Die BNA hat ein Impulspapier vorgelegt, danach darf ein Anschluss nicht so einfach abgeschaltet werden...
Richtig, aber die zur Verfügung stehende Alternative darf Mobilfunk sein. Wenn ihr in eurer Gegend schon mal einen Internetausfall hattet, von dem viele Kunden gleichzeitig betroffen waren, dann weißt du, was es bedeutet, wenn plötzlich hunderte oder tausende Kunden in einem Anschlussbereich über Mobilfunk surfen wollen. Spoiler: Streaming geht dann nicht mehr. Home Office auch nicht.
Ablehnen von Glasfaser kommt einer Katastrophe gleich. Siehe Golem Artikel:
Der Bagger kommt nicht wieder. Die Bautrupps sind so mit dem Ausbau neuer Anschlüsse beschäftigt, dass sich niemand mehr um die bereits erschlossenen Gebiete kümmern kann. Dazu kommt, dass das Kriterium für die Abschaltung der Kupfernetze die "Homes Passed" Variable ist, nicht die "Homes connected". Heißt, wenn man heute den Anschluss ablehnt, aber es liegt ein Glasfaserkabel vor deinem Haus in der Straße, dann zählt der Anschluss trotzdem als erschlossen - und Kupfer kann abgeschaltet werden.
Zusammenfassend: Kupfer wird abgeschaltet, weil Glasfaser vor der Tür liegt, es kommt aber niemand, um es ins Haus zu legen und anzuklemmen. Und wenn er kommt, reden wir über 5000 EUR aufwärts, denn die BNetzA erlaubt für den Fall explizit marktübliche Kosten, die in Rechnung gestellt werden dürfen, und ein Anschluss wird mit etwa 5000 EUR kalkuliert inkl. Tiefbau. Die Situation trifft dann viele in einem Anschlussbereich, deren einzige Chance plötzlich das Handy ist.
Meines Erachtens braut sich da eine Katastrophe zusammen. Und der entkommt man nur, wenn man Glasfaser im Haus hat. Es gibt keine Alternative dazu. Wenn man die Chance auf Glasfaser bekommt, dann nimmt man die, oder man hat zukünftig verloren.