Wie funktioniert nomadische Nutzung?

WhiteSam

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Ich habe da ein Verständnisproblem. Es geht um die Beantragung einer Rufnummer beim Provider meines Vertrauens mit passender Vorwahl zum Meldeort, die aber überwiegend am Zweitwohnsitz genutzt werden wird. Kann ich diese Nummer dann erstmalig an diesem Zweitwohnsitz einrichten oder muss ich das zwingend am Meldeort machen?

Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt, das Thema ist noch sehr neu für mich – quasi Neuland (Frau Merkel) :rolleyes:
 
Technisch ist es völlig egal, wo die Nummer eingerichtet und benutzt wird, rechtlich darfst du nur eine Vorwahl benutzen, wo du auch einen Wohnsitz hast. Da Vorwahl = Hauptwohnsitz ist ja alles in Ordnung.
 
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Jetzt ist mir das auch klar geworden, wahrscheinlich denke ich noch zu schnurgebunden ;)
Dann geh ich mal auf die Suche nach dem passenden Provider.
 
rechtlich darfst du nur eine Vorwahl benutzen, wo du auch einen Wohnsitz hast.
Dürfen? Nach welchem Gesetz?

2004 hat die Reg TP bestimmt, "dass Ortsnetzrufnummern für Internet-Telefonie-Angebote nur an Kunden innerhalb ihrer jeweiligen Ortsnetze vergeben werden dürfen." Wenn Dir also ein Anbieter eine Ortsnetzrufnummer zuteilen soll, musst Du ihm einfach eine "berechtigte Adresse" nachweisen und bist dann aber vertraglich verpflichtet Adressänderungen mitzuteilen.
Wenn man bei der nomadischen Nutzung ausgehend die Rufnummer unterdrückt oder z.B. durch eine Handynummer ersetzt, ist man meist auf der sicheren Seite.

Da Polizei und Rettungsdienste aber bei VoIP den tatsächlichen Standort nicht mehr selbst ermitteln können, kann das sehr sehr teuer werden.
http://www.easybell.de/agb/komplett-und-voip.html schrieb:
4. Pflichten des Kunden
....
Der Kunde ist verpflichtet, seine exakte Adresse („Stammadresse“) zu nennen, um die Standorterkennung bei der Anwahl von Notrufnummern sicherzustellen. Wählt der Kunde von einem anderen Standort eine Notrufnummer (sog. Nomadismus), so wird die Standorterkennung nicht gewährleistet. Der Notrufzentrale muss der Standort mitgeteilt werden.
....
7. Haftung
...
Bei Auslösen von Notrufen bei nomadischer Nutzung (vgl. Ziff. 4) kann es auf Grund der Alarmierung einer örtlich nicht zuständigen Notrufabfragestelle zu Folgekosten kommen, z.B. weil die Feuerwehr am falschen Standort ausrückt. Der Kunde ist bei nomadischer Nutzung verpflichtet, für Folgekosten durch ausserhalb des angegebenen Standortes ausgelöste Notrufe aufzukommen.
 
.... Da Polizei und Rettungsdienste aber bei VoIP den tatsächlichen Standort nicht mehr selbst ermitteln können, kann das sehr sehr teuer werden.
4. Pflichten des Kunden
....
Der Kunde ist verpflichtet, seine exakte Adresse („Stammadresse“) zu nennen, um die Standorterkennung bei der Anwahl von Notrufnummern sicherzustellen. Wählt der Kunde von einem anderen Standort eine Notrufnummer (sog. Nomadismus), so wird die Standorterkennung nicht gewährleistet. Der Notrufzentrale muss der Standort mitgeteilt werden.
....
7. Haftung
...
Bei Auslösen von Notrufen bei nomadischer Nutzung (vgl. Ziff. 4) kann es auf Grund der Alarmierung einer örtlich nicht zuständigen Notrufabfragestelle zu Folgekosten kommen, z.B. weil die Feuerwehr am falschen Standort ausrückt. Der Kunde ist bei nomadischer Nutzung verpflichtet, für Folgekosten durch ausserhalb des angegebenen Standortes ausgelöste Notrufe aufzukommen.
Das weiß ich schon, das Kleingedruckte habe ich gelesen, wobei das wieder mal fernab der Realtät ist, denn was machen Feuerwehr und|oder Polizei, wenn ich den Notruf von meinem Handy starte - erst mal umständlich die Ortung anleiern? Und was ist mit den IP-Telefonaten, die keinem Ortsnetz zuzuordnen sind, also mit der Vorwahl "032", die landesweit vergeben wird?

Ich halte diese Bestimmungen für einen Papiertiger, da geht es wohl eher darum, dass sich die Provider in sichere Gefilde zurückziehen können, wenn sie Ortsvorwahlen vergeben.

Trotzdem danke für den Hinweis :cool:
 
Wichtig ist noch das Telekom-Voip Nummern nur an Telekomanschluessen funktionieren.

Generell solltest du vielleicht Internetanbieter und VoIP-Anbieter getrennt haben. So gibt es auch weniger Stress wenn du den DSL-Anbieter wechselst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und T-VoIP funzt nicht ausm Mobilfunk-Netz - wenn Du vorhast die Nummer nomadisch zu nutzen, hol dir einen Account bei Sipgate oder Inter-VoIP ;)
 
Bei Intervoip gibts aber nur einen "halben" Anschluss ohne Callin-Rufnummer.
 
Upps - meinte natürlich "Personal-VoIP" :o
 
Wichtig ist noch das Telekom-Voip Nummern nur an Telekomanschluessen funktionieren.

Generell solltest du vielleicht Internetanbieter und VoIP-Anbieter getrennt haben. So gibt es auch weniger Stress wenn du den DSL-Anbieter wechselst.
Das ist hier sowieso ganz anders gestrickt, keine Telekomiker, und am Zweitwohnsitz DSL über Zweiwege-SAT. Ich hatte also vor, einen davon unabhängigen Anbieter für den IP-Account zu suchen. Was die Satellitengeschichte anbelangt, da hatte ich an anderer Stelle hier im Forum schon gefragt, die Meinungen dazu machen mir nicht viel Hoffnung, aber erste Versuche über Skype waren qualitativ sehr gut. Probieren geht über Studieren :cool:

Und T-VoIP funzt nicht ausm Mobilfunk-Netz - wenn Du vorhast die Nummer nomadisch zu nutzen, hol dir einen Account bei Sipgate oder Inter-VoIP ;)
Upps - meinte natürlich "Personal-VoIP" :o

Soll ich meine Fragen zum Anbieter hier stellen oder im passenden Bereich VoIP-Anbieter|Providerberatung?
 
...und am Zweitwohnsitz DSL über Zweiwege-SAT. Ich hatte also vor, einen davon unabhängigen Anbieter für den IP-Account zu suchen. Was die Satellitengeschichte anbelangt, da hatte ich an anderer Stelle hier im Forum schon gefragt, die Meinungen dazu machen mir nicht viel Hoffnung, aber erste Versuche über Skype waren qualitativ sehr gut.
Ganz ehrlich: Zuverlässig ist anders, qualitativ auch. Internet über SAT ist immer eine wacklige Angelegenheit. Ich habe einen Kunden, der hat nur eine solche Internetverbindung - sogar sein ISDN knackt und knarrt, da geht kein Bit für Datenübertragung sauber rüber. Dann kommen noch die Latenzen von bis zu 30 Sek. Meinst Du wirklich, damit kann man vernünftig akustisch kommunizieren?

BtW: Es gibt kein "DSL über SAT" sondern nur "Internet über SAT": DSL ist eine analoge Transporttechnologie für Datenpakete auf einer analogen Telefonleitung. ;)
 
Entschuldige, das mit dem DSL stimmt natürlich, das ist mir so durchgerutscht ;) ich wollte eigentlich damit zum Ausdruck bringen, dass es sich um eine Highspeed-Internet-Verbindung handelt :cool:

Deine Einwände wegen der alleinigen SAT-Verbindung hatte ich zunächst auch, und anfangs sah es ja auch so aus, als wenn ich diese Idee schlicht hätte begraben können, aber nach einem Anbieterwechsel und noch etwas mehr Kosten (80 € / Monat) flutscht es inzwischen supergut. Außerdem habe ich da keine Wahl, diese Ecke Deutschlands gehört nun mal zu den weißen Flecken in der Versorgungslandschaft, dafür genieße ich den unverbaubaren Blick auf die Berge.

Ich habe eine durchschnittliche Uploadgeschwindigkeit von 5400 kbps (zu verschiedensten Zeiten gemessen), und die durchschnittliche Latency bewegt sich im Bereich von 750 ms, das ist noch nicht einmal EINE Sekunde.

Natürlich wollte ich mich nicht alleine auf diese Messdaten verlassen, deshalb teste ich seit geraumer Zeit die Verbindung mit Skype. Alle Telefonate waren störungsfrei, und wegen der Latenz konnte ich auch nichts bemerken. Und das alles mit einer suboptimalen Hardware, nämlich einem einfachen Headset.

Das alles ist auch eine Rechenaufgabe. Ich sehe nicht wirklich ein, dass ich nach all den Investitionen speziell an diesem Platz dann noch den Telekomikern für einen schneckenlahmen vorsintflutlichen Telefonanschluss Geld in den Rachen werfen soll. Irgendwo ist dann auch mal Schluss, die bekommen das hier nicht hin mit einer einigermaßen anständigen Internetverbindung, dann sollen die ganz draußen bleiben vor der Tür.

Übrigens, auch Mobilfunk ist hier die Katastrophe schlechthin, D1 und D2 gehen fast gar nicht, O2 auch nicht, nur mit ePlus geht was, aber auch das sehr sehr schwankend. Vorher hatte ich mir natürlich all die hübschen Landkarten der Anbieter angesehen mit der angeblichen Abdeckung, die lügen einem das Blaue vom Himmel herunter. Das macht alles wenig Freude.
 
Das ist nun nichts besonders Geheimnisvolles, die Latency war mit rund 850 ms auch nicht besonders schlechter, verglichen mit dem jetzigen Wert, nur die Uploadgeschwindigkeit war etwas grenzwertig, sicher noch ausreichend für "nur" Telefon, aber nicht wenn noch andere Aktivitäten zeitgleich im Internet ablaufen. Und rund 170 ms Jitter (jetzt 20 - 30 ms) sind auch nicht toll.
Dann gab es aber einschneidende Verschlechterungen in der Verbindungsqualität, das zu erläutern wäre eine lange Geschichte. Ich vermute, dass es darum ging, Kunden, die eine unbegrenzte Flat gebucht hatten, aus den Verträgen raus zu bekommen. Jedenfalls wurde runter geregelt, anders kann ich das nicht interpretieren. Da war dann jede Mail mit einem Anhang ein Glücksspiel.
Es gab ein ewiges Hin und Her mit denen, und irgendwann hat man keine Lust, sich weiter verladen zu lassen, also Kündigung und alles wieder auf Anfang, was in so einem Fall halt auch bedeutet, dass man die zur Verfügung gestellte Salatschüssel auf dem Dach abbauen und gegen die des neuen Anbieters austauschen muss. Da kommen schon so einige Stündchen Manpower zusammen.

Vor dem Hintergrund, dass es hier keine Alternative gibt, ist das jetzt eine sehr gute Lösung :cool: *klopfaufholz* dass das so bleibt.
 
Danke, aber nenn' doch endlich mal konkret um welche 2 Anbieter und Tarife es geht.
Das meinte ich mit geheimnisvoll.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das weiß ich schon, das Kleingedruckte habe ich gelesen, wobei das wieder mal fernab der Realtät ist, denn was machen Feuerwehr und|oder Polizei, wenn ich den Notruf von meinem Handy starte - erst mal umständlich die Ortung anleiern? Und was ist mit den IP-Telefonaten, die keinem Ortsnetz zuzuordnen sind, also mit der Vorwahl "032", die landesweit vergeben wird?
Es macht einen gewaltigen Unterschied! Wenn mit falscher Ortskennung ein Notruf z. B. zur "Hauptstraße" oder sogar als Ruf ohne weitere Meldung eingeht, wird die Maschinerie dorthin in Gang gesetzt, wenn eine Ortskennung fehlt, dann muss automatisch erst nach dem Standort gesucht werden...
 
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