Das kann ich Dir genau sagen.
Das hängt damit zusammen, was VoIP (überall ganz toll einsetzbar) und WLAN gemeinsam haben.
Beides sind unausgereifte Techniken, die zwar im theoretischen Einsatz ganz toll sind, im praktischen Einsatz aber nicht wirklich eingesetzt werden können
In diesem Thread sind mind. 2 Leute extrem frustriert, das sie von Werbeleuten verarscht wurden...
Sorry, aber niemand außer einem Verkäufer behauptet, das dies alles so einfach und trivial wäre.Sicher ist durch bestimmte Produkte und Techniken
vieles einfacher geworden und auch durch einen "Laien" durchführbar, das bedeutet aber noch lange nicht, das jede Fachkenntnis abwesend sein darf.
Ich bin allerdings selber sehr kritisch gegenüber gewissen "Hypes", die hierzulande unter die Leute gebracht werden.Nur von wem werden diese "Gerüchte" unters Volk gebracht...? Von Fachleuten...? Von welchen, die sich auskennen...? Wohl eher weniger, das sind doch meist Leute mit einem "Laien"- oder Halbwissen, die durch Unkenntnis und Versimplifizierung solche Erwartungshaltungen bei anderen "Laien" setzen.Der Atheros SuperG 108Mbit Mode ist ein weiteres Beispiel für eine falsch verstandene Technik.
Ist es nicht oft auch so, das "Laien" aufgrund fehlenden Technik-Verständnises diese vereinfachte und standardisierte Welt gerne glauben wollen, weil alles so toll und einfach ist...?
Zum VoIP in fremden Landen kann ich sagen, das dies bei mir meist hervorragend funktioniert, allerdings braucht man dafür wie schon richtig erkannt wurde den passenden Internetzugang.Beschränkte Zugänge an öffentlichen Plätzen taugen dafür eher weniger.Das kommt aber darauf an,
welche VoiP Technik benutzt wird.VoIP wird ja gerne immer mit SIP gleichgesetzt.SIP hat allerdings einen echten Nachteil, und der besteht aus den Anforderungen, die es an das Netzwerk stellt.
Hier ist z.B. Skype wesentlich unkomplizierter, da dieses keinerlei spezifische Netzwerkeinstellungen benötigt.Im einfachsten Fall ist dies ein freier ausgehender Port 80.Ich habe weltweit noch kein Netzwerk angetroffen, an dem ich Skype nicht zum Laufen bringen konnte.So war es z.B. kein Problem, in New York City eines der offenen WLANs ( und davon gibt es eine Menge) zu suchen und dafür zu benutzen.
Na gut, Skype hat auch Nachteile gegenüber SIP und ist auch nicht der Weisheit letzter Schluß, aber für den täglichen kostenlosen "Hallo mir gehts gut"-Call isses allemal besser geeignet wenn Laptop und Internet eh vorhanden sind.
Auch ist es in USA z.B. mittlerweile fast üblich, das man Internetzugang im Zimmerpreis inklusive hat.Da ist man in D noch ein Stück von entfernt, da hier ja noch das große Geschäft mit UMTS und WLAN gemacht werden soll.
Unter diesen Umständen ( bezahlen für den Zugang) macht VoIP natürlich keinen Sinn unter dem Aspekt des Kostensparens.Wobei das auch immer übertrieben wird mit dem Kostensparen durch VoIP.Ich sehe diesen Spareffekt nicht, da es ja CbC gibt.Die einzige Ausnahme sind kostenlose VoIP Gespräche.
Insgesamt vergessen wohl viele Marketing/Firmenleute, das sie selber meist
einen geschäftlichen Grund für einen Zugang zu einem Hotspot etc. haben und somit andere für diesen Zugang aufkommen, weshalb dann VoIP in diesen Fällen nebenbei "abfällt".Ich selber habe ebenfalls oft geschäftlich bedingte ( und bezahlte

) Internetzugänge im Ausland, was ich garantiert auch mal vergesse zu erwähnen, wenn ich berichte, das ich für "umme " telefoniert hab.Wobei es durchaus Flughäfen gibt, auf denen der Hotspot
kostenlos zu nutzen ist.In Deutschland denkt man sich wohl, mmmh wenn jemand 10 Euro für ne Cola zahlt, dann zahlt der auch nochmal 10 Euro für eine Stunde Internet..

Und oft isses auch so: Scheiß auf den Kaffee am Flughafen, aber fürn Hotspot ist man dann wohl zu geizig...*ggg*
Hier wird sich aber sicher noch was tun in der Zukunft, mit UMTS wollte man ja auch das große Geld verdienen....
Bezüglich WLAN isses ja so: leider ist das Frequenzband das WLAN benutzt nicht ausschließlich für WLAN reserviert.Damit sind Störungen vorprogrammiert ( ich sach nur Microwellen Öfen, drahtlose A/V Übertragungssysteme, andere WLANs usw.).Außerdem werden oft die einfachsten "Aufstell"-Prinzipien ( AP unterm Tisch inne Ecke usw.) mißachtet sowie physikalische Gesetze und Gegebenheiten einfach ignoriert.WLAN ist nunmal Hochfrequenz und noch dazu mit einer sehr speziellen Frequenz ( 2.4Ghz Microwellen), ohne etwas Kenntnis der Ausbreitungseigenschaften kommt man da nur wenig weiter.Auch ein Verweis auf andere Funktechniken hilft da nicht viel, da jede Frequenz andere Eigenschaften hat und demzufolge ein 2.4Ghz WLAN nicht mit einem Taschenfunkgerät, einem DECT Phone oder einem 5Ghz WLAN zu vergleichen ist.
Warum lassen Firmen in der Regel solche Technik von einem Fachbetrieb installieren, um die Abdeckung des Areals sicherzustellen...?
Weil das alles so einfach ist...? Weil jeder Laie Meßgeräte besitzt, mit denen er Feldstärke etc. beurteilen kann..? Sicher hat ein privates WLAN mit einem AP zuhause nicht den Anspruch eines Firmen WLANs.Aber wenn es Probleme gibt, dann muß man halt technisch an die Sache herangehen und nicht darauf schimpfen, das man böse verarscht wurde.Die funktechnischen Eigenschaften eines WLAN Senders wurden ja schließlich vom Gesetzgeber festgelegt.Mit (illegal) veränderten Softwares, Sendern und Antennen könnte man schließlich (fast) jede Decke durchdringen.Leider oder zum Glück wurde die Leistung so eingeschränkt, das dies nicht immer möglich ist.Die Beschränkung der Leistungsfähigkeit wird aber durch die Beschränkung der Sendeleistung auferlegt und nicht durch Schwächen der WLAN Technik.
Man muß ja auch bedenken, das es zwar schön ist, wenn man 5 Stahlbetonwände und Rigips Platten durchdringen kann, aber in gleichem Maße nehmen auch die Störungen zu, mit denen nachbarschaftliche WLANs gestört werden.Insofern ist das wohl ganz sinnvoll.Außerdem stehen nur 13 Funkkanäle zur Verfügung, und wenn die belegt sind, dann muß man eben mit Beeinträchtigungen rechnen.Auch wieder eine "laienhafte" Vereinfachung: Als wenn jedem ein eigener Kanal zur Verfügung stände.Man muß sich einfach vor Augen halten, das WLAN ein "geshared'tes" Medium ist, bei dem man keinen ( gesetzlichen) Anspruch auf ungeteiltes Vergnügen hat.Einige Leute haben dies auch bestimmt, aber nur, weil sie in einer Gegend wohnen, in denen die WLAN Dichte sehr gering bis gar nicht vorhanden ist.
Aber selbst für einen nicht so versierten Anwender gibt es ein paar Möglichkeiten, die Lage zu verbessern: bessere Antennen verwenden, Standort des APs verändern, andere Funkkanäle ausprobieren, Störungen durch andere Geräte herausfinden.
Ich selber hatte neulich bei mir zu Hause so ein "Problemchen".Ich hab dann herausgefunden, das ein bereits vorhandener A/V Sender ( TV in anderen Raum übertragen ) eine neu hinzugekommene WLAN Bridge massiv gestört hat.Komische Phänomene, oft kein Verbindungsaufbau ( aber nicht immer),Verbindungsabbrüche, Videostream riß ab, 108 SuperG ging gar nicht.Umgedreht hat das WLAN genauso den A/V Sender übel gestört, was mir aber die Chance gab, die Ursache überhaupt herauszufinden, da ich es direkt im Fernseher sehen konnte.Nach Abschalten des A/V Senders war alles bestens.
Ohne Meßgeräte ist man da ziemlich blind, ohne glückliche Umstände
oder Trial&Error Verfahren findet man sowas nie heraus.Und ich hab das Glück, das ich diesen Sender kontrolliere, was ist, wenn der beim Nachbar steht...? Man hat ja keinen Anspruch darauf, das die Frequenz ausschließlich für WLAN zur Verfügung steht.Ich könnte also nicht verlangen, das der Nachbar den Sender abschaltet.
So, das waren mal meine Gedanken zu dem Thema, da ich auch des öfteren mit solchen Aussagen konfrontiert werde.Ich hab gehört, das WLANs nur 10m weit gehen.Also das ist so blablablabla...och nee laß mal, so genau wollt ich es dann doch nicht wissen...*lol*
Grüße
TWELVE