"egal von ihrem Ladestand" ist dann aber auch nicht ganz richtig.
Das ist schon richtig so. So "lernt" das BMS des Gerätes i.d.R. nun mal (geht kaum anders). Daher lege ich auch ungern voll aufgeladene Akkus frisch ein (auch wenn NiMH/NiCD-Akkus dies bei 1/10C eigentlich aushalten sollten). Im Gegensatz zu Pb/LiIon/LFP/RAM/NiZn-Akkus gibt es bei NiCD und NiMH keine reguläre Ladeschlussspannung (zumindest keine die regulär bei 1/10C erreicht wird).
Bei den entsprechend niedrigen Ladeströmen (i.d.R. eben um die 1/10C) gehe ich bei NiMH-Akkus auch nicht davon aus, dass das Mobilteil hier in der Lage wäre per -ΔU den Ladeschluss zuverlässig zu erkennen (was imo allein auch schon deshalb kaum funktionieren wird, da das Mobilteil dabei i.d.R. eingeschaltet ist und somit die Spannung sowieso ständig variieren kann, somit eine zuverlässige -ΔU Erkennung schwerlich implementierbar wäre).
Es müsste also heißen: Daher sind neu eingelegte Akkus unbedingt vor Einlegen in das Dect komplett zu entladen um sie dann im DECT voll aufzuladen. Oder...?
Eigentlich ist es ja völlig egal, NiMH und NiCD-Akkus sollten das Überladen mit 1/10C nahezu schadlos überstehen können (mit 1/100C sogar dauerhaft). Aber wie ich oben schon schrieb tue ich den Akkus es dennoch ungern an, wenn es (einfach) vermeidbar ist.
Völlig entladen müssen sie nicht sein aber ich würde empfehlen, dass sie nicht zu mehr als 60% geladen sind beim einlegen. Überladen werden sie dabei i.d.R. so oder so (wenn die Akkukapazität passt), selbst wenn diese zuvor vollständig entladen werden. Das ist bei NiMH/NiCD-Akkus üblicherweise schon mit einkalkuliert. Nur wenn man mit höheren Ladeströmen (>1/10C) arbeitet empfiehlt sich eine zusätzliche Ladeenderkennung (Temperaturüberwachung und/oder -ΔU Erkennung). Aber das ist bei DECT-Mobilteilen nicht üblich.
Das Dect registriert dass sehr wenig mAh in die (vollen) Akkus gequetscht wurden und nicht mehr reinpasste.
Das Mobilteil kann die (erfolgreich) geladene Menge (Ah) nicht wirklich registrieren bzw. messen, da es das echte Ladeende dabei i.d.R. nicht erkennt (siehe oben). Daher registriert es üblicherweise gar nicht, dass nur wenige mAh reinpassten. Es erfolgt i.d.R. das Laden mit 1/10C für ca. 14h (spätestens dann sollte der Akku eben voll sein).
Um die Tiefenentladung der Akkus zu vermeiden schaltet das Dect sich nach Verbrauch weniger mAh ab. Es weiß ja, dass nur sehr, sehr wenig in die Akkus hineinpasste.
Das Abschalten erfolgt i.d.R. bei DECT-Mobilteilen wenn eine bestimmte Spannung unterschritten wird. Aufgrund des unterschiedlichen Akku-Innenwiderstand (Akkumodell/Hersteller, Alter usw.) kann dies durchaus schon passieren, wenn der Akku im Leerlauf noch seine Nennspannung (1.2 bzw. 2.4V) erreicht (und ggf. noch nicht wirklich leer ist).