wo und wann da eventuell vorhandene alte Kopplungen aufgehoben werden (wenn das überhaupt passiert und die nicht nur "herausgeschoben" werden, wenn neuer Platz für einen weiteren Key benötigt wird). Aber der Zusammenhang zwischen DECT und dem DHCP-Server dürfte auch nur schwer herzustellen sein.