Umstellung ISDN-Heimtelefonanlage auf VOIP

Tömmel.

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18 Jan 2014
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Hallo liebes Forum,

nach 15 Jahren ISDN-Telefonie scheint für mich der Zeitpunkt gekommen zu sein, auf VOIP umzustellen. Nur verstehe ich im Moment auch nach längerer Internet-Recherche noch nicht, wie ich das technisch bewerkstelligen muss.

Die aktuelle Konfiguration: M-Net-DSL-18000-Telefonanschluss (mit ISDN-Option), dahinter eine NTsplit-Box, dahinter dann einerseits eine Fritzbox 7270 (dahinter das Computernetzwerk) und andererseits eine historische Gigaset SX-255 ISDN-Anlage mit integriertem Anrufbeantworter, an der vier Gigaset-DECT-Telefone hängen. Wir verfügen über 5 Telefonnummern, die wir gerne erhalten würden. Der vorhandene analoge Fax-Anschluss könnte geopfert werden. Die Fritzbox möchte ich NICHT zum Telefonieren verwenden (FritzFon).

So, nun meine Fragen, die mich quälen:
1.) Wie schließe ich eine VOIP-Telefonanlage überhaupt an meine TAE-Dose an? Entfällt ganz einfach der Splitter und ich stöpsle die FritzBox mit dem anderen Kabel an die TAE-Dose?
2.) Wie funktioniert die Umstellung von ISDN auf VOIP beim Provider:
2a) Muss ich mit größeren technischen Problemen rechnen?
2b) Bleiben die fünf vorhandenen Telefonnummern erhalten?
2c) Habe ich weiterhin zwei Leitungen zum Telefonieren?
2d) Könnte ich VOIP-Telefonie schon mit einer neuen VOIP-Telefonanlage testen, bevor ich die ISDN-Option kündige?​
3.) Die Gigaset N510-VOIP-Telefonanlage hat keinen integrierten AB. Wie ersetze ich den AB so, dass ich ihn von allen Gigaset-DECT-Handapparaten aus abrufen kann? Ich habe im Internet aufgeschnappt, dass die Telefonanlage mit dem Fritzbox-AB kommunizieren kann. Ich verstehe allerdings das Prinzip nicht.
4.) Wie ist VOIP hinsichtlich der Sprachqualität (HDSP) und Zuverlässigkeit gegenüber ISDN einzustufen?
5.) Gibt es einen grundlegend wichtigen Gedanken, den ich vergessen habe?

Wie Ihr seht, sind das fürs Erste eine ganze Menge Fragen. Ich freue mich über jede Antwort auch zu einzelnen Fragen, weshalb ich sie praktischerweise durchnumeriert habe. ;-)

Viele Grüße
Tömmel
 
... Zeitpunkt gekommen zu sein, auf VOIP umzustellen.
Warum willst Du Dir das antun? Nur des "Haben-will"-Faktors, oder zwingt Dich etwas dazu?
... historische Gigaset SX-255 ISDN-Anlage...
...Die Fritzbox möchte ich NICHT zum Telefonieren verwenden (FritzFon).
Das wäre aber der einfachst Weg, mit einem alternativen Provider (z.B. Sipgate) das "Abenteuer" VoIP auszuprobieren, denn viele Deiner Fragen sind damit dann geklärt. Leider haben sich die großen Provider auf die Fahnen geschrieben, innerhalb der nächsten Jahre die Infrastruktur komplett auf VoIP umzustellen. Nach meinen aktuellen Erfahrungen weiß ich nicht wirklich, ob das eine gute Idee ist.

zu 1.) Du kannst jetzt schon Deine SX-255 an Deine vorhandene FritzBox anschließen und das testen, denn die FritzBox ist dafür gebaut, VoIP auf (in Deinem Falle) ISDN umzusetzen. Das funktioniert teilweise auch erschreckend gut (ich bin wegen eines aktuellen Telefonieproblems etwas vorgespannt, eigentlich eine Lappalie, aber die bekommen einfach nichts auf die Reihe...). Auch das Faxgerät kannst Du an einen der vorhandenen Fon-Anschlüsse der FritzBox anschließen. Wie das alles bewerkstelligt wird, steht merkwürdigerweise im mitgelieferten Handbuch der FritzBox.

zu 2.) Das hängt von Deinem Provider ab und mit der o.a. Installation kannst Du das schon testen. Dein Provider wird Dir die Zugangsdaten zusenden und dann Deinen vorhandenen ISDN-Anschluss deaktivieren. Die dabei möglicherweise auftretenden Probleme sollten aber lösbar sein. Problematisch wird es nur manchmal, wenn zum Wechsel der Anschlussart auch gleichzeitig der Provider gewechselt werden soll und die Rufnummern mitgenommen werden. So was hat mich auch damals Nerven gekostet, lag aber an meinem ehemaligen Provider, bei dem ich nie über Telefonieprobleme mit ISDN klagen konnte. Das funktionierte immer problemlos. Bei Problemen an durch mich betreuten Anschlüssen war die klassische Telefonie (analog/ISDN) auch nie ein Problem. Schwierigkeiten kamen nur manchmal mit den DSL-Verbindungen auf. Und diese sind eine Grundvoraussetzung für VoIP-Telefonie (siehst Du die Grundproblematik?). Die Anzahl der Telefoniekanäle ist abhängig von den Verträgen Deines Providers und davon, welchen Du gebucht hast. Du kannst danach sogar mehr gleichzeitig zu nutzende Kommunikationskanäle haben, musst dann aber z.B. direkt angemeldete DECTs benutzen, da über eine per ISDN angebundene TK-Anlage wieder nur zwei gleichzeitig gehen.

zu 3.) Die FritzBoxen mit VoIP-Funktion haben einen (mehrere) intene(n) AB, die ähnlich wie eine ProviderBox oder auch Mobilbox über Tastencodes mit Sprachmenü gesteuert wird/werden.

zu 4.) Qualität: bei guter Onlineverbindung durchaus akustisch mit ISDN vergleichbar. HD-Telefonie nur mit direkt angemeldeten Geräten zu nutzen. Mangels HD-Gegenstellen sollte das derzeit aber noch kein Kaufkriterium sein. Das ist ein typisches Henne-Ei-Problem. Aktuell kann ich zur Zuverlässigkeit soviel sagen: aus der Historie - kein DSL keine Telefonie, da eine Onlineverbindung zwingende Voraussetzung ist. Da im Allgemeinen normale Telefonie eine separate erprobte Infrastruktur benutzt, kann ruhig DSL ausfallen und Du kannst immer noch telefonieren und andersrum (bei Outdoor-DSLAMs z.B. möglich, da das DSL-Signal Anschluss-nah eingeschleift wird). Bie meinem Anschluss sind derzeit ausschließlich eingehende Anrufe gestört (ich höre den Anrufer nicht, er mich aber schon) und die bekommen es einfach nicht auf die Reihe. So was gab es zu ISDN-Zeiten nie. Wenn da ein Anschluss gestört war, dann wurde das Problem binnen 24 Stunden erledigt. Aktuell doktore ich mit meinem Problem seit Dienstag. Frag nicht, wie oft ich meine Infrastruktur neu gebootet habe/sollte. Zum Glück nutze ich mit meinem nachgeschalteten DX800A auch alternative VoIP-Anbieter und bin dort problemlos erreichbar. Als Fallback ganz tauglich.

zu 5.) Wahrscheinlich viele, aber wir kennen Deine Ansprüche nicht.

Gruß Telefonmännchen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Telefonmännchen,

vielen Dank für Deine schnelle und wirklich ausführliche Antwort! Die entsprechenden Passagen im Fritzbox-Handbuch habe ich gefunden und versucht, geistig zu verarbeiten. Aber ich sehe, dass das insgesamt ein extrem komplexes Thema ist, womit ich echt nicht gerechnet habe. Vorbei sind die Zeiten, in denen man als Privatanwender sein Telefon eingestöpselt hat und ohne weitere Konfiguration die Wählscheibe betätigen konnte. ;-)

Zu Deiner Frage:
Warum willst Du Dir das antun? Nur des "Haben-will"-Faktors, oder zwingt Dich etwas dazu?

Es sind verschiedene Faktoren, die mich immer wieder darüber nachdenken lassen:
- Das Alter meiner SX-255, die jederzeit ausfallen kann. 1:1-Ersatzlösungen gibt es immerhin noch gebraucht in der eBucht, vielleicht am besten sogar präventiv.
- Die Konfiguration meiner SX-255 über USB ist mit Win7-64Bit nicht mehr möglich, da der Talk&Surf-Treiber bei der Installation streikt.
- Gigaset bietet seit langem keinen Nachfolger mehr für die SX-255 an. Man ist dort wohl der Meinung, ISDN für SOHO nicht mehr unterstützen zu müssen.
- Wenn man mir providerseitig eines Tages den ISDN-Saft abdreht, möchte ich gerüstet sein.
- Neue Anlagen können inzwischen richtig tolle, komfortable Sachen, die ich mit der alten Anlage nicht nutzen kann (z.B. LDAP-Anbindung, Vernetzung,...)
- Ein wenig greift noch das Kostenargument: ISDN schlägt monatlich mit zusätzlichen drei Euro zu Buche, aber das ist das wenigste.

Vielleicht aber sind das ja im Moment alles keine Argumente? Wenn ich Dich so schreiben höre, motiviert mich das nicht gerade für den Umstieg. :-/
 
Naja, ganz so schlimm ist es nicht. Aber wegen des Alters der 255 würde ich mir keine Gedanken machen. Ich habe meine Vor-Vorgänger-Version (eine 3075isdn) lange Zeit ohne Problem betrieben. Nur die Handgeräte habe ich von Zeit zu Zeit modernisiert und nutze sie teils noch heute am DX800A. Eingerichtet habe ich das meistens auch per Telefonmenü, da mir das mit dem USB auch nicht so lag, zumal die Basis unter der Decke hinter einem Schrank hing und nicht wirklich gut zu erreichen war. Ich habe erst im Zuge des Immobilienerwerbs und nachfolgenden Umzuges meine Infrastruktur modernisiert und gleichzeitig den Provider gewechselt (mit Rufnummernmitnahme). Wäre das nicht gelaufen, so hätte ich wahrscheinlich immer noch meine alte 3075 mit der aktuellen 255er Firmware, aber wenn man auf Kabel-DSL wechselt, hat man nicht unbedingt mehr vollen Zugriff auf die Konfiguration der vorgeschalteten FritzBox. Für die Nutzung von VoIP habe ich dann auf ein DX800A umgerüstet, welches auch eigene VoIP-Accounts bei unabhängigen Providern registrieren kann. An die Kabel-FritzBox ist es aber nach wie vor per ISDN angebunden. Ich halte gar nichts von der internen SIP-Kopplung, auch wenn sie meistens funktionert. Da lauern bei genauer Betrachtung auch schon wieder Fallstricke.

Ein direkter Nachfolger für die SX255 wäre auch relativ sinnfrei, weil immer mehr Provider auf VoIP umrüsten und so der SOHO-Markt für reine ISDN-Geräte äußerst dünn wird. Trotzdem würde ich nicht auf ein Gerät umrüsten, welches keine Schnittstellen für klassische Anschlüsse mehr mitbringt, weil man sich nur selbst einschränkt. So würde ich kein N510 erwerben, sondern eher z.B. ein C610A IP. Für mich war damals das DX der Kompromiss, auch wenn bei dem Gerät nicht alles Gold ist, was glänzt. Es gibt durchaus ein paar Macken, mit denen ich aber leben kann (bin leidensfähig), weil für mich das Gesamtpaket passt, auch wenn die Einrichtung etwas tricky ist. Aber es läuft.

Das providerseitige Abdrehen von ISDN ist auch kein Problem, gibt es doch z.B. mit der FritzBox-Reihe genügend Adapter, die das auffangen können. Die sind nämlich genau für diesen Fall gebaut und wurden in der Vergangenheit funktionell immer weiter aufgebohrt.

Aber eine telefoniefähige FritzBox an einem NGN-Anschluss zu betreiben und ein VoIP-Telefon nachzuschalten birgt ausreichend Fallstricke (z.B. einseitige Telefonieverbindungen wie bei mir, aber meine Ursache liegt woanders), in die ich mich nicht ohne Zwang begeben würde. Es gibt zwar auch dafür Lösungen, die man hier ausreichend im Forum nachlesen kann.

Greift das Kostenargument wirklich? Auch an einem NGN-Anschluss musst Du meistens für die ISDN-Features (gleichzeitige Gespräche, mehrere Rufnummern usw.) zusätzlich zahlen, aber richtiges ISDN wird trotzdem nicht draus. Es ist eben nur ein bunter Blumenstrauß ausgesuchter Features. Im "normalen" reinen Telefonie-Umfeld ist das aber weniger ein Problem. Aber z.B. Leute mit einem per ISDN angebundenen Zahlungsterminal haben da schon Probleme, weil das notwendige Protokoll über VoIP nicht mehr funktioniert (die brauchen dann ein Ethernet-fähiges Gerät), Notrufsysteme und Alarmanlagen sind betroffen u.ä. Und sparen tusst Du nicht wirklich was, wenn Du jetzt neue Hardware anschaffst um 3 EUR weniger zu zahlen. Für den Preis einer brauchbaren Lösung kannst Du lange den Aufpreis zahlen und Deine Infrastruktur weiterbetreiben. Es muss es einem eben wert sein. Ich habe das DX mir auch seinerzeit schöngeredet, weil ich jetzt durch die Nutzung alternativer VoIP-Provider für die Auslands- und Mobiltelefonie weitaus weniger zahle (0,X bis 1,X ct/Min gegenüber 29 ct/Min, als wenn ich meinen Kabel-Provider nutzen würde. Für den Preis der neuen Geräte könnte ich lange telefonieren. Aber das hindert Dich noch lange nicht das SX255 in die FritzBox und das Y-Kabel in den NTBA zu stecken und ein/zwei zusätzliche Rufnummern/Acounts/MSN einzurichten (mehr ist es wirklich nicht). Dieser Test ist weitestgehend kostenfrei (wenn man z.B. beim VoIP-Provider nur interne Verbindungen zum Testen nutzt und bei Preisen von 1,x ct/Min auch noch erschwinglich).

Gruß Telefonmännchen
 
Die Fritzbox möchte ich NICHT zum Telefonieren verwenden (FritzFon).
diese Aussage verstehe ich nicht, geht es hier nur um die AVM MTs die dir nicht gefallen bzw. welche konkret, denn das C4 scheint iO. zu sein.

was spricht gegen "neues bundle" direkt von m-net klick
F!B (Multimedia HomeBox) > am S0 = SX
F!B (Multimedia HomeBox) > am DECT der F!B - Gigaset MT ankoppeln
die 7360 sowie die 7270 mit neuster FW hätten ua. ja auch div. ABs usw., des weiteren wäre der Einsatz von Apps für iOS/android möglich.
 
... denn das C4 scheint iO. zu sein ...
Na ja, bischen früh für so eine Empfehlung, sinnvoller Weise erst mal die nächste HW-Revision des C4 abwarten.
Es gibt da hier im Forum so einen ziemlich langen Thread zum Stichwort "Erste Erfahrungen ... Spulenfiepen" ... Übersehen ?

... 3.) Die Gigaset N510-VOIP-Telefonanlage hat keinen integrierten AB. Wie ersetze ich den AB so, dass ich ihn von allen Gigaset-DECT-Handapparaten aus abrufen kann? ...
Ganz einfach!
Schau mal im Webinterface des N510 nach:
--> Telefonie --> Netz-AB
Mein DSL-Provider 1u1 unterstützt dieses Feature.
Das ist im sog. Kundencenter online einrichtbar.
Auch zusätzliche Rufnummern können dort kostenfrei aktiviert/deaktiviert werden.

Das N510 habe ich so konfiguriert, das es die VOIP-SIP-Accounts direkt beim Provider anmeldet.
Die Consumer-Version C610 unterstützt 2, das N510 4 Parallelgespräche (sofern der DSL-Providervertrag das zulässt).

Als perfekt mit dem N510 zusammenspielendes Mobilteil empfehle ich dir das Gigaset-S810H (eBay ca 40€).
Wenn du auf Bluetooth verzichten kannst, tut es auch das kostengünstigere S79H (eBay ca 30€).

Als DSL-Modem/WLAN-Router agiert die Fritz - Box 3390 (eBay ca 100€).
Diese Box besitzt keine interne DECT-Basis zum Telefonieren.
Macht aber nichts, da zumindest in meinem EFH das im Keller stehende N510 das KG, EG, OG, DG trotz Stahlbetondecken super ausleuchtet (ohne Repeatereinsatz).
Vorher hatte ich 7240, 7270, 7390, 7360SL: deren interne DECT-Basen waren für das OG, DG nicht leistungsfähig genug.

Parallel zu den SIPs des N510 kann die 3390 auch via App sog. IP-Telefone via WLAN einbinden.

Wenn du die Sache mit deinem Provider geklärt hast, grünes Licht für VOIP incl. AB-Möglichkeit beim Provider erhalten hast, melde dich wieder.
Schwierigkeiten ? Du musst nicht bei M-Net bleiben.
Ein Umzug zu einem anderen Provider mit deinem ganzen Nummerngeschwader ist heutzutage fast immer möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Uiuiuiuiuiui,

so viel Stoff und so viele Empfehlungen in so kurzer Zeit! Das hätte ich nicht zu hoffen gewagt. Vielen Dank Euch allen schon jetzt!

Bis jetzt habe ich daraus gelernt:
1.) Meine ISDN-Konstellation ist vielleicht noch gar nicht so veraltet wie ich das vermutet hatte.
2.) Etwas grundlegend Neues zu machen, ist weder einfach noch billig, noch unbedingt nötig.
3.) Ich könnte mich gegen einen Ausfall der bestehenden Anlage absichern, indem ich mir auf Vorrat eine gebrauchte ISDN-Anlage beschaffe, denn bei einem Hardware-Crash beim TK-Händler um die Ecke auf die Schnelle 1:1-Ersatz aufzutreiben, wird nicht möglich sein. Ich bin deshalb etwas sensibilisiert, weil wir letzen Sommer einen Blitzschlag hatten...
4.) Ich überlege mir, ob ich mit der (allerdings nicht gerade billigen) Software "Call It" einen funktionierenden Ersatz für Talk & Surf beschaffe (ich finde die Konfiguration der Anlage über den Handapparat nicht gerade praktikabel).
5.) In diesem Forum wird man auch als Neuling super freundlich behandelt. ;)

Ansonsten habe ich jetzt schon unglaublich viel Lesestoff, den ich in nächster Zeit nach und nach durcharbeiten werde.

Schönen Sonntag noch!
Tömmel
 
was spricht gegen "neues bundle" direkt von m-net klick
Dagegen spricht die Fußnote 4. ;) Kostenlose Überlassung während der Dauer des Vertrages (Rückgabe des Endgerätes bei Vertragsende). Der Betrieb des Anschlusses ist technisch bedingt nur mit von M-net bereitgestellten Endgeräten möglich.
Das vorhandene Equipment ist für einen ISDN-Anschluss adäquat. NGN-Anschlüsse gibt es sowieso nicht in allen von M-net versorgten Gebieten. Bei mir z.B. zurzeit noch nicht. :p
 
Im einfachsten Fall steckt man das Gigaset an die neue M-Net Fritz!Box an.
Oder man kauft besser frei eine Fritz!Box dazu.
Sofern Annex-J verwendet wird (vermutlich ja, Provider fragen), ist eine 7390 oder 7490 nötig, die 7270 reicht dann nicht mehr.

'Üben' kann man vorab schon folgendes:
- Die Fritz!Box an das vorhandene ISDN anstecken.
- Das Gigaset an die Fritz!Box.
- In der Fritz!Box richtet man unter Telefoniegeräte eine ISDN-Anlage ein, keine ISDN-Telefone.
- In der Fritz!Box trägt man seine ISDN-Nummern ein.
- Am Gigaset muss nichts geändert werden. Möchte man hier etwas ändern, macht man das per Mobilteil-Menü. Geht einfacher als per USB und geht mit allen 'normalen' S-Klasse Modellen.

In manchen Fällen mag das Sx255 nicht richtig, wenn der Fritz!Box das echte ISDN fehlt.
Die Fritz!Box erzeugt den ISDN-Takt dann selber, was teilweise nicht ausreichend genau ist.
Hatte das Problem bei 7390 und Sx353 (ähnlich Sx255 aber in Tischtelefon-Form) mit 7490 tritt es wohl nicht auf, habs aber nicht weiter probiert. Mein Workarround, alle 10 Minuten den ISDN-Bus zu wecken habe ich einfach weiter laufen lassen.

Wenns doch was neues werden soll:
Das C610 A IP ist hier besser geeignet als das N510 IP pro. Das C610 A IP hat einen eingebauten AB, der per Menü am Mobilteil bedient wird.
Das Gigaset wird per VoIP an der Fritz!Box angemeldet. So kann man auch deren Funktionen nutzen (z.b. Anruflisten, Rufsperren).


HDSP ist üblicherweise nicht Provier-Übergreifend möglich.
Ist zwar ganz nett, aber kein zwingender Grund zum Kauf/Wechsel.
 
Sofern Annex-J verwendet wird (vermutlich ja, Provider fragen), ist eine 7390 oder 7490 nötig, die 7270 reicht dann nicht mehr.
Annex J wird bei M-net nicht eingesetzt. Und selbst wenn, die Fritzbox 7270 mit up-to-date Firmware kann das sogar sehr gut.
 
Sicher, das die 7270 es kann?
Die aller ersten paar 7390 können das nichtmal
 
Selbst das trifft inzwischen nicht mehr zu. Jede Fritzbox 7390 mit up-to-date Firmware kann Annex J.
 
.. Gut ....
 
Das meiste wurde hier ja schon gesagt. Ich möchte trotzdem noch ein paar Worte dazu sagen.

Ich hatte auch eine ähnliche Situation wie Tömmel (s. Signatur). Von einem ISDN-Anschluss hab ich mich schon vor ca. 6 Jahren verabschiedet, seither läuft alles über DSL/VoIP.
Die SX255 hängt am internen ISDN-Bus der (mittlerweile) 7490 und verrichtet treu und brav für die Siemens Gigaset Mobilteile ihren Dienst. Für die Konfiguration der SX255 hatte ich einen USB-Dect-Adapter, der, genau wie die Direktverbindung mit USB, seit Win7/64 nicht mehr funktioniert. Für die seltenen Fälle, wo ich nochmal an SX255 ran muss, behelfe ich mit einer Windows Virtual PC Instanz mit XP, die unter Win7 genau für solche Fälle ja gedacht ist. Das klingt umständlich, funktioniert aber recht gut.

Ich hab auch schon versucht, die SX255 komplett durch die Fritzbox zu ersetzen. Aber diese Konstellation hat mir letztendlich nicht gefallen. Die Gigaset Mobilteile passen irgendwie besser zu einer Gigaset Basis, wie auch die AVM Mobilteile besser zu einer Fritzbox passen.

Wenn sich die SX255 mal verabschieden sollte, kann man recht leicht wieder auf "nur Fritzbox" umstellen.
 
Mein Tipp:

die Gigaset DECT/ISDN-Anlage an die Fritte (mit integr. S0, also 7170, 7270, 7390 oder 7490 & Co.) und alles wird gut.

Ich habe meine ur-alte Siemens Gigaset 3075ISDN mit der aktuellsten Firmware (SX255) zuerst an 7170 über 7270v3 und nun an einer 7490 und bin mit 12 MSNs, 6 Mobilteilen und vor allen Dingen der DECT-Leistung der GS sehr zufrieden.
Nachteil: nur max. 2 Gespräche gleichzeitig
Vorteil(e): Gigaset Telefonbuch, einfache Konfiguration per Gigaset (S) Mobilteil, alle Softkeys an den Mobilteilen gehen

Außerdem verteile ich per FB-Wahlregeln auch noch die Telefonate (ins Mobilnetz und ins Ausland per personal-voip bzw. sipgate), so dass ich bei 1&1 nur die Festnetz-Flat nutzen muss. In der FB habe ich weiterhin noch ein Softfax (mit meiner alten analogen Fax-Nummer, die zum VOIP-Anbieter portiert wurde) für den Empfang eingerichtet und benutze die Rufumleitung/Blacklist für unverbesserliche Werbeanrufe. Mir gefällt die Kombi so.

P.S: bei einem Freund habe ich das identisch eingerichtet und "für alle Fälle" vor 2-3 Jahren eine GS3075 in der Bucht gekauft, "falls mal was passiert...". Allerdings sind die im Betrieb befindlichen GS-Anlagen schon >10 Jahre alt und einfach nicht totzukriegen.
 
Von einem ISDN-Anschluss hab ich mich schon vor ca. 6 Jahren verabschiedet, seither läuft alles über DSL/VoIP.

Und die ganze Zeit ärgerst Du dich schon mit emuliertem ISDN rum, anstatt richtig auf SIP/VoIP umzusteigen :confused:

Ich hab ca. 2005/6 auf VoIP umgestellt - aber nach 2-3 Jahren rum ärgern über Router mit ATA etc., hab ich ab 2008 suczessive auf echte IP-Telefone umgestellt - sonst wär ich wahrscheinlich längst durchgedreht :cool:
 
Ich hab doch seit Jahren SIP/VoIP, zumindest nach aussen. Intern bin ich mit meiner ISDN-Anlage und den Gigaset-Mobilteilen vollauf zufrieden.
Welche alternativen VoIP- oder DECT-Mobilteile zum direkten Anschluss an die FB würdest du empfehlen?
Wie schon gesagt, Gigaset-MT direkt an FB ist nicht so der Hammer, mit AVM MT-F geht's so.
 
Keine alternativen Mobilteile und/oder wieder nur irgendeine halbherzige Emulation !

Wenn schon IP, dann richtig - Router nur DSL - zusammen mit echten IP-Telefonen b.z.w. Smartphones die via Wlan/VoIP angemeldet sind.

Für interne Gespräche und SIP-URI-Calls kann man einen der Wlan-APs mit DD-WRT flashen - lohnt aber nur bei mehreren Vieltelefonierern - wenn nur gelegentlich intern telefoniert wird, kann man auch kostenlos über den Provider telefonieren.
 
Keine alternativen Mobilteile und/oder wieder nur irgendeine halbherzige Emulation !
Die Welt ist nicht nur schwarz/weiß. Mal ein paar Beispiele, die mir so spontan eingefallen sind. In der von Dir beschriebenen Konstellation ist die Anbindung einer Türsprechstelle über eine lokale Infrastruktur schon wieder schwieriger und funktioniert nicht, wenn der Provider mal einen Schluckauf hat (so geschehen gerade seit letzten Dienstag bis vergangenen Montag). In einer solchen Konstellation ist auch das interne Vermitteln nicht so einfach (wenn man mal einen Anruf angenommen hat, und an eine andere Nebenstelle weiterleiten will). Man benötigt dann mindestens einen Provider mit virtueller PBX.

Der parallele Aufbau einer lokalen Infrastruktur für den Fehlerfall trägt dann auch nicht gerade zur Bedienerfreundlichkeit bei. Auch bei einer SIP-TFE (die auch mit einem Anschaffungswiderstand im kEUR-Bereich ein ziemliches Loch im Budget reißt) lauert schon wieder die nächste Falle. Wünscht man Video, ist man auf eine videofähige PBX angewiesen. Auch eine FritzBox als lokale Lösung ist kein Ersatz, weil der SIP-Registrar kein Video versteht. Und eine Anbindung per a/b-Adapter ist um Welten günstiger (am günstigsten per direkter a/b-TFE).

Hat man nur ein/zwei Telefon(e) zum "nach draußen" telefonieren mit ein/zwei Rufnummern, mag eine durchgängige SIP-Infrastruktur derzeit schon eine Alternative sein. Benötigt man interne Verbindungen bräuchte man zumindest einen Asterisk. Hier ist aber nicht jeder willens bzw. in der Lage so was aufzusetzen oder den Preis für eine professionelle Lösung zu bezahlen. Auch sind meines Wissens Faxgeräte mit SIP-Anbindung auch Mangelware. Leider sind manche Leute noch auf Faxkommunikation angewiesen. Für den Empfang kann man sich aus einen bunten Portfolio bedienen, bei dem Versand wird die Luft schon enger.

Insofern ist man mit einer Hybridlösung meines Erachtens derzeit immer noch am besten bedient. SIP-Video-TFEs werden sicher irgendwann günstiger und Fax wird auch aus dem Geschäftsalltag immer mehr verschwinden und durch direkte digitale Kommunikation ersetzt. Spätestens wenn die mal bei den elektronischen Signaturen in die Hufe kommen.

Gruß Telefonmännchen
 
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