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Kann ISDN-TK-Anlage an Fritz!Box 7050 und Kabel BW Modem EPC2203 ohne ISDN laufen

Dieses Thema im Forum "FRITZ!Box Fon: Telefonie" wurde erstellt von rbarth, 6 März 2012.

  1. rbarth

    rbarth Neuer User

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    Hallo Experten,

    bin von Telekom ISDN DSL auf Kabel BW Internet + Telefon Flat (ohne ISDN, da ISDN-MSN nicht mehr benötigt werden) umgestiegen. Hausinstallation ist mit ISDN-Euracom 181 und analogen Telefonen. Über die Euracom kann auch die Türstation von allen Telefonen bedient werden.
    Folgende Hardware steht jetzt zur Verfügung:

    1. Kabel BW-Modem Scientific Atlanta EPC2203
    2. Fritz!Box 7050 mit Firmware 14.04.33
    3. Euracom 181 ISDN mit externem S0 und internem S0

    Ich möchte natürlich die Hausinstallation mit Euracom 181 vor allem auch wegen der angeschlossenen Türstation ungern ändern. Andrerseits möchte ich gerne auch die Vorteile der Fritz!Box beim Telefonieren nutzen.

    Bisher bin ich mit der Installation so weit, dass der Internetzugriff von verschiedenen PCs über LAN/WLAN auf die 7050 und das EPC2203 bestens funktioniert. Ein einzelnes analoges Telefon funktioniert am EPC2203 ebenfalls.

    Grundsätzliche Frage:
    Kann die Euracom 181 ISDN (natürlich ohne MSN) mit dem bisherigen Hausnetz in irgendeiner Weise weiter verwendet werden auch wenn von Kabel BW am EPC2203 KEIN ISDN mehr zur Verfügung steht.

    Wenn ja, wie müssten EPC2203, 7050 und Euracom zusammengeschaltet werden, dass die analogen Telefone über das Kabel BW-Netz telefonieren, Anrufe entgegen nehmen, mit der Türstation kommunizieren und den Türöffner betätigen können. Die Telefone müssen intern nicht miteinander sprechen können.

    Danke für Eure Hilfe

    rbarth
     
  2. informerex

    informerex IPPF-Urgestein

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    Anschluss-Bild 7050
    Anschluss 3 dieses Bildes mit deiner ISDN-Anlage verbinden
    die Festnetz MSN in F!B und Euracom eintragen, dann müsstest du von beiden mit Endgeräten drauf zugreifen können.
     
  3. eisbaerin

    eisbaerin IPPF-Promi

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    Ergänzend:
    Anschluss 2 dieses Bildes mit deinem Kabel BW-Modem verbinden.
     
  4. Andre

    Andre IPPF-Promi

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    Das Kabelmodem hat zwei analoge Ausgänge. Einen davon kann man mit dem Analogeingang (also als "Festnetz analog") mit der 7050 verbinden. Die 7050 wandelt das in ISDN, mit der MSN, die man für den analogen Festnetzanschluss eingegeben hat.
    Problem ist die zweite Analogleitung. Entweder einen Sollmann-Adapter, der aus zwei Analog ein ISDN macht, oder eine zweite FBF mit SIP-Server (z.B. uralt FBF classic mit freetz und DTMFbox oder eine FBF ab 7170), die der 7050 als "Internettelefonieanbieter" den zweiten Analogport verfügbar macht.
    Man kann auch weitere SIP-Provider für ausgehende Telefonate einrichten (z.B. InterVoIP mit weniger als 4 Cent/Min in Mobilnetze) und mit Wahlregeln verwenden.
     
  5. rbarth

    rbarth Neuer User

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    Hallo,
    danke für Eure schnelle Hilfe. Ich hoffe, Euch richtig verstanden zu haben und werde die Geräte so verdrahten. Schaltbild 1.jpg
    Könnte ich anstatt der 7050 auch eine Speedport W 900V dazu verwenden? Da ich die Geräte im Keller installieren müsste, reicht WLAN vermutlich nicht bis ins 1. OG. Ich würde deshalb einen von den beiden Routern als Repeater einrichten. Welcher von den beiden Routern sollte mit dem EPC2203 und der Euracom verschaltet werden?

    @Andre
    Es sind zwar 2 Analog-Buchsen am ECP2203, aber es scheint nur die TEL 1 aktiv zu sein. Kann man die TEL 2 irgendwie freischalten? Ich bin zwar schon mal auf ein Menu der ECP2203 gekommen, aber die relevanten Menupunkte waren passwortgesichert.

    rbarth
     
  6. KunterBunter

    KunterBunter IPPF-Urgestein

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    #6 KunterBunter, 6 März 2012
    Zuletzt bearbeitet: 6 März 2012
    Für die Verbindung von ISDN/analog der Fritzbox 7050 zu TEL1 des Kabelmodems EPC2203 brauchst du ein selbst gecrimptes Kabel, da die analoge Leitung auf den beiden äußersten Kontakten 1 und 8 des RJ45 liegt. Am RJ11 des Kabelmodems sind es dagegen die beiden innersten, 3 und 4.

    Einen Speedport W900V kannst du "ungefritzt" nicht verwenden, da die Original Telekom-Firmware den "Internetzugang über LAN 1" nicht kennt.
    TEL 2 am Kabelmodem kann nur KabelBW freischalten, indem du eine weitere Rufnummer erhältst.
     
  7. Andre

    Andre IPPF-Promi

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    #7 Andre, 6 März 2012
    Zuletzt bearbeitet: 6 März 2012
    Wenn nur ein Tel freigeschaltet ist, um so besser. Dann hast Du einen Vertrag mit nur einer Leitung, kommst also mit der 7050 aus.
    Habe eben nachgeschaut: 2 Leitungen gibts erst bei 50 und 100 Mbps-Verträgen.

    Selber Crimpen brauchst Du nicht, wenn Du noch alle Originaladapter hast:
    Telefonanschlusskabel der 7050 (oder normales Netzwerkkabel) und den TAE-Stecker mit der 8-pol Buchse (äußere Pins belegt). Dazu den RJ11 auf TAE-Buchse Adapter des Kabelmodems (bzw. der FBF, sind gleich belegt)
    Ist nicht elegant, funktioniert aber.
    ISDN/analog-Buchse der 7050 -> Netzwerkkabel -> RJ45Buchse auf TAE Stecker -> TAE-Buchse auf RJ11-Stecker -> Tel1 des Kabelmodems.

    Weitere Rufnummer bekommt man kostenlos bei Sipgate. Wenn Du sie brauchst.
    Dann hast Du am internen S0 zwei MSN: "Festnetz analog" und die Sipgaterufnummer.
    Diese MSN müssen in der Euracom eingestellt werden.

    Abgehend bieten sich intervoip oder powervoip (beides Dellmont) an.
    Dann Wahlregeln in der FBF, dass Ausland und ins Mobilnetz über Dellmont gehen, nur Festnetz über "analoges Festnetz" (Notrufe natürlich auch).
    Wenn Du von mehreren Telefonnummern die Festnetzflat nutzen möchtest, wirds kniffeliger:
    -Rufnummernübermittlung abschalten (wahrscheinlich über Kundencenter oder so) - der Angerufene ruft sonst den Nutzer der Hauptnummer zurück, weil ja immer diese Nummer übertragen würde.
    -Wahlregeln mit Fallback einrichten: Bei Telefonsparbuch.de (eigentlich für CbC gedacht) alle Wahlregeln mit Fallback so programmieren, dass ausgehende Anrufe ins Festnetz über analoges Festnetz gehen und Fallback dellmont ist (mit weniger als einem Cent/min ganz o.K.). Für Mobil und Ausland vorzugsweise Delmont und Fallback auf Sipgate.
    Nachteil ist die fehlende Rufnummernübermittlung.
     
  8. rbarth

    rbarth Neuer User

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    Hallo Experten,

    danke Andre für Deine Infos. Ja, ich hab nur eine Rufnummer bei CleverKabel Starter. Damit hab ich sogar die 3-fache Download-Geschwindigkeit zum halben Preis im Vergleich zu meinem bisherigen DSL-Vertrag bei der Telekom. Und das sogar ohne Kabelgrundgebühr, weil ich ne Schüssel auf dem Dach hab.
    Dieses Steckerpuzzle hab ich inzwischen auch rausgefunden, war mir aber nicht sicher, ob dann auch die Adern an beiden Enden auf die richtigen Steckerpins kommen. Das Durchklingeln kann ich mir also mit Deinem Tipp ersparen. Meinen Versuchsaufbau werde ich puzzeln, wenn’s funktioniert dann wird’s gecrimpt.
    Der zweite Teil Deines Beitrags zeigt mir ja tolle Perspektiven zur Nutzung günstiger Anbieter auf. Damit könnte ich ggf. meinen LeastCostRouter, der jetzt wohl nicht mehr zu verwenden ist. Wenn die Anlage steht, werde ich dieses Thema wieder aufgreifen. Danke!

    Was ich aber noch nicht ganz verstehe sind die beiden Verbindungen
    1. ECP2203-TEL1 -> 7050-ISDN/analog
    2. 7050-FonS0 -> Euracom S0

    Ist meine Vermutung richtig, dass im ECP2203 aus den ankommenden Kabel-Päckchen die Sprachanteile rausgefiltert und zu einem analogen Signal zusammen gepappt werden, das danach im 7050 in ein ISDN-Signal umgebaut und dann der Euracom angeboten wird? Geht also kein Sprachanteil über die Ethernet-Verbindung zum 7050? Möchte nämlich das Zeug nicht nur nach Rezept zusammenbauen, sondern auch verstehen.

    rbarth
     
  9. Andre

    Andre IPPF-Promi

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    Das ECP2203 hat wie viele Kabelmodemen einen VoIP-Adapter integriert. Häufig nicht nach SIP, aber selbst wenn, dann ist es intern angebunden und nicht über die Netzwerkschnittstelle zu erreichen.
    Dem Nutzer steht nur das erzeugte Telephonsignal zur Verfügung, auf LAN ist nix davon festzustellen.
    Gewissermaßen wie bei DSL-Telefonica, wo auf der DSL-Leitung auch zwei virtuelle Verbindungen mit getrennten IPs laufen - eine für Telephonie, eine für Internet.

    Daher kommt man nicht um die Wandlung VoIP->Analog->ISDN herum, wenn man die Telephonie des Kabelanbieters nutzen möchte.

    Der Leastcostrouter ist natürlich obsolent, da es bei Kabelanbietern kein CbC gibt. VoIP-Anbieter gibt es aber sehr günstige. Da bei den Preistabellen aber noch MwSt und "Einzahlungsgebühr" für jede Aufladung hinzukommen (Man zahlt für 10$ Guthaben ca. 12,50$) kann man überschlägig die Preise in $ anzeigen lassen und hat den Bruttopreis in Euro. 3,9 Cent "Connection-Fee" und 3 Cent/min ins Deutsche Mobilfunknetz sind jedenfalls nicht übel (interVoIP). Eigene Rufnummer kann man auch übermitteln.
     
  10. asterixleser

    asterixleser Mitglied

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    Nur kurzer Hinweis, Andre: InterVoip berechnet keine Verbindungsgebühr. Habe eben nochmal dort nachgeschaut - wäre nämlich neu.
     
  11. rbarth

    rbarth Neuer User

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    Hallo Helfer,

    Erfolgsmeldung!!!
    Gestern Abend hab ich die ganze Anlage mit Eurer Hilfe wie gewünscht zum Laufen bekommen.
    Jetzt kommen die Feinheiten dran wie z.B. Kostenoptimierung mittels anderer VoIP-Provider.
    Bevor ich hier dumme Anfängerfragen stelle oder ewig rumgoogle wollte ich mich informieren. Könnt Ihr mir ne gute Seite für den Einstieg in VoIP mit Fritz!Box empfehlen.

    Danke

    rbarth
     
  12. informerex

    informerex IPPF-Urgestein

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    Hauptpunkt: eigenes Nutzungsverhalten analysieren, dann entscheiden ob evtl. Flat oder indiv. Tarife*.

    *telefonsparbuch hat eine Tariftabelle, womit man seine(n) Anbieter ermitteln kann.

    wenn nicht weiter kommst kurz fragen, weil soviel gibt es da nicht einzulesen/zu verstehen.
     
  13. Andre

    Andre IPPF-Promi

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    Stimmt, das war bei PowerVoIP. Hate beides beim Schreiben des Posts offen und zwischendurch die Seiten verwechselt.
    InterVoIP ist damit wohl die bessere Wahl - ich habe seit einem Jahr Powervoip und meine 10$ noch nicht abtelefoniert. Telefonate zur Freundin, meinem Bruder und zu den Eltern gehen über ein Gateway und kosten mich so nix.