Optimierung der hausinternen Telefonanlage (ISDN-Anlage T-Concept XI 521)

Im Prinzip ist es doch aber egal, ob im Wohnzimmer nun ein Einzelstrang oder Doppelstrang liegt, oder?
Nicht ganz.
Du könntest dann über einen Strang das DSL nach oben leiten, dort die FB hinstellen und über den 2. Strang das LAN in den Keller, wo dann ein Switch es auf alle Stockwerke + Garage verteilt.

Dann hättest du im EG und eventuell auch im OG gutes WLAN und DECT.
 
Nun ja, ich denke, das ist jetzt schon eine gute Lösung, so wie es jetzt ist.

Was mir ein bisschen Sorgen macht: wie stark darf man denn Cat-7-Kabel biegen? Beim Verlegen ist mir nämlich aufgefallen, dass die Elektriker im Kabelschacht ziemlich großzügig mit der Länge waren, bevor sie dann durch die Wand sind. Ich hätte das ja einfach abgeschnitten bzw. gekürzt, aber sie meinten, es sei immer besser, noch etwas "Reserve" im Kabelschacht zu haben.

Diese "Reserve" führt jetzt halt dazu, dass manche der verlegten Kabel im Kabelschacht nun eine Art "Schlaufe" bilden, wo die Ummantelung des Kabels nun schon etwas eingeknickt ist. Ich hab mehrmals gefragt, ob das OK wäre, und es hieß, das würde nichts machen.

Wie biegsam bzw. gnädig sind denn diese Cat7 beim Thema biegen oder knicken? Es ist jetzt kein 90-Grad-Winkel-Knick, aber bestimmt schon 100-120 Grad. Kann das die Netzwerkleistung beeinträchtigen/verlangsamen?

Beim Speedtest vorhin bin ich nämlich "nur" noch bei 70 mbit/s, statt den gebuchten 100 mbit/s. Lag aber vielleicht auch daran, dass ich den Test übers WLAN am Laptop laufen habe lassen.
 
Der Biegeradius steht im Datenblatt der verwendeten Kabeltyps. Das Minimum im Betrieb ist etwa das Fünffache des Kabeldurchmessers, bei der Verlegung etwa das Zehnfache. Wenn das Kabel schon geknickt wurde, war es zu viel des Guten. :)
 
Diese "Reserve" führt jetzt halt dazu, dass manche der verlegten Kabel im Kabelschacht nun eine Art "Schlaufe" bilden, wo die Ummantelung des Kabels nun schon etwas eingeknickt ist.
Kannst du uns mal ein Foto zeigen?
 
Ich bin misstrauisch geworden, weil in der FritzBox auf einmal nur "LAN 1 mit 100 mbit/s" angezeigt wird. Da war vorher "LAN 1 mit 1 Gbit/s" und die Gbit/s-Funktion ist in der FB für alle 4 Ports auch aktiv.

Wäre sehr ärgerlich, da wir Ende Dezember bei 1&1 auf 250 mbit/s upgegradet haben... Dann sollen die 250 mbit/s auch schon ankommen. Ich mach mal schnell ein Foto.
 
Also...

Bezüglich Bild 1:
Das Kabel hier gehört zu den 2008 verlegten Netzwerkkabeln und war bislang unser Hauptanschluss, der das Internet hochgebracht hat ins OG. Bevor die Elektriker heute kamen, ging dieses Kabel ohne Schlaufe oder Knick im Kabelkanal schön direkt ins Loch in der Wand und in die Aufputzdose.

Anstatt das Kabel fürs Patchfeld zu kürzen und neu abzuisolieren (vermutlich wollte man sich diese Arbeit ersparen), wurde es heute einfach nach hinten in den Kabelkanal rausgezogen, damit es vorne beim Patchfeld die nötige Kürze/Länge hatte. Im Kabelkanal sieht es jetzt so aus: (Bild 1, roter Pfeil).

Die heute frisch verlegten Netzwerkkabel (darunter das, was jetzt eigentlich ins Wohnzimmer laufen soll), wurden auch schon aufs Patchfeld gesteckt und die liegen im Kabelkanal wie folgt (Bild 2, Bild 3)

Zusätzlich ist mir an einem an der Decke verlaufenden Kabel (nicht mehr im Kabelschacht) aufgefallen, dass es auch an der Ummantelung Kerben hat, wie als wenn es beim Verlegen oder Durchziehen auch mal geknickt wurde (Bild 4, Bild 5).

Ich hoffe ernsthaft, dass das nun nicht alles kaputt ist durch unsachgemäßes Verlegen... Zumal ich mehrmals noch nachgefragt hatte, ob diese Biegeradien im Kabelschacht nicht problematisch wären?!
 

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Das sieht sehr schlecht aus. So verlegt man keine CAT7 Kabel.
Mit Telefonkabel kann man das so machen.
Deswegen sage ich ja immer:
Lieber CAT5 nehmen!
Denn mehr als CAT5 ist das Kabel jetzt auch nicht mehr.

Aber die 1Gb/s sollten doch noch durchkommen, wenn alles ordentlich aufgelegt ist.
Ist denn die fertige Verbindung gemessen oder wenigstens geprüft worden?

Dann mal auch noch ein Foto von dem geöffneten Patchpanel.
 
OK, also ein bisschen Entwarnung kann ich geben:
Habe meinen PC gerade mal direkt an das Patchfeld angeschlossen, also Lankabel vom Patchfeld direkt in den PC. Und siehe da: jetzt wird mir in der FritzBox angezeigt: LAN1 mit 1 Gbit/s.
Auch ein auf diesem PC durchgeführter Speedtest im Internet ergab: 107 Mbit/s down, 34 Mbit/s up.

Es muss also anscheinend nun am TP-Link Access Point liegen, der ansonsten immer am LAN1 hängt. Ich meine mich aber zu erinnern, dass der erstens auch Gigabit-fähig ist und zweitens in der Vergangenheit die FB den auch als Gigabit-Verbindung angezeigt hat.

Die heute neu gelegten Kabel machen mir Sorgen, denn die sind ja deutlich gebogener/geknickter als das alte, an dem ich grad hänge. Angeschlossen sind die neuen Kabel aber noch nicht, das sollte morgen erst passieren.

Kann man das noch ausbessern, ohne dass man direkt komplett neue Kabel einziehen muss? Da wären die garantiert NICHT begeistert.

Gemessen wurde nur rudimentär mit so einem Bilig-Messer. Der Netzwerk-Mensch, den unser Elektriker mitgebracht hat, meinte sogar selber, dass er bessere Netzwerk-Messtechnik hätte als das vom Elektriker mitgebrachte Billig-Messteil und er das morgen angeblich mal durchmessen wolle mit seinem Gerät.

Ich versuch mal noch, das Patchpanel zu öffnen, aber da sieht man ehrlich nicht arg viel.

NACHTRAG:
Ich glaube, die FritzBox hat das nur nicht richtig angezeigt. Denn ich hatte die heute in den Werkszustand zurückgesetzt und direkt an meinem Laptop mittels eines USB-auf-LAN-Adapters unten im Keller neu konfiguriert. Ich glaube, daher kommt die "LAN1 mit 100 mbit/s"-Geschichte. Anscheinend hat die das nicht mehr aktualisiert, als ich dann den TP-Link AP drangehängt hatte. Jetzt hängt der TP-Link wieder dran und auch jetzt steht 1 Gbit/s dran, so wie das auch früher war.

Die Knicke der heute verlegten Kabel machen mir dennoch Sorgen. Meint ihr, da ist schon was beschädigt worden? Kann man das durch Messungen rausfinden, oder muss der ganze Klumpatsch jetzt alles nochmal raus und neu verlegt werden?!
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann man das noch ausbessern, ohne dass man direkt komplett neue Kabel einziehen muss?
Eigentlich nicht. Einmal geknickt = für immer kaputt. Zumindest wird es nie wieder ordentliches CAT7.
Was aber die meisten auch z.Z. noch nicht brauchen. CAT5 reicht für 1Gb/s.
Aber nicht wundern wenn dann irgendwann keine 10Gb/s durchkommen.
Da wären die garantiert NICHT begeistert.
Das glaube ich gerne. Wer beseitigt schon frohlocket seinen eigenen Pfusch?

TP-Link Access Point
Wie heißt der?

aber da sieht man ehrlich nicht arg viel.
Doch, wir schon. Zumindest die Qualität der Arbeit.
 
Das ist ein TP-Link AC1750.
Der hängt schon seit Jahren als Access Point bei uns am LAN 1. An dem liegt es nicht, denn (siehe Nachtrag aus meinem letzten Beitrag):

Ich glaube, die FritzBox hat das nur nicht richtig angezeigt. Denn ich hatte die heute in den Werkszustand zurückgesetzt und direkt an meinem Laptop mittels eines USB-auf-LAN-Adapters unten im Keller neu konfiguriert. Ich glaube, daher kommt die "LAN1 mit 100 mbit/s"-Geschichte. Anscheinend hat die das nicht mehr aktualisiert, als ich dann den TP-Link AP drangehängt hatte. Jetzt hängt der TP-Link wieder dran und auch jetzt steht 1 Gbit/s dran, so wie das auch früher war.

Ich schau mal, dass ich das Patchpanel aufbekomme, um ein Bild zu machen.

Soll ich die Elektriker morgen erst mal fragen, dass sie das alles erstmal durchmessen sollen mit Messprotokoll? Wenn da nix bei rauskommt, dann kann man es doch auch so lassen, oder?

[Edit Novize: Beiträge entsprechend der Forenregeln zusammengefasst - Beitrag 2:]

Hier mal das Patchpanel. Auch hier machen die neu gelegten, abgehenden Kabel einen leichten Knick, aber wohl nicht so stark wie im Kabelkanal:
 

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Interessant ist auch, dass drei die neuen Kabel anders aufgelegt sind als die zwei alten.
 
Das hat mich auch gewundert, aber da sind wohl die Dosen anders aufgelegt und das wollten sie in den Dosen nicht ändern.

Auch fehlt am untersten Kabel die Zugentlastung.

aber wohl nicht so stark wie im Kabelkanal:
Das kann ich nicht so richtig erkennen, ob das ein Knick oder ein Schatten ist.
Aber wo dort SB1 steht und genau darüber sieht es schon nach einem bösen Knick aus.

@KunterBunter läßt man nicht, wen man es richtig gut macht, die Pärchenabschirmung bis kurz vor die Klemmstelle?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hat mich auch gewundert, aber da sind wohl die Dosen anders aufgelegt und das wollten sie nicht ändern.

Genau so wars. Der Techniker hat es zuerst richtig angeschlossen und bekam dann falsche Messwerte und hatte dann keine Lust, die Gegenstelle / Dosen abzuändern und hat es daher auf dem Patchpanel einfach angepasst. Die neu gelegten Kabel hat er dafür aber richtig belegt.

Ja, bei SB1-Kabel ist auch am Patchpanel ein ordentlicher Knick... Mich regt das schon wieder höllisch auf. Wenn doch nur EINMAL was richtig laufen könnte!! Was mache ich jetzt? Kann ich mir irgendwo so ein Messgerät leihen und mit eurer Hilfe das mal durchmessen, indem ich euch die Ergebnisse poste? Wo kriege ich sowas her?

Wenn bei der Messung alles OK wäre, könnte man ja alles so lassen, oder?
 
Ja, bei SB1-Kabel ist auch am Patchpanel ein ordentlicher Knick
Bei dem Kabel darüber aber auch.

Ein ordentliches Meßgerät kostet aber so 1000-2000€, das hat nicht jeder.
Alles andere sind nur Schätzeisen.
Aber für deine 1Gb/s reicht das, das geht auch mit Knick.
 
Aber für deine 1Gb/s reicht das, das geht auch mit Knick.
Genau das ist der Schlüssel:
Das ist ein CAT-Kabel, das ist kein Glasfaserkabel, was nun gebrochen wäre...
Mache Dich nicht verrückt, das reicht für Dein Heimnetz immer noch locker aus. Die 1GBit werden auch hier noch drüber weg gehen, max. wird die Dämpfung und das Übersprechend etwas höher, d.h. die garantierten 100m Leitungslänge werden evtl zu 90-95m. Selbst wenn es nun eng werden würde, dann sind es halt nicht mehr 1GBit sondern nach Fehlerkorrektur nur noch 99% dessen. Vergiss aber nicht, dass die beteiligten Switche und andere Netzwerkgeräte eine weit höhere Rolle dabei spielen, was da noch geht und wie hoch der Nettodatendurchsatz wirklich ist. ;)

@KunterBunter läßt man nicht, wen man es richtig gut macht, die Pärchenabschirmung bis kurz vor die Klemmstelle?
Wir sprechen hier über ein 1GBit-Patchfeld - das spielt keine Rolle, das ist so völlig ok, Hauptsache, es geht bis zur Schirmungsverschraubung und ist dort kontaktiert. Die Schirmung länger lassen, macht bei diesem Patchfeld auch keinen Sinn, weil das zu schnell an die Kontakte kommt und das Auflegen zu sehr behindert. ;)
 
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Die 1GBit werden auch hier noch drüber weg gehen
Aber wenn in ein paar Jahren jemand denkt:
Au fein wir haben ja CAT7-Kabel liegen, da können wir 10Gb/s drüber machen, dann wird es Brühe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe jetzt ein reines IT-Unternehmen in meiner Nähe kontaktiert, keinen Dorfelektriker. Habe ihm die oben eingestellten Bilder geschickt mit der Bitte um Beurteilung. Er meinte jetzt aber, je nach dem, wie die Biegung oder Knickstelle aussieht, sei es noch gar nicht unbedingt gefährlich oder problematisch... Ggf. kann dieses Unternehmen aber auch vorbeikommen und eine professionelle Messung durchführen bzw. auch Fehler beseitigen. Dies wäre dann aber zu Lasten unserer Kosten, was ich eigentlich nicht einsehe, denn es wurde ja eindeutig schlamprig gearbeitet! Bin echt wütend!
 
wir haben ja CAT7-Kabel liegen, da können wir 10Gb/s drüber machen, dann wird es Brühe.
Nuja, dann wird eh als erstes das Patchfeld gegen ein höherwertiges ausgetauscht werden müssen.
Und machen wir uns nichts vor: Das Kabel ist nun nicht wirklich desolat, es kann nur in den Standardgrenzen nicht mehr garantiert werden, was da durch geht. Bei im Privatbereich üblichen 20-50m spielt das fast keine Rolle, wenn die Dämpfung an diesem einen Punkt erhöht ist. Das wuppen die Netzwerkchips schon. Und wenn es dann nicht 10GBit/sek sind sondern auf diesem Strang nur 9 GBit/Sek (brutto!), ist das trotzdem eine 10GBit-Verbindung und fast keiner wird das merken. Vor allem, da die eingesetzte Netzwerktechnik ein nicht unerheblichen Anteil daran hat.

Ich wäre hier erst einmal gelassen, da sogar 1GBit-Tchnik heutzutage längst nicht in allen Belangen die 1GBit erreicht, da die dahinter liegende Technik oft genug weit langsamer ist. Der Netto-Datendurchsatz ist sogar heute oft nur die Hälfte dessen, was die Netzwerktechnik stemmen kann...
 
Ich arbeite eben anders. ;)
 
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