[Gelöst] Kein Zugriff auf Fritzbox 7490

nenem

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Hallo zusammen,

meine Fritzbox 7490 ist für den Client-Betrieb an LAN1 konfiguriert und wird derzeit in Spanien hinter einem Router von TP-Link betrieben. Die Internetverbindung funktioniert. Die Benutzeroberfläche des Mastergeräts mit seiner Standardadresse 192.168.0.1 kann ich mit meinem Laptop aufrufen - nicht aber die der FB mit der Notfall-Adresse 169.254.1.1. Die, vom Mastergerät vergebene Client-Adresse ist nicht zugänglich, weil mir weder der Benutzername, noch das Passwort für ein Login bekannt ist. Mit dem (Linux-)Kommando "hostname -I" sehe ich zwar, dass dem an der FB angeschlossenen Notebook die Adresse 192.168.0.8 zugewiesen wird, leider aber nicht, welche der FB. Lässt sich die auch mittels Kommando auslesen? Oder gibt es eine andere Möglichkeit, sie in Erfahrung zu bringen?

Allerdings wird auch das vemutlich nicht weiterführen: An die FB komme ich mit 169.254.1.1 selbst dann nicht heran, wenn das Verbindungskabel zwischen LAN1 und Mastergerät ausgestöpselt ist.

Was kann ich tun (außer zurücksetzen auf Werkseinstellungen)?

Viele Grüße
 
nicht aber die der FB mit der Notfall-Adresse 169.254.1.1
Dafür musst du Dich im gleichen Subnetz bewegen. Solange Du per DHCP oder manuell im Netz 192.168.0.x mit Subnetzmaske 255.255.255.0 bist, wird alles außerhalb dieses Subnetzes über den Router nach draußen geschickt. Das Betriebssystem Deines Notebooks vergibt eine IP im "Notfall-Netz" nur, wenn keine IP-Adresse eingegeben wurde bzw. per DHCP bezogen werden kann. Und voilà bist du dort, wo du die Fritz kontaktieren kannst. ;)
leider aber nicht, welche der FB.
Dafür gibt es Programme, wie (unter Windows) z.B. "Advanced IP Scanner", die alle IP-Adressen des Subnetzes scannen und auflisten
Allerdings wird auch das vemutlich nicht weiterführen: An die FB komme ich mit 169.254.1.1 selbst dann nicht heran, wenn das Verbindungskabel zwischen LAN1 und Mastergerät ausgestöpselt ist.
Das würde erst greifen, wenn Du Dein Notebook auch kurzfristig vom Netz trennst und wieder direkt an der FB an stöpselst, denn erst dann erhält Dein NB ein IP innerhalb dieses Notfall-Subnetzes. Hast das NB einmal eine IP bezogen und danach wird die physikalische Verbindung (das Kabel) nicht getrennt, verbleibt die IP bis zum IP-Refresh (i.d.R. nach 24 Std) auf dieser Adresse. und Du kommst nicht ins andere Netz, weil genau da versucht wird, zu routen
 
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Solange Du per DHCP oder manuell im Netz 192.168.0.x mit Subnetzmaske 255.255.255.0 bist, wird alles außerhalb dieses Subnetzes über den Router nach draußen geschickt. Das Betriebssystem Deines Notebooks vergibt eine IP im "Notfall-Netz" nur, wenn keine IP-Adresse eingegeben wurde bzw. per DHCP bezogen werden kann. Und voilà bist du dort, wo du die Fritz kontaktieren kannst. ;)
Das hatte ich bisher anders verstanden und - soweit ich mich erinnere auch anders beobachtet. Aber gut: Das soll im Moment keine Rolle spielen.
Dafür gibt es Programme, wie (unter Windows) z.B. "Advanced IP Scanner", die alle IP-Adressen des Subnetzes scannen und auflisten
Hmm, Windows ist hier nicht installiert und unter Linux kenne ich bisher kein entsprechendes Werkzeug.
Das würde erst greifen, wenn Du Dein Notebook auch kurzfristig vom Netz trennst und wieder direkt an der FB an stöpselst, denn erst dann erhält Dein NB ein IP innerhalb dieses Notfall-Subnetzes.
Habe ich exakt so ausprobiert: Kein Zugang. Komisch ist: Besteht eine Verbindung zum Mastergerät (via LAN1) und pinge ich die Notfall IP-Adresse an, passiert nichts (offenbar Wartestellung). Nach der Trennung der Verbindung zwischen Mastergerät und FB sowie zwischen Notebook und FB zzgl. anschließendes einstöpseln des NB-Kabels ergibt ein Anpingen: Ziel-Host nicht erreichbar.
 
Kein Zugang. Komisch ist: Besteht eine Verbindung zum Mastergerät (via LAN1) und pinge ich die Notfall IP-Adresse an, passiert nichts (offenbar Wartestellung).
Genau das beschreibt, dass obige Schilderung von mir nicht ganz falsch sein kann:
Der Ping geht ins andere Netz, wird also via Gateway ins Internet geblasen und natürlich nicht beantwortet, weil 169.254.x.y zum Bereich der privaten Adressen gehört.
Nach der Trennung der Verbindung zwischen Mastergerät und FB sowie zwischen Notebook und FB zzgl. anschließendes einstöpseln des NB-Kabels ergibt ein Anpingen: Ziel-Host nicht erreichbar.
Hier solltest Du erst einmal die IP-Adresse des NB incl Subnetzmaske checken, um sicher zu stellen, dass Dein Linux eine entsprechende "Notfall-IP" für Deinen Netzwerkadapter konfiguriert. Bei Windows ist es halt die "Automatic Private IP Addressing" (APIA) mit einem Class-B-Netz, auf die die Fritz auch hört (169.254.x.y).
Alternativ konfiguriere den Adapter händisch für dieses Netz
 
Ok, in der Urlaubssituation etwas schwierig hier, das Ganze. Deshalb kann ich nicht immer gleich antworten.
Jedenfalls habe ich inzwischen mal mögliche Störmanöver reduziert und das Kabel von LAN1 zum Router abgezogen. Aktuell geht es also nur um die Frage, warum ich bei dieser Konstellation mit der Notfall-IP weder Zugriff habe, noch überhaupt eine Verbindung zur Fritzbox herstellen kann - weder per Kabel, noch per WLAN. Wie kann das sein? Solch einen Fall hatte ich in vielen Jahren noch nie.
 
Aktuell geht es also nur um die Frage, warum ich bei dieser Konstellation mit der Notfall-IP weder Zugriff habe, noch überhaupt eine Verbindung zur Fritzbox herstellen kann - weder per Kabel, noch per WLAN. Wie kann das sein?
Um das zu beantworten, erzähl uns erst mal die Einstellung des Netzwerkadapters, also aktuelle IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway.
Als nächsten Schritt mach einen IP-Scan, wie oben beschrieben.
 
Vorweg:
Inzwischen komme ich auch die Benutzeroberfläche der FB. Nachdem ich zufällig gesehen hatte, dass die IP-Adresse des NB mittels WLAN xxx.xxx.x.108 war und mittels Kabel xxx.xxx.x.107 habe ich Ping-Versuche ab xxx.xxx.x.100 gestartet: Bei jedem einzelnen gab es tatsächlich Rückmeldungen / Paketinfos. Von 101 bis 103 tat sich im Browser nichts, aber bei 104 war ich auf der Benutzeroberfläche der FB. Das ursprüngliche Problem war/ist damit gelöst. Allerdings verstehe ich immer noch nicht, warum es mit der Notfall-IP-Adresse nicht geht.
erzähl uns erst mal die Einstellung des Netzwerkadapters, also aktuelle IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway.
Wie gesagt: Die aktuelle IP-Adresse ist nun 192.168.0.107 (LAN) und 192.168.0.8 (WLAN). Wo finde ich die weiteren Einstellungen des bzw. der Netzwerkadapter?
Als nächsten Schritt mach einen IP-Scan, wie oben beschrieben.
Habe ich bisher noch nicht gemacht, weil ich eine entscheidene Kleinigkeit im Tipp von klp55tsch nicht verstehe: was bei <Interface> eingetragen werden muss. Um welches Interface geht es dabei?
 
Naja, Du hast ja jetzt die IP der besagten FRITZ!Box ermittelt, somit sollte ein Netzwerkscan auch nicht weiter nötig sein.

Weshalb es mit der Nofall-IP nicht klappte, könnte ein Auszug aus den Netzwerkeinstellungen (incl. den nötigen IPv4 Adressen) möglicherweise liefern.

Da es sich bei der Notfall-IP (jetzt Reserve-Adresse) um eine s.g. APIPA-Adresse handelt, sollte es theoretisch völlig egal sein, was da auf Client oder Netzwerkseite aktuelle Phase ist.

Wie sehen denn die Einstellungen der 7490 unter "Internet > Zugangsdaten > Internetzugang" bzw. unter "Heimnetz > Mesh > Mesh-Einstellungen" aus?

PS: Screenshots oder Consolenausgaben (in [CODE] TAG [/CODE]) sind ein gutes Mittel und da es sich um einen privaten IP-Adressbereich handelt, muss auch nichts großartig unkenntlich gemacht werden, sodass man als Hilfswilliger auch etwas nachvollziehen kann.
 
Ja, für den Moment ist das Problem gelöst. Nach dem Urlaub bleibt die FB zwar in Spanien und geht an einem anderen Ort und Rechner in Betrieb. Dort aber ist die Ermittlung der IP-Adresse kein Problem, weil sie wegen vorhandener Zugangsberechtigung am Master-Gerät ausgelesen werden kann. Sobald sie aber wieder woanders angeschlossen werden soll, stellt sich das Problem erneut. Deshalb wäre es eigentlich wichtig, dass der Zugriff mit der Notfall-IP-Adresse funktioniert. Bisher war ich auch davon ausgegangen, dass es eigentlich egal sein sollte, unter welchen Master- und/oder Client-Bedingungen sie genutzt wird. Ist es aber offenbar nicht. Ich hänge nun hier die beiden Screenshots an.
Zugangsdaten.pngHeimnetz.png
[Edit Novize: Riesenbilder gemäß der Forumsregeln auf Vorschau verkleinert]
 
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Sobald sie aber wieder woanders angeschlossen werden soll, stellt sich das Problem erneut. Deshalb wäre es eigentlich wichtig, dass der Zugriff mit der Notfall-IP-Adresse funktioniert.
Wenn Du keine default route, mit der IP-Adresse der FB als gateway hast, brauchst Du eine definierte Route. Als Test, versuch mal in deinem Linux (als root) mit:
Code:
ip -4 route add 169.254.1.1 via 192.168.0.104 dev eth0
(eth0 evtl. anpassen) oder gleichwertig. Danach:
Code:
ip r g 169.254.1.1
ping -c 3 169.254.1.1
# oder arping (... wenn arping richtig installiert, und Linux-Gerät direkt mit der FB verbunden) statt ping:
arping -c 3 -I eth0 169.254.1.1
arp -av | grep -i 169
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hat funktioniert (via WLAN mit wlo1). Den Rest habe ich weggelassen, denn arping ist ohnehin nicht installiert. Anschließend ließ sich die Benutzeroberfläche auch mit der Notfall-IP-Adresse aufrufen. Offenbar aber ist es eine temporäre Konfiguration, denn nach einem NB-Neustart war alles beim Alten. Geht es auch dauerhaft?
 
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Geht es auch dauerhaft?
Es geht auch dauerhaft. Aber Du kennst jetzt (in der aktuellen Konstellation) auch die IP-Adresse der FritzBox (aus dem Subnetz 192.168.0.0/24) und musst die Notfall-IP-Adresse der FritzBox (in dieser Konstellation) nicht benutzen. In einer anderen Konstellation ist die jetzt benutzte (temporäre) definierte Route wahrscheinlich nicht brauchbar (... weil die FB eine andere IP-Adresse hat oder die FB evtl. auch gateway einer default route, ist).
 
Nach den Testläufen und meinem Posting war es mir schon durch den Kopf gegangen: Wenn für die erfolgreiche Ausführung des Kommandos die eigentliche IP-Adresse des Notebooks benötigt wird, ergibt das Ganze eigentlich keinen Sinn. Die Notfall-IP-Adresse ist ja eigentlich genau für den Fall da, dass andere Zugriffsmöglichkeiten ausscheiden. So hat es bisher auch viele, viele Jahre lang immer problemlos funktioniert. Warum es jetzt anders ist und ich über diese Adresse auch jetzt noch immer keinen Zugriff habe, bleibt für mich ein Rätsel. Jedenfalls habe ich noch nie gelesen, davon gehört oder selbst erlebt, dass spezielle Maßnahmen erforderlich sind, bevor es läuft.

Edit: Einen der beiden Screenshots hatte ich heute Morgen versehentlich hochgeladen. Beabsichtigt war eigentlich ein anderer. Das hole ich jetzt nach (Anmerkung: Speicherung als Vorschaubild bekomme ich momentan nicht hin):

:
Heimnetz.png
[Edit Novize: Bild gemäß der Forumsregeln auf Vorschau verkleinert]

Für mich etwas verwirrend. Ist der Status Quo so überhaupt in Ordnung? Oder sind evtl. Fehler die Ursache für die Probleme?
 
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Wo finde ich die weiteren Einstellungen des bzw. der Netzwerkadapter?
Dann dürfte die Ursache wohl klar sein. Dein Netzwerk-Adapter war vermutlich nicht korrekt eingerichtet um die Fritzbox über die Notfall-IP erreichen zu können. Denn das erfordert eben einen entspr. Eingriff in die Konfiguration des Ethernet-Adapter (und dann wüsste man eigentlich auch wo man entspr. Information bzw. Einstellungen beim installierten Linux vorfindet, da gibt es mehrere Möglichkeiten und wenn es nicht über die Konsole sein soll ist es eben auch vom jeweils verwendeten Linux bzw. Desktop-Environment abhängig wo man das findet bzw. wie man das einstellt).

Hier mal ein Beispiel einer von mir mitunter verwendeten Konfiguration bei einem Linux mit grafischer Desktop-Oberfläche unter Verwendung des NetworkManager (bzw. genauer nm-connection-editor):
nmce-config-01b.png

Das ermöglicht halt die "normale" Nutzung im Heimnetz als auch die regelmäßige auftretende Neukonfiguration von (neuen oder zurückgesetzten) Routern, APs, Switches usw. usf. Oder eben auch von Fritzboxen (sowohl über deren Standard-IP als auch über deren Notfall-IP Adresse) ohne ständig die Konfiguration des Ethernet-Adapter ändern/anpassen zu müssen. Daher die vielen verschiedenen eingerichteten Subnetze, weil es je nach Hersteller eben versch. Standard-Subnetze gibt (für die Speedports der Telekom ist bspw. 192.168.2.0/24 konfiguriert)…
 
Wieso eigentlich so ein Riesen-Bohei?
Bekommt man keine IPv4 zugewiesen, stellt sich der Netzwerk-Adapter selbst eine APIPA-IPv4 169.254.x.x ein, fertig.
Ist man in einem Netz mit funktionierendem DHCP und hat keine Ahnung von der (IP-Client-) Fritz!Box-IP, stellt man manuell eine ab 169.254.1.2 ein.
 
Bekommt man keine IPv4 zugewiesen, stellt sich der Netzwerk-Adapter selbst eine APIPA-IPv4 169.254.x.x ein, fertig.
Schön wär's. Wie ich oben/vorher schon geschrieben habe: Der Zugriff mit der Notfall-IP-Adresse ist selbst dann nicht möglich, wenn die FB nicht mehr am Mastergerät hängt. Bei einem Ping verhält es sich auch anders, als bei nicht vorhandenen Geräten. Bei denen wird ausgegeben, dass der Zielhost nicht erreichbar ist. Bei der Notfall-IP-Adresse hingegen passiert nichts (offenbar eine Wartestellung).
 
Der Zugriff mit der Notfall-IP-Adresse ist selbst dann nicht möglich, wenn die FB nicht mehr am Mastergerät hängt.
Welche IP-Adresse hat denn dein Laptop, wenn die Fritzbox nicht mehr am Mastergerät hängt? Bei dir bestimmt immer noch die gleiche wie vorher. Dann musst du neu starten.
 
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Ping 169.254.1.1 nach Trennung der FB vom Master zzgl. Neustart der FB: Netzwerk nicht erreichbar.
 
Netzwerk nicht erreichbar.
Auch wenn schon mehrfach nachgefragt: Wie ist die Netzwerk-Konfig Deines Notebook zu genau diesem Zeitpunkt?
=> Ist diese IP-Adresse außerhalb des Subnetzes, kann die FB natürlich nicht erreicht werden, denn dieses Netzwerkpaket müsste geroutet werden und dafür fehlt dann das Gateway...
 
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