[Problem] Telefone von Gigaset nach Jahren alle das gleiche Problem

Da muss ich aus jahrelanger Erfahrung widersprechen.
Ich auch. Mobilteile von Panasonic, Swissvoice usw., alle haben das gleiche Problem wenn mit NiCD oder NiMH-Akkus ausgestattet.

Kann höchstens sein, dass ein Mobilteil das einlegen neuer Akkus gar nicht erst erkannt hat (und somit den Ladestand der vorherigen Akkus annimmt) oder (je nach Firmware) bei neu eingelegten Akkus pauschal eben voll anstatt leer anzeigen. Den Ladestand von neu eingelegten Akkus können sie jedoch alle nicht korrekt erkennen.
 
Daher sind neu eingelegte Akkus (völlig egal von ihrem tatsächlichen Ladestand) im Mobilteil erst einmal voll aufzuladen.
"egal von ihrem Ladestand" ist dann aber auch nicht ganz richtig. Ich hatte auch schon extern voll aufgeladene eingelegt, die dann nicht erkannt, vom Dect als leer betrachtet wurden und dann noch einmal stundenlang im Ladezyklus des Gigaset blieben bis "Akku voll" angezeigt wurde.
Aber selbst war ja nicht erfolgreich und führte zum umgehenden Abschalten des Dect.
Es müsste also heißen: Daher sind neu eingelegte Akkus unbedingt vor Einlegen in das Dect komplett zu entladen um sie dann im DECT voll aufzuladen. Oder...?

Meine anschauliche, sprich laienhafte Interpretation zu meinem Problem:
  • Das Dect registriert dass sehr wenig mAh in die (vollen) Akkus gequetscht wurden und nicht mehr reinpasste.
  • Und das DECT geht davon aus, dass es völlig leere Akkus aufgeladen hat.
  • Um die Tiefenentladung der Akkus zu vermeiden schaltet das Dect sich nach Verbrauch weniger mAh ab. Es weiß ja, dass nur sehr, sehr wenig in die Akkus hineinpasste..
-- Zusammenführung Doppelpost gemäß Boardregeln by stoney

Ich auch. Mobilteile von Panasonic
Unsere Beiträge haben sich zeitlich überschnitten.
Oder sollte ich mich da irren
Wird schon so sein, dass ich mich da geirrt habe
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
"egal von ihrem Ladestand" ist dann aber auch nicht ganz richtig.
Das ist schon richtig so. So "lernt" das BMS des Gerätes i.d.R. nun mal (geht kaum anders). Daher lege ich auch ungern voll aufgeladene Akkus frisch ein (auch wenn NiMH/NiCD-Akkus dies bei 1/10C eigentlich aushalten sollten). Im Gegensatz zu Pb/LiIon/LFP/RAM/NiZn-Akkus gibt es bei NiCD und NiMH keine reguläre Ladeschlussspannung (zumindest keine die regulär bei 1/10C erreicht wird).

Bei den entsprechend niedrigen Ladeströmen (i.d.R. eben um die 1/10C) gehe ich bei NiMH-Akkus auch nicht davon aus, dass das Mobilteil hier in der Lage wäre per -ΔU den Ladeschluss zuverlässig zu erkennen (was imo allein auch schon deshalb kaum funktionieren wird, da das Mobilteil dabei i.d.R. eingeschaltet ist und somit die Spannung sowieso ständig variieren kann, somit eine zuverlässige -ΔU Erkennung schwerlich implementierbar wäre).

Es müsste also heißen: Daher sind neu eingelegte Akkus unbedingt vor Einlegen in das Dect komplett zu entladen um sie dann im DECT voll aufzuladen. Oder...?
Eigentlich ist es ja völlig egal, NiMH und NiCD-Akkus sollten das Überladen mit 1/10C nahezu schadlos überstehen können (mit 1/100C sogar dauerhaft). Aber wie ich oben schon schrieb tue ich den Akkus es dennoch ungern an, wenn es (einfach) vermeidbar ist.

Völlig entladen müssen sie nicht sein aber ich würde empfehlen, dass sie nicht zu mehr als 60% geladen sind beim einlegen. Überladen werden sie dabei i.d.R. so oder so (wenn die Akkukapazität passt), selbst wenn diese zuvor vollständig entladen werden. Das ist bei NiMH/NiCD-Akkus üblicherweise schon mit einkalkuliert. Nur wenn man mit höheren Ladeströmen (>1/10C) arbeitet empfiehlt sich eine zusätzliche Ladeenderkennung (Temperaturüberwachung und/oder -ΔU Erkennung). Aber das ist bei DECT-Mobilteilen nicht üblich.

Das Dect registriert dass sehr wenig mAh in die (vollen) Akkus gequetscht wurden und nicht mehr reinpasste.
Das Mobilteil kann die (erfolgreich) geladene Menge (Ah) nicht wirklich registrieren bzw. messen, da es das echte Ladeende dabei i.d.R. nicht erkennt (siehe oben). Daher registriert es üblicherweise gar nicht, dass nur wenige mAh reinpassten. Es erfolgt i.d.R. das Laden mit 1/10C für ca. 14h (spätestens dann sollte der Akku eben voll sein).

Um die Tiefenentladung der Akkus zu vermeiden schaltet das Dect sich nach Verbrauch weniger mAh ab. Es weiß ja, dass nur sehr, sehr wenig in die Akkus hineinpasste.
Das Abschalten erfolgt i.d.R. bei DECT-Mobilteilen wenn eine bestimmte Spannung unterschritten wird. Aufgrund des unterschiedlichen Akku-Innenwiderstand (Akkumodell/Hersteller, Alter usw.) kann dies durchaus schon passieren, wenn der Akku im Leerlauf noch seine Nennspannung (1.2 bzw. 2.4V) erreicht (und ggf. noch nicht wirklich leer ist).
 
Ich konnte das Problem nun lösen. Das CL660Hx kam mit allen zuvor extern aufgeladen Akkus so gar nicht klar. Legte ich diese voll aufgeladen Akkus in das Dect ein, wurden diese als voll angezeigt. Das Dect blieb aber nur ganz kurze Zeit, weniger als eine Minute an. Die Zeit reichte nicht einmal um in den Modus zur Anmeldung an der Basistation zu kommen. Schwups, schaltete sich das DECT wegen leeren Akkus aus.
Versuche die Akkus dann über Nacht im Dect und der Ladeschale zu belassen endeten am nächsten Tag wiederum in Abschalten des Dects nachdem ich es eingeschaltet hatte. Dabei zeigte das Dect anfangs einen vollen Akku an....

Was ich dann gemacht habe:
  • Ich habe das Dect mit eingelegten Akkus an ein USB-Micro Kabel und dort angeschlossenem Ladegerät angeschlossen. So konnte ich die Anmeldeprozedur an der Basis (Fritzbox) abschließen und sehen, dass auch ansonsten alle Funktionen grundsätzlich zu funktionieren schienen. DiesenTest habe ich allein gemacht um mich nicht mit einem evtl. defekten Dect weiter herumärgern zu müssen. Danach nahm ich das Dect vom Kabel.
  • Dann habe ich die vollen Akkus entnommen und in einer LED-Taschenlampe stundenlang arbeiten lassen bis die LED deutlich schwächer wurde. Ergo: Akkus ziemlich leer
  • Dann die Akkus zurück in das Dect, das Dect in die Ladeschale und wiederum über Nacht aufladen lassen.
  • Tata! Danach blieb das Dect mit den Akkus auch stundenlang und bis zum nächsten Tag betriebsbereit.
  • Aktuell lasse ich das Dect nun so lange herumliegen, bis der Akku durch Normalbetrieb entleert sein wird. Danach kommt es durchgehend in die Ladeschale. das letzte Dect hat schließlich auch geschätzt 15 Jahre darin geschlummert...

Das ist schon richtig so.
Ich halte aus meiner Erfahrung für mich fest: Einen extern voll geladenen Akkus sollte man nicht in das Gigaset CL660hx einlegen. Das Dect scheint danach die im ersten Anlauf in die Akkus gepumpten mAh als Kapazität anzunehmen. Nachdem diese minimale Ladung im Betrieb verbraucht ist, schaltet das Dect zum Schutz vor Tiefenentladung ab.

Das Mobilteil kann die (erfolgreich) geladene Menge (Ah) nicht wirklich registrieren bzw. messen, da es das echte Ladeende dabei i.d.R. nicht erkennt (siehe oben). Daher registriert es üblicherweise gar nicht, dass nur wenige mAh reinpassten. Es erfolgt i.d.R. das Laden mit 1/10C für ca. 14h (spätestens dann sollte der Akku eben voll sein).
Wie gesagt: Das Laden des Akkus im Gerät und über die Originalladeschale war erst erfolgreich, nachdem ich dem Dect auch leere Akkus eingelegt habe. Anscheinend hat mein Dect doch irgendeine Ladekapazität abgespeichert...
 
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Das CL660Hx kam mit allen zuvor extern aufgeladen Akkus so gar nicht klar.
Wurde eigentlich einmal ein Firmwareupdate durchgeführt? Falls es via OTA nicht funktioniert, dann gibt es immer noch die Möglichkeit über QuickSync via USB. Welche Firmwareversion ist dezeit auf dem CL660HX?
 
urde eigentlich einmal ein Firmwareupdate durchgeführt?
Das hatte ich anfangs über die Fritzbox machen können. Eben einen solchen Softwarefehler wolte ich ausschließen. Deshalb habe ich das Update während das Dect in der Ladeschale steckte gemacht. So war wenigstens die Stromversorgung gesichert.
Jetzt habe ich noch einmal ein Update über Quicksync ausgeführt.
Es wurde nun von Firmware 119.013.00 auf die nächste Version mit 119.013.02 aktualisiert.
Wie auch immer. Das CL660hx funktioniert ja nun seit gestern, hat den leeren Akku brav aufgeladen und bleibt in Bereitschaft.
 
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Die Version 119.013.02 ist letzte verfügbare Version. Als Infos zu den Änderungen verglichen mit der Version 119.013.00 aus 2020 gibt es leider nur "Improvements and changes with firmware update: Improvements and bug fixes".
Noch eine Nachfrage zu den jetzt aktuell verwendeten Akkus: Welcher Hersteller mit wieviel mAh?
Hintergrund meiner Nachfrage ist, HighPowerAkkus mit 1000 mAh oder mehr können häufiger mal Probleme machen, bei Akkus mit 800 mAh oder weniger treten Probleme weniger häufig auf.
 
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Nicht funktioniert haben die vom Verkäufer mitgelieferten Varta-Akkus (800mAH). Die werden von Gigaset mit ausgeliefert, oder?
Dann hatte ich noch "Powertec Profi-Akku*" mit angeblich 950mAh. Werde ich wohl beim Discounter, wahrscheinlich Lidl irgendwann gekauft haben.

Schließlich hatte ich noch EBL Akkus mit angeblichen 1100mAh vorrätig. Die haben dann schlussendlich funktioniert, waren aber auch die, welche ich nahezu leer eingelegt hatte.
Die 1100 mAh hatte ich irgendwamit meinem Ladegerät nachgemessen. Das ist eine reine Marketingangabe. Realistisch passten auch nur etwa 850mAh, lt. einer Amazonbewertung 950mAh hinein.

Ach ja. Als das Dect bei mir eintraf hatte ich gleich mal einen Werksreset gemacht um alle Einstellungen des Vorbesitzers zu löschen.
Wie auch immer. Aktuell funzt alles und ich hoffe das bleibt auch so. ;-)
 
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Danke für die Hinweise mit den verschiedenen Herstellern. Falls irgendwann ein Nachkauf ansteht, noch zwei Tipps:
1. eneloop lite. Für DECT Handteile bitte nicht die Serien mit mehr mAh nehmen.
2. IKEA LADDA Akku (als Preistipp!). Die aktuellen Akkus dort sind ebenfalls wie die eneloop lite "Made in Japan"
 
Falls irgendwann ein Nachkauf ansteht, noch zwei Tipps
Ich kann hinzufügen, dass ich dieselben -- nennen wir sie "ausreichend zufriedenstellenden" -- Erfahrungen mit den bei Lidl regelmäßig im Sonderangebot zu findenden Tronic-Akkus gemacht habe, sowie hier im Ausland mit den günstigen Enevolt akkus.

Ein Experiment mit angeblichen NiCd-Akkus war nicht wesentlich erfolgreicher als mit NiMh mit niedriger Kapazität. Am Ende des Tages hielten die nicht kürzer oder länger als andere Billigakkus.

Mittlerweile rechne ich den Verschleiß der Akkus nach 12 bis 18 Monaten ein und habe aufgegeben, mich darüber zu ärgern.
 
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Gute Erfahrungen habe ich mit den Amazon Basics AAA Akkus mit 850 mAh Kapazität gemacht. Wenn man die Anleitung mit komplettem Volladen und vollständigem Entleeren für 2 -3 Ladevorgänge beachtet lassen die sich sehr gut verwenden.
 
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