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Hacker haben es offenbar derzeit vermehrt auf schlecht geschützte GMX-Mailkonten abgesehen. Nach einer erfolgreichen Übernahme werden diese Konten dann für den Versand von Spam genutzt. Update: Bitte beachten Sie auch das Update am Ende dieser Nachricht!
Habe auch so eine E-Mail eines Betroffenen bekommen. Dieser wurde von GMX nicht informiert oder gesperrt ec.. Er hat jetzt aber aufgrund meines Tipps sein Passwort geändert. Mal abwarten wie sich das noch entwickelt.
ist leider schon so seit Monaten, warum das nun so "aufkocht" verstehe ich nicht.
des weiteren bedauerlich ist, dass man von GMX&Co. Werbemails erhält, aber kein Hinweis (Mail) auf die fehlerhaften Logins.
denn wenn ich GMX wie früher nur über Outlook oä. verwenden würde, bekommt man die Warnmeldung nach dem Login logischerweise ja nicht angezeigt.
ich selbst nutze seit geraumer Zeit bevorzugt google-mail (ua. nun optimal durch die Anbindung von Contacts zur Fritz!Box) und dort das 2-Schritte-Login-Verfahren https://www.google.com/settings/security
einfach jedem Programm seinen eigenen Token vergeben bzw. auch wieder entziehen.
von "DHL-Packstation" sind momentan die besten phishing-Mails unterwegs, denn die Mail wurde 1:1 kopiert, lediglich 1 URL zum Datenabgleich wurde "angepasst".
Hinzu kommt, dass die PostID-Nummer und Mail-Adresse korrekt sind. DHL ist aktuell am prüfen wo das Leck ist
Bei mir wurde leider auch der GMX-Account gehackt, obwohl das Passwort eine 10-stellige Ziffern-Satzzeichen-Buchstabenkombination war.
Ganz perfide: Der Hacker hat dann auch gleich die Mailadresse zum Rücksetzen des Paßworts geändert, was ich zunächst übersehen habe. Promt war das neue, 20-stellige Passwort auch gleich kompromitiert.
Also auch hier unbedingt nachschauen -auch in den Filtern kann sich ein Parallelversand von Mails an eine fremde Adresse verstecken.
Ausgewertet wurden auch die Mails im Postfach. In der Folge wurden mein Rapidshare und mein Selfhost-Account gekapert (dadurch flog es auf, rapidshare meldete Versuch, von verschiedenen IP-Adressen unter der gleichen Accountnummer zuzugreifen, Selfhost meldete Spamversand).
Da ich glücklicherweise einen eigenen Mailserver habe, der alle Mails von GMX einsammelt und nur für wenige Tage (zum Zugriff übers Smartphone) dort belässt, waren glücklicherweise keine weiteren Zugangsdaten betroffen.
Ganz automatisch scheint der Angriff also nicht zu laufen, sondern es wird sehr individuell nach Zugriff aufs Mailkonto nach verwertbaren Informationen gesucht. Diese werden unterschiedlich verbreitet: Der Hack von Selfhost und der Spamversand liefen aus Nigeria (woher sonst...), andere Zugriffe aus anderen Ländern.
Das ist ja ganz bös. Warum GMX da keine Sperre drin hat, frage ich mich. Normalerweise sollte nach mehreren Fehlversuchen erst mal der Zugang gesperrt werden. Laut Heise war das ja ein Brute-Force-Angriff.
Wobei ich da Asche auf mein Haupt streuen muss, denn das Passwort hatte ich auch bei einigen anderen Gelegenheiten verwendet. Möglicherweise wurde es also woanders kompromittiert und ist so in einem "Wörterbuch" gelandet.
Der Brute-Force-Angriff lief ja wohl über ein Botnetz, dass die IP-Sperre von GMX unterlief.
Ich frage mich eh, warum GMX (und alle anderen) nicht eine Zeitsperre von 5 Sekunden zwischen zwei Anmeldeversuchen einbauen. Brute-Force funktioniert ja nur, wenn schnell die Antwort, das Passwort sei fehlerhaft, kommt. Für die normale Nutzung wären die 5s unproblematisch, ein Hacker braucht bei Brute-Force mit Wörterbuch dann aber ewig.
Mich ärgert es bei diesen Gelegenheiten immer mehr, dass kein Login mit elektronischer Signatur möglich ist - also z.B. ePerso oder gesonderter Signaturkarte.
Die Idee ist nicht schlecht, vielleicht aber etwas abgeändert: eine ansteigende Zeitspanne zwischen zwei oder mehreren fehlerhaften Login-Versuchen, also z.B. 5 Sek. nach dem ersten fehlerhaften Login-Versuch, 10 Sek. nach dem zweiten, usw.
Vielleicht liest ja jemand von den Mailprovidern hier auch mit, so etwas sollte doch realisierbar sein und würde Brute-Force-Attacken erheblich erschweren.
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Ganz perfide: Der Hacker hat dann auch gleich die Mailadresse zum Rücksetzen des Paßworts geändert, was ich zunächst übersehen habe. Promt war das neue, 20-stellige Passwort auch gleich kompromitiert.
Also auch hier unbedingt nachschauen -auch in den Filtern kann sich ein Parallelversand von Mails an eine fremde Adresse verstecken.
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Ich frage mich eh, warum GMX (und alle anderen) nicht eine Zeitsperre von 5 Sekunden zwischen zwei Anmeldeversuchen einbauen. Brute-Force funktioniert ja nur, wenn schnell die Antwort, das Passwort sei fehlerhaft, kommt. Für die normale Nutzung wären die 5s unproblematisch, ein Hacker braucht bei Brute-Force mit Wörterbuch dann aber ewig.
Das Problem ist es, daß man die Datenbank klaut. Dann kann man beliebig oft versuchen sich anzumelden.
Brute-Force direkt, d.h. online, kann nicht funktionieren, da man normalerweise nur 3 Versuche hat.
Danach wird der Zugang gesperrt.
Dem widerspricht, dass laut Quelle "in einem der Fälle über 2.800 gescheiterte Einlogg-Versuche registriert" wurden. Das macht man bestimmt nicht, wenn man die Datenbank klaut.
Aber wieso ist es das Problem, daß man die Datenbank klaut? Meinst du sie ist dann weg?
Dem widerspricht, dass laut Quelle "in einem der Fälle über 2.800 gescheiterte Einlogg-Versuche registriert" wurden. Das macht man bestimmt nicht, wenn man die Datenbank klaut.
Aber wieso ist es das Problem, daß man die Datenbank klaut? Meinst du sie ist dann weg?
Nein, die Datenbank ist nicht weg!
Aber Du kannst damit machen was Du willst.
"in einem der Fälle über 2.800 gescheiterte Einlogg-Versuche registriert"
So etwas dürfte nicht passieren. Wer erlaubt so viele Versuche?
Manche Board-Software erlauben bis zu 5 Versuche und dann wird es gesperrt für ca. 15 Minuten.
Ich kenne keine Bank, die mir mehr als 3 "gescheiterte Einlogg-Versuche" erlauben würde.
Bei manchen Banken ist es so, daß sogar wenn Du Dich mit einem anderen Computer anzumelden versuchst,
dann wirst Du vorläufig gesperrt und nach die "Sicherheitsabfrage" gestartet.
Also wenn GMX unendlich viele "Einlogg-Versuche" erlaubt, das ist mehr als grob fahrlässig!
Das Problem von GMX war ja, nur zu sperren, wenn die Fehlversuche von einer IP stammten. Der Angriff über ein Botnetz erfolgte aber von vielen verschiedenen IPs. Also hat jede IP 5 Versuche gehabt, bis nur für diese IP eine Sperre erfolgte.
Irgendwie ist da ja auch ein Sinn hinter. Denn wenn jemand versucht, einen Account zu hacken, würde sonst schon dieser Versuch das Konto erstmal unbenutzbar machen - der Hackerangriff selbst also unabhängig vom Erfolg einen Schaden anrichten. Um das Postfach eines Nutzers unbrauchbar zu machen, bräuchte man nur dessen eMailadresse und müsste damit ein paar fehlerhafte Logins generieren.
Sinnvoller ist daher wirklich eine generelle Erhöhung der Antwortzeit, um Brute-Force unpraktikabel zu machen.