Deutsche Rufnummer für eine im Ausland sitzende Firma?!

Epoch

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Hallo miteinander,

Ich hab mich neu registriert, in der Hoffnung, dass Ihr mir weiterhelfen könnt. Ich bin nicht der erste, der dieses Problem hat und werde auch nicht der letzte sein.

Ich habe im Juli eine Firma in Malta gegründet. Da ich mit vielen Kunden in Deutschland spreche, benötige ich eine deutsche Rufnummer. Ich habe mittlerweile verstanden, dass das wohl gelinde gesagt nicht so einfach ist, da die Bundesnetzagentur eben das rechtlich untersagt. Jetzt wollte ich mich auf diesem Wege erkundigen, welche Optionen mir bleiben. Der gängige Vorschlag, den ich bisher gefunden habe, ist, die Nummer über eine in Deutschland ansässige Person anzumelden, hier gibt es aber zwei Probleme: Zum einen kann ich mir kaum vorstellen, dass das legal ist. Zum andern wird es schwierig einen Firmenanschluss mit mehreren Nummern über eine deutsche Privatperson laufen zu lassen. Allerdings bin ich nicht zwangsläufig auf VoIP angewiesen, interessant könnten nämlich auch alternative Modelle sein, wie zB eine deutsche Rufnummer zu führen, die den Anrufer automatisch an unsern maltesischen Festnetzanschluss weiterleitet. Ich habe im Netz auch über "virtual numbers" gelesen, was ja glaube ich auch in eine andere Richtung geht.

Unterm Strich kenne ich viele Firmen und habe auch bei einigen gearbeitet, die im Ausland nur mit deutschen Rufnummern operiert haben und keinerlei professionelle oder rechtliche Verbindung zu Deutschland hatten. Von daher gibt es bestimmt Mittel und Wege, nur kenne ich selbige (noch) nicht.

Ich hoffe inständig, dass mir jemand von Euch weiterhelfen kann.

Gruß
Epoch
 
Zum einen kann ich mir kaum vorstellen, dass das legal ist. Zum andern wird es schwierig einen Firmenanschluss mit mehreren Nummern über eine deutsche Privatperson laufen zu lassen.

Du kannst die Person ja pro forma als Berater anstellen ;)
 
Such dir einen Büroservice (Regus usw) der dir in Deutschland einen Standort (Postanschrift, Sekretariat, stundenweise Büroräume) anbietet - dann darfst Du unter dieser Anschrift auch eine Telefonnummer schalten.
 
Kein Problem, das hinzukriegen.
Suche Dir eine Person, die in Deutschland eine "Adresse" hat (tatsächlichen Wohnsitz oder Meldeadresse überprüft niemand). Im Zweifelsfall also Deine deutsche Wohnung.
Dann bestellst Du einen Anschluß bei einem Anbieter, der die Telefonie über VoIP realisiert und dabei bedingungslose nomadische Nutzung anbietet. Z.B. easybell.
Der Anschluß muß an der Adresse tatsächlich schaltbar sein und auch geschaltet werden. Dazu mußt Du wohl mal kurz nach Deutschland kommen bzw. eine Person beauftragen.
Dann (nach Schaltung durch den Anbieter in D) brauchst Du in Malta einen Internet-Zugang (DSL6000 reicht aus, wenn der Upload gut ist und der Anschluß nicht durch andere/zusätzliche Nutzung ausgebremst wird), hängst dort eine Fritz-Box (oder einen alternativen Router, der VoIP kann) ran und bist unter Deiner deutschen Rufnummer in Malta erreichbar und kannst natürlich auch abgehend telefonieren (zu den "deutschen" Gebühren).
Abrechnung erfolgt (muß bei Bestellung auch angegeben werden) über Dein bestehendes deutsches Bankkonto (obwohl diese Limitierung in der EU nicht mehr zulässig ist, denn ein beliebiges SEPA-Konto, egal wo auf der Welt, ist inzwischen zwingend zu akzeptieren; das müßtest Du im Zweifel mal prüfen).
 
Kein Problem, das hinzukriegen.
Suche Dir eine Person, die in Deutschland eine "Adresse" hat (tatsächlichen Wohnsitz oder Meldeadresse überprüft niemand). Im Zweifelsfall also Deine deutsche Wohnung.
Dann bestellst Du einen Anschluß bei einem Anbieter, der die Telefonie über VoIP realisiert und dabei bedingungslose nomadische Nutzung anbietet. Z.B. easybell.
Der Anschluß muß an der Adresse tatsächlich schaltbar sein und auch geschaltet werden. Dazu mußt Du wohl mal kurz nach Deutschland kommen bzw. eine Person beauftragen.
Dann (nach Schaltung durch den Anbieter in D) brauchst Du in Malta einen Internet-Zugang (DSL6000 reicht aus, wenn der Upload gut ist und der Anschluß nicht durch andere/zusätzliche Nutzung ausgebremst wird), hängst dort eine Fritz-Box (oder einen alternativen Router, der VoIP kann) ran und bist unter Deiner deutschen Rufnummer in Malta erreichbar und kannst natürlich auch abgehend telefonieren (zu den "deutschen" Gebühren).
Abrechnung erfolgt (muß bei Bestellung auch angegeben werden) über Dein bestehendes deutsches Bankkonto (obwohl diese Limitierung in der EU nicht mehr zulässig ist, denn ein beliebiges SEPA-Konto, egal wo auf der Welt, ist inzwischen zwingend zu akzeptieren; das müßtest Du im Zweifel mal prüfen).


Okay das klingt doch schon mal super, ich glaube so werde ich das machen. Hast Du Erfahrungen gemacht mit verschiedenen Anbietern? Hab jetzt einige nicht so gute Berichte über Easybell gelesen. Was gibt es noch für Anbieter? Nomadische Nutzung ist natürlich das A und O !!
 
Sicherlich gibt es auch andere Anbieter, die das ermöglichen. 1&1 mit etwas "Vorarbeit", sogar bei O2 kriegt man es mit viel Basteln (und Insiderwissen) hin.
easybell aber ist der so gut wie einzige Anbieter, der tatsächliche 1-Monatsverträge anbietet (1&1 nämlich nicht wirklich) und ohne Routerzwang. Dazu noch gute und vor allem durchsichtige Tarife und ein sehr gutes Kundencenter mit vielen Einstellungsmöglichkeiten. Als Kunde von easybell kriegt man darüber hinaus eine nagelneue 7490 mit völlig freier Konfigurierbarkeit zum absoluten Niedrigstpreis von 169 € (die nächstbesten Angebote beginnen bei etwas über 200 €).
Klar gibt es auch negative Berichte, da easybell aber "nur" etwas über 500.000 Kunden hat, fällt sowas halt auch mehr auf. Allerdings ist man mit dieser Anzahl an Kunden auch kein popeliger Kleiner mehr ...
Ich selbst bin sehr zufrieden mit easybell. Die Frage dürfte eher sein, ob an der Adresse/Standort, wo Du den Anschluß in D ja erst mal pro forma schalten lassen mußt, easybell überhaupt verfügbar ist.
Wenn dann Störungen auftreten (die Kunden melden und "von denen man hört"), dann sind das meist Leitungsstörungen auf der letzten Meile (der TAL - also Telekom, die ja auch easybell nutzen muß) oder PPPoe-Zugangsprobleme. Die interessieren aber Dich in Malta nicht, da Du ja Zugang zum Internet über Deinen dortigen Provider hast und somit auch immer den VoIP-Server von easybell erreichst (der steht bei ecotel in Frankfurt in der Hanauer Landstraße wenige Meter weg vom DeCIX).
Und: natürlich darf Dein Internetzugangsanbieter in Malta nicht das VoIP über fremde Anbieter blocken! So wie es hierzulande z.B. KabelDeutschland tut (läßt sich aber mit Tricks umgehen).
 
Es wird eine VoIP Rufnummer für nomadische Nutzung gesucht. Kein DSL Anschluss.
 
Auch die kriegst Du bei easybell. Nur wird die sogar direkt und tatsächlich adreß-/bewohnermäßig verifiziert!
Ein kompletter Anschluß dagegen - so dumm es klingt - oft nicht. Hauptsache, das Signal läßt sich durchschalten und die "TAE-Dose muß bekannt sein".
 
Du bekommst aber einfacher eine Verifizierung per Adresse hin, als einen Anschluss zu schalten.
 
Warum gründet ein Deutscher eine Firma in Malta? Das riecht doch verdächtig nach "Steuersparmodell", dazu brauchts nicht noch kostenlose Tipps.
 
Was ist daran Verwerfliches?
Wir haben in der EU einen Wettbewerb auf allen Gebieten! Also eben nicht nur wirtschaftlich, sondern auch steuerlich, kulturell, sozial ... So ist das nun mal und das war auch immer so gewollt!
Daß unsere "frei gewählten" Politiker ("Berufspolitiker" ohne jegliche Ahnung von der Materie) damit nicht klar kommen und der gemeine Deutsche den Märchen von Tante Angela noch immer total gebannt zuhört, ändert nichts am Wettbewerb.
Darüber hinaus empfehle ich als Lektüre den "bösen Kommunisten" Karl Marx ("Das Kapital"), der schon vor weit über 100 Jahren konstatierte, das Kapital sein ein scheues Reh, das immer immer dahin gehe, wo die Bedingungen besser seien (übrigens sind sämtliche Theorien bis heute noch nie widerlegt worden, weder von Wissenschaftlern, noch von der Geschichte selbst).
Also: es ist vollkommen legal, in Deutschland Sozialleistungen zu kassieren und in Malta Steuern zu zahlen (natürlich gibt es dafür trotzdem gewisse "Rahmenbedingungen", auch "rechtliche Vorschriften" genannt). Ob das manchen Leuten gefällt oder nicht, ist unerheblich.
Wir als Deutsche in Deutschland sollten uns lieber dem Wettbewerb stellen!

Du bekommst aber einfacher eine Verifizierung per Adresse hin, als einen Anschluss zu schalten.
So sollte es logischerweise sein.
Ich habe es - nicht nur 1x - anders erlebt. Vollanschluß an/für Pseudoadresse bestellt (natürlich muß dort der Anschluß "schaltbar" sein), Post kommt an die Adresse (aber dort nicht an, sondern Weiterleitung ins Postfach) und nach Schaltung (ohne jeglichen Technikerbesuch) wird nur noch die Telefonie nomadisch genutzt. Solange die monatlichen Rechnungen per Lastschrift erfolgreich abgebucht werden, interessiert sich niemand weiter dafür. Eher sogar freut sich der Anbieter, da am DSL-Anschluß selbst kein Heavy-User viel Datenvolumen verbraucht und keinerlei Störungen gemeldet werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden, muss nur eine Zweigniederlassung in Deutschland gegründet werden, kurzum Firmenunterlagen nehmen und dann aufs örtliche Gewerbeamt. Eine Adresse (kann eine Privatwohnung sein) wirst Du ja haben. Mit der Gewerbeanmeldung bekommst Du auch Deine Nummern.
 
Kostet schon wieder nutzlos Geld!
Und das nur dafür, daß hierzulande als einzigem Land in der EU mal wieder "Sonderwege" gegangen werden müssen, sprich es immer noch den unsäglichen Zwang der BNetzA zur Zuteilung geografischer Rufnummern gibt. In heutigen Zeiten völlig daneben und unrealistisch.
 
Ein stilles (Nebenbei)Gewerbe ohne jeglichen Kundenverkehr ist weder genehmigungspflichtig und kann auch nicht verboten werden.
Ebenso betonen selbst auf Nachfrage auch alle TK-Anbieter, daß für derartige Tätigkeiten selbstverständlich auch der sog. Privatkundenanschluß weitergenutzt werden darf.
 
Eine kurze Antwort auf den Seitenhieb, die ich zwar nicht schuldig bin, mir ja aber nicht wehtut: wir designen Websites für internationale Kunden. Das könnten wir aus Skandinavien oder Deutschland machen (ich bin übrigens der einzige Deutsche im Team) mit schlechtem Wetter, einer elenden Bürokratie und den immensen Kosten einer Firmengründung oder in Malta wo man eine Firma innerhalb einer Woche gegründet hat, transparent, günstig und unkompliziert. Und das alles auf einer Insel im Mittelmeer. Daran ist nichts verwerflich, zumal EU-Gesetze gelten und die Kapitalertragssteuer in Malta mit 35 % gehobener europäischer Durchschnitt ist.
 
Okay das Szenario wäre also wie folgt: mein Partner mit Wohnsitz in Deutschland schließt einen Vertrag mit einem Anbieter der ip Telefonie (inkl nomadischer Nutzung) anbietet. Der Vertrag wird geschlossen, die Anlage in der Wohnung meines Partners installiert bzw. freigeschaltet. Sobald das passiert ist, füge ich zB meine maltesische Telefonanlage zum Anschluss meines Partners hinzu, sodass ich den Anschluss mit deutscher Rufnummer als Teil des Vertrages zwischen Anbieter und meinem Partner in D nutzen kann, also von selbigem anrufen und erreicht werden kann. Hab ich das richtig verstanden ?
 
Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten darf jeder tun und lassen was er will. Dazu gehört das Gewerbe ohne Kundenverkehr in einer Privatwohnung wie auch der Firmensitz auf Malta.
 
Okay das Szenario wäre also wie folgt: mein Partner mit Wohnsitz in Deutschland schließt einen Vertrag mit einem Anbieter der ip Telefonie (inkl nomadischer Nutzung) anbietet. Der Vertrag wird geschlossen, die Anlage in der Wohnung meines Partners installiert bzw. freigeschaltet. Sobald das passiert ist, füge ich zB meine maltesische Telefonanlage zum Anschluss meines Partners hinzu, sodass ich den Anschluss mit deutscher Rufnummer als Teil des Vertrages zwischen Anbieter und meinem Partner in D nutzen kann, also von selbigem anrufen und erreicht werden kann. Hab ich das richtig verstanden ?
Nicht ganz ...

Frage ist, ob der Partner in D den Anschluß selbst (mit)nutzen will oder nicht.
Wenn ja - dann muß "die Anlage freigeschaltet und angeschlossen" werden (dazu später dann mehr, denn ganz so "gewaltig" ist es oft nicht).
Du mußt in Deinem Router in Malta (!) dann nur 1 (oder auch mehrere) VoIP-Rufnummern einrichten (die Zugangsdaten dafür kriegst Du bei easybell problemlos, bei 1&1 aber auch, dafür bei O2 NICHT!). Anrufe an die Nummer(n) klingeln dann auf Deinem auf Malta an den Router angeschlossenen Telefonen.
Gleichzeitig könnte aber (wenn gewollt) Dein Partner in D die gleiche Rufnummer auch bei sich einrichten, dann klingeln Anrufe auf die Nummer in D und in Malta gleichzeitig (ist quasi wie ein Parallelruf). Geht so bei easybell, bei 1&1 und O2 habe ich es nicht probiert.

Wenn Dein Partner den Anschluß nicht mitnutzen soll, muß in D (an der Anschlußadresse) auch überhaupt nichts eingerichtet werden. Vereinfacht gesagt: Du nutzt dann einfach die Doppelader mit der TAE-Dose in D nicht, sondern nur die VoIP-Telefonie an einem anderen Ort (also nomadisch).
Einrichtung in Malta wie oben zuvor. Angeschlossene Geräte in der Wohnung in D bzw. Anmeldung der Rufnummern auch auf einem Gerät in D sind für eine Nutzung auf Malta nicht notwendig.
 
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