Telefonanlage ISDN / VoIP Beratung für junges Personal.

Robin0815

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Hallo allesamt !,

Ich bin noch ziemlich neu in der Branche und hab von Telefon nur bei meinen Eltern ausgeholfen, jetzt muss ich bei uns im Film-Studio mal was auf die Beine Stellen.

Dazu erstmal Daten:
Aktuelle Anlage :
ISDN Ascom ascotel 2050.

Wir haben 3 DSL Leitungen :
2x 16.000|1.000 DSL
1x 10.000|10.000 SDSL.

Wir haben 2 Gebäude,
welche mit Glasfaserkabel und je 1 Switch pro Gebäude versorgt werden.
Der Hauptanschluss ist im Keller unter Gebäude 1.
Ein neuer Anschluss für VDSL wird auch in Gebäude 2 derzeit geplant.

Die alten Telefonkabel sind schon ewig hier und da weiß leider niemand wo die langlaufen.
Ich bevorzuge die Telefonie über die bestehenden & kommenden CAT7 Kabel/RJ45 Dosen zu führen.

Mitarbeiter sind hier 10-20 Fest vertreten. Ein wachstum soll möglich sein, aber viel mehr als 20 Nebenstellen sind bei mir vom Gefühl her nicht nötig (erstmal).
Ausbaufähig würde ich es aber gerne lassen.

Wir möchten gerne den alten ISDN Anschluss behalten, aber über neue VoIP Telefonie telefonieren.
Und in 1-5 Jahren (je nachdem wie die Internetanbindung hier wird) dann auch auf VoIP umsteigen.

Aktuell ist mein Plan so :
Ich möchte die alte Anlage loswerden und einen ISDN/VoIP Gateway einsetzen.
Ich möchte dazu VoIP Telefone kaufen (teils auch schon geschehen) und über die bestehenden ISDN Anschlüsse nach draußen telefonieren.

Als Gateway tendiere ich zu einem bintec Gerät (RT4202).
Ich würde gerne etwas aufklärung und ggf. einige Tipps habe wollen wie ich das am besten Umsetze.
Wenn ich die alte Anlage wegnehme (über's Wochenende zum Beispiel) - Was brauche ich dann alles an neugeräten ? Also was muss alles vorhanden sein, damit das funktioniert und wie muss ich das Stricken ?
Ich habe zwar Ahnung von Linux & Servern, bin aber hinsichtlich Telefonie eine totale Krücke ;D

Ich wäre für jeden Tipp dankbar.

Falls euch Infos fehlen, würde ich entweder editieren oder entsprechend antworten.

Viele dank schon mal für's durchlesen meines Hilfe-Rufes :)
 
warum nicht ein Gateway vor die ISDN-TK klemmen und so noch belassen bis ISDN evtl. komplett wegfällt.
 
Dann wäre ich ja nicht in der Lage neue Endgeräte anzubinden, oder ?
VoIP wird frühstens anfang nächsten Jahres umgesetzt.
Wir brauchen aber neue Telefone. Die alte anlage wäre theoretisch in der lage, aber damit kann keiner Umgehen.
Und die kabel wurden durchgeschnitten von kürzlichen Bauarbeiten.
Naja..
Ich würde jedenfalls gerne von der alten anlage wegkommen. Auch wenn wir dann eine neue kaufen müssen. Und auch wenn wir nächstes Jahr womöglich zu VoIP wechseln. Im idealfall kann die TK anlage mit beidem umgehen. Quadi intern voip und nach außen bleiben wir auf ISDN.
 
Du benötigst IP-Telefone (z.B. snom), ein Mediengateway für den ISDN-Anschluss (bintec war da immer problematisch, ich empfehle Patton SmartNodes) und z.B. ne Asterisk-Lösung (Gemeinschaft 3.1, FreePBX etc). Fax und analoge Sondertechnik ebenfalls über Mediengateways mit analogen Ports.

ISDN schaltest Du ans Mediengateway, der Rest ist VoIP. Alle halbwegs brauchbaren Lösungen können den normalen Funktionsumfang den Du als TK-System benötigst.
 
Die Elmeg Hybird passt sehr gut in das Konzept.
 
Heißt wir haben:
ISDN --> Gateway (Elmeg Hybird) --> Server mit Gemeinschaft/FreePBX <------> Telefone (VoIP)

Und wir können weiter über unsere ISDN Leitung auf der bestehenden Rufnummer telefonieren, ohne dass ich eine neue TK-Anlage kaufe ?
Also "Gemeinschaft" wäre dann meine TK-Anlage, richtig ?

Was schätzt ihr ein, würde sowas dauern umzusetzen ?
Wie bereite ich das am besten vor ?
 
Die Hybird ist eine VoIP - fähige Telefonanlage, sowohl in Richtung intern als auch extern.
 
Wo ist denn der Unterschied zwischen Gemeinschaft 5 und Gemeinschaft 3 ?
Ist das wichtig, dass ich eine ältere Version nehme ?

Große Ansprüche haben wir bei weitem nicht an unsere TK-Anlage.

Sagen wir mal, ich würde die elmeg Hybird 600 nehmen.. Kann ich dann alle bestehenden (10) Analog Telefone anschließen ?

Und neue Geräte (VoIP) lassen sich dann im Software-PBX registrieren und telefonieren auch via ISDN nach draußen ?
Oder registrieren die sich dann in dem Hybird Gateway ? Wofür ist dann Gemeinschaft ?

Und wenn wir nächstes Jahr auf VoIP umstellen, richte ich einfach den Gateway + Gemeinschaft neu ein und dann hat sich das?

Soweit ich das jetzt verstanden habe, dürfte das so klappen, oder stell ich mir das zu leicht vor ?

Danke auf jeden Fall schonmal für die Tipps :)
 
Die Hybird 300 als auch die Hybird 600 kann über Module so ausgestattet werden das 10 analoge Telefone (und mehr) angeschlossen werden können. Nur der Maximalausbau und die maximal mögliche Anzahl Benutzer sind unterschiedlich. VoIP-Telefone registriert man an der Hybird und diese können genauso wie die analogen Geräte via ISDN nach extern telefonieren und wenn extern auf VoIP umgestellt wird, ändert sich nur die Konfiguration für die externen Verbindungen. Man kann bei Bedarf auch beides gleichzeitig nutzen, also zusätzliche externe Leitungen über VoIP. Eine zusätzliche Software-PBX braucht man bei dieser Lösung nicht.
 
Die Hybird kann aber nicht nach Extern via VoIP, oder? .. Ist aber vielleicht gar nicht notwendig.

Meine Lösung wäre zuerst :
ISDN <---> TK-Anlage (elmeg Hybird 600) <----> analoge + VoIP Endgeräte.

Und Sobald unser Glasfaser kommt :
DSL <-----> Gateway (elmeg RT4402) <----> VoIP Endgeräte
ISDN <----> Gateway (elmeg RT4402) <++> TK-Anlage (elmeg Hybird 600)<----> analoge Endgeräte (Telefone, Fax)

Die Anzahl der Analogen Endgeräte wird sicher einmal an dem Gateway festgelegt, andererseits an der ISDN Leitung.

Das klingt erstmal super. Wenn ihr mir das so als 'voll ok' abstempeln würdet, dann wäre ich schonmal einen guten Schritt weiter.
 
Die Hybird kann auch VoIP nach extern. Wofür brauchst du denn die RT4402 ? Was für einen ISDN - Anschluss habt ihr denn jetzt?
 
Die Seite hier zeigt zumindest von der Anordnung das Schema, was ich oben habe.

Wenn die elmeg Hybird 600 auch VoIP nach draußen kann, ist die Entscheidung für mich eigentlich klar, dass ich diese nehmen werde.

Derzeit haben wir einen Versatel ISDN Pre-Selection Tarif. Der Anschluss - Gute Frage. Ich weiß nicht mal wie viele ISDN Anschlüsse hier für die alte TK-Anlage anliegen.
Aber mindestens 1 - maximal 4 ISDN Leitungen.

--
Edit:
Kann mir jemand sagen wie dort die Ausstattung sein muss ?
Ich kann grad schwer erkennen, ob ausreichend Module vor-installiert sind.
Laut Liste :
"Racksystem, int. Version: Systemtelefonie, 6+2 Slots für
FXS/S0/Up0/FXO, integr. IP-Gateway, TAPI, Hotel, Mini Call Center,
Voice-Applikationen, VoIP-ready; Lizenz für 20 Endgeräte, 2 SIP Kanäle
und 5 SIP Clients"

Laut Preisliste (ohne MwSt.) :
Anlage = 999,00

Dazu:
Module 8FXS = 259,00
Lizenzen :
5 Endgeräte = 159,00
5 VoIP Kanäle = 179,00
10 VoIP Clients = 229,00

Bin ich + Zubehör ja auch locker bei 2000€ angekommen, wenn ich nicht sogar was vergessen habe.

Gibt es da nicht auch was ohne andauernd teuere (!) Lizenzen zu kaufen ?
Wäre das dann die Kombination mit Gemeinschaft 3.1 ?

Auf jeden Fall sind das schon Kosten (ohne Endgeräte), welche doch etwas übertrieben erscheinen. Das lässt sich doch sicher anders Lösen ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die RT4402 brauchst du doch, wenn ich das richtig sehe, nur bei einem S2M - Anschluss. Ist nicht auch die Hybird 300 ausreichend? Oder geht es darum, auf jeden Fall ein Racksystem zu haben? Anstatt der RT4402 wäre doch eher als Router eine RS353j angebracht? Aber das kommt drauf an was für Funktionen benötigt werden.

Übrigens: VoiP Client Lizenzen braucht man nur wenn SIP-Telefone von anderen Herstellern verwendet werden. Die IP-Telefone von Elmeg (incl. deren DECT Lösung) bringen die SIP-Clientlizenz schon mit.
 
Robin0815 schrieb:
Gibt es da nicht auch was ohne andauernd teuere (!) Lizenzen zu kaufen ?
Wäre das dann die Kombination mit Gemeinschaft 3.1 ?

Daher ja mein Tipp, das ohne eine Anlage eines Herstellers inkl. dessen Geschäftsmodell zu machen. Spart ne Menge Lizenzkosten, und ist funktional :-) Gemeinschaft 3.1 weil technisch als TK-System weiter entwickelt als Gemeinschaft 5.x.

Mein Ansatz (den ich beruflich auch schon sehr häufig realisiert habe ;-) wäre:

ISDN --> Gateway (Patton SmartNode 463x) <- IP -> Server mit Gemeinschaft 3.1
<- IP -> Gateway (Patton SmartNode 411x, für analoge Geräte wie Fax, Frankiermaschine etc.)
<- IP -> Telefone (VoIP z.B. snom 3xx/7xx)

Kosten sind abhängig von Deinem Wissen, der Anzahl ISDN-Ports, der Anzahl IP-Telefone, der Anzahl analoger Ports, der Server-HW.
 
Es gibt eben den grundlegenden Unterschied zw. einer Bastellösung (was jetzt keine Bewertung der Qualität sein soll) und einer Anlage wo andere das "basteln" übernommen haben.
 
Gut, habe ich verstanden. Ich finde den Vorschlag von foschi sehr interessant. Das werde ich mir im Detail noch einmal ansehen.

Vor der Bastelarbeit kann ich mich eh nicht drücken, so wie unsere aktuelle Anlage aussieht, wird das mit sehr viel Spaß verbunden sein.

Im Server-Feld bin ich recht Fit und eine Anlage vie Web-Portal einrichten ist nun auch keine Zauberei.
Interessant wird es für mich eher bei der Verkabelung vom alten Anschluss zur neuen Anlage und wie die das Trennen kann, wenn ich analoge oder IP-Basierte Endgeräte verwende.

Ich muss mich vor allem erst einmal entscheiden können was ich nehme und da brauche ich grade etwas Nachhilfe, was die Hardwareauswahl betrifft.

Was mich derzeit etwas verwirrt :
Ich brauche definitiv eine neue Anlage als ersatz für die Ascotel 2050.
Heißt explizit, es kommen irgendwo 1,2,3,4 ISDN/S0/.. was auch immer für Anschlüsse aus dem Öffentliche Telefon-Netz.

Dann habe ich eine SmartNode 4638 (z.B.) :
Diese verknüpft alle? Ports mit dem IP-Netz.

Dann habe ich einen Asterisk-Server (= Neue TK-Anlage), welche meine Telefone verwaltet und auf die Smart-Node zugreifen kann?

Dann habe ich die SmartNode 4118, welche die analogen Schnittstellen in VoIP umwandelt? und an den Asterisk-Server anbindet?

Dann habe ich VoIP Endgeräte (snom320/Gigaset N510IP), welche sich mit dem Asterisk Server verbinden.
Und ich habe analoge Endgeräte, welche über den SN4118 (zu VoIP Geräten werden? und) sich mit dem Server verbinden.

Wie funktioniert das dann, wenn wir z.B. Nebenstellen bei einem VoIP Anbieter bekommen sollten, weil unsere ISDN-Anschlüsse nicht ausreichen?
Kann der Asterisk Server diese dann verwalten ? Macht das überhaupt sinn ? :D
 
Ich gönne dir den "Spaß", hoffe aber das wenn mal was nicht funktioniert das Film Studio den "Spaß" dann noch mitmacht. Mit dem einmal einrichten ist es ja nicht getan.
 
Update:
(Der alte text steht unten.)
Ich hab mir mal ein Konstrukt aufgebaut, wie ich mir das aktuell vorstelle und was ich sonst so gelernt habe.
Im Grunde (wenn das soweit stimmt) Suche ich nur noch einen vernünftigen Asterisk Server. Eventuell gibt es dort ja etwas, was ich mir jetzt nicht selber zusammenbauen muss.
Wenn es das nicht gibt, dann muss ich eben selbst ran und hol mir dann ein Gemeinschaft 3.1 oder ähnliches Asterisk System.
Hier der Plan :
Telefonplan.png


Hier der Text von Gestern:
Natürlich nicht :)

Ich habe jedoch auch keine Lust mir Geräte anzuschleppen, die zwar Out of the Box laufen, aber dann für jeden Zusatz gleich Lizenzkosten haben wollen.
Damit macht skalierung keinen Spaß.

Dafür bin ich ja hier : Herausfinden, welche Hardware für unser Studio angemessen ist.

Weiter im Thema :
Ich habe noch mal nachgeforscht und kann weitere Infos geben.

Wir haben bei uns eine Wandhalterung mit NTBA-Einschüben.
Dort sind angeblich 3 Stück mindestens für die Telefonanlage.
Es sieht sogar so aus, als wären dort 4 Stück für die TK-Anlage.

Jedenfalls sollten ja pro ISDN/NTBA 2 Sprachkanäle vorhanden sein.
Sprich bei 3x2 = 6 Kanäle und bei 4x2 = 8 Kanäle.

Also 4 Ports und 8 gleichzeitige Gespräche maximal.

An denn NTBAs gehen S0-Bus-Schnittstelle raus, das sieht übrigens so aus :
BGT-14-NTBA-3D-transparent_02_88c3eb8d75.png

Wie geht das von da aus weiter ?
Ich finde zum Beispiel einen Askozia Telephony Server auch sehr spannend.
Kann da jemand was zu sagen ?
 
Zuletzt bearbeitet:
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